• Reiseblatt,  Rezension

    Nichts los auf La Gomera?

    Eva Dignös gelingt ein pfiffiger Artikel in der Süddeutschen Zeitung „Drin­gen­de Bot­schaf­ten wur­den frü­her, als es noch kei­ne Tele­fo­ne gab, über die Täler hin­weg­ge­pfif­fen, weil alle ande­ren Über­mitt­lungs­we­ge viel zu lan­ge dau­er­ten und Pfif­fe wei­ter tru­gen als Rufe.“ Die Pfif­fe kön­ne man, je nach Wind, fünf bis sie­ben Kilo­me­ter weit hören. Die­ser Arti­kel über La Gome­ra ist der­ar­tig flüs­sig und inter­es­sant geschrie­ben, dass der Leser der Süd­deut­schen Zei­tung gar nicht merkt, dass Autorin Eva Dignös auf ihr nur wenig erfah­ren hat, was sie zu etwas Beson­de­rem macht. Sie absol­vier­te ver­mut­lich das Pro­gramm einer Pres­se­rei­se auf die Kana­ren­in­sel. Ein­zi­ges Allein­stel­lungs­merk­mal der Vul­kan­in­sel ist eben das Pfei­fen. Im Unter­richt wer­den Schü­lern dar­in Grund­la­gen…

  • Reiseziele

    Dein ultimativer Stadtführer für Münster

    Skulpturen, Geschichte und der NRW-Tag Ent­de­cke Müns­ter wie nie zuvor mit dem Rei­se­füh­rer „Müns­ter – Stadt der Skulp­tu­ren“. Per­fekt für Kul­tur­be­geis­ter­te und Besu­cher des NRW-Tags 2026, bie­tet die­ses Hand­buch um die 60 detail­lier­ten Skulp­tu­ren­por­träts, fünf Tou­ren­vor­schlä­ge für Rad und Fuß sowie GPX-Tracks. Dein unver­zicht­ba­rer Beglei­ter für den per­fek­ten City-Trip zwi­schen His­to­rie und moder­ner Kunst. Jetzt kau­fen und Müns­ter neu erleben! Weit mehr als nur Fahrräder und Gaststätten Müns­ter ist weit mehr als nur Fahr­rä­der und der Prin­zi­pal­markt. Müns­ter ist ein leben­di­ges Frei­licht­mu­se­um, geprägt von den welt­be­rühm­ten Skulptur.Projekten, die seit Jahr­zehn­ten das Stadt­bild berei­chern. Ob Du in genau vier Mona­ten zum NRW-Tag 2026 (28.–30. August) anrei­sen, ein Wochen­en­de pla­nen oder als Ein­hei­mi­scher neue…

  • Reiseblatt,  Reiseziele,  Rezension

    Paradoxe Bahn

    Kira Hanser von der Welt am Sonntag beobachtet Nachtzüge „Zur Abend­däm­me­rung ein­stei­gen und im Mor­gen­grau­en ankom­men, das klingt aus­ge­schla­fen. Gut 60 Nacht­zü­ge fah­ren der­zeit kreuz und quer durch Euro­pa. Von Nord nach Süd, von Ost nach West sind sie unter­wegs, lei­der aber unter Umge­hung Deutsch­lands. Das ist paradox.” So beginnt Kira Han­sers zwei­spal­ti­ger Arti­kel „Unter­wegs“ auf der Rei­se­sei­te der „Welt am Sonn­tag“ (WAMS) am 22.03.2026. Mit die­sem Arti­kel setzt sich die Serie der Rezen­si­on deut­scher Rei­se­blät­ter von Durch­strei­fen & Erle­ben auch in die­ser Woche fort. Die­se begann mit zwei Arti­keln der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung, wur­de mit zwei Arti­keln der Zeit fort­ge­setzt. In der ver­gan­ge­nen Woche ging es um High­lights der…

