Radreiseführer durch hohe Berge Portugals

Portugals hohe Berge durchstreifen und erleben

Rad­rei­se­füh­rer durch hohe Ber­ge Por­tu­gals: Die Ser­ra da Est­re­la in Zen­tral­por­tu­gal haben vie­le Deut­sche noch nicht ent­deckt. Daher sind sie auch nicht über­lau­fen. Der Früh­ling, Spät­som­mer und Herbst sind des mil­de­ren Kli­mas wegen eher zum Rei­sen zu emp­feh­len als der Hoch­som­mer. Denn im Juli und August gibt es dort ver­hee­ren­de Brän­de. Im Win­ter ist es dort auch erträg­lich. Aller­dings soll­te jeder Bike­pa­cker war­me Klei­dung mitnehmen.

Der Rad­rei­se­füh­rer Ser­ra da Est­re­la ist im Buch­han­del und online zu bestel­len. Freun­den, die ger­ne in Por­tu­gal ihren Urlaub ver­brin­gen, Kun­den, die bei Ihnen buchen, machen Sie mit die­sem Geschenk eine Freude.

Vielfalt, die ihresgleichen sucht

Im sowohl vom Atlan­tik als auch von hei­ßen Inlands­win­den beein­fluss­ten Natur­park Ser­ra da Est­re­la eröff­net sich eine Viel­falt, die ihres­glei­chen sucht. Der höchs­te Berg ist fast 2000 Meter hoch. Sie erle­ben gran­dio­se Natur wie eis­zeit­li­che Glet­scher­tä­ler, klei­ne­re Seen oder Was­ser­fäl­le wie die Ribei­ra da Cani­ça. Zwi­schen­durch loh­nen sich Streif­zü­ge durch die städ­ti­sche Kul­tur der Regi­on wie zum Bei­spiel durchs Muse­um der Ent­de­ckun­gen in Bel­mon­te, durchs Tex­til­mu­se­um in Covil­hã oder in der Distrikt­haupt­stadt Guarda.

Alt und Neu in der Serra da Estrela

Seit­dem der Rei­sen­de erst­mals mit dem Rad durch die Ser­ra da Est­re­la gefah­ren bin, lässt ihn Zen­tral­por­tu­gal nicht mehr los. Des­halb ist er auch schon drei­mal mit dem Rad in der Bei­ra Alta gewe­sen. Immer wie­der hat er zwi­schen­durch an die­sem neu­en Rei­se­füh­rer gear­bei­tet. Tage­buch­ein­trä­ge in sei­nem Blog, die Lust aufs Durch­strei­fen & Erle­ben machen, ent­de­cken Sie unter ande­rem hier.

Der Reiz der Gegend liegt dar­in begrün­det, dass sich die höchs­te Regi­on Fest­land­por­tu­gals leicht per Rad durch­strei­fen und erle­ben lässt. Stra­ßen sind gut aus­ge­baut. Und hier mischen sich Alt und Neu auf ange­neh­me Wei­se: Sie fin­den hier alte Gra­nit- und Schie­fer­dör­fer — his­to­ri­sche Dör­fer — sowie tra­di­tio­nell in Schwarz geklei­de­te alte Frau­en. Aber es gibt auch moder­nes Leben durch gute Hotels, Ther­men und Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten auf der Stre­cke. Stu­die­ren kann man hier und Well­ness-Urlaub verbringen.

Rundtour in zwei Wochen

Dem Rei­se­füh­rer liegt eine Rund­tour mit einem Moun­tain­bike zugrun­de. Die­se lässt sich in gut zwei Wochen leicht bewäl­ti­gen. Die Stre­cken sind so geplant, dass man die Aus­flugs­zie­le im Natur­park in Ruhe auf sich wir­ken las­sen kann. 

Der “Rad- und Kul­tur­rei­se­füh­rer Ser­ra da Est­re­la” ent­hält neben zahl­rei­chen Fotos auch Kar­ten und Adres­sen, die bei ver­steck­ter Lage mit gps-Koor­di­na­ten ver­se­hen sind.

Das Natur­er­leb­nis mit dem Fahr­rad ist beein­dru­cken­der, erhol­sa­mer und umwelt­scho­nen­der als mit dem Autos. Daher fol­gen hier Adres­sen, wo Räder zu lei­hen sind:

OrtGeschäftLinkE‑Mail
Man­tei­gasEst­re­la Bikeswww.estrelaebike.pt/en/info@estrelaebike.pt
Guar­daJust Gowww.justgoturismo.com/ebikes‑1turismodnatureza@gmail.com
Rad­ver­leih Ser­ra da Est­re­la, Cen­tro de Por­tu­gal Stand: 16.06.2023

Der Rei­se­füh­rer ist im Gegen­satz zu kon­ven­tio­nel­len Büchern unver­zicht­bar. Dies gilt vor allem für die­je­ni­gen, die das Frem­de erle­ben, sich auf die Umge­bung ein­las­sen wol­len. Denn er lis­tet nicht nur Adres­sen wie her­kömm­li­che Füh­rer auf. Der Rei­sen­de erklärt Kul­tur und Land­schaft, damit jeder sich als Urlau­ber rund­um wohlfühlt.

Der Rad­rei­se­füh­rer Ser­ra da Est­re­la soll­te also bei kei­ner Buch­emp­feh­lung feh­len. Denn es gibt nichts, was so gut auf­zeigt, was man in der Bei­ra Alta und im Cen­tro de Por­tu­gal alles machen kann. Wer Por­to und die Täler des Dou­ro ein­plant, soll­te einen Besuch hier nicht ver­säu­men. Hier fin­det man noch ori­gi­na­le por­tu­gie­si­sche Küche. Und Du kannst dort por­tu­gie­si­sches Design kau­fen. Und wenn Sie ein­mal da sind, rei­sen Sie auch preis­wert. Denn die Prei­se sind nied­ri­ger als zum Bei­spiel an der Küste.

