Schlagwort-Archive: Vogue

Lange Strände mit türkisfarbenem Wasser

Gerade hat die französische Zeitschrift Vogue einen Artikel über 17 schöne Strände in Frankreich publiziert. Vielleicht ist ja einer für Dich dabei, an dem Du gerne Deinen nächsten Urlaub verbringen würdest.

Geradezu verlockend wirken die Fotos vom Strand Pointe de Saint-Hernot in der Bretagne und vom Strand D‘Etretat in der Normandie. Die Namen aller Strände sind im Text gefettet und so leicht ohne Französischkenntnisse zu erkennen, so dass sich eine Übersetzung ins Deutsche erübrigt.

Doch rate ich dazu, im Netz weitere Fotos vom Urlaubsziel anzuschauen. Denn oft werden solche Bilder von Agenturen kostenlos zur Verfügung gestellt und stammen leider oft nicht von verantwortungsvoll arbeitenden Reisejournalisten. So sind dann zum Beispiel hässliche Häuser und Hotels oder Straßen in der näheren Umgebung nicht auf Agenturbildern zu sehen. Ich kenne innerhalb Europas nur wenige wirklich unverbaute Strände.

Auch auf die Wassertemperatur würde ich vorab im Netz schauen. In Galizien oder selbst in Algarve gibt es Abschnitte mit kalten Strömungen, die selbst im Hochsommer nicht gerade zum Baden einladen. Da ist manchmal das Kattegat in Dänemark an sonnigen Tagen wärmer als in Südeuropa.

Weitere Infos findest Du unter

17 schöne Strände in Frankreich

Urlaub in skandinavischen Luxusunterkünften

Habt ihr schon mal Urlaub in einem Design-Hotel gemacht? Oder in einem Baumhaus? Manchmal stecken richtig ungewöhnliche menschliche Geschichten dahinter, die ich dann noch interessanter finde, als das Haus selbst.

Wenn ich eine Region durchstreife und erlebe, kaufe ich gerne täglich die Zeitungen vor Ort. Denn die Lokaljournalisten kennen ihre Gegend oft sehr gut und wollen ihre Leser im Sommerloch unterhalten. Da schauen dann diejenigen, die keine Zeitung abonnieren, in die Röhre, wenn sie sich nur auf Facebook oder Instagram verlassen, denn dort gibt es nur wenige qualitativ gute Angebote. Wer keine Zeitung bezieht, gehört nämlich zu denjenigen, die ein Informationsdefizit haben.

Als ich vor einiger Zeit durch Norrbotten in Nordschweden radelte, las ich in einer Zeitung von einem Baumhaushotel in Harads und plante meine Route sofort um. Mein Herz klopfte, denn darin fand ich für meine Leser wohl einen echten Leckerbissen. 300 Kilometer mehr als gedacht, musste ich dafür einlegen, um das Dorf zu erreichen. Zum Glück ist Schweden relativ flach und es war auch erst Juli, also noch lange hell, so dass man sogar nachts radeln kann. Denn nur für gut eine Stunde wird es richtig dunkel.

Als ich ankam, waren die Arbeiten am Baumhaushotel in vollem Gange, der federführende Architekt sogar mit Handwerkern vor Ort, so dass ich mitbekam, wie Bertil plante. Er experimentierte viel herum, um einem Baumhaus den Charme eines Vogelnestes zu verleihen. Daher loderte im Wald ein riesiges Feuer, in das er starke Metallbänder gelegt hatte. Das Vogelnest sollte mit den Bändern umfasst werden. Sie sollten nicht in der Sonne blitzen, sondern sich farblich der Natur anpassen. Ich half ihm auch dabei, rund gebogene Äste im Wald zu suchen, die er auch um das Nest legen wollte. So trage ich auch einen kleinen Anteil am Gelingen seines Baumhaushotels, das dann auch durch mich Eingang in die Süddeutsche Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung und die Wiener Zeitung fand.

NZZ Tre Hotel in Harads

Gast am Ast

Und manche der skandinavischen Luxusunterkünfte, die Vogue euch hier aus Norwegen, Schweden und Finnland zeigt, sind vielleicht ganz ähnlich entstanden.

Luxusunterkünfte in Skandinavien

Travel Guide to Aarhus, Denmark: Day-trip From Copenhagen – Vogue

Ist die Autorin der amerikanischen Zeitschrift “Vogue” wirklich in der Stadt des Lächelns gewesen? Nichts schreibt sie über die Atmosphäre in der Kulturhauptstadt, nicht einmal über die Kultur. Sind die Dänen etwa Säufer? Den im Text hervorgehobenen Akvavit kann ich auch in einem deutschen Discounter kaufen. Mit jemandem gesprochen hat sie auch nicht. Ich habe bisher noch nicht einen Artikel über Aarhus gelesen oder im Rundfunk gehört, bei dem ich das Gefühl hatte, dass die Autoren dort gewesen sind. Und die Photos stammen von einer Werbeagentur. Nicht die leiseste Kritik wird geäußert. Die Leser zahlen viel Geld für die Zeitschrift. Anzeigen werden von Unternehmen teuer bezahlt.Wo ist hier die Gegenleistung?