  • Reiseziele

    Entdecke die portugiesische Renaissance

    Gil Vicente auf Deutsch Suchst Du nach Welt­li­te­ra­tur, die den Geist des Auf­bruchs, bei­ßen­den Spott und tie­fe Spi­ri­tua­li­tät ver­eint? Gil Vicen­te, der „Vater des por­tu­gie­si­schen Thea­ters“, ist eine der fas­zi­nie­rends­ten Stim­men der euro­päi­schen Lite­ra­tur­ge­schich­te. Wer sei­ne Wer­ke in hoch­wer­ti­ger deut­scher Über­set­zung kauft, sichert sich nicht nur ein Stück Kul­tur­ge­schich­te, son­dern ein zeit­lo­ses Lesevergnügen. Wer war Gil Vicente? Gil Vicen­te (ca. 1465–1536) wirk­te am glanz­vol­len Hof von Lis­sa­bon wäh­rend des Zeit­al­ters der Ent­de­ckun­gen. Er war ein Mul­ti­ta­lent: Dich­ter, Dra­ma­ti­ker und ver­mut­lich auch Gold­schmied. Sei­ne Stü­cke, die soge­nann­ten Autos, mischen geni­al volks­tüm­li­che Komö­die, höfi­sches Spek­ta­kel und reli­giö­se Allegorie.  Wäh­rend Vas­co da Gama und Pedro Álva­res Cabral die Gren­zen der Welt erwei­ter­ten, wei­te­te Vicen­te die Gren­zen…

  • Reiseblatt,  Reiseziele,  Rezension

    Gutes Format fürs Reisegepäck

    Redaktion der Welt am Sonntag stellt 26 Highlights des Ostseeraums vor „Sie sind schön anzu­se­hen, doch außer­halb aus­ge­wie­se­ner Wege meist tabu: Dünen – sie gehö­ren als natür­li­cher Küs­ten­schutz fest zur Ost­see. Sie ent­ste­hen durch Wind, der den an den Strand gespül­ten Sand ver­weht, der sich wie­der­um an Strand­ha­fer oder Treib­holz fest­setzt und lang­sam zu Hügeln auftürmt.“ Kurz und knapp auf knapp über zwei Zei­tungs­sei­ten alpha­be­tisch Beson­der­hei­ten des Ost­see­raums zusam­men­fas­sen: Das ist die Kunst eines knapp über zwei Sei­ten gehen­den Arti­kels über das Bin­nen­meer zwi­schen Deutsch­land, Däne­mark, Schwe­den, Russ­land, Polen und den bal­ti­schen Staa­ten. Drei Autoren des Axel-Sprin­ger-Ver­la­ges tru­gen für die Wochen­end­aus­ga­be der Tages­zei­tung „Die Welt“ Fak­ten über das Bin­nen­meer zusam­men.…

  • Reiseziele

    Gil Vicente: Das Höllenschiff

    Ein zeitloser literarischer Klassiker! Ent­de­cke das Meis­ter­werk des por­tu­gie­si­schen Thea­ters! Tau­chen ein in eine Welt vol­ler schwar­zem Humor, schar­fer Gesell­schafts­kri­tik und gött­li­chem (Un-)Recht. Hast du dich jemals gefragt, was pas­siert, wenn Hoch­mut, Gier und Schein­hei­lig­keit auf die nack­te Wahr­heit tref­fen? Gil Vicen­te, der Begrün­der des por­tu­gie­si­schen Thea­ters, lie­fert die Ant­wort mit sei­nem genia­len Dra­ma “Das Höl­len­schiff” (Ori­gi­nal: Auto da Bar­ca do Infer­no, 1517). Die­ser Klas­si­ker ist nicht nur ein Höhe­punkt der Renais­sance-Lite­ra­tur, son­dern auch heu­te noch erschreckend  Worum geht es im “Höllenschiff”? Das Dra­ma ist eine alle­go­ri­sche Dar­stel­lung des Jüngs­ten Gerichts. Am Ufer des Jen­seits war­tet ein Hafen auf die See­len der Verstorbenen.  Zwei Schif­fe ste­hen bereit: Ein dra­ma­ti­scher Rei­gen aus Cha­rak­te­ren –…