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Jetzt im TV: von Porto bis Schweden

Jetzt im TV: von Por­to bis Schwe­den. Durch­strei­fen & Erle­ben ver­sorgt Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle die Län­der-Aus­wahl Deutsch­land, Frank­reich, Por­tu­gal, Schwe­den und Spa­ni­en. Wie­der­ho­lun­gen machen sich in die­ser Über­sicht bewusst rar. Denn vie­le von ihnen ste­hen schon in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Noch heu­te sträu­ben sich dem Rei­sen­den die Nacken­haa­re, wenn er “Wald­brand” hört. Er hat näm­lich nicht nur ein­fach Qualm vor einer Lan­dung in Faro vom Flug­zeug aus gese­hen. Die Wahr­neh­mung aus der Vogel­per­spek­ti­ve war schon beklem­mend genug. Als er aber 2017 mit dem Moun­tain­bike mona­te­lang im Nord­wes­ten der Ibe­ri­schen Halb­in­sel unter­wegs war, erleb­te er in der Nähe von Sant­ia­go de Com­pos­te­la einen gro­ßen Brand aus nächs­ter Nähe — in der Umge­bung von Sil­le­da. Er emp­fand Todes­angst. In die­sem Arti­kel könnt ihr gut nach­er­le­ben, wie sich Bike­pa­cker und Bevöl­ke­rung in einem Dorf fühl­ten. Doch wird ver­säumt, etwas für die Natur zu tun?

Naturschutz im Centro de Portugal

Mit Natur­schutz neh­men es die Por­tu­gie­sen ernst. Und auch die Spa­ni­er. Denn nur so kön­nen sie die Gefahr von Wald­brän­den erheb­lich min­dern. Der Rei­sen­de besuch­te mit dem Bio­lo­gen Antó­nio die “Faia Bra­va” in der Nähe von Cas­te­lo Rodri­go. Die­ser betreut das Natur­re­ser­vat im Cen­tro de Por­tu­gal mit einer Grup­pe Frei­wil­li­ger. Sie fors­ten das Gebiet auf, las­sen Tüm­pel wie­der auf­le­ben. Tie­re hal­ten das Gras nied­rig. In die­sem Are­al gab es einst Land­wirt­schaft. Heu­te leben dank der Maß­nah­men im Natur­schutz­ge­biet Greif­vö­gel wie Gei­er und Schlan­gen wie Vipern. Mal schau­en, was der Bei­trag „Vom Feu­er bedroht, Wald­brand in Por­tu­gal“ auf 3sat an Lösun­gen bietet.

Und was erwar­tet euch schon ab heu­te unter “Jetzt im TV: von Por­to bis Schweden”?


SaSoMiDoFr
Deutsch­land

Urlaub rund um Dort­mund, WDR, 20.15 UhrAus­ge­rech­net: Nord­see, WDR, 21.00 UhrDie Rück­kehr der Biber, arte, 17.50 UhrWil­der Rhein, arte, 17.50 Uhr
Frank­reich
Bor­deaux und Süd­wes­ten Frank­reichs, SWR, 16 Uhr

Frank­reich mild und wild, arte, 17.50 Uhr
Wil­des Elsass, arte, 18.30 Uhr

Por­tu­galPor­to, SWR, 17.00 Uhr

Vom Feu­er bedroht, Wald­brand in Por­tu­gal, 3sat, 23.15 Uhr
Schwe­den
Schwe­dens Seen­land, SWR, 20.15 Uhr


Spa­ni­enUnbe­kann­tes Mit­tel­meer, MDR, 13.15 Uhr



Schöns­te Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV
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Jetzt im TV: Burgen und Vögel

Jetzt im TV: Bur­gen und Vögel: Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Nur Deutsch­land, Frank­reich, Öster­reich und Spa­ni­en sind ab heu­te ver­tre­ten. Zu erklä­ren ist das mini­ma­lis­ti­sche Ange­bot wie schon zuvor mit dem brei­ten Sport­an­ge­bot wie Fuß­ball-Euro­pa­meis­ter­schaft und Tour de France. Es gibt auch eini­ge Wie­der­ho­lun­gen, die in die­ser Über­sicht nicht vor­han­den sind. Vie­le ste­hen in zuvor ver­öf­fent­lich­ten News­let­tern über die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm.

Burgen im Mittelalter und in der Neuzeit

Viel­ver­spre­chend sieht die arte-Doku über Bur­gen aus. Sehens­wert sind die Burg Vische­ring in Lüding­hau­sen sowie die Fes­tung Wil­helm­stein im Stein­hu­der Meer (1761–1667). Dies gilt unein­ge­schränkt auch für die Fes­tungs­stadt Almei­da (1296, 1641 umge­baut) im Cen­tro de Por­tu­gal. Der Rei­sen­de besuch­te Almei­da schon zwei­mal auf dem Weg nach Guar­da, der Haupt­stadt der Pro­vinz Bei­ra Alta, am Ran­de der Ser­ra da Est­re­la. Die Burg Vische­ring stammt aus dem Mit­tel­al­ter (1271). Sie ist noch eine rich­ti­ge Rit­ter­burg, wäh­rend die bei­den ande­ren neu­zeit­lich sind. So zeigt sich, wie sich Burg­be­sit­zer tech­ni­schen und stra­te­gi­schen Ver­än­de­run­gen in der Kriegs­füh­rung anpas­sen mussten.

