Jetzt im TV: von der Bronzezeit ins Fjell

Jetzt im TV: von der Bron­ze­zeit ins Fjell: Ab jetzt ver­sorgt der Rei­sen­de euch mög­lichst regel­mä­ßig mit Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die dem­nächst im Fern­se­hen lau­fen. Auf­fäl­lig ist: Dies­mal lau­fen nur weni­ge Sen­dun­gen, obwohl im Win­ter vie­le Men­schen zuhau­se blei­ben. So bleibt wenigs­tens Zeit, an die fri­sche Luft zu gehen und etwas fürs Immun­sys­tem zu tun. 

Vor allem Skandinavien

Vor allem geht es um Skan­di­na­vi­en. Der wohl span­nends­te Bei­trag dürf­te aller­dings heu­te Abend auf arte lau­fen. Den Ort bei Cam­bridge in Eng­land kennt der Rei­sen­de nicht. Er hat bis auf den Ärmel­ka­nal und Lon­don noch gar nichts von der Insel gese­hen. Dass die Bron­ze­zeit — in Mit­tel­eu­ro­pa etwa 2200 bis 800 vor Chris­tus — span­nend ist, steht zwei­fel­los fest, bedeu­te­te sie doch eine gro­ßen Schritt in der Ent­wick­lung der Mensch­heit. Werk­zeu­ge und Waf­fen ver­bes­ser­ten sich erheb­lich, lie­ßen sich doch vie­le Din­ge jetzt schmie­den. Auch Schmuck wur­de nun viel­fäl­ti­ger. Stein konn­te das nicht bie­ten, wenn­gleich sich auch dort hohes tech­no­lo­gi­sches Wis­sen erken­nen ließ, was alles aus Bern­stein und Feu­er­stein her­stel­len ließ. Klin­gen aus Feu­er­stein waren aus­ge­spro­chen gut. Um all dies zu erken­nen, muss man nicht nach Eng­land reisen. 

An die 78 Megalithgräber im Nordwesten

Dafür reicht auch ein Besuch der anspruchs­voll errich­te­ten um die 78 Mega­lith­grä­ber im Nord­wes­ten Deutsch­lands zwi­schen Olden­burg und Meppen. In ihnen ent­deck­ten For­scher schon im 19. Jahr­hun­dert Bei­la­gen aus der Stein- und Bron­ze­zeit, von denen vie­le im Muse­um in Olden­burg aus­ge­stellt sind. In Euro­pa leb­ten die Men­schen also vor 5000 bis 3000 Jah­ren nicht auf Bäu­men, wäh­rend es in Asi­en und Afri­ka schon Hoch­kul­tu­ren gab. Dies wird von Men­schen aus dem öst­li­chen Teil der Welt immer wie­der ger­ne behaup­tet. Gehemmt wur­de die Ent­wick­lung aller­dings durch eine dicke Eis­schicht von meh­re­ren Kilo­me­tern auf gro­ßen Tei­len der Nord­halb­ku­gel. Bis heu­te lässt sich dies in Nord­eu­ro­pa beob­ach­ten, wo die Land­schaft noch so aus­sieht wie nach der letz­ten Eis­zeit. Auch der Per­ma­f­rost­bo­den ist noch ein Über­rest davon. Und das Anstei­gen vie­ler Küs­ten ist noch immer ein Effekt des nach­las­sen­den Eis­drucks auf die Land­mas­sen. Fas­zi­nie­rend, oder? Davon ist sicher in den Skan­di­na­vi­en-Dokus die Rede, wenn es heißt “Jetzt im TV: von der Bron­ze­zeit ins Fjell”.

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Schwedischer Dichter Enquist gestorben

Schwe­di­scher Dich­ter Enquist gestor­ben: Bestürzt las der Rei­sen­de gera­de die­se Nach­richt in der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen über den Tod des schwe­di­schen Dich­ters. Der Rei­sen­de hät­te den groß­ar­ti­gen Schrift­stel­ler ger­ne ken­nen­ge­lernt. Sei­ne scharf­sin­ni­gen Wer­ke beein­dru­cken ihn, wie vor allem sei­ne Auto­bio­gra­phie “Ein ande­res Leben”. Die­se erschien 2011 in Deutsch­land beim Han­ser-Ver­lag. Enquist ist ein Zweif­ler. Er meint, dass objek­tiv erschei­nen­de Fak­ten leicht zu mani­pu­lie­ren sei­en. Selbst ans vie­len Schwe­den wich­ti­ge Prin­zip der Soli­da­ri­tät glaubt er nicht. Dies lässt der Ver­fas­ser in sei­nen Wer­ken “Der Sekun­dant” (1971) und “Ein ande­res Leben” (2009) deut­lich durchblicken.

In sei­nem Kul­tur­rei­se­füh­rer „Väs­ter­bot­ten Land der Aben­teu­er“ befasst sich der Rei­sen­de mit Lite­ra­tur über und aus Nord­schwe­den. Enquist ist kein Ein­zel­fall für gute Lite­ra­tur aus Schwe­den: Allein aus sei­ner Hei­mat weit nörd­lich lie­gen­den Land­schaft Väs­ter­bot­ten stam­men 50 der heu­te bekann­tes­ten moder­nen Erzäh­ler Schwe­dens. Zu ihnen zäh­len zum Bei­spiel auch Sara Lid­man und Torg­ny Lindgren.

