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    Extremadura — Heimat der Eroberer

    Fran­cis­co Pizar­ro und Hernán Cor­tés — wer kennt sie nicht. Sie haben einen ent­schei­den­den Anteil an Spa­ni­ens Ent­wick­lung zur Groß­macht. Denn bei­de erober­ten Süd­ame­ri­ka. Aber aus wel­cher Regi­on kom­men sie eigent­lich? Die Extre­ma­du­ra ist die Hei­mat der bei­den Erobe­rer, ein auch heu­te immer noch dünn besie­del­ter Lan­des­teil. Hier leben gera­de mal eine Mil­li­on Men­schen. In der Haupt­stadt Méri­da spa­zier­te der Rei­sen­de ahnungs­los ins Par­la­ment. Dies hielt er anfäng­lich für ein Muse­um, bis sich ihm ein freund­li­cher Poli­zist in den Weg stell­te. Mit dem Wäch­ter unter­hielt er sich erst ein­mal über das Par­la­ment, die Schön­heit der Stadt und poli­zei­li­che Auf­ga­ben. So beschei­den liegt das Gebäu­de, ein ehe­ma­li­ges Hos­pi­tal, mit­ten in der…

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    Nach 500 Kilometern Radeln erste Stadt

    Nach 500 Kilo­me­tern Radeln ers­te Stadt: Mehr als 500 Kilo­me­ter lie­gen jetzt hin­ter dem Rei­sen­den, seit­dem er Por­to ver­las­sen hat. Heu­te Nach­mit­tag ist er in Zamo­ra ein­ge­trof­fen — in Casti­lia y León also. Sie ist eine sei­ner Lieb­lings­städ­te auf sei­ner Rund­rei­se auf der Ibe­ri­schen Halb­in­sel. Von nun an geht es auf der Via de la Pla­ta in Rich­tung Sevilla.  Shop­ping — ein längst nicht mehr bekann­tes Erleb­nis. Coim­bra und Por­to waren auf nun 2200 Kilo­me­tern ab Faro die ein­zi­gen wirk­li­chen Städ­te. Zehn Wochen hat der Rei­sen­de fast nur auf dem Land, in Klein­städ­ten und Dör­fern ver­bracht. Por­to und Zamo­ra ver­bin­det der Rio Dou­ro. Die­ser ent­springt in der Gegend von Soria. Mode,…

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    Jetzt im TV: von Porto bis Schweden

    Jetzt im TV: von Por­to bis Schwe­den. Durch­strei­fen & Erle­ben ver­sorgt Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle die Län­der-Aus­wahl Deutsch­land, Frank­reich, Por­tu­gal, Schwe­den und Spa­ni­en. Wie­der­ho­lun­gen machen sich in die­ser Über­sicht bewusst rar. Denn vie­le von ihnen ste­hen schon in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern. Noch heu­te sträu­ben sich dem Rei­sen­den die Nacken­haa­re, wenn er “Wald­brand” hört. Er hat näm­lich nicht nur ein­fach Qualm vor einer Lan­dung in Faro vom Flug­zeug aus gese­hen. Die Wahr­neh­mung aus der Vogel­per­spek­ti­ve war schon beklem­mend genug. Als er aber 2017 mit dem Moun­tain­bike mona­te­lang im Nord­wes­ten der Ibe­ri­schen Halb­in­sel unter­wegs war, erleb­te…

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    Hundeleben in der Estrela

    Hun­de­le­ben in der Est­re­la: Bis­her hat der Rei­sen­de noch nie ein Hun­de­bild gebracht. Eines einer Kat­ze schon. Das ist gut 1,5 Jah­re her, als er auf dem Jakobs­weg in Gali­ci­en und in Por­tu­gal radel­te. Eine jun­ge Kat­ze besuch­te ihn im Par­que Arri­bes del Due­ro, einer sehr schö­nen Land­schaft in Kas­ti­li­en-León. Sie war neu­gie­rig auf den Gast in der Pension.  Jetzt arbei­tet er seit eini­gen Tagen die Bil­der der Rad­wan­de­rung durch Nord- und Zen­tral­por­tu­gal sowie Gali­ci­en auf. Davon reicht er heu­te einen klei­nen Hund nach. Ein Teil der Rad­wan­de­rung führ­te ihn mal wie­der durchs por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge: in die Ser­ra da Est­re­la. Wie es ihm dort erging, kannst Du hier in lose…

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    Erste Frau im Bikini

    Ers­te Frau im Biki­ni: San­tan­der, die Haupt­stadt Kan­tabri­ens, scheint Urlau­bern eine gute Mischung aus Strand­ur­laub, Kunst­ge­nuss und guter Gas­tro­no­mie zu bie­ten. Das por­tu­gie­si­sche Maga­zin „Saba­do“ hat jetzt die Stadt im Nor­den Spa­ni­ens ent­deckt. Als der Rei­sen­de mal die Stadt über den Jakobs­weg erreich­te, fie­len ihm zum einen nur ein lan­ger Strand auf. Zum ande­ren gefiel ihm die Kunst einer Kell­ne­rin, Apfel­wein aus einer weit über dem Glas gehal­te­nen Fla­sche ein­zu­schen­ken. Die Archi­tek­tur erschien ihm nicht so anspre­chend, dass er ger­ne län­ger in der Stadt geblie­ben wäre. Er war aller­dings auch mehr auf schö­ne Land­schaf­ten und Erleb­nis­se auf dem Jakobs­weg erpicht. Erst spä­ter änder­te er sei­nen Rei­se­stil, indem er sich mehr…

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    Sauberkeit spanischer Urlaubsziele untersucht