Wäh­rend die Haupt­burg im Müns­ter­land noch rund und von einer meter­di­cken pin­ne gera­de ste­hen­den Ring­mau­er umge­ben ist, sind die Mau­ern Wil­helm­steins und Almei­das leicht schräg. Dies erschwer­te es, sowohl Lei­tern anzu­le­gen als auch sie mit Kano­nen­ku­geln in Trüm­mer zu legen. Denn wohl die meis­ten Kugeln prall­ten auf­grund des spe­zi­el­len Win­kels ab. Und die Fes­tun­gen am Stein­hu­der Meer und in Almei­da sind stern­för­mig ange­legt. So konn­ten Ver­tei­di­ger Angrei­fer von meh­re­ren Sei­ten beschie­ßen, nicht nur fron­tal von mit Wehr­gän­gen ver­bun­de­nen Mauern.

Genialer Baumeister Vauban

Die moder­ne Errich­tungs­wei­se stammt vom genia­len fran­zö­si­schen Bau­meis­ter Sébas­tien Le Prest­re, Sei­gneur de Vau­ban, der Lud­wig XIV. dien­te. So bis­sen sich selbst die napo­leo­ni­schen Trup­pen an der Fes­tung von Almei­da lan­ge die Zäh­ne aus. Bei einer lan­gen Bela­ge­rung ist es eine Fra­ge der Zeit, wer zuerst auf­gibt. Oft sind es Hun­ger und Durst, die die Ver­tei­di­ger in die Knie zwin­gen, wenn es nicht gelingt, Hil­fe von außen zu holen. Zum Glück wur­de Frank­reichs Gene­ral nach sei­nen ver­bre­che­ri­schen Kriegs­zü­gen durch fast ganz Euro­pa ver­bannt. Auf dem Wie­ner Kon­gress sorg­ten die Mäch­te für eine neue Frie­dens­ord­nung ohne revan­chis­ti­sche Züge. Davon kön­nen sich man­che Mäch­te nach 1815 und bis heu­te eini­ges abschneiden.

Buchempfehlung zu Burgen

Wer sich über die­sen Arti­kel und den arte-Bei­trag wei­ter mit Bur­gen befas­sen will, dem sei das schö­ne Buch von David Macau­ly emp­foh­len: Es stand einst eine Burg. Dies ver­mit­telt leben­dig die Bau­wei­se. Da Almei­da eine Fes­tungs­stadt ist, bie­tet sich qua­si dort in Hotels eine Über­nach­tung auf einer Burg. 

Gutes Gelin­gen beim Vor­be­rei­ten eurer Som­mer­tou­ren: Viel­leicht inspi­riert ja der SWR-Bei­trag zum Urlaub an der Schlei oder zum Urlaub in Anda­lu­si­en? Oder zu einem Wan­der­ur­laub in Rhein­land-Pfalz, falls es aus Aus­land­rei­sen wie der Rei­se in die Bre­ta­gne oder ins Elsass wie­der nichts wird. 

Der Rei­sen­de schaut selbst schon gebannt nach Frank­reich, Spa­ni­en und Por­tu­gal, ob neue Coro­na-Ver­ord­nun­gen sei­ne Recher­chen ab August durch­kreu­zen. Er drückt die Dau­men, dass ihr eure Urlaubs­plä­ne ein­hal­ten könnt und sich euer Umfeld vor­sich­tig ver­hält. Nun zur Aus­wahl der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Pro­gramm von Jetzt im TV: Bur­gen und Vögel.


SaSoMiDoFr
Deutsch­land
Bur­gen, arte, 20.15 UhrSom­mer an der Schlei, SWR, 15.45 Uhr

Wan­der­ur­laub in Rhein­land-Pfalz, SWR, 20.15 Uhr
Frank­reichNor­man­die, 3sat, 15.35 UhrElsass und Voge­sen, SWR, 20.15 Uhr


Öster­reich


Koh­le und Dampf, BR, 11.20 Uhr
Spa­ni­enIm Reich der Vögel, BR, 16.15 Uhr

Expe­di­ti­on Mit­tel­meer. Der Wes­ten, BR, 20.15 UhrAnda­lu­si­en, NDR, 20.15 Uhr

Die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm
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Jetzt im TV: skandinavische Hauptstädte

Jetzt im TV: skan­di­na­vi­sche Haupt­städ­te. Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Nor­we­gen, Öster­reich, Schwe­den und Spa­ni­en sind vertreten.

Viel­falt ist in der kom­men­den Woche im Pro­gramm zu erwar­ten, wenn es um Regio­nen, Städ­te und wie­der etwas um Geschich­te geht. Dabei rücken vor allem die skan­di­na­vi­schen Haupt­städ­te in den Fokus.

Kopenhagen über Sprachkurs kennenlernen

Kopen­ha­gen lern­te der Rei­sen­de sehr gut über einen Dänisch­kurs für Eras­mus-Stu­den­ten an der Uni­ver­si­tät ken­nen. Unbe­dingt zu emp­feh­len, da nicht nur kos­ten­güns­tig, son­dern es winkt auch die Per­spek­ti­ve, sich als Ein­woh­ner in die Haupt­stadt zu inte­grie­ren und nicht Tou­rist zu sein. Einer­seits tra­fen im kos­ten­güns­ti­gen Kurs Stu­den­ten aus aller Welt zusam­men. Wei­te­re Kur­se, die aber längst nicht so preis­güns­tig sind, ste­hen hier. Für schö­nes inter­na­tio­na­les Flair war gesorgt. Vie­le Teil­neh­mer wie­sen däni­sche Wur­zeln auf. Über Tref­fen wäh­rend des drei­wö­chi­gen Kur­ses lern­te der Rei­sen­de gut Bars der Stadt ken­nen. Das Buf­fet auf dem Cam­pus ist aber auch sehr lecker. 

