Baden in der Serra da Estrela I

Suchst Du sau­be­re und kla­re Gewäs­ser mit viel Natur für Dei­nen kom­men­den Urlaub? Im Som­mer kann sich der Rei­sen­de durch die Ser­ra da Est­re­la durch­aus wie in einem Back­ofen füh­len. Tem­pe­ra­tu­ren um die 40 Grad sind im Hoch­ge­bir­ge nicht sel­ten. Die Redak­ti­on des por­tu­gie­si­schen Maga­zins Vor­tex emp­fiehlt zum Baden in der Ser­ra da Est­re­la vie­le Bade­stel­len an Flüs­sen – pra­ia flu­vi­al auf Por­tu­gie­sisch – in der Umge­bung der Distrikt­haupt­stadt Guar­da sowie der grö­ße­ren Städ­te Sabu­g­al, Seia und Covil­hã. Eini­ge Bade­stel­len sind weit­ge­hend natur­be­las­sen, ande­re bie­ten Kom­fort für Besucher.

Rio Mondego

Der längs­te Fluss zum Baden in der Ser­ra da Est­re­la ist der Rio Mon­de­go. Er ent­springt in der Nähe von Guar­da in der Ser­ra da Mal­ca­ta. Von dort fließt er bis zum Atlan­tik. Bei Aldeia Viço­sa gibt es einen net­ten Bade­platz am Fluss auf zwei Hekt­ar Flä­che. Ein­ge­rich­tet sind Gas­tro­no­mie, Schat­ten spen­den­de Rasen­flä­chen, ein Spiel­platz für Kin­der. Ich selbst ken­ne die­sen Platz nicht. 

Dafür hat mich bei mei­nen Rad­aus­flü­gen der Fluss­strand von Lori­ga bei Seia begeis­tert. Der Autor beschreibt ihn als „Hei­lig­tum der Natur­lieb­ha­ber“. Er wei­se eine Atmo­sphä­re der Ruhe und Gelas­sen­heit auf. Und jetzt auf­ge­passt: Der Platz liegt im Glet­scher­tal von Lori­ga. Wäh­rend der letz­ten Eis­zeit waren auch hohe Ber­ge in Por­tu­gal vom Eis bedeckt. In die Täler reich­te die kal­te Pracht aller­dings nicht. Hier bie­tet es sich also nicht nur an, zu baden, son­dern auch zu wan­dern und dabei viel­leicht das eine oder ande­re Aben­teu­er zu erle­ben. Mit etwas Glück siehst Du Adler oder Gei­er oder triffst noch sel­te­ner die Stülp­na­sen­ot­ter, eine scheue Viper. 

Gut neun Kilo­me­ter von Seia ent­fernt liegt die Pra­ia Flu­vi­al de Vila Cova á Coel­hei­ra am Rio Alva. Die Land­schaft soll geho­be­ne Qua­li­tät auf­wei­sen, nicht zuletzt wohl auch durch die schö­ne alte Römerbrücke.

Lapa dos Dinheiros

Eben­falls im Ein­klang mit der Natur befin­det sich der­je­ni­ge, der den Fluss­strand von Lapa dos Din­hei­ros auf­sucht. Er liegt an der Ribei­ra da Cani­ça, einem Neben­fluss des Flus­ses Alva. Ich besuch­te ihn auf einer mei­ner Rad­tou­ren durch die Ser­ra. Dabei freu­te mich, dass mir mit Lusi­ta­na eine Ein­hei­mi­sche die­ses Klein­od zeig­te. Ohne sie hät­te ich den Ort