  • Buch des Monats,  Reiseziele,  Rezension

    Hohe Berge existieren nicht

    Buch des Monats: Yann Martels “Die hohen Berge Portugals” In Yann Mar­tels Roman “Die hohen Ber­ge Por­tu­gals” stel­len zwei der ins­ge­samt drei Prot­ago­nis­ten fest, dass es kein Hoch­ge­bir­ge in Por­tu­gal gibt. Aller­dings ver­legt der Ver­fas­ser die Hand­lung an den Rand des Lan­des nach Bra­gan­ça. Es ist also nicht die Ser­ra da Est­re­la. Alle Figu­ren fah­ren mit dem Auto nur am Ran­de die­ses Hoch­ge­bir­ges ent­lang. Die­ses liegt bereits auf einer Hoch­ebe­ne. Durch die­ses bewe­gen sich Rei­sen­de ohne­hin schon auf einer Höhe von 400 bis 700 Metern. Daher ent­steht leicht der Ein­druck, sich in einem Mit­tel­ge­bir­ge zu bewe­gen. Alpi­ne Pas­sa­gen fal­len nur rund um Pen­has Dou­ra­das und Unhais da Ser­ra auf. Mar­tel ver­öf­fent­lich­te…

  • Reiseziele

    Erst Verlangen nach mehr, dann der Schwips

    Margit Stoffels geht für „Die Zeit“ in Bangkok einen trinken „Die Musik aller­dings ist kei­nes­wegs Easy Lis­tening, son­dern für west­li­che Ohren vor allem laut: Eine Her­aus­for­de­rung, wenn man sich unter­hal­ten möch­te. Egal, wir haben leicht einen sit­zen und heu­te Nacht kei­ne Ter­mi­ne mehr. Also lau­schen wir noch ein wenig der Musik und schwan­ken dann hin­aus in die Nacht.“ An sich erschließt sich der Sinn des am 12. März 2026 in der Wochen­zei­tung „Die Zeit“ ver­öf­fent­lich­ten Arti­kels „In drei Drinks durch Bang­kok“ nicht wirk­lich. Da unge­sund, trin­ken immer weni­ger Men­schen in Deutsch­land Alko­hol. Will die Redak­ti­on eine aktu­ell schrump­fen­de Min­der­heit anspre­chen? Zudem gibt es Drinks wohl in jeder Stadt. Es kann auch…

  • Reiseblatt,  Reiseziele,  Rezension

    Weder Wissenschaftlerin noch reich, aber extrem leidensfähig

    Jessica Braun spricht in „Die Zeit“ mit der britischen Alpinistin Mollie Hughes „Einer mei­ner Freun­de ist Wis­sen­schaft­ler und jeden Win­ter dort. Sei­ne Fotos und Vide­os haben mich inspi­riert. Ohne For­schungs­auf­trag ist eine Ant­ark­tis-Rei­se aber rich­tig teu­er. Nun bin ich weder Wis­sen­schaft­le­rin noch reich. Aber ich bin extrem lei­dens­fä­hig. Das war mein Ticket.“ Dies sagt die bri­ti­sche Alpi­nis­tin Mol­lie Hug­hes in einem Gespräch mit Autorin Jes­si­ca Braun in der der Wochen­zei­tung „Die Zeit“ am 12. März 2026. Bei­de Gesprächs­part­ner sind dem Rei­sen­den nicht bekannt. Wer Jes­si­ca Braun ist, wird nicht gesagt. Die Alpi­nis­tin wird mit­samt Alter am unte­ren Rand der Sei­te als Autorin eines neu­en Buches über die Ant­ark­tis vor­ge­stellt. Dies…