Blätterzauber an der Ehlinger Ley

Blät­ter­zau­ber an der Ehlin­ger Ley. Far­bi­ge Blät­ter, noch voll belaub­te Wein­re­ben: Der Herbst ver­zau­bert die Ehlin­ger Ley bei Bad Boden­dorf. Noch ist es hier warm im Herbst. Des­halb hal­ten sich Men­schen und Tie­re nach wie vor ger­ne in den Höhen und auf den Streu­obst­wie­sen auf. Die­se Gegend im Ahr­ge­bir­ge ist zum Wan­dern zu emp­feh­len. Denn die Füße wer­den geschont, da es nur weni­ge Asphalt­we­ge gibt. Über­wie­gend sind es Wald­we­ge, die mal fein, mal grob geschot­tert sind. 

Dies ist aber nicht immer so. Auf der ers­ten Etap­pe ab Sin­zig am Rhein ist viel asphal­tiert, was mit Wan­dern nicht viel zu tun hat. Auch bei Der­n­au gibt es sol­che Stü­cke und am Frei­lin­ger See. In man­chen Wan­der­füh­rern wie von Kom­pass wird dies lei­der ver­schwie­gen. War­um auch immer! Es ist zu ver­mu­ten, dass Wan­der­freun­de nicht abge­schreckt wer­den sollen. 

Schimmel auf grün bedeckten Weiden

Zu Beginn der Stre­cke sieht man noch eini­ge Win­dun­gen der Ahr. Der Fluss ist so kurz vorm Rhein schon recht groß gewor­den. Zu Beginn des gut 100 Kilo­me­ter lan­gen Ahr­stei­ges ist sie in Blan­ken­heim nur ein Rinn­sal mit­ten im Ort. Dort fließt ein dün­ner Strahl in ein Becken. Doch mit dem Auf­stieg über der Ahr errei­chen Wan­de­rer recht kom­for­ta­bel aus­ge­bau­te Wege, die auch schön durch Wald füh­ren. Und auch an Pfer­de­kop­peln: Die­se wir­ken jetzt durch Schim­mel auf von grü­nen Blät­tern bedeck­ten Wei­den ziem­lich roman­tisch. In einer Schutz­hüt­te bie­tet sich dann auf der immer­hin 16 Kilo­me­ter lan­gen Stre­cke eine Rast an. Gera­de bei win­di­gen Ver­hält­nis­sen hilft das.

Am Anfang und am Ende der Stre­cke gibt es Bahn­hö­fe in Bad Neu­en­ahr und in Sin­zig. Dies erleich­tert die An- und die Abrei­se. Eine Gele­gen­heit zur Ein­kehr mit lecke­rem Kuchen gibt es um die­se Jah­res­zeit unter­wegs in einer Gast­stät­te in Ehlin­gen. Eine wei­te­re liegt bereits davor in Löhn­dorf im Tal. Die Win­zer­hüt­te nahe der Ehlin­ger Ley ist aber der­zeit geschlossen.

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Mountainbiken im Ahrgebirge

Ange­sichts des küh­len Wet­ters eine Anre­gung zum Auf­wär­men: Moun­tain­bi­ken im Ahr­ge­bir­ge. Die Höhen des Ahr­ge­bir­ges in der Nähe von May­schoss sind sehr reiz­voll zum Rad­fah­ren. Es han­delt sich um Wan­der­we­ge. Wie auf den Fotos gut zu erken­nen ist, sind die Wege über­wie­gend geschot­tert. Und sie sind auch zum größ­ten Teil ser­pen­ti­nen­ar­tig ange­legt. Nur hier und da fällt der Anstieg stei­ler aus, ist aber nicht unüber­wind­bar. Es ist auch erlaubt, auf ihnen zu radeln.