    Sau­ber­keit spa­ni­scher Urlaubs­zie­le unter­sucht: Gali­cier gel­ten in Spa­ni­en als fröh­li­ches Volk. Als der Rei­sen­de vor eini­gen Mona­ten in Sant­ia­go de Com­pos­te­la gas­tier­te, waren die Bars abends im Zen­trum immer gut gefüllt. Es war schwie­rig, dort einen Platz zu bekom­men. An vie­len Orten wird musi­ziert. Noch heu­te nimmt der Dudel­sack eine her­vor­ra­gen­de Rol­le ein. Das liegt nicht nur dar­an, dass Sant­ia­go eine wich­ti­ge Pil­ger­stadt ist. Daher tref­fen vie­le Men­schen aus der gan­zen Welt täg­lich in der Stadt ein. Ähn­lich gepolt sind auch die Men­schen in Städ­ten wie A Coru­ña oder Ourense. Doch wie sau­ber sind spa­ni­sche Städ­te? Für jeden ist es ent­täu­schend, am Urlaubs­ort anzu­kom­men und fie­se mensch­li­che Hin­ter­las­sen­schaf­ten vorzufinden. Die…

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    Urlaub der Extreme

    Eine ganz ande­re Per­spek­ti­ve erhältst Du, wenn du im Urlaub ein Land nach geo­gra­phi­schen Punk­ten erkun­dest. Geo­gra­phen vorwärts! Nach der Zei­tung „La Voz de Gali­cia“ gibt es in Spa­ni­en so eini­ge inter­es­san­te geo­gra­phi­sche Punk­te. Ich per­sön­lich habe mit dem Ort Tarifa jetzt end­lich eine Esels­brü­cke für die Gren­ze zwi­schen Atlan­tik und Mit­tel­meer gefun­den, denn ich konn­te mir das bis­her nie mer­ken. In Tarifa ist mir bei einer mei­ner Rad­wan­de­run­gen vor allem der wahn­sin­ni­ge Wind am Strand auf­ge­fal­len, wes­halb die Gegend beson­ders Sur­fern gefällt. Hin­ge­gen gilt Estaca de Bares in der Pro­vinz A Coru­ña als Ort, wo der Atlan­tik vom kan­tabri­schen Meer getrennt wird. Dort liegt eben­falls der nörd­lichs­te Punkt der…

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    Gut speisen in Madrid

    Kürz­lich schrieb ich hier noch über mei­ne musea­len Erfah­run­gen in Madrid und emp­fahl San Sebas­tián im Bas­ken­land sowie die anda­lu­si­schen Dör­fer Ubri­que und Graz­ale­ma als gute Adres­sen für Tapas. Wer dem­nächst in Madrid unter­wegs ist, darf sich hier auf wei­te­re gute Restau­rants freu­en. Denn die spa­ni­sche Zei­tung “El Pais” emp­fiehlt jetzt gute Adres­sen in der Haupt­stadt. So weit ich weiß, schickt die Redak­ti­on auf Kuli­na­rik spe­zia­li­sier­te Jour­na­lis­ten los, um Gast­häu­ser zu tes­ten. Gut fin­de ich nicht nur die Nen­nung der Adres­sen, son­dern auch die Anga­be der Prei­se in den Kurz­tex­ten. Es wür­de mich freu­en, wenn Du mir schrei­ben könn­test, wie es Dir dort geschmeckt hat. Guten Appetit! El Pais: Emp­feh­lens­wer­te Restau­rants…

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    Heiß heiß heiß in Galicien

    Heiß, heiß, heiß in Gali­ci­en: Da vie­le fra­gen, wie heiß es gera­de auf dem Jakobs­weg im bren­nen­den Gali­ci­en zugeht. Zwei Mona­te soll es im Lan­des­in­ne­ren nicht mehr gereg­net haben. Dem Rei­sen­den ist zuwei­len schon ziem­lich heiß. Der Him­mel ist stau­big. Die Son­ne schil­lert des­halb grün­lich. Bevor er vom Brand erfährt, fin­det er die Fär­bung noch ziem­lich cool zum Foto­gra­fie­ren. Er hält den Staub für Sand aus Afri­ka. Es sind immer­hin 30 Kilo­me­ter bis zum Brand­herd. Die Schleim­haut in der Nase trock­net und setzt sich mit dunk­lem Staub zu.  Trotz des Radelns im Gebirgs­wald wird ihm so heiß, dass er das ers­te Mal seit Jah­ren im Dorf Rosen­de eis­kal­te Cola trinkt. Die­se…

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    Düstere Inquisition in Portugal

    „Geheim­nis­vol­les zu erfor­schen, ist span­nend“, sagt Gra­ça. Erst tausch­te sie ihr Leben als Betriebs­wir­tin in Lis­sa­bon gegen das einer Pen­si­ons­wir­tin in der Klein­stadt Caria ein. Dann begann sie, gehei­me reli­giö­se Kul­te der Juden wäh­rend der Inqui­si­ti­on zu erfor­schen. Die Inqui­si­ti­on wur­de beson­ders hart unter der Regent­schaft der katho­li­schen Köni­ge Fer­nan­do und Isa­bel­la von Kas­ti­li­en durch­ge­führt. Vie­le Juden flo­hen aus Spa­ni­en ins benach­bar­te Por­tu­gal. Dem Druck letzt­lich beu­gen muss­ten sich schließ­lich auch die zunächst der Juden­ver­fol­gung gar nicht auf­ge­schlos­se­nen por­tu­gie­si­schen Regen­ten. Denn ade­li­ge und bür­ger­li­che Grup­pen peitsch­ten sie immer wie­der auf — haupt­säch­lich aus Neid. So ent­wi­ckel­te sich auch die düs­te­re Inqui­si­ti­on in Por­tu­gal. Auch im Cen­tro de Portugal. Wer von…