Enquist nicht einzig guter schwedischer Autor

Lid­man starb schon vor län­ge­rer Zeit im Jah­re 2004 in Umeå. Auf die Welt kam sie im Dorf Mis­senträsk. Das bekann­tes­te Werk der poli­tisch links ste­hen­den Autorin “Das Teer­tal” erschien 1953 in Schwe­den, dann 1967 auf Deutsch beim Reclam Ver­lag. Es behan­delt das Leben der Klein­bau­ern in einer Moor­land­schaft Väs­ter­bot­tens. Was auch immer geschieht: Das Leben der Bau­ern liegt in Got­tes Hand.

Lind­gren starb wie Enquist erst kürz­lich im Jah­re 2017 in Nors­jö. Sein bekann­tes­tes Werk heißt “Der Weg der Schlan­ge”. Es erschien 2001 auf Deutsch beim Auf­bau Ver­lag. Der Ver­fas­ser schil­dert das Schick­sal einer Fami­lie in einer lebens­feind­li­chen Umge­bung. Der Rei­sen­de inter­view­te ihn im Rei­se­füh­rer über Väs­ter­bot­ten — auf Deutsch! Enquists, Lid­mans und Lind­grens Roma­ne stel­len die meis­ten in Deutsch­land bekann­te­ren Kri­mis der ver­gan­ge­nen zwan­zig Jah­re von Hen­ning Man­kell bis Liza Mar­klund in den Schat­ten. Durch­strei­fen & Erle­ben ver­neigt sich vor dem groß­ar­ti­gen Schrift­stel­ler Per Olov Enquist. Schwe­di­scher Dich­ter Enquist gestor­ben. Schwe­den ist jetzt um eine wich­ti­ge Stim­me stiller.

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Schwedens Westküste Jahresradweg

Schwe­dens West­küs­te ist Euro­pas Jah­res­rad­weg: Eine der ers­ten Fern­rad­tou­ren des Rei­sen­den führ­te zur schwe­di­schen West­küs­te. Er hat­te ganz Däne­mark erschlos­sen, Das lus­ti­ge Leben auf den Cam­ping­plät­zen, an den Strän­den und in den Städ­ten genoss er. Doch mit Schwe­den betrat er eine neue Welt. Die war er durch Feri­en in Som­mer­häu­sern zwar schon gewohnt. Aber allei­ne Schwe­den per Rad zu erkun­den, ist eine ande­re Num­mer. Nur weni­ge Men­schen ver­tei­len sich über einen wei­ten Raum. Mitt­ler­wei­le ist Süd­schwe­den ihm zu dicht besie­delt,. Des­halb bevor­zugt er in der Regel ein­sa­me­re Regionen.

Der Radler ist ein Bote

In ein­sa­men Gegen­den wie in Nord­nor­we­gen oder im Gebir­ge Por­tu­gals ist ein Rad­ler ein Bote, der Nach­rich­ten aus ande­ren Dör­fern mit­bringt. Wie geht es Leif? Wel­che Tie­re hast Du auf dem Weg gese­hen? Gibt es den Super­markt dort schon? Die Men­schen ken­nen ein­an­der oft. Oft sind sie mit­ein­an­der ver­wandt. Autor Per Olov Enquist meint, in Väs­ter­bot­ten schon zu eng. Sie geben Tipps und zei­gen, wo sie leben. Daher emp­fin­det er es heu­te als befrie­di­gen­der, eine ein­sa­me­re Regi­on zu erschlie­ßen und sich auf die Men­schen ein­zu­las­sen. Die wis­sen sich schon zu beschäf­ti­gen. und ihn dann auch. Öde Gegen­den hat er noch nie auf dem Land kennengelernt.

Zurück nach Schwe­den: Sei­ne ers­te Nacht ver­brach­te der Rei­sen­de nach Däne­mark auf dem Cam­ping­platz von Halm­stad. Er hör­te einen Mann die gan­ze Nacht im Wohn­wa­gen hus­ten. Der Wind rüt­tel­te am Zelt. Bis auf den Kran­ken und ihn schien es nie­man­den hier zu geben. Daher fing er schon auf die­ser Tour an, auf Ein­hei­mi­sche zuzu­ge­hen. Die­se fan­den ihn ihrer­seits aber auch von ganz alleine.

In den Jah­res­rad­weg Euro­pas 2018 an Schwe­dens West­küs­te sind vie­le Cafés als Mög­lich­kei­ten der Begeg­nung ein­ge­ar­bei­tet. Heu­te ist er über sol­che Gas­tro­no­mie froh, da man dort Leu­te ken­nen­lernt. Er setzt sich dort oft hin, um das Rei­se­ta­ge­buch zu füh­ren. Neu­gie­ri­ge Men­schen fra­gen dann, wor­über er schreibt. So erge­ben sich gute Gesprä­che. Und Ideen für Geheim­tipps im Reiseführer.

Gutes Essen und schöne Radtouren

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de stell­ten sich an der West­küs­te ver­schie­de­ne Unter­neh­men der Öffent­lich­keit vor. Dies geht aus dem Afton­bla­det-Arti­kel „God mat och skö­na cykel­tur­er på väst­kus­ten“ her­vor. Auf Tou­ris­ten war­ten zehn Rou­ten von fünf bis drei­ßig Kilo­me­tern zwi­schen Hel­sing­borg und Göte­borg. Er hat gera­de alle Orte bei Goog­le Maps ein­ge­ben. Es ergibt sich eine Stre­cke von gut 382 Kilometern. 

