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    Hundeleben in der Estrela

    Hun­de­le­ben in der Est­re­la: Bis­her hat der Rei­sen­de noch nie ein Hun­de­bild gebracht. Eines einer Kat­ze schon. Das ist gut 1,5 Jah­re her, als er auf dem Jakobs­weg in Gali­ci­en und in Por­tu­gal radel­te. Eine jun­ge Kat­ze besuch­te ihn im Par­que Arri­bes del Due­ro, einer sehr schö­nen Land­schaft in Kas­ti­li­en-León. Sie war neu­gie­rig auf den Gast in der Pension.  Jetzt arbei­tet er seit eini­gen Tagen die Bil­der der Rad­wan­de­rung durch Nord- und Zen­tral­por­tu­gal sowie Gali­ci­en auf. Davon reicht er heu­te einen klei­nen Hund nach. Ein Teil der Rad­wan­de­rung führ­te ihn mal wie­der durchs por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge: in die Ser­ra da Est­re­la. Wie es ihm dort erging, kannst Du hier in lose…

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    Die Serra da Estrela umspannend

    Die Ser­ra da Est­re­la umspan­nend: Welch ein präch­ti­ger Baum! Dabei fal­len dem Rei­sen­den zuerst die Wor­te ein: die Ser­ra da Est­re­la umspan­nend. Erst eine hal­be Stun­de war es her, dass er das Hotel “Casa das Pen­has Dou­ra­das” ver­las­sen hat. In die­sem emp­feh­lens­wer­ten Design­ho­tel in Zen­tral­por­tu­gal ver­brach­te er die ers­te Nacht auf sei­ner Rund­rei­se durch die Ser­ra da Est­re­la auf fast 2000 Metern Höhe. Pen­has Dou­ra­das ist mit 1993 Metern Por­tu­gals höchs­ter Berg. Schon ab Herbst regis­triert man die­se Höhe. Nebel steigt auf. Der Wind pfeift, obwohl Por­tu­gal für West­eu­ro­pä­er so weit süd­lich liegt.  Aus der Sicht der Por­tu­gie­sen liegt das Land aber in West­eu­ro­pa, nicht in Süd­eu­ro­pa. Die meis­ten von ihnen…

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    Portugiesen entwickeln Hybrid-E-Bike

    Por­tu­gie­sen ent­wi­ckeln Hybrid-E-Bike: Bis heu­te wuss­te ider Rei­sen­de nicht, dass auch Por­tu­gie­sen Räder ent­wi­ckeln. Bis­her war es ihm nur bekannt, dass das Nach­bar­land Spa­ni­en Räder baut. Vor eini­ger Zeit leg­te der Bike­pa­cker sich auf dem Jakobs­weg in Tui ein Hin­ter­rad einer spa­ni­schen Fir­ma zu. Lei­der fehl­ten dem Händ­ler Ersatz­tei­le. So muss­te die an sich noch intak­te Ghost-Fel­ge ins Alt­me­tall wandern. Doch nicht nur in Spa­ni­en, son­dern auch in Por­tu­gal gibt es mit Órbi­ta ein Unter­neh­men, das Räder pro­du­ziert. In der Zei­tung Diá­rio de Noti­ci­as (DN) hat der Rei­sen­de heu­te gele­sen, dass in Zusam­men­ar­beit mit der Uni­ver­si­tät in Avei­ro ein Hybrid-E-Bike auf den Markt gekom­men ist. Mit dem kann man als…

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    Portugal zum vierten Mal in Folge zu Gast auf der Leipziger Buchmesse

    Seit gerau­mer Zeit beschäf­tigt mich por­tu­gie­si­sche Lite­ra­tur, besetzt mich gera­de­zu. Mich inter­es­siert, wie Por­tu­gals Autoren ihre Ber­ge dar­stel­len. Es gibt tat­säch­lich Ber­ge inner­halb des schma­len Strei­fens Land, der gut ein Drit­tel der Ibe­ri­schen Halb­in­sel ein­nimmt. Sie lie­gen haupt­säch­lich im Nord­os­ten des Lan­des; der höchs­te Berg heißt Pen­has Dou­ra­das und ist fast 2000 Meter hoch. Er liegt inner­halb der Ser­ra da Estrela. Wie beses­sen habe ich mich durch Wer­ke von José Sara­ma­go, Aqui­li­no Ribei­ro, Fer­rei­ra de Cas­tro, Gil Vicen­te und auch des in Sala­man­ca auf­ge­wach­se­nen kana­di­schen Autors Yann Mar­tel gele­sen — kein ein­zi­ges hat mich enttäuscht. Denn die Lek­tü­re ergab span­nen­de Ergeb­nis­se rund um den Mythos der por­tu­gie­si­schen Ber­ge. Die Dich­ter…