Ande­rer­seits bot die Uni Besich­ti­gun­gen an wie etwa Fahr­ten durchs Hafen­be­cken. Und der Lehr­stoff ver­lock­te dazu, sich zum Bei­spiel die Klei­ne Meer­jung­frau anzu­schau­en. In Stock­holm und Oslo gibt es sol­che Kurs bestimmt auch. Dar­über lern­te der Rei­sen­de gut das Bil­dungs­we­sen ken­nen. Die­ses läuft in Däne­mark etwas anders. Ein Knül­ler war auf jeden Fall der bar­fuß unter­rich­ten­de Leh­rer Jep­pe. In einem deut­schen Semi­nar ist dies unvorstellbar.

Spanische Armada

Lehr­reich wird sicher ein Bei­trag über die spa­ni­sche Arma­da. Im Zuge einer Vor­be­rei­tung eines Arti­kels über die Ent­de­ckung der Neu­en Welt durch Pedro Álva­res Cabral las der Rei­sen­de, dass Por­tu­gal Spa­ni­en sei­ne Flot­te der Arma­da zur Ver­fü­gung stel­len muss­te. Dies war ein wich­ti­ger Grund für den Nie­der­gang des por­tu­gie­si­schen König­rei­ches. Denn eini­ge über­see­ische Besit­zun­gen konn­ten die Macht­ha­ber danach nicht mehr ver­tei­di­gen. Ande­re Mäch­te wie die Nie­der­lan­de konn­ten das Vaku­um für sich zum Bei­spiel in Asi­en nut­zen. Die­ser Aspekt kommt lei­der nicht im ansons­ten gut auf­ge­mach­ten Museu dos Des­co­bri­ment­os in Bel­mon­te am Ran­de der Ser­ra da Est­re­la zur Spra­che. Zen­tral sind im Cen­tro de Por­tu­gal See­fahrt, Kolo­ni­sa­ti­on und Bio­di­ver­si­tät. Auch gewinnbringend.

Viel Spaß beim Zuschau­en mit der Aus­wahl “Jetzt im TV: skan­di­na­vi­sche Hauptstädte”.


SaSoDiMiDoFr
Deutsch­land

Was­ser­bli­cke am Nie­der­rhein, WDR, 20.15 Uhr


See­stadt Radolf­zell, SWR, 20.15 Uhr
Däne­mark
Wil­des Däne­mark, arte, 12.05 Uhr


Kopen­ha­gen, ZDF, 23.00 Uhr
Frank­reich
Das Süd­elsass neu ent­deckt, MDR, 9.30 Uhr



Nor­we­gen

Wun­der­sa­mes Nor­we­gen, arte, 15.55 Uhr


Öster­reich


Ent­de­ckun­gen in Vor­arl­berg, 3sat, 13.15 Uhr

Vom Zil­ler­tal ins Ahrn­tal, 3sat, 14.00 Uhr


Schwe­den




Stock­holm, NDR, 21.15 Uhr
Spa­ni­enDie spa­ni­sche Arma­da, phoe­nix, 00.00 Uhr
Wil­des Spa­ni­en, Der atlan­ti­sche Nor­den, BR, 14.45 UhrSpa­ni­en – der wil­de Süden, BR, 11.20 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Jetzt im TV: Rheinsteig und Helgeland

Jetzt im TV: Rhein­steig und Hel­ge­land. Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Frank­reich, Nor­we­gen, Por­tu­gal und recht viel Schwe­den sind ver­tre­ten. Inseln, Kanä­le und Küs­ten ste­hen im Zentrum.

Komplizierter Rheinsteig

Kei­nes­wegs über­rascht ist der Rei­sen­de über die Wucht an deut­schen Rei­se­zie­len, müs­sen vie­le sich wohl vor­erst im Som­mer aufs Inland beschrän­ken. Aber es sind auch wirk­lich schö­ne Zie­le dar­un­ter wie das Sie­ben­ge­bir­ge vor den Toren Bonns. Der dort durch­lau­fen­de Rhein­steig sieht zwar harm­los aus, ist aber der stän­di­gen Auf- und Abstie­ge wegen nicht leicht. Es kom­men etli­che Höhen­me­ter zusam­men. Es gibt anfangs auch recht viel Wald. Des­halb kön­nen im Win­ter man­che Stre­cken rut­schig wer­den. Dafür ent­schä­di­gen Burg­rui­nen und schö­ne Aus­bli­cke zunächst bis ins Wacht­ber­ger Länd­chen und spä­ter bis zum Ahr­ge­bir­ge. Sehr ger­ne nutzt der Rei­sen­de die vie­len klei­nen Stei­gun­gen zwi­schen Quir­ren­bach und Him­berg für ein inten­si­ves Moun­tain­bike-Trai­ning. Das kann einen sogar vom Sie­ben­ge­bir­ge bis in den Wes­ter­wald füh­ren kann. Ein tol­les Kon­di­ti­ons­trai­ning auf dem Kapel­len­wan­der­weg, den er nur emp­feh­len kann.

Fahrrad in den Zug zum Polarkreis

Im Hel­ge­land in Nor­we­gen ist er auch schon gewe­sen. Ihn fas­zi­nier­te die Gegend, weil es die ers­te Rad­tour ins wil­de­re Nor­we­gen war. Mit dem Zug fuhr er von Oslo nach Mos­jøen, was er da schon umwelt­freund­li­cher emp­fand, als mit dem Flug­zeug. Außer­dem ist es beque­mer: Rad in die Fäh­re, Rad in den Zug. Kei­ne Mon­ta­ge vor und nach dem Flug. Es gibt eine tol­le Zug­ver­bin­dung bis her­auf nach Bodø. Die Bahn heißt jetzt nicht mehr Nor­we­gi­sche Staats­bahn, son­dern Vy. Wei­te Bli­cke über Fjor­de, gran­dio­se Natur. 