Bin­nen einer Woche kann sich jeder im Som­mer die Küs­te anschau­en und die aus­ge­ar­bei­te­ten Ange­bo­te aus­pro­bie­ren. Wie man sieht, wird dort zum Bei­spiel Bier gebraut, Fisch zube­rei­tet, Lakritz her­ge­stellt und Pra­li­nen gerührt. Lei­der schil­dert der Arti­kel von Afton­bla­det zu wenig Kul­tur- und Natur­er­leb­nis­se. Immer­hin sind gute Strän­de für den Urlaub direkt am Meer auf­ge­führt wie Vej­by­strand und Fal­ken­bergs Strand­bad. Im Süden von Schwe­den lädt ein B&B zum Ver­wei­len in Vej­by ein. Und es gibt eine Moun­tain­bike-Tour rund um Båstad, das jähr­lich ein inter­na­tio­na­les Ten­nis­tur­nier anbietet.

Weg in Kürze zum Nachfahren auf dem Kattegatsleden:

  • Hel­sing­borgsrund­an.15 km. Smak­stopp: Bröd­kul­tur, Lakrit­s­fa­bri­ken, Ebbas fik, Ålgrän­dens Ost & Deli­ka­tes­ser, Hel­sing­borgs Bryggeri. 
  • Träd­gård­säls­ka­ren.30 km. Smak­stopp: Sofie­ro, Café Bis­tro, Arilds Vingård. 
  • Kul­la­tu­ren.25 km. Smak­stopp: Tun­neber­ga Gäst­gif­va­re­gård, Kulla­spar­ris, Flick­or­na Lund­gren, Väx­thu­set i Brunn­by, Kul­la­bergs Vin­g­ård, Kryd­di­ga Perenn, Krap­pe­rups kaf­fes­t­u­ga, Ella­går­dens bär, Kul­la­byg­dens Vanilj & Choklad. 
  • Sma­ka på Kul­la­byg­den.30 km. Smak­stopp: Hög­an­äs bryg­ge­ri, Krap­pe­rups Kaf­fes­t­u­ga, Arilds Vin­g­ård, Flick­or­na Lund­gren, Fabriken. 
  • Vej­by­strand. 10 km. Smak­stopp: Vilt & Gott, Vej­by Vin­g­ård, Sand­går­dens Skaf­fe­ri, Bjä­re Fisk & Skald­jur, Vej­by­strands Vandrarhem/B&B.
  • Båstad. Gui­da­de moun­tain­biketu­rer där kaf­fe och fika ingår. Totalt ca 3 timmar. 
  • Fal­ken­bergsrund­an.16 km. Smak­stopp: Skrea Ost, Pros­tens Piz­za, Båta Kåsan med Sus­eå Cho­klad och Slö­in­ge Kaf­ferost­e­ri, Fal­ken­bergs Strandbad. 
  • Ons­a­la, Utval­da pär­lor längs Gotts­kärs­vä­gen. 5 km. Smak­stopp: Båt- och Sjöf­arts­mu­seet, Zig­ges BBQ, Hönö Fisk, Gula Stugans, Fru Pilos Pra­li­ner, Gotts­kär Hotell, Gotts­kär Hotells Café, Tre Toppar. 
  • Åsa, Det Sto­ra Mat­tram­pet. 28 km. Smak­stopp: Kvia Grönsa­ker, Naturum, Bräu­ti­gams, Hallands Kom­bu­cha, Marie­bergs Gårds­bu­tik, Kvarn­b­a­ge­riet, Ham­ra Gård, Gårds­b­a­ge­riet i Ida­la och I’m Coffee 
  • Halm­stad Smakrunda. 30 km. Smak­stopp: I am Cof­fee, Krantz Bröd­bod, Tyle­bäck Hotell & Kon­fe­rens, Vils­härads Gårds­bu­tik, Heagårds Skaf­fe­ri, Strand­li­da Bryg­ge­ri, Skåns­kan, A litt­le Par­ty – Champagnebaren.
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Surfen und Zelten in Värmland

Dies ist zwar nicht der Vis­ten. Aber auch am See im klei­nen Ort Svar­te kann man es gut aushalten.

Sur­fen und Zel­ten in Värm­land: Aben­teu­er für Jugend­li­che fie­len dem Rei­sen­den sofort ein, als er vor­hin den Arti­kel auf Geo über Värm­land in Schwe­den fand. Sei­ne Fami­lie mie­te­te oft ein Som­mer­haus am See Vis­ten in der Nähe von Kil. Die größ­te Stadt in der Umge­bung ist Karl­stad. Am liebs­ten ver­brach­te der Rei­sen­de die Zeit in Värm­land, um zu Angeln, Sur­fen und Zelten.

Das Haus grenz­te direkt an den See. Es lag an der Ecke einer Bucht. Von dort lie­ßen sich die Gescheh­nis­se auf dem Was­ser gut beob­ach­ten. Ein fla­cher Gra­nit­fel­sen schob sich in den See. Oft sonn­te sich die Fami­lie dar­auf. Denn er wur­de ange­nehm warm, sobald die Son­ne schien. Auf dem Grund­stück wuch­sen hohe Kiefern.

