Beinahe unerfüllbarer Traum von einem Ferienhaus in Dänemark

Die Wel­len der Nord- und Ost­see in Ska­gen gegen­ein­an­der anrol­len sehen, den Zucker­sand am Kat­te­gatt durch die Fin­ger rie­seln las­sen, den Harz­ge­ruch des Wäld­chens am Strand von Asser­bo auf See­land rie­chen — ich erin­ne­re mich an mei­ne Kind­heit in Däne­mark. Mein Bru­der bau­te tol­le Sand­bur­gen oder einen Kauf­manns­la­den. Wir ver­kauf­ten dann Muscheln und See­mann­staue für eini­ge Øre an gut­mü­ti­ge Dänen.

Abends kehr­ten ich und mei­ne Geschwis­ter erschöpft, aber glück­lich ins gemüt­li­che und male­ri­sche Feri­en­haus zurück. Oft gab es einen gro­ßen Gar­ten, in dem auf ein­mal Rehe stan­den und nicht nur wie zuhau­se Nach­bars Kat­ze oder Hund. Solch ein Feri­en­haus woll­ten wir auch ger­ne haben.

Doch das geht bis heu­te nicht. Deut­sche dür­fen kei­ne Feri­en­häu­ser am Strand kau­fen. Die Dänen fürch­ten, dass die Strän­de sonst nicht mehr ihnen gehö­ren. Dies ist einer der Vor­be­hal­te, den sie beim Bei­tritt zur EU aushandelten.

„Wenn die Dänen ihre Wäh­rung oder ihr Jus­tiz­sys­tem oder ihre Ver­tei­di­gungs­po­li­tik auf­ge­ben müss­ten, dann wür­den sie das als eine Art von begrenz­ter Eigen­stän­dig­keit sehen. Auch wenn die­se Hal­tung immer wie­der von der Poli­tik kri­ti­siert wird: Die Mehr­heit der Dänen emp­fän­de einen Abschied von die­sen Vor­be­hal­ten als einen Schritt in Rich­tung Ver­ei­nig­te Staa­ten von Europa.“ 

Dies sagt Peter Neder­gaard, Pro­fes­sor am Euro­pa­po­li­ti­schen Insti­tut der Uni­ver­si­tät Kopenhagen.

Wer mehr wis­sen möch­te, soll­te den inter­es­san­ten Bei­trag des Deutsch­land­funks lesen.

Feri­en­haus in Dänemark

likeheartlaugh­terwowsadangry
0