Als His­to­ri­ker fand er beson­ders eine klei­ne Aus­stel­lung in einem alten Bun­ker — in Hem­nes meint er — inter­es­sant, in der das Ver­hält­nis der Nor­we­ger in die­ser Regi­on mit Sol­da­ten der Wehr­macht dar­ge­stellt wur­de. Ein­hei­mi­sche nutz­ten die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Dar­ge­stellt wur­den auch Bio­gra­phien öster­rei­chi­scher und deut­scher Sol­da­ten, um zu zei­gen, wel­che Men­schen unter der Uni­form steck­ten. Er erin­nert sich an das Por­trät über einen Schmet­ter­lings­spe­zia­lis­ten. Und an das einen Deut­schen aus Ham­burg, der Selbst­mord beging, als er hör­te, dass sei­ne gesam­te Fami­lie im Feu­er umge­kom­men war. Die Alli­ier­ten bom­bar­dier­ten auf ver­hee­ren­de Wei­se die Stadt, was als Feu­er­sturm in die Geschich­te ein­ging. Mit den Pro­jekt­mit­ar­bei­tern im Hel­ge­land führ­te er ein sehr schö­nes Gespräch über die dama­li­ge Zeit, ohne Zorn und mit vie­len freund­schaft­li­chen Gefühlen.

Lustiges Minden

Emp­feh­len kann der Rei­sen­de auch einen Besuch Min­dens. Als er dort auf einer Weser­berg­land­tour durch­r­a­del­te, fand er nicht nur einen kunst­his­to­risch wert­vol­len Dom. Ihn belus­tig­ten im Knei­pen­vier­tel in der Ober­stadt frei her­um­lau­fen­de Hüh­ner. Dort hat­te der Hahn noch etwas zu sagen. Sobald er kräh­te, rann­ten die Hen­nen her­bei. Sie bega­ben sich mit dem Ober­haupt zu Stel­len, wo es noch bes­se­res Fut­ter gab. Viel­leicht sind sie jetzt noch dort anzutreffen.

Viel Spaß bei die­sem Spek­ta­kel und beim Zuschau­en via “Jetzt im TV: Rhein­steig und Helgeland”.


SaSoMoDiFr
Deutsch­land125 Jah­re Nord-Ost­see-Kanal. Phoe­nix, 15.45 Uhr

Sie­ben­ge­bir­ge, 3sat, 15.30 Uhr
Die Rhön, WDR, 20.15 UhrDas grü­ne Herz Leip­zigs, 3sat, 13.20 UhrMin­de­ner Land, WDR, 20.15 UhrDort­mund-Ems-Kanal, WDR, 20.15 Uhr
Frank­reichDie Rhô­ne. Von den Schwei­zer Alpen in die Cam­ar­gue, HR, 20.15 Uhr



Nor­we­genMagie der Fjor­de, RBB, 21.00 UhrFas­zi­nie­ren­des Spitz­ber­gen, Das Ers­te, 16.10 UhrMit­ter­nachts­son­ne am Nord­kap, Das Ers­te, 16.10 UhrGeheim­tipp Hel­ge­land, 3sat, 14.50 Uhr
Öster­reich




Por­tu­galZu Tisch… im Alen­te­jo, arte, 11.30 Uhr



Schwe­den


Schwe­dens West­küs­te, 3sat, 13.20 Uhr

Åland, Schwe­den im fin­ni­schen Schärengarten

TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Hundeleben in der Estrela

Hun­de­le­ben in der Est­re­la: Bis­her hat der Rei­sen­de noch nie ein Hun­de­bild gebracht. Eines einer Kat­ze schon. Das ist gut 1,5 Jah­re her, als er auf dem Jakobs­weg in Gali­ci­en und in Por­tu­gal radel­te. Eine jun­ge Kat­ze besuch­te ihn im Par­que Arri­bes del Due­ro, einer sehr schö­nen Land­schaft in Kas­ti­li­en-León. Sie war neu­gie­rig auf den Gast in der Pension. 

Jetzt arbei­tet er seit eini­gen Tagen die Bil­der der Rad­wan­de­rung durch Nord- und Zen­tral­por­tu­gal sowie Gali­ci­en auf. Davon reicht er heu­te einen klei­nen Hund nach. Ein Teil der Rad­wan­de­rung führ­te ihn mal wie­der durchs por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge: in die Ser­ra da Est­re­la. Wie es ihm dort erging, kannst Du hier in lose auf­ein­an­der­fol­gen­den Bei­trä­gen nach­le­sen. In dem gera­de ver­link­ten Bei­trag folg­te er in Bel­mon­te, einer hüb­schen Klein­stadt am Fuße des Gebir­ges, den Spu­ren von Pedro Álva­res Cabral. Der Ade­li­ge wuchs dort auf und ent­deck­te Brasilien.

Die meisten Hunde in Spanien und Portugal sind gut abgerichtet

Dort traf der Rei­sen­de den Hund. Er war nicht bis­sig. Wie auch: Mit der Ket­te am Hals. In Por­tu­gal und Spa­ni­en ist er noch nie von einem Hund gebis­sen wor­den. Die meis­ten grö­ße­ren Tie­re wie Schä­fer­hun­de lau­fen par­al­lel mit. Sie blei­ben aber auf ihrem Ter­rain. Denn sie sind gut abge­rich­tet. Sie sol­len nur Men­schen mit Gebell vom Betre­ten der Grund­stü­cke abhalten.

Eine Aus­nah­me bil­den klei­ne­re Hun­de, die in den Dör­fern frei her­um­lau­fen. Sie stel­len sich fron­tal auf, bel­len wie ver­rückt, wei­chen aber zurück, wenn man auf sie zugeht. Als Rad­ler braucht man sich also auf der Ibe­ri­schen Halb­in­sel nicht davor zu sor­gen, das Hun­de einen bei­ßen. Sei­ne Rei­fen sind auch immer heil geblieben.