Spaß mit dem Eichhörnchen

In der Höhe leb­te ein Eich­hörn­chen. Als Vater dort mal Holz hack­te, kam die Stun­de des Eich­hörn­chens. Es pin­kel­te auf ihn her­ab, traf ihn aller­dings nicht. Aber es lach­te ver­gnügt über den gelun­ge­nen Spaß. Wer sagt, dass Tie­re kei­nen Humor haben. Eltern und Kin­der ver­zie­hen ihm. Denn wer konn­te schon solch einen lus­ti­gen Kobold aufweisen.

Ob es wohl noch den Ten­nis­platz dort gibt? Er war asphal­tiert. Aber Eltern und Nach­wuchs lern­ten dort, Ten­nis zu spie­len. Der Weg vom Haus war nicht weit. Er führ­te gut 200 Meter weit vor­bei an einer Him­beer­he­cke, die alle aus­rei­chend mit Vit­ami­nen ver­sorg­te. Dort lern­te der Rei­sen­de eines Tages Bea­te aus Berg­heim ken­nen. Sie und er waren fast im sel­ben Alter. Ihre Eltern hat­ten sogar ein altes Bau­ern­haus ober­halb der Bucht gekauft. Ihr Vater hat­te jeden Som­mer dort gut zu tun. Obwohl das Haus sicher 1,5 Kilo­me­ter ent­fernt war, hör­te der Rei­sen­de Ham­mer­schlä­ge, wenn er mal das Dach reparierte. 

Beeren sammeln

Bea­te konn­te nicht nur Ten­nis spie­len, son­dern besaß auch ein Surf­brett. Sie brach­te dem Rei­sen­den bei, wie man halst und wen­det. Und so erkun­de­te das Paar den See nicht nur im Ruder­boot, son­dern auch auf dem Brett. Ein idea­les Revier zum Ler­nen. Denn es gab aus­rei­chend Flä­che. Und es war auch nicht gefähr­lich. Aller­dings zeig­ten man­che Schwe­den sich mal ent­setzt zeig­ten, dass alle Fami­li­en­mit­glie­der dar­in schwam­men. Eine Stel­le sei sogar hun­dert Meter tief, warn­ten sie. Aber was mach­te das schon? Ob 30 Meter? Oder 100? Wie oft lagen der Rei­sen­de und Bea­te auf einem Steg in der Son­ne, gin­gen Blau­bee­ren oder Pil­ze suchen. Klar besaß der Rei­sen­de ein Jahr dar­auf ein Surf­brett, das lei­der zur­zeit ein Dasein in der Gara­ge fris­tet. Sei­nen Neo­pren­an­zug zieht er nur noch zum Kajak­fah­ren an. Den alten besitzt der Rei­sen­de nicht mehr, weil er sich eines Tages auflöste.

Surfen und Zelten

Beson­ders auf­re­gend war dann die Gele­gen­heit, mit Bea­te zu zel­ten. Es lagen genug ver­steck­te Plät­ze am See, die man vom Was­ser aus nicht sehen konn­ten. Die Eltern hat­ten eine Ahnung, wo die sich befan­den. Am Ende der ers­ten Feri­en stell­te Bea­te dem Rei­sen­den ein Diplom aus. Dies hat­te sie lie­be­voll auf einem Stück Leder gestal­tet. Es exis­tiert heu­te noch.

Spä­ter pro­fi­tier­te der Rei­sen­de sehr von mei­nem Wis­sen aus den zahl­rei­chen Som­mern am Vis­ten. Denn er lern­te dabei auch, fast ohne Wind zu sur­fen. Lei­der ist dort oft Flau­te. Als er sei­nen Segel­schein mach­te und es bei einer Regat­ta mal Flau­te auf dem Stadt­see gab, gewann er die­se mit sei­ner Part­ne­rin Brit­ta. Denn er wuss­te, wie man ohne Wind ins Ziel kommt. Dan­ke, Beate.

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Jagd in Dalarna erleben

Jagd in Dalar­na erle­ben: Gera­de hat der Rei­sen­de beim Lesen der Neu­en Zür­cher Zei­tung (NZZ) etwas Neu­es gelernt. Denn er war noch nie im Früh­jahr in Schwe­den. Bis­her hat er Schwe­den stets im Som­mer und im Herbst besucht. 

Ein Höhe­punkt war die Teil­nah­me an der Elch­jagd im Dorf Nusnäs am Sil­jan­see. Der Rei­sen­de begnügt sich aller­dings stets mit sei­ner Kame­ra­aus­rüs­tung, um etwas zu schie­ßen, obwohl er als Ang­ler natür­lich immer einen Jagd­trieb in sich ver­spürt. Über­schrei­tet er wan­dernd oder radelnd einen Fluss, schaut er bei kla­rem Was­ser oft von der Brü­cke in die Tie­fe, ob er eine Forel­le oder einen Wels entdeckt.

In Dalar­na traf er sich im Herbst eini­ge Tage lang mit einer Jagd­grup­pe in der Frü­he auf einem Park­platz. Dort los­te Jagd­lei­ter Lenn­art die Plät­ze aus, von denen aus die Jäger Aus­schau nach Elchen hiel­ten. Dies ist im Ver­gleich zu einer Treib­jagd ein rela­tiv siche­res Ver­fah­ren, damit nie­mand auf­ein­an­der schießt. Er war ziem­lich erleich­tert, dies zu erfah­ren. Denn sein Vater, der frü­her selbst auf Jagd ging, hat­te ihn vor den Gefah­ren einer Kugel gewarnt. Die­se kann sehr weit fliegen.

