Fischfestival in Lissabon startet

Lecker. Auf den Fotos des portugiesischen Magazins Evasões sieht der zubereitete Fisch einfach nur gut aus. In Lissabon startet jetzt das große gastronomische Festival Sem Espinhas. 17 Restaurants bieten verschiedene Gerichte an. Diese kosten nur zehn bis zwanzig Euro.

Solche Feste im Süden sind oft ziemlich lustig, gerade jetzt, wenn die Sonne im März schon wieder Kraft hat und wärmt. Kürzlich berichtete ich hier vom Zwiebelfest in Katalonien, an dem ich mal als Erasmus-Student teilnahm und das aufgrund der Fröhlichkeit heute unvergessen ist.

Wer nächste Woche also noch nichts vorhat – Lissabon lohnt sich immer. Das Fest dauert vom 18. bis 24. März.

Mehr Infos und Programm unter: Fischfestival in Lissabon

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Frisch gegrillter Fisch mit etwas Olivenöl

Da kommen bestimmt interessante Rezepte zusammen, wenn sich die „komplexe Historie einer Region in der Küche spiegelt“. Dies ist die interessante Perspektive des lange im Ort Roses in Katalonien lebenden Kochs und Restaurantbetreibers Ferran Adrià. Andrew Purvis von der englischen Zeitung „The Telegraph“ hat sich mit Adria getroffen.

„In Roses, we had first the Greeks and Romans; then the Arabs were here for 1,000 years.“ Es gebe nicht viele Orte auf der Welt, die solche Erfahrungen gemacht und wo sich daraus eine solch einzigartige Kultur gebildet hätte. Sogar die Entdeckung Amerikas durch die Spanier spiegele sich wieder, denn so sei die Tomate nach Europa gekommen. Ein ausgesprochen simples Rezept wenden bis heute sehr viele Spanier an: Statt mit Butter beträufeln sie Weißbrot mit Olivenöl und reiben das Brot anschließend mit einer Scheibe Tomate. Fertig ist der Snack „pa amb tomàquet“.

Hinzu komme der enorme Fischreichtum durch den Einfluss zweier Meere: auf der einen Seite das Mittelmeer, auf der anderen der Atlantik, wo insbesondere die Beziehungen mit Galizien und Kantabrien im Norden eine Rolle spielten.

Konsequenz für den Koch: „There’s a wealth of seafood – gambes [shrimp], llagosta [lobster], llagostins [langoustines], calamars [squid]… I’m using the Catalan words.“ In Roses gebe es fünf, sechs Restaurants, in denen der Fisch noch lebe, wenn Gäste ihn auf der Speisekarte auswählten. „Every coastal village has a place like that and in Catalonia we have maybe 300. Grilled fish, very natural, with a little olive oil, is a very Catalan way of cooking and a speciality in itself.“

Wenn Du noch mehr über diesen interessanten Mann und die katalanische Esskultur erfahren willst, solltest Du den Artikel hier weiterlesen.

Genussvoll speisen in Katalonien

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Fischgenuss in Norwegens zweitgrößter Stadt

Neulich stellte ich hier schon die norwegische Stadt Bergen vor. Hier folgen noch einige interessante Fakten, die Kristoffer Flakstadt von der dänischen Zeitung „Berlingske“ zusammengetragen hat.

Die Stadt zählt knapp 300.000 Einwohner, ist somit Norwegens zweitgrößte Stadt. Er bezeichnet sie als „kulturelt kraftcenter“, das Größen wie Ludvig Holberg, Edvard Grieg und Amalie Skram hervorgebracht habe. Auch Norwegens aktuelle Staatsministerin Erna Solberg stammt von dort.

Im Mittelalter sei sie de facto Hauptstadt und über Jahrhunderte die größte Stadt des Landes gewesen. Mehrere größere Häuser stammten noch aus dieser Zeit, in der Bergen durch den Handel mit Trockenfisch reich geworden sei.

Heute zählten auch Königskrabbe, Lachs, frische Garnelen und Hummer zu den Delikatessen. Fisketorget im Zentrum Bergens sei beliebt, wo man den Frühstückshunger mit Krabbenburger oder gebackenem fish ’n’ chips stillen könne.

Na dann, guten Hunger beim nächsten Besuch in Bergen.

Auf nach Bergen

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Walfleisch – essen oder nicht?

Walfleisch essen oder nicht? Findet ihr es in Ordnung, als Urlauber im Ausland ein Tier zu essen, das bei uns geschützt wäre?

Das ist einer Journalistin jetzt auf dem Lofot in Norwegen passiert. Auf ihrem Teller lag auf einer Pressereise Walfleisch. Es stammte von Zwergwalen, die in Norwegen gejagt werden dürfen. Sie habe es gegessen. Es habe ihr nicht geschmeckt, schreibt sie.

Das ist Geschmacksache. Vor einiger Zeit grillte ein Gastwirt auf der Terrasse seines Restaurants auf dem Lofot Walfleisch. Er lud mich zum Essen ein, als ich mich zu ihm gesellte. Es schmeckte ausgezeichnet, war qualitativ mit sehr gutem Rindfleisch zu vergleichen. Ich wollte nur mal erfahren, warum Walfleisch so beliebt in Norwegen ist und ob es geschmacklich wirklich wert ist, einen intelligenten Freund der Menschen zu jagen. Seitdem rühre ich bei meinen Reisen in den Norden auch kein Walfleisch mehr an. Es sollte nur ein einmaliger Versuch sein.

Wenn Norweger Walfleisch essen wollen, ist das in Ordnung, meine ich. Dies gehört zur Tradition des Landes. Denn sie hegen und pflegen ansonsten andere Walarten, kümmern sich auch vorzüglich um den Erhalt Ihrer Fischbestände, soweit ich das zu beurteilen vermag. Daher haben zum Beispiel Trawler aus den Niederlanden keinen Zutritt in die Gewässer; ein wichtiger Grund, warum Norwegen bis heute kein EU-Mitglied ist. Doch künftigen Besuchern der Inselgruppe jetzt das Verkosten schmackhaft zu machen, empfinde ich nicht als gute Strategie.

Es gibt neben Walen selbst in unseren Breiten noch andere faszinierende Tiere: Heute (7.4.21) las ich einen Artikel über Eishaie. Sie bewegen sich sehr langsam vorwärts – mit einem Kilometer pro Stunde. Forscher meinen: Da sie nur wenig Energie aufgrund extremer Lebensbedingungen verbrauchten, könnten sie sehr alt werden. Ein Weibchen bekomme den ersten Nachwuchs mit … 150 Jahren. Die ältesten Tiere seien 400 Jahre alt. Unglaublich, dass es das noch auf unserem Planeten gibt.

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