Die­ses Tier lebt wie so vie­le ande­re auf einem Hof in einem Tal der Ser­ra da Est­re­la: in der Nähe des Dor­fes Cabe­ça. Sein treu­her­zi­ger Blick fes­selt. Oder lei­det er viel­leicht etwas unter der schwe­ren Ket­te? Weiß jemand, um wel­che Ras­se es sich han­delt? Eine her­aus­for­dern­de Rad­rou­te durch ziem­lich typi­sches Gebiet in der Umge­bung von Guar­da fin­dest Du übri­gens hier. Es geht zu Per­len unter den Dör­fern des Gebir­ges: Trin­ta und Vide­mon­te. Genug Was­ser und ener­gie­rei­che Nah­rung soll­te aber jeder dabei haben, auch wenn es um nicht ein­mal 40 Kilo­me­ter Rund­weg handelt.

Der bekann­tes­te Hund des Gebir­ges heißt nicht Deut­scher Schä­fer­hund, son­dern Cão da Ser­ra da Est­re­la. Auf Wiki­pe­dia erfährst Du mehr sein Hun­de­le­ben in der Ser­ra da Est­re­la, da sich der Rei­sen­de nicht näher mit ihm beschäf­tigt habe. Er hat noch nie einen Hund gehal­ten, nur Mon­go­li­sche Wüs­ten­renn­mäu­se und wei­ße Mäu­se. Es han­delt sich um einen Hir­ten­hund. Kein Wun­der bei den vie­len Scha­fen und Zie­gen, die die Bau­ern hier halten. 

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Die Serra da Estrela umspannend

Die Ser­ra da Est­re­la umspan­nend: Welch ein präch­ti­ger Baum! Dabei fal­len dem Rei­sen­den zuerst die Wor­te ein: die Ser­ra da Est­re­la umspan­nend. Erst eine hal­be Stun­de war es her, dass er das Hotel “Casa das Pen­has Dou­ra­das” ver­las­sen hat. In die­sem emp­feh­lens­wer­ten Design­ho­tel in Zen­tral­por­tu­gal ver­brach­te er die ers­te Nacht auf sei­ner Rund­rei­se durch die Ser­ra da Est­re­la auf fast 2000 Metern Höhe. Pen­has Dou­ra­das ist mit 1993 Metern Por­tu­gals höchs­ter Berg. Schon ab Herbst regis­triert man die­se Höhe. Nebel steigt auf. Der Wind pfeift, obwohl Por­tu­gal für West­eu­ro­pä­er so weit süd­lich liegt. 

Aus der Sicht der Por­tu­gie­sen liegt das Land aber in West­eu­ro­pa, nicht in Süd­eu­ro­pa. Die meis­ten von ihnen betrach­ten die Algar­ve nur als Anhang aus der ara­bi­schen Peri­ode. Im Win­ter liegt sogar Schnee hier. Daher ist die Ser­ra stets von einem Mythos umge­ben. Auf dem Gip­fel leben die Göt­ter. Dies ist eine anti­ke Vor­stel­lung, der José Sar­ra­ma­go in sei­nem Werk “Die por­tu­gie­si­sche Rei­se” nach­geht. Der kar­gen stei­ni­gen Bei­ra hat der Lite­ra­tur-Nobel­preis­trä­ger ein lesens­wer­tes Kapi­tel gewidmet.

Flora und Fauna in der Serra da Estrela

Im CISE in der Klein­stadt Seia gibt es eine schö­ne Dau­er­aus­stel­lung. Die­se geht auf Flo­ra und Fau­na des Gebir­ges ein. Zum Nach­le­sen fin­dest Du ein Kapi­tel dar­über im Rad- und Kul­tur­rei­se­füh­rer “Ser­ra da Est­re­la”. Ein­zel­ne All­tags­er­leb­nis­se, die auch nicht alle im Buch Platz gefun­den haben, hielt der Rei­sen­de im Tage­buch­stil fest. Die Berich­te kannst Du hier in loser Fol­ge nachlesen.

Zum Glück star­te­te der Rei­sen­de mei­ne zwei­wö­chi­ge Rund­tour im Mai. So küss­te ihn die gan­ze Zeit die Son­ne. Und die Tour war ohne Hin­der­nis­se zu bestrei­ten. Ein zwei­tes Mal war der Rei­sen­de danach im Novem­ber und Dezem­ber unter­wegs. Das Glück stand wie­der auf sei­ner Sei­te, da nur sel­ten Regen fiel. Für die Ein­hei­mi­schen ist dies natür­lich eine Belas­tung. Dür­re und damit Brän­de sind möglich.

Beeindruckende Farben und Formen

Auf sei­ner Expe­di­ti­on durch die Ser­ra da Est­re­la beein­druck­ten den Rei­sen­den rie­si­ge, durch die letz­te Eis­zeit, abge­run­de­te Fel­sen. Eben­so ver­lock­te der leuch­ten­de Gins­ter, der oft auf abge­holz­ten oder ver­brann­ten Flä­chen wächst, zu Fotos. Und eben die­ser präch­ti­ge Baum: den Him­mel umspan­nend. Er fand ihn bei der Abfahrt in die Täler der Ser­ra da Est­re­la am Stra­ßen­rand. Im Schat­ten ruht es sich gut bei der Wär­me des Tages. Auf dem Foto ist im Hin­ter­grund die Höhe der Ber­ge noch ganz gut zu erkennen.