Grillen auf der Jagd in Dalarna erleben

Ein­zi­ge Trei­ber waren mit gel­ben Müt­zen ver­se­he­ne Hun­de­füh­rer, die Tie­re auf­stö­bern soll­ten. Und sie infor­mier­ten auch die Jäger an ihren Plät­zen per Funk, wo sie sich gera­de befan­den. So wuss­ten jeder, dass in den nächs­ten Minu­ten jemand am Wald­rand erschei­nen konn­te. Und es war ihm auch lie­ber, Elche zu jagen als Bären, was ziem­lich gefähr­lich ist. Denn ein ver­letz­ter Bär ver­tei­digt sich bis zum letz­ten Bluts­trop­fen. Auf Bäu­me zu klet­tern, nützt nichts. Er kann es besser.

Selbst im Regen ein Feuer

Der Rei­sen­de hat­te das Glück, mit Jagd­lei­ter Lenn­art los­zie­hen zu kön­nen. Er kann­te alle Wege im Wald und beweg­te sich trotz sei­nes fort­ge­schrit­te­nen Alters unge­mein behen­de durchs Gestrüpp am Boden fort. So hat­te er zeit­wei­lig Mühe, mit­zu­hal­ten. An unse­ren Plät­zen im Wald zün­de­te er immer ein schö­nes Feu­er an, an dem die Part­ner mit­ge­brach­tes Fleisch rös­te­ten und es sich gut gin­gen lie­ßen. So konn­te der Schwe­den­freund auch sehen, wie es Lenn­art selbst im Regen gelang, Feu­er anzu­zün­den. Zur Jagd sei es sogar gut, ein Feu­er zu haben, mein­te er. Denn dann könn­ten Elche Men­schen des Rau­ches wegen nicht gut riechen.

Der Rei­sen­de trug einen Tarn­an­zug, den ihm Nils gelie­hen hat­te. Nils arbei­te­te für eine Tisch­le­rei, in der die berühm­ten Dal­ap­ferd­chen geschnitzt wer­den. In die­sem Jahr nahm er nicht an der Jagd teil. Daher war der Rei­sen­de wäh­rend der Stun­den im kal­ten Wald gut geschützt. Denn nachts fror es schon im Okto­ber. Er sah Blät­ter von Bir­ken lang­sam zu Boden fal­len, beob­ach­te­te klei­ne Vögel, sah aber kei­nen Wolf oder Bären in der Zeit. Das hat­te er natür­lich erwar­tet. Ein ande­rer Jäger sah aber einen Wolf in der Zeit, was sehr schwie­rig ist. Denn sie sind sehr scheu.

Elche am letzten Tag

Bei­na­he gab er die Hoff­nung schon auf. Aber am letz­ten Tag tauch­te dann doch eine Elch­kuh mit einem Kalb auf. Aber Lenn­art sah sie nicht, obwohl sein Part­ner ihm Zei­chen mach­te. Sie ver­schwand im Wald. Den Rei­sen­den freu­te es ins­ge­heim für Mut­ter und Kind.

Soll­te er aber mal im Früh­jahr nach Schwe­den kom­men, wird er sich auf jeden Fall auch den ers­ten Auf­tritt der Kühe auf der Wei­de anschau­en. Dies soll ein beson­de­res Erleb­nis sein. Aller­dings gibt es auch Pro­tes­te dage­gen. Wer mehr dar­über wis­sen will, soll­te jetzt den Arti­kel in der NZZ lesen.

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Schönes aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen

Schö­ne Lam­pe, ein inter­es­san­tes Buch, ein sty­li­scher Nacht­tisch­schrank. Nicht nur ein­mal ist es mir pas­siert, dass ich in einem Hotel über­nach­te­te und mir ein Gegen­stand so gut gefiel, dass ich ihn am liebs­ten mit­ge­nom­men hät­te. Doch er gehör­te natür­lich zum Inven­tar, so dass ich auch nie auf die Idee kam, den Inha­ber zu fra­gen, ob ich ihn kau­fen könnte.

Aber Moritz Herr­mann, Autor der Süd­deut­schen Zei­tung, ent­deck­te in Stock­holm ein Hotel, in dem man alles aus einem Hotel­zim­mer kau­fen kann — sogar das Bett. In einem kur­zen Text stellt er die­ses Hotel vor.

