Auf der Suche nach dem verlorenen Polarlicht

Auro­ra borea­lis — in mei­nen Ohren klingt das magisch. In denen vie­ler ande­rer auch: In den sozia­len Medi­en fra­gen Leu­te stän­dig, wo in Nor­we­gen oder Schwe­den man eine gute Chan­ce habe, Nord­lich­ter zu sehen.

Mit gro­ßer Vor­freu­de buch­ten ein Freund und ich einen Flug nach Bodø, um von dort aus mit dem Schnell­boot nach Svol­vær über­zu­set­zen. Die Über­fahrt zum Lofot war schon ein Traum, sah ich doch erst­mals die Win­ter­land­schaft. Schnee­be­deck­te Inseln wirk­ten wie gro­ße Eis­ber­ge. Orcas sah ich lei­der nicht. Bis heu­te ist es ein uner­füll­ter Traum.

Zwei Wochen schau­ten wir uns die Insel­grup­pen an, besuch­ten Fisch­züch­ter, Sami mit Ren­tie­ren, klei­ne Fischer­or­te, gelang­ten sogar fast bis nach Trom­sø. Die Win­ter­land­schaft war eine ande­re Welt und deut­lich inter­es­san­ter als die tou­ris­ti­sche im Som­mer. Denn ich sah end­lich mal nor­ma­les Leben mit Schü­lern auf Steh­schlit­ten auf dem Heim­weg und Fischern bei der Arbeit. Nicht fast aus­schließ­lich Tou­ris­ten wie im Som­mer. Und ich lern­te Auto­fah­ren mit Spikes. Das war schon eine Her­aus­for­de­rung, wenn man die Mit­te der engen Fahr­bahn im Dun­keln nicht mehr sieht, einem rasend schnell ent­ge­gen­kom­men­de Schnee­pflü­ge die Sicht neh­men, mit Fisch bela­de­ne LKW den meis­ten Platz wegnehmen.

Am letz­ten Abend auf dem Lofot ver­lie­ßen wir eine Bar in Svol­vær. Ich schau­te zufäl­lig nach oben. Wie Fun­ken eines Feu­er­werks erschien das ersehn­te Polar­licht. Wir hat­ten es schon abge­schrie­ben, waren aber auch so zufrie­den mit unse­ren Ein­drü­cken. Und jetzt kamen noch eini­ge Sekun­den Feu­er­werk zum Abschluss der Rei­se hinzu.

Atem­be­rau­ben­de Fotos der Rei­sen auf das Lofot fin­det ihr unter

Lofo­ten­rei­se

Ein Autor der Süd­deut­schen Zei­tung war mit Hur­tig­ru­ten unter­wegs. Was die­ser hin­ge­gen erleb­te, lest ihr unter

Polar­licht mit Hurtigruten

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