Der Rei­sen­de fuhr dort am Wochen­en­de mit einem Freund, der um die 100 Kilo wiegt. Trotz Über­ge­wichts ist er noch gut belast­bar, da er lan­ge Zeit sport­lich sehr aktiv war — vor allem Bas­ket­ball spiel­te. Die Aus­dau­er ist nach wie vor vor­han­den. Dies trifft auch auf den sport­li­chen Ehr­geiz zu. Hoch oben in einem Mit­tel­ge­bir­ge ober­halb von Dör­fern wie Der­n­au und May­schoss zu fah­ren, Forst zu pas­sie­ren, Wein­re­ben berüh­ren zu kön­nen, all dies moti­viert natür­lich auch. Sicher erfreu­te ihn auch der Kom­men­tar eines Jugend­li­chen, der beein­druckt sag­te, er wür­de es nicht schaf­fen, die­se Stei­gun­gen her­aus­zu­fah­ren. Er selbst ging mit sei­ner Fami­lie spazieren.

Reger Verkehr im Tal statt Weinreben vorm Maul

Es ist auch deut­lich ange­neh­mer, hier zu fah­ren als auf den Rad­we­gen unten im Tal. Auf der Land­stra­ße stört der rege Ver­kehr der Aus­flüg­ler. Die­se gehen dort erst ein wenig spa­zie­ren und genie­ßen anschlie­ßend den guten Wein in den Gast­stu­ben. Man­che Köl­ner schei­nen es zu lie­ben, ihre Sport­wa­gen dort aus­zu­rei­zen und die Stre­cke als Renn­bahn zu nut­zen. War­um ver­su­chen sie dies nicht am Nür­burg­ring, der nun wirk­lich nicht weit ent­fernt ist? Die Fahrt im Tal stellt, sport­lich gese­hen, kei­ne Her­aus­for­de­rung dar. Meis­tens zuckelt man hin­ter den gemüt­lich tuckern­den Mas­sen her. Zudem sind dort E‑Bike-Fah­rer unter­wegs, die ihr Fahr­zeug nicht wirk­lich beherr­schen. Neu­lich sah der Rei­sen­de noch jeman­den mit unglaub­li­cher Geschwin­dig­keit, eine Böschung her­aus­ra­sen und wie­der her­un­ter. Es war ein Wun­der, dass dem Mann nichts passierte.

Die Gegend ist gut an die Bahn ange­schlos­sen. Meh­re­re Züge brin­gen Sport­be­geis­ter­te mehr­mals täg­lich zum Moun­tain­bi­ken im Ahr­ge­bir­ge. Lei­der ist nur Blan­ken­heim nicht gut ange­schlos­sen, wenn jemand dort wan­dern gehen will, wo der Fluss Ahr sich erst noch ent­wi­ckelt. Ins­ge­samt ist der Fluss gut 85 Kilo­me­ter lang. Der Regio­nal­zug fährt nur bis Blan­ken­heim (Wald). Nach Blan­ken­heim geht e wei­ter mit dem Bus.

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Wanderung in Schuld an der Ahr

Schuld zählt zu einem der spek­ta­ku­lärs­ten Wan­der­ge­bie­te in der Eifel. Wir waren am Wochen­en­de dort unter­wegs und waren begeis­tert. Schluch­ten, Täler, der Fluss Ahr mit sei­nen ver­schie­de­nen Erscheinungsweisen.

Wanderung Schuld Photomontage

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Ginster an der Ahr

Wun­der­schön: Gins­ter an der Ahr — ent­lang der Wan­der­we­ge von der Son­ne beleuch­tet. Am Wochen­en­de ent­deck­te der Rei­sen­de die­sen Ort auf einer Wan­de­rung nahe am Dorf Der­n­au. Der Hund freut sich sicht­lich auch, aller­dings wohl mehr über den tol­len Ast. Aus sei­nen Aus­ar­bei­tun­gen über die Ser­ra da Est­re­la in Zen­tral­por­tu­gal hat der Rei­sen­de gelernt, dass Gins­ter ger­ne auf gero­de­ten Wald­flä­chen wächst. Er ist eines der ers­ten Gewäch­se, das dort nach der Rodung Wur­zeln schlägt.

