Reiseziele

Minho erscheint verführerisch schön

Die Gegend rund um den Rio Min­ho erscheint ver­füh­re­risch schön. So schreibt es jeden­falls der Ver­fas­ser eines Arti­kels für das Maga­zin “Des­co­brir Por­tu­gal”. Er meint ganz beson­ders die an Gali­ci­en gren­zen­de Hoch­ebe­ne von Cas­tro Laborei­ro. Die­se befin­det sich inner­halb des Natio­nal­parks Pene­da-Gerês. Sie liegt im Distrikt Via­na do Cas­te­lo und ist gut 25 Kilo­me­ter ent­fernt von der Klein­stadt Melgaço.

Beson­ders hoch­wer­tig in der Pro­vinz Min­ho: In Laborei­ro befin­de sich eine der wich­tigs­ten prä­his­to­ri­schen Stät­ten Por­tu­gals. Dort gebe es Fels­rit­zun­gen und ‑zeich­nun­gen sowie Ein­zel­grä­ber und 120 Dol­men, die bereits über 5000 Jah­re alt sei­en. Als wei­te­re Sehens­wür­dig­kei­ten zählt der Autor die Burg Cas­tro Laborei­ro auf. Die­se sei heu­te ein Natio­nal­denk­mal. Dazu nimmt er auch die baro­cke Kir­che Matriz de Cas­tro Laborei­ro auf, mit­tel­al­ter­li­che Kir­chen, noch erhal­te­ne gemein­schaft­li­che Back­öfen sowie eine gan­ze Rei­he von mit Wassermühlen.

Burg und Museum zur Information

Die Burg, von der nur noch eine Rui­ne übrig ist, liegt immer­hin auf einer Höhe von gut 1025 Metern. In solch einer iso­lier­ten Lage hät­ten sich die Tra­di­tio­nen der Gegend gut erhal­ten. Eine wich­ti­ge sei nach wie vor Schaf­hal­tung. Noch heu­te sei dort mit Ein­bruch des Win­ters Alm­ab­trieb zu beob­ach­ten. In Mas­sen ström­ten die Tie­re ab Dezem­ber in die Täler. Dort über­win­ter­ten sie.

Im Nucleo Museoló­gi­co de Cas­tro Laborei­ro sei es mög­lich, sich mit den Lebens­be­din­gun­gen der Men­schen aus­ein­an­der­zu­set­zen. Zum Teil hät­te die Bevöl­ke­rung in bit­te­rer Armut gelebt. Nicht weni­ge sei­en aus­ge­wan­dert, hof­fend, woan­ders ein bes­se­res Leben füh­ren zu können.

Dem Rei­sen­den von heu­te bie­te sich im Gebiet des Rio Min­ho neben kunst­his­to­ri­schen Schät­zen eine beein­dru­cken­de Natur. Die­se wer­de auch durch den Rio Laborei­ro geformt, der sich hier durchs Gebir­ge win­det. Frei­zeit­sport­ler kämen hier ganz­jäh­rig auf ihre Kos­ten. Wer jetzt hin­reist, kann selbst fest­stel­len, ob der Autor Recht hat mit sei­ner The­se: Min­ho erscheint ver­füh­re­risch schön.

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Kristen Benning

Freier Reise- und Kulturjournalist. Fachautor von Kulturreiseführern wie Serra da Estrela, Die hohen Berge Portugals durchstreifen und erleben, Berlin 2019. Münster, Stadt der Skulpturen, Die Kulturhauptstadt-Finalistin durchstreifen und erleben, Berlin 2017. Aarhus, Stadt des Lächelns, Die dänische Kulturhauptstadt 2017 durchstreifen und erleben, Berlin 2016. Västerbotten Land der Abenteuer. Ein unbekanntes Land im Norden Schwedens, Berlin 2014.

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