Tipp: Du fin­dest nicht nur im Rei­se­füh­rer “Ser­ra da Est­re­la. Die hohen Ber­ge Por­tu­gals durch­strei­fen und erle­ben” gute Tipps. Auch Jour­na­lis­ten-Kol­le­gin Flo­ra Jädi­cke hat einen schö­nen Text über die Gegend geschrie­ben. Du fin­dest ihn hier. Und wer nach dem Hin­weis zum Design­ho­tel Inter­es­se an The­men wie Woh­nen & Ein­rich­ten hat, hat in Jour­na­lis­ten-Kol­le­gin Eve­lyn Stein­bach eine gute Adres­se. Viel Spaß beim Surfen!

Suchst Du sau­be­re und kla­re Gewäs­ser mit viel Natur für Dei­nen kom­men­den Urlaub? Im Som­mer kann sich der Rei­sen­de durch die Ser­ra da Est­re­la durch­aus wie im Back­ofen füh­len. Tem­pe­ra­tu­ren um die 40 Grad sind im Hoch­ge­bir­ge nicht selten.

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Sexy: ärmste Städte Portugals

Sexy: die zehn ärms­ten Städ­te Por­tu­gals. Ein nach die­sen Kri­te­ri­en zusam­men­ge­stell­ter Urlaub in Por­tu­gal, wäre mal eine ori­gi­nel­le Rei­se: Du kennst sicher auch Ran­kings, in denen die Orte des Lan­des nach bestimm­ten Kri­te­ri­en ermit­telt wer­den. Vor Jah­ren stell­te der Rei­sen­de sein Zelt in einem Dorf in einem Dorf irgend­wo in Mit­tel­schwe­den auf. Dabei spa­zier­te an ihm ein Paar vor­bei. Beim Gespräch stell­te sich her­aus, dass ich in einem der lang­wei­ligs­ten Orte Schwe­dens ange­kom­men war. Eine Zeit­schrift hat­te eine Rang­lis­te mit den lang­wei­ligs­ten Orten des Lan­des auf­ge­stellt, der das Paar folg­te. Die Mücken aber fan­den uns gar nicht lang­wei­lig, son­dern stürz­ten sich gie­rig auf uns. Den Namen des Ortes hat der Rei­sen­de lei­der vergessen.

In Por­tu­gal haben jetzt Jour­na­lis­ten ermit­telt, wel­che Orte die gerings­te Kauf­kraft besit­zen. Her­aus­ge­kom­men ist dabei: arm, aber sexy. Denn arm zu sein, heißt nicht unbe­dingt gleich häss­lich. Ein Autor des sehr guten Maga­zins Vor­tex hat die Top Ten der Städ­te zusam­men­ge­stellt, die zugleich tou­ris­tisch attrak­tiv sind. 

Vor­tex ist für den Rei­sen­den das bes­te Por­tal, was Rei­sen mit Hin­ter­grund angeht. Geo Sai­son oder Norr kön­nen bei wei­tem nicht mit­hal­ten. Der Ver­fas­ser erläu­tert die Geschich­te der Städ­te und fin­det, dass die Orte tou­ris­tisch sehens­wert sind. Auf Platz 6 bis zehn lie­gen Pen­al­va do Cas­te­lo, Vin­hais, Resen­de, Ribei­ra de pena und Baião. Wer aber die Top 5 sind, erfährst Du hier.

Wür­de dies doch auch so bei uns mit den ärms­ten Städ­ten zutref­fen: Sexy: die zehn ärms­ten Städ­te Deutsch­lands oder der Schweiz. Was wäre das für eine Schlag­zei­le: Duis­burg, arm, aber sexy.

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Düstere Inquisition in Portugal

„Geheim­nis­vol­les zu erfor­schen, ist span­nend“, sagt Gra­ça. Erst tausch­te sie ihr Leben als Betriebs­wir­tin in Lis­sa­bon gegen das einer Pen­si­ons­wir­tin in der Klein­stadt Caria ein. Dann begann sie, gehei­me reli­giö­se Kul­te der Juden wäh­rend der Inqui­si­ti­on zu erfor­schen. Die Inqui­si­ti­on wur­de beson­ders hart unter der Regent­schaft der katho­li­schen Köni­ge Fer­nan­do und Isa­bel­la von Kas­ti­li­en durch­ge­führt. Vie­le Juden flo­hen aus Spa­ni­en ins benach­bar­te Por­tu­gal. Dem Druck letzt­lich beu­gen muss­ten sich schließ­lich auch die zunächst der Juden­ver­fol­gung gar nicht auf­ge­schlos­se­nen por­tu­gie­si­schen Regen­ten. Denn ade­li­ge und bür­ger­li­che Grup­pen peitsch­ten sie immer wie­der auf — haupt­säch­lich aus Neid. So ent­wi­ckel­te sich auch die düs­te­re Inqui­si­ti­on in Por­tu­gal. Auch im Cen­tro de Portugal.

Wer von den Juden nicht schon zuvor nach Nord­afri­ka aus­ge­wan­dert war, tat es jetzt. Dort nah­men die mus­li­mi­schen Herr­scher sie ger­ne auf. Denn sie konn­ten ihre wirt­schaft­li­chen und hand­werk­li­chen Fähig­kei­ten gut für ihre eige­nen Rei­che gebrau­chen. Wer nicht von der Ibe­ri­schen Halb­in­sel flie­hen konn­te oder woll­te, nahm zwar äußer­lich den christ­lich Glau­ben an. Zuhau­se aber führ­ten sie ihre Kul­te im Ver­bor­ge­nen heim­lich weiter.

Eng mit Gra­ça zusam­men arbei­te­te der Archi­tekt Miguel aus Figuei­ra de Cas­te­lo Rodri­go. Bei­de foto­gra­fier­ten und doku­men­tier­ten Häu­ser und Emble­me im Juden­vier­tel. Gera­de in Caria ist mehr aus der Zeit der Juden übrig geblie­ben, als in ande­ren Orten wie in Bel­mon­te oder in der Distrikt­haupt­stadt Guar­da.