Der Fluss Ahr ent­springt inmit­ten der Klein­stadt Blan­ken­heim. Er ist dort ledig­lich ein in einen Brun­nen strö­men­der Was­ser­strahl. Dort beginnt im Prin­zip jede Wan­de­rung auf dem Ahr­steig. Die­ser ist gut 100 Kilo­me­ter lang. Wan­de­rer und Rad­ler kön­nen von dort aus leicht der Strö­mung des Flus­ses in den Rhein fol­gen. Auch Rad­ler, denn die meis­ten Stre­cken sind rela­tiv gut aus­ge­baut. Sehr schön ist auch das Wald­stück bei Blan­ken­heim, wobei man aller­dings gut auf die Zeit ach­ten muss. Denn der letz­te Bus von Blan­ken­heim-Wald nach Bonn fährt am Sonn­tag um 22.14 Uhr. 

Die Ahr endet bei Sin­zig, ist mit der Sieg einer der größ­ten Flüs­se rund um Bonn. Wenn genug Was­ser vor­han­den ist, eig­nen sich bei­de Flüs­se sogar zum Pad­deln, sind nicht als gefähr­lich zu bezeich­nen, weil man an sich über­all ste­hen kann.

Angler fischen Forellen

Sel­ten ist woan­ders so zu ver­fol­gen, wie sich aus dem aus einem Hahn rin­nen­den Strahl ein Fluss ent­wi­ckelt. Das Was­ser ist so klar, dass regel­mä­ßig Ang­ler hier die Rou­te aus­pa­cken und auf die Jagd nach Forel­len gehen. Es gibt sogar an man­chen Stel­len ein so star­kes Gefäl­le, dass sich immer­hin Strom­schnel­len ent­wi­ckeln. An man­chen Stel­len füh­ren Brü­cken wie in Rech aus dem Jah­re 1723 Wan­de­rer tro­cke­nen Fußes über den Fluss.

Das Ahr­ge­bir­ge ist eines der vie­len schö­nen Wan­der­ge­bie­te nahe der ehe­ma­li­gen Haupt­stadt Bonn: Die wich­tigs­ten Erhe­bun­gen bil­den das Sie­ben­ge­bir­ge, die Eifel, der Wes­ter­wald und die Hügel ent­lang des Sieg­steigs. Mit dem Zug sind die meis­ten Stre­cken leicht zu erreichen.

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Idylle auf dem Rotweinwanderweg

Idyl­le auf dem Rot­wein­wan­der­weg: Ges­tern wan­der­te der Rei­sen­de mit Freun­den gut 16 Kilo­me­ter auf dem Ahr­steig. Der Weg führ­te die gro­ße Grup­pe von immer­hin 12 Wan­de­rern zunächst an der Ahr ent­lang von May­schoss nach Alte­n­ahr. Die Ahr ent­springt in Blan­ken­heim, ent­wi­ckelt sich schnell vom Rinn­sal zu einem rich­ti­gen Gewäs­ser. Auf Höhe von May­schoss erreicht man sogar eine beträcht­li­che Höhe, wenn man bedenkt, dass man nur in einem Mit­tel­ge­bir­ge unter­wegs ist. Hier trifft man im Tal sogar Ang­ler an, die auf Forel­len aus sind. Dann ging es auf dem Rot­wein­wan­der­weg zurück nach Mayschoss. 

Die Kame­ra soll­te nie­mand ver­ges­sen. Denn auf der Stre­cke fin­den sich immer wie­der schö­ne Moti­ve. Neben tol­len Aus­bli­cken sieht man hier auch hin und wie­der Eidech­sen, die sich auf hei­ßen Stei­nen son­nen. Oder aber sie flit­zen über den Schot­ter­weg. In beson­ders wind­ge­schütz­te Ecken kann es bis zu 60 Grad heiß wer­den, steht auf einer der vie­len Info­ta­feln ent­lang der Wege. Die Wege eig­nen sich gut für fit­te Rad­ler. Nach dem trä­ge machen­den Win­ter baut man gera­de um May­schoss her­um gut wie­der Kon­di­ti­on auf. Dort sind sie zwar an man­chen Stel­len steil. Aber auch Durch­schnitts­sport­ler kön­nen sie mit nor­ma­len Rädern bewältigen.