Mehr Infos fin­dest Du unter

Hotel Stock­holm

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Männerspaß auf schwedischem Eis

Das Leben der Nord­eu­ro­pä­er im Win­ter ken­nen­zu­ler­nen, hat einen beson­de­ren Reiz. Es ändert sich rapi­de für Rei­sen­de, die es eher gewohnt sind, im Som­mer in den Nor­den zu fah­ren. Man sieht viel vom nor­ma­len All­tags­le­ben, wenn man Fischer bei der Arbeit oder Schul­kin­der auf Schlit­ten heim­kom­men sieht. Aber auch Erwach­se­ne sind in den Städ­ten mit Schlit­ten unter­wegs. Eine ein­schnei­den­de Erfah­rung war es für mich, mit einem Leih­wa­gen auf Spikes durch die Win­ter­land­schaft zu fah­ren. Mit einem Freund erkun­de­te ich Lofo­ten und Ves­terå­len. Das Eis auf den Stra­ßen war noch im März auf man­chen Stra­ßen zen­ti­me­ter­dick, die Mit­tel­spur gera­de nachts schwer zu erken­nen, erst recht, wenn einem Schnee­pflü­ge und mit Fisch bela­de­ne Lkw ent­ge­gen don­ner­ten. Seit­lich war alles zuge­schneit, der Rand nur durch rote Pflö­cke zu erken­nen. Nach­dem ich ein­mal den Wagen in eine Schnee­we­he gefah­ren hat­te, über­gab ich Tobi­as das Steu­er, der den Bogen eher her­aus­hat­te, viel siche­rer fuhr.

Eher wür­de es mich locken, es wie Gavin Hai­nes zu machen, der sich kürz­lich zum Trai­ning mit dem Auto auf einen zuge­fro­re­nen See in der Nähe von Jokkmokk begab. Ziem­lich schnell ver­lor auch der Autor der eng­li­schen Zei­tung „The Tele­graph“ die Kon­trol­le übers Fahr­zeug, als er sei­ne ers­te Ral­ly fuhr. Er fuhr so schnell, dass auch er in eine Schnee­we­he geriet. Die Türen des All­rad­fahr­zeugs lie­ßen sich nicht mehr öff­nen. Er und sein Aus­bil­der, der pro­fes­sio­nel­le Ral­ly­fah­rer Per-Erik Nie­mi, muss­ten durch die Fens- ter steigen.

Der Autor gibt sich selbst die Schuld dar­an, denn er habe nicht auf die War­nun­gen sei­nes Aus­bil­ders gehört, doch bit­te­schön lang­sa­mer zu fah­ren. Aber er habe sich eben wie ein Mann ver­hal­ten, sei­ne eige­nen Fähig­kei­ten total über­schät­zend, sich sogar für unbe­sieg­bar hal­tend. Für Nie­mi war es also nur eine Fra­ge der Zeit, bis es zu dem Mal­heur kam: „I was wai­ting for that to hap­pen.” Bis der Abschlepp­wa­gen gekom­men sei, um das Fahr­zeug her­aus­zu­zie­hen, habe es genug Zeit gege­ben, sich den Scha­den anzuschauen.

Wie es Hai­nes erging und wo Du Dich für den nächs­ten Win­ter selbst zur Ral­ly anmel­den kannst, erfährst Du hier.

Män­ner­spaß auf schwe­di­schem Eis

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Zwölf Traumpfade in Schweden

Zwölf Traum­pfa­de in Schwe­den: Schö­ne Seen, teil­wei­se eine atem­be­rau­ben­de Küs­te, Moo­re und Ber­ge — Schwe­den ist bekannt für sei­ne groß­ar­ti­ge Natur. Daher gibt es auch etli­che Schwe­den­freun­de, die das Land mit Rad, Kanu oder zu Fuß durch­strei­fen und erle­ben wollen.

Am bekann­tes­ten ist der Wan­der­weg “Kungs­le­den”. Aber es gibt, wie der Rei­sen­de jetzt der schwe­di­schen Zei­tung “Aften­pos­ten” ent­neh­me, auch elf ande­re Wege. Die­se hat gera­de der Schwe­di­sche Tou­ris­mus­ver­band Svens­ka Turist­fö­renin­gen zusammengestellt.

Her­aus­ge­kom­men sind also zwölf Stre­cken. Die­se erfül­len hof­fent­lich alle wirk­lich die fol­gen­den selbst gesteck­ten Kri­te­ri­en wie zum Beispiel:

- sie sol­len schön sein und spek­ta­ku­lä­re Natur­er­leb­nis­se bieten

- jeder ein­zel­ne soll typisch für sei­nen Lan­des­teil sein

- sie sol­len leicht zu errei­chen und mit dem ÖPNV ansteu­er­bar sein

- nicht nur erfah­re­ne, son­dern auch weni­ger erfah­re­ne Wan­de­rer sol­len sie bewäl­ti­gen können

- auch als Rund­kurs mit Rück­kehr zum Start­punkt mach­bar sein

- Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten anbieten.

Zwölf Traumpfade in Schweden von Norden bis Süden

Zwölf Traum­pfa­de in Schwe­den haben sich dar­aus erge­ben von Nor­den bis Süden, um als Traum­pfa­de in Fra­ge zu kommen:

- Kungs­le­den Abis­ko in Norr­bot­ten bei Kiru­na. Dort liegt auch der berühm­te Berg Keb­ne­kai­se, den meis­ten bekannt aus aus Sel­ma Lager­löfs Werk “Nils Hol­gers­son”. Mit einem Boot brin­gen Sami Wan­de­rer zum Fuß des Berges.

- Kungs­le­den Hema­van in Väs­ter­bot­ten. Die­ser führt durchs Gebiet des natür­lich flie­ßen­den Flus­ses Vin­deln. Was Urlau­ber auf dem Vin­deln alles erle­ben kön­nen, steht im Kul­tur­rei­se­füh­rer “Väs­ter­bot­ten durch­strei­fen und erle­ben.”

