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Erbarmungslos Auf dem Jakobsweg

Welch eine abwechslungsreiche Landschaft zwischen Mombuey und Ollosa de Tera in Kastilien und León. Heute mittag streifte ich noch auf einer Mountainbikeroute um Mombuey herum. Dort ist es sehr trocken. Nur die dicken schweren glänzenden Quarzsteine erhellen die Stimmung. Heidekraut: hart und kratzig. Sonne: grell. Luft: herbstlich kühl. Große Bäume liegen am Boden, hinweggefegt von einem Sturm im Juni. Sie versperren den Singletrail, weshalb ich zwischen Felsen radeln muss, die wie Termitenbauten emporragen. Ein Paar aus Madrid streift traurig durchs trockene Flussbett des Rio Negro. Der Name kommt wohl nicht von ungefähr. Sie laden mich zu einem Kaffee ein.

Am späten Nachmittag treffe ich auf kühles Nass. Der Rio Tera kreuzt wieder meinen Weg, dem ich bereits in der Nähe der Lagune der Fische begegnet bin. Hier – Ollosa de Tera – wird er gestaut. In der Herberge in Mombuey gibt es übrigens keine Bettwanzen – chinchos. Pilger in der Herberge von Campobeceros hatten das behauptet. Wer also von Sevilla heraufkommt, kann sich dort beruhigt niederlassen.