Die wich­tigs­ten Ergeb­nis­se hat Durch­strei­fen & Erle­ben im You­Tube-Video “Gehei­me Kul­te im Ver­bor­ge­nen” doku­men­tiert. Gra­ça erzählt, wie Por­tu­gie­sen heu­te mit dem dunk­len Kapi­tel in ihrer Geschich­te umge­hen. Man ste­he erst am Anfang, die­ses auf­zu­ar­bei­ten. Es gebe hier und da Wider­stand dage­gen, weil dies als läs­tig emp­fun­den werde.

Neues jüdisches Leben in Belmonte

Der Initia­ti­ve der bei­den ver­dankt die Klein­stadt am Ran­de der Ser­ra da Est­re­la, dass Tou­ris­ten, gar aus Bra­si­li­en und Isra­el, ein ein­zig­ar­ti­ges jüdi­sches Erbe vor­fin­den. Man­che Tou­ris­ten wol­len ein­fach nur Por­tu­gal ent­de­cken, auf dem Jakobs­weg von Por­to nach Sant­ia­go pil­gern. Ande­re bege­ben sich auf die Spu­ren ihrer nach Über­see aus­ge­wan­der­ten Vor­fah­ren. Dies gibt es mehr, als man so in Euro­pa wahr­nimmt, wie der Rei­sen­de es auf Sol­da­ten­fried­hö­fen in Nord-Pas-de-Calais herausfand.

Doku­men­tiert wird die jüdi­sche Geschich­te im Nach­bar­ort Bel­mon­te. Dort gibt es ein jüdi­sches Muse­um. Besu­cher fin­den dort neben his­to­ri­schen Abhand­lun­gen lit­ur­gi­sche Gerä­te aus Fami­li­en­be­sitz vor. Aller­dings lohnt sich ein Besuch nicht. Lit­ur­gi­sche Gerä­te wie Kan­de­la­ber oder Gefä­ße zum Ver­tei­len von Weih­rauch sind jetzt nicht wirk­lich unbe­kannt. Und Hin­ter­grund­wis­sen wie Ursa­chen der Ver­fol­gung sind nicht umfas­send dar­ge­stellt. So ver­lässt der Rei­sen­de das Muse­um ohne neu­en Erkenntnisse.

Erfreu­li­cher­wei­se ist es gelun­gen, im 20. Jahr­hun­dert jüdi­sches Leben im Ort wie­der auf­zu­bau­en. Neue Bewoh­ner sind nach Bel­mon­te gezo­gen, wohl auch in der Hoff­nung, dass sich die düs­te­re Inqui­si­ti­on in Por­tu­gal nicht wiederholt.

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Glamping in Portugals Bergen

Glam­ping in Por­tu­gals Ber­gen: Suchst Du noch ein aus­ge­fal­le­nes Urlaubs­ziel? Dann besu­che die Ser­ra da Gar­dun­ha. Die größ­te Stadt dort ist Fun­dão im Distrikt Cas­te­lo Bran­co. Der Rei­sen­de hat sich dort den Luxus-Cam­ping­platz “Natu­ra Glam­ping” ange­schaut. In einem kur­zen Video über den Cam­ping­platz kannst Du Dir jetzt selbst einen Ein­druck von ihm verschaffen.

Gefun­den hat er die­se Loca­ti­on wäh­rend sei­ner Rad­rei­se durch die Ser­ra da Est­re­la. Sei­ne Freun­din erzähl­te ihm davon, da ihr Woh­nungs­nach­bar in Guar­da die­se betreibt. Gesagt, getan. Span­nen­de Desti­na­tio­nen lässt der Rei­sen­de nie aus, so wie er er auch Mona­te davor schon die wei­te Anfahrt mit dem Rad zu einem Baum­haus­ho­tel in Norr­bot­ten auf sich nahm. Dafür radel­te er weit in den Nor­den Schwe­disch-Lapp­lands, nach­dem er in einer Lokal­zei­tung davon gele­sen hat­te. Das war hier aber nicht nötig. Denn sei­ne Freun­din besaß ein Auto. Mit dem ließ er sich zur Abwechs­lung mal bequem hin­fah­ren. Ihre wag­hal­si­ge Fahrt durch enge Alt­stadt­gas­sen trieb ihm den Angst­schweiß auf die Stirn. Übung macht die Meis­te­rin. Ob in baye­ri­schen Alpen­tä­lern Ein­hei­mi­sche ähn­lich unter­wegs sind?

Region bekannt durch Kirschen

Das Ehe­paar, das das Glam­ping-Ange­bot auf­ge­baut hat, macht einen sym­pa­thi­schen Ein­druck. Es hat durch­aus etwas gewagt, denn hier han­delt es sich um eine Exis­tenz­grün­dung. Aber Glam­ping-Ange­bo­te gibt es nicht vie­le im Cen­tro de Por­tu­gal, noch dazu nicht im Distrikt Cas­te­lo Bran­co. Die Gegend ist Por­tu­gie­sen in ers­ter Linie als wich­ti­ges Obst­an­bau­ge­biet bekannt. Bei der Anfahrt fal­len Lei­tern in Fun­dão auf, die Land­ar­bei­tern bei der Ern­te von Kir­schen hel­fen. Daher ver­wun­dert es nicht, dass der Rei­sen­de als Prä­sent eine gro­ße Kis­te mit Kir­schen erhielt.

Wei­ter­ge­hen­de Infos in Form einer Repor­ta­ge des Rei­sen­den “Zu Gast im Luxus­zelt” fin­dest Du in der Aus­ga­be des Spe­cial-Inte­rest-Maga­zins “Glam­ping — Life­style in Natur”. Das Maga­zin ist in jeder gut sor­tier­ten Buch­hand­lung zu fin­den. Die Aus­ga­be erscheint am 9. Dezem­ber 2016.

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