Reiseführer Münster zum NRW-Tag 2026: Schon längst kein Geheimtipp mehr ist für einen tollen Aufenthalt in der Westfalenmetropole der Reiseführer “Münster Stadt der Skulpturen”. Lasse schon jetzt und nicht erst am NRW-Tag 2026 (28. bis 30. August) tolle Ziele bei fünf attraktiven Stadtwanderungen auf dich wirken. Mit Adressen, Fotos sowie gpx-Tracks fürs Navi. Solche Stadtwanderungen findest Du sonst in keinem anderen Münster-Reiseführer.
Das Buch eignet sich sehr gut, Eltern und Freunden die Stadt selbständig zu zeigen, ohne dass Du eine Führung buchen musst. Durch den Stadtrundgang auf eigene Faust sparst Du Geld. Denn es gibt mehrere Spaziergänge oder Radtouren, die sich mit Buch und Smartphone selbst leicht durchführen lassen.
Es erleichtert Neubürgern das Einleben, da auch die wichtigsten Ausflugsziele während der Woche und am Wochenende nahebringt; darunter befinden sich natürlich auch Traditionskneipen. Und vieles, was in anderen Büchern nur angedeutet wird, wird beim Kultur-Wandern durch Münster besser erklärt. Warum ist der Dom so errichtet? Was macht den Erbdrostenhof architektonisch so wertvoll?
Münster ist eine unbekannte Kunst-Metropole
Dass die Stadt eine Kunst-Metropole ist, ist den meisten wohl erst aufgefallen, als sie 2010 in das Finale der Kulturhauptstadt Europas gelangte. Warum sie sich dazu entwickelt hat, erklärt der Reiseführer “Münster Stadt der Skulpturen”.
Selbst viele Münsteraner fahren mit ihren Leezen — ein münsterischer Ausdruck fürs Fahrrad — an Galerien, Kunsthandlungen sowie Ateliers oft achtlos vorbei. Dabei verfügt die Universitätsstadt über eine Kunstakademie und ein Picasso-Museum. Aber auch über ein Stadt. ein Naturkunde und ein Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Vielleicht lockt in einigen Jahren eines über Henri Matisse die Massen an. Denn die Sparkasse Münsterland verfügt über eine bedeutende Sammlung.
Sterne-Gastronomie für die Pause
Selbst die Gastronomie macht seit April 2023 von sich reden: Der Guide Michelin verlieh sage und schreibe vier Sterne an drei Restaurants. Jedes Jahr werden diese aufs Neue verliehen. Bei einem Stern schaut mindestens ein Tester anonym vorbei. Bei zwei Sternen sind es gleich bis zu fünf. Einen davon darf sich das Restaurant Spitzner im Oer’schen Hof an der Königsstraße an den Eingang kleben. Den letzten davor erhielt die Gaststätte Anfang der 1990er Jahre. Das Speiseangebot des Inhabers Karl Nikolas Spitzner ist gemischt aus französisch inspirierter Küche und regionalen Gerichten. Untergebracht ist das Lokal in einem ehemaligen Adelshof. Dieser wird bei den City-Trips durch Münster natürlich auch besprochen.
Ebenfalls einen Stern verliehen, bekam die Location Brust oder Keule im Kreuzviertel. Auch dies befindet sich also in einer architektonisch reizvollen Umgebung, stehen doch dort viele aufwendig errichtete Häuser aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Dort kocht mit Laurin Kux ein Mann, dem es gelang, bereits in Hamburg fürs Jellyfish einen Stern zu erlangen. Er stammt aus Münster.
Gar zwei Sterne darf sich jetzt Fréderic Morel an die Brust heften. Er erfreut Gäste des Coeur D’Artichaut mit wohlschmeckenden Speisen. Dieses Lokal liegt am Alten Fischmarkt, woran eine der Routen von “Münster Stadt der Skulpturen” vorbeiführt. Schon vor drei Jahren erhielt der aus der Bretagne stammende Morel einen Stern.
Spannende moderne Architektur ein Thema
Alle zehn Jahre richtet die Stadt unter Leitung des bekannten und leider mittlerweile verstorbenen Kurators Kasper König ein Skulptur Projekt aus. Renommierte Künstler aus aller Welt stellen ihre Werke in der Stadt zur Schau. Dazu nutzen sie geschickt bereits vorhandene historische Gebäude und Plätze. Sie besuchen, bevor das Projekt beginnt, in Frage kommende Plätze, richten ihre Objekte danach aus.
Die Bauwerke haben ihnen unter anderem der Baumeister Johann Conrad Schlaun überlassen. Dazu kamen später im 19. und 20. Jahrhundert die Architekten Alfred Hensen, Harald Deilmann, Julia Bolles-Wilson und ihr Mann Peter Wilson sowie der Koreaner Duk-Kyu Ryang.