Stände der Winzer im Herbst

Der Rot­wein­wan­der­weg zählt zu den belieb­tes­ten Wegen im Ahr­ge­bir­ge nahe Bonn. An Wochen­en­den ist hier ganz gut Betrieb. Gera­de zur Zeit der Wein­le­se ist Volk unter­wegs, und in den Dör­fern schun­keln und trin­ken die Besu­cher. Lei­der zieht es auch vie­le Kraft­fahr­zeu­ge an, wes­halb der Betrieb auch ner­vig wer­den kann. An man­chen Stel­len ent­lang des Wan­der­we­ges ste­hen gera­de bei May­schoss im Herbst Stän­de der Win­zer, an denen man eine Brot­zeit ein­neh­men kann. Die Beliebt­heit erklärt sich dadurch, dass hier oben die Wege nicht immer asphal­tiert sind. Das schont die Gelen­ke und trägt zum Gefühl bei, sich mehr in der Natur zu bewe­gen. Es gibt sogar Wald­we­ge — Idyl­le auf dem Rotweinwanderweg.

Wer asphal­tier­te Wege ver­mei­den will, kann sich das Stück zwi­schen Sin­zig und Bad Neu­en­ahr spa­ren. Viel schö­ner ist es eini­ge Kilo­me­ter wei­ter auf der Ehlin­ger Ley. Aber bit­te bleibt auf den Wegen, um die Natur zu schonen!

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Wanderung zur Burg Are

Wan­de­rung zur Burg Are: Jähr­lich radelt der Rei­sen­de am Fluss Ahr ent­lang von Blan­ken­heim nach Rema­gen. Wenn er dabei aus dem Tal ins Ahr­ge­bir­ge schaut, denkt er, dass eine Wan­de­rung durch die Wein­ber­ge im Ver­gleich zum Rad­fah­ren doch nur ziem­lich lang­wei­lig sein kann. Das Ahr­ge­bir­ge liegt zwi­schen Bonn und Koblenz, isst eines der Attrak­tio­nen für Wochenendausflügler.

Wenn noch nicht die Blät­ter an den Reben sprie­ßen, sieht es an den Hän­gen der Wein­ber­ge kahl aus. Ja, es gibt hier Wein­ber­ge. Nicht erst an der Mosel, son­dern schon vor Koblenz. Das Ahr­ge­bir­ge weist 500 Hekt­ar Reb­flä­che auf. Und die Ahr ist mit rund 80 Pro­zent roten Reb­sor­ten sogar das größ­te geschlos­se­ne Rot­wein­an­bau­ge­biet Deutsch­lands. Das wuss­te der Rei­sen­de auch nicht bis­her. In Bonn ist Wein von der Ahr schwer zu fin­den. Aber in den Wirts­häu­sern ist er zu krie­gen. Und schmeckt erfrischend.

Trister Eindruck täuscht

Zum tris­ten Ein­druck der Wan­der­we­ge ober­halb des Ahrtals trägt auch bei: Die Wege zwi­schen den Wein­stö­cken tre­ten deut­lich her­vor. Es sieht so aus, als wären Wan­de­rer oben nur auf Asphalt unter­wegs. Von Idyl­le zwi­schen appe­tit­li­chen Früch­ten in fri­schem Grün kei­ne Spur.
Aber als der Rei­sen­de mit Bon­ner Freun­den an Chris­ti Him­mel­fahrt mit Wan­der­stie­feln unter­wegs war, ent­deck­te er: Die­ser Ein­druck täuscht. Es gibt zwi­schen den Orten Alte­n­ahr und Rech vie­le schö­ne Rund­we­ge. Die­se sind abwechs­lungs­reich. Sie laden zum Lust­wan­deln an der Ahr, zum Durch­strei­fen und Ent­de­cken der hier lie­gen­den Wäl­der, Fel­der und Dör­fer ein. Natür­lich gibt es auch Asphalt, was ins­be­son­de­re die Etap­pen ab Sin­zig betrifft.

Schon immer sah der Rei­sen­de auf sei­nen Trips am Fluss die Burg Are in der Höhe lie­gen. Am Fei­er­tag stieg er end­lich auch mal zur Rui­ne her­auf. Dort bie­tet sich ein schö­ner Pan­ora­ma­blick an. Ande­re Besu­cher brei­te­ten auf den umlie­gen­den Wie­sen Pick­nick­de­cken aus. Alles neu macht der Mai. Wan­de­rung zur Burg Are: ein schö­ner Start der Sai­son im Jah­re 2016.

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