- Höga kus­ten am Bot­t­ni­schen Meer­bu­sen, süd­lich von Umeå. Die­se Küs­te erhebt sich Jahr für Jahr unter dem nach­las­sen­den Druck des aus der Eis­zeit stam­men­den Eises.

- Nor­ra Sörm­land west­lich von Stock­holm im Gebiet von Mälaren

- Sil­jans­le­den in Dalar­na im Her­zen Schwedens

- Finns­kogs­le­den in Värm­land im schwe­disch-nor­we­gi­schen Grenzgebiet

- Jämt­land­stri­an­geln. Dort kannst Du viel­leicht scheue skan­di­na­vi­sche Braun­bä­ren beobachten.

- natür­lich den Natio­nal­park Tive­den in der Nähe von Göteborg

- Södra Bohus­län, die berühm­te schwe­di­sche West­küs­te, vie­len Seg­lern eben­falls bekannt.

- Öland, das Mal­lor­ca der Schweden

- Omberg am gro­ßen Vätternsee

sowie

- Öster­len nahe Hen­ning Man­kells Wal­lan­der-Stadt Ystad im Süden des Landes. 

Bist Du schon ein­mal durch eine Stadt wirk­lich gewan­dert? Im grü­nen Müns­ter gibt es jetzt die Mög­lich­keit dazu.

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Umweltschutz am Polarkreis

Umwelt­schutz am Polar­kreis: Län­ger hat der Rei­sen­de nichts mehr aus Umeå gehört, einer weit nörd­lich lie­gen­den Stadt in Väs­ter­bot­ten. Die Land­schaft (län) Väs­ter­bot­ten liegt in Schwe­den, fast am Ende des nörd­li­chen Teils der Ost­see. Die­se heißt dort aller­dings Bal­ti­sches Meer.

Jetzt bringt der Deutsch­land­funk einen Bei­trag über das Umwelt­be­wusst­sein der Ein­woh­ner in der Kul­tur­haupt­stadt des Jah­res 2014, was natür­lich in einem Zusam­men­hang mit Gre­ta Thun­berg zu sehen ist.

So eini­ges dar­in ist dem Rei­sen­den im Zuge sei­ner Rad­wan­de­rung am Polar­kreis gar nicht auf­ge­fal­len. Dies betrifft zum Bei­spiel die schlech­te Luft­qua­li­tät, obwohl er vor sei­ner Ankunft schon eini­ge Wochen in frei­er Natur unter­wegs gewe­sen war. Des­halb hät­te es ihm auf­fal­len müs­sen. Ihm wird bei mie­ser Luft leicht übel. „Wir haben eine sehr schlech­te Luft­qua­li­tät, beson­ders im Win­ter, damit fing es an. Es gibt zu vie­le Autos und wenig Wind. Dar­um müs­sen wir Alter­na­ti­ven ent­wi­ckeln. Anrei­ze geben, auch im Win­ter mit dem Fahr­rad zu fah­ren oder mit dem Bus.“

Der rege Auto­ver­kehr ist Durch­strei­fen & Erle­ben schon auf­ge­fal­len. Das liegt dar­an liegt, dass Umeå größ­te Stadt Nord­schwe­dens ist. So zieht sie mit ihren Ange­bo­ten vie­le Men­schen an. Wer ein­kau­fen will oder ins Kran­ken­haus muss, muss nach Umeå fah­ren. Die Ein­fall­stra­ßen sind natür­lich ent­spre­chend groß. Es emp­fiehlt sich eher, die Stadt über klei­ne Stra­ßen mit dem Rad anzufahren.

Ökologischen Fußabdruck ausgerechnet

Auch die Uni­ver­si­tät zieht vie­le jun­ge Men­schen an, die jetzt schon eine ande­re Lebens­ein­stel­lung mit­brin­gen als Älte­re. „Letz­tes Jahr haben wir den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck Umeås aus­ge­rech­net. Basie­rend auf Umfra­gen, wie die Men­schen rei­sen, was sie kau­fen, was sie essen und so wei­ter. Dabei haben wir gese­hen, dass vor allem die jun­gen Leu­te immer mehr Second­hand kau­fen, ein Drit­tel der jun­gen Frau­en zwi­schen 20 und 30 lebt vege­ta­risch. Und was wir dabei her­aus­ge­fun­den haben: Wenn alle Ein­woh­ner sol­che Rei­se­ge­wohn­hei­ten hät­ten wie die Frau­en, wür­den wir unse­re Kli­ma­zie­le errei­chen.”

Außer­halb der Stadt sieht es sicher nicht so kri­tisch aus. Denn an der Küs­te öff­net sich eine beein­dru­cken­de Insel­welt. Im Bin­nen­land hin­ge­gen lockt der Natur­fluss Vin­del mit inter­es­san­ten Frei­zeit­an­ge­bo­ten wie Kajak­fah­ren oder Forel­len­fi­schen. Und an der Gren­ze zu Nor­we­gen erhebt sich ein Gebir­ge. Dort fühl­te sich der Bike­pa­cker ein wenig wie ein Gold­su­cher in einer Geschich­te Jack Londons.