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    Im Sterngebirge: Schafwolle in den Genen

    Burel bedeu­tet Schaf­wol­le. Die Wol­le aus der Ser­ra da Est­re­la ist beson­ders qua­li­tät­voll. Der Begriff ist bereits seit dem 19. Jahr­hun­dert ein Mar­ken­na­me für por­tu­gie­si­sche Woll­pro­duk­te. Daher wei­sen die Bewoh­ner im Stern­ge­bir­ge qua­si Schaf­wol­le in den Genen auf. Der Desi­gner Miguel Gigan­te gehört zu einer Grup­pe inno­va­ti­ver Krea­ti­ver, die Woll­pro­duk­te im New Hand Lab in der ehe­ma­li­gen „Fábri­ca Antó­nio Est­re­la“ in Covil­hã kre­ieren. Gigan­te legt dort zurück­hal­tend vor­nehm sei­ne selbst gestal­te­ten Män­tel, Woll­de­cken und Schals auf dem sau­be­ren Boden aus. Er hat die Pro­to­ty­pen geplant. Er lei­tet die maschi­nel­le Produktion. Die Stadt Covil­hã ist Zen­trum der por­tu­gie­si­schen Woll­pro­duk­ti­on. Sie gilt schon lan­ge als das por­tu­gie­si­sche Man­ches­ter. So nimmt sie einen her­aus­ra­gen­den Platz…

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    Afrikanische Nacht mit dem Froschflüsterer am Canyon

    So ähn­lich wie Tomás, Held in Yann Mar­tels her­vor­ra­gen­dem Roman „Die hohen Ber­ge Por­tu­gals“, fühl­te ich mich auch, bevor ich mich mit dem Moun­tain­bike auf eine drei­wö­chi­ge Rei­se durchs por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge bege­ben soll­te. „Du fährst nicht durch Afri­ka.“ Oder „Du wirst in Gegen­den kom­men, die noch nie ein Auto gese­hen haben“. Und: „Die hohen Ber­ge Por­tu­gals waren die letz­te Bas­ti­on des ibe­ri­schen Nas­horns, bevor es von der Moder­ne über­rollt wor­den ist.“ Ich durch­quer­te zwar schon die Pyre­nä­en mit dem Rad auf dem Jakobs­weg, ken­ne fast jeden Gras­halm zwi­schen Flens­burg und Nar­vik. Aber ich war noch nie drei Wochen mit dem Rad nur in einem Gebir­ge unter­wegs gewe­sen, noch dazu mit vol­lem…

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    Düstere Inquisition in Portugal

    „Geheim­nis­vol­les zu erfor­schen, ist span­nend“, sagt Gra­ça. Erst tausch­te sie ihr Leben als Betriebs­wir­tin in Lis­sa­bon gegen das einer Pen­si­ons­wir­tin in der Klein­stadt Caria ein. Dann begann sie, gehei­me reli­giö­se Kul­te der Juden wäh­rend der Inqui­si­ti­on zu erfor­schen. Die Inqui­si­ti­on wur­de beson­ders hart unter der Regent­schaft der katho­li­schen Köni­ge Fer­nan­do und Isa­bel­la von Kas­ti­li­en durch­ge­führt. Vie­le Juden flo­hen aus Spa­ni­en ins benach­bar­te Por­tu­gal. Dem Druck letzt­lich beu­gen muss­ten sich schließ­lich auch die zunächst der Juden­ver­fol­gung gar nicht auf­ge­schlos­se­nen por­tu­gie­si­schen Regen­ten. Denn ade­li­ge und bür­ger­li­che Grup­pen peitsch­ten sie immer wie­der auf — haupt­säch­lich aus Neid. So ent­wi­ckel­te sich auch die düs­te­re Inqui­si­ti­on in Por­tu­gal. Auch im Cen­tro de Portugal. Wer von…