Im Stadtraum finden sich zudem gut 30 Ankäufe aus dem Skulptur Projekt. Dazu gehören zum Beispiel die Aaseekugeln — Giant Pool Balls — oder die Kirschensäule an der Harsewinkelgasse. Wer die Stadt über den Rand der Radwege hinaus durchstreift und erlebt, entdeckt Hunderte Skulpturen und Installationen im Stadtkern. Während der Recherche forderte es den Reisenden heraus, diese zu fotografieren, zu beurteilen und zu gewichten. Haben diese an der Kunstakademie ausgebildete Künstler geschaffen? Oder sorgen Galeristen und Kunsthändler dafür? Und Du erfährst auf jeden Fall, wo in der Innenstadt Fachgeschäfte liegen, in denen moderne, aber auch ältere Kunst verkauft wird. Vielleicht willst Du ja Deine Wohnung schön dekorieren. In zwei Galerien gibt es sogar Originale weltberühmter Künstler zum günstigen Preis. Wo die genau liegen, steht im City-Guide.
Farbiger als andere Führer
Das Stadtgebiet ist vier Zonen gegliedert, in denen sich die meisten Installationen und Skulpturen befinden. Diese sind vor allem im Zentrum, auf der Promenade und dem Universitätsgelände sowie rund um den Aasee zu finden. Der Kulturreiseführer erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit bei den vorgeschlagenen Touren durch die Stadt. Alle Kunstwerke zu kommentieren, würde den Rahmen sprengen. Exponate und andere Ausflugsziele in Münster sollen leicht zu erreichen sein. Der Stadtführer löst Fragen wie: Was kann ich in Münster machen? Oder wo kann ich in Münster essen gehen? Wohin in Münster?
Das Augenmerk bei den City-Trips durch Münster liegt darauf, inwieweit ungewöhnliche Gebäude, Plätze und Kunstwerke den öffentlichen Raum prägen. Ergeben sich neue Sicht-Achsen durch neue Gebäude? Entsteht eine neue Sichtweise auf einen Stadtteil, einen Freizeitraum, eine Arbeitsstätte? Schaffen neue Plätze Aufenthaltsqualität? Wo gibt es schöne Orte in Münster? Dienen diese nicht nur konsumorientierten Interessen, sondern führen zu Experimentier-Geist? Ausdruck dessen sind natürlich auch die Münster-Krimis Tatort und Wilsberg mit Rechtsmediziner Karl-Friedrich Boerne und Kommissar Frank Thiel, Georg Wilsberg, Lars Overbeck und Anna Springer. An bekannten Drehorten kommst Du natürlich auch vorbei, wenn Du einen Kurz-Urlaub in Münster verbringst.
Neuer Geist am Hafen?
Die Augen richten sich in den kommenden Jahren auf den Stadthafen: Zum ersten Mal seit gut 70 Jahren schauen Besucher an der Schillerstraße direkt aufs Areal am Wasser. Die Osmo-Halle wurde im Februar 2021 abgerissen. 2001 ging das Unternehmen von Ostermann und Scheiwe in Insolvenz. Es folgten ein mehr als 60 Meter hoher Schornstein und markante Spänebunker mit 50 Zentimeter dicken Wänden. Vorhandener Stahl wurde eingeschmolzen. Mit Beton und Ziegen entsteht wieder etwas Neues.
27000 Quadratmeter sind jetzt frei. Investor Andreas Deilmann, dessen Vater schon deutschlandweit beachtenswerte Gebäude schuf, hat viel vor. Aber bisher liegt nur der Entwurf eines Bebauungsplans vor. Kommt dort vielleicht ein Matisse-Museum hin? Das wäre ein neuer Touristen-Magnet. In Münster lagern viele Werke des berühmten Malers.
City-Trips durch Münster
Alle Tour-Vorschläge mit unterschiedlicher Länge sind in “Münster Stadt der Skulpturen” so geplant, dass man Attraktionen in Ruhe auf sich wirken lassen kann. Das Buch enthält neben zahlreichen Fotos Karten, gpx-Tracks und Adressen. Denn der Kulturreiseführer ist im Gegensatz zu konventionellen Stadtführern ein unverzichtbarer Begleiter für diejenigen, die hier — selbst als Einheimische — das Fremde erleben, sich auf die Umgebung einlassen wollen. Auf einem der ausgewählten City-Trips durch Münster. Am besten heute schon, auf jeden Fall aber spätestens am NRW-Tag 2026.




