Aller­dings bekommt Schwe­den die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels beson­ders deut­lich zu spü­ren: Das Meteo­ro­lo­gi­sche Insti­tut des Lan­des erklär­te ver­gan­ge­ne Woche, dass die Tem­pe­ra­tur in Schwe­den dop­pelt so schnell anstei­ge wie im glo­ba­len Schnitt. Das Ziel “Umwelt­schutz soll sich am Polar­kreis bes­sern” wird also not­wen­dig, will man nicht “Väs­ter­bot­ten Land der Aben­teu­er” stark verändern.

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Radfahren in der Natur

Rad­fah­ren in der Natur: Wohin fährst Du am liebs­ten, wenn Du Dich auf das Rad schwingst? Wenn Du nach dem Tag im Hör­saal oder im Büro fri­sche Luft und Bewe­gung brauchst? Oder wenn Du mal meh­re­re Tage am Stück an der fri­schen Luft und in der frei­en Natur unter­wegs sein möchtest?

Als Nah­erho­lungs­ge­bie­te locken Durch­strei­fen & Erle­ben die Eifel rund um Bonn oder die Baum­ber­ge in der Nähe von Müns­ter. Dort genießt der Rei­sen­de die Mög­lich­keit, auf “Ber­ge” zu kra­xeln und von ihnen her­un­ter zu sau­sen, schö­ne Aus­bli­cke zu genie­ßen wie auf den Köl­ner, den Bil­ler­be­cker Dom oder auf das zu Füßen lie­gen­de Stevertal.

Steverland-Route im Münsterland

Die Ste­ver-Regi­on zwi­schen Not­tuln und Hal­te­ner See ist zur Ste­ver­land-Rou­te auf­ge­ar­bei­tet wor­den. 70 Kilo­me­ter lang ist die Rad­ver­bin­dung. Zwi­schen Appel­hül­sen und Sen­den zeigt sich zum Bei­spiel, wie sich aus einem “Bach” lang­sam ein Fluss ent­wi­ckelt. Oder ab dem Früh­jahr im Ste­ver­tal in den Baum­ber­gen die Obst­blü­te beginnt. Land­schafts­öko­lo­gen haben den Fluss, des­sen Was­ser­qua­li­tät sich seit den 1960er Jah­ren ver­schlech­tert hat­te, auf­ge­wer­tet. Es sind an eini­gen Stel­len sanft geschwun­ge­ne Fisch­trep­pen zu sehen. Zuvor war dort das Gewäs­ser begra­digt: Heu­te befin­den sich dort rena­tu­rier­te unbe­to­nier­te Abschnitte. 

Seit 6000 Jah­ren gel­ten die Baum­ber­ge als Sied­lungs­raum der Men­schen, weil dort kris­tall­kla­res Was­ser floss: Trink­was­ser für sich und ihre Tie­re. Rad­fah­rer fin­den restau­rier­te Müh­len vor wie zum Bei­spiel in der Nähe von Appel­hül­sen. Ein Modell kann dort auch per Hand betrie­ben wer­den, um zu erken­nen, wie Ener­gie gewon­nen wur­de. Was­ser­müh­len gehö­ren zu den ältes­ten Ener­gie­ge­win­nungs­an­la­gen. Wind­müh­len folg­te viel spä­ter. Und es sind noch rich­ti­ge Rit­ter­bur­gen zu sehen wie Burg Vische­ring bei Lüdinghausen.

Fern-Radfahren in der Natur

Geht es in die Fer­ne, gefal­len dem Rei­sen­den beson­ders die Küs­ten­wan­der­we­ge in Nord­nor­we­gen und im spa­ni­schen Gali­ci­en. Denn sel­ten kommt man inner­halb Euro­pas so nahe ans (unver­bau­te) Was­ser wie auf dem Lofot oder auf die Insel Sen­ja oder die Stre­cke ent­lang der Cos­ta da Mor­te. Sogar man­che Her­ber­ge liegt dort so schön und auch noch ein­sam, dass man das Meer im Zelt oder vom Zim­mer aus hören kann. Dass der Rei­sen­de dort nachts in einen tie­fen erhol­sa­men Schlaf fällt, ist selbstverständlich.

Will der Rei­sen­de Ber­ge sehen, erfreut er sich beson­ders an den Päs­sen zwi­schen Mo i Rana und Vil­hel­mi­na im Grenz­ge­biet von Schwe­den und Nor­we­gen, weil er sich dort wie ein Gold­su­cher füh­len darf in rau­er Land­schaft. Kla­re Flüs­se rau­schen vor­bei, wäh­rend der Bike­pa­cker vorm Zelt am Lager­feu­er sitzt und sich etwas brut­zelt. Das Feu­er ver­scheucht die meis­ten Mücken.

Oder aber der Rei­sen­de sucht wie­der das berg­rei­che Gali­ci­en auf. Nicht weit ent­fernt davon liegt auch die Ser­ra da Est­re­la. Aber trotz­dem gibt es dort mas­si­ve Unter­schie­de. In Gali­ci­en gibt es viel mehr Schluch­ten und Wege zum Kra­xeln. Hin­ge­gen ist die Est­re­la in wei­ten Tei­len eher eine Hoch­ebe­ne. Dort kann man das por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge rela­tiv leicht mit dem Rad durch­strei­fen und erleben.

Wer so inspi­riert auf Tour gehen will, soll­te sich auch die Tipps eini­ger ande­rer Cracks anse­hen. Tou­ren hat die Zeit­schrift “Geo” mit­samt gpx-Daten zum Nach­fah­ren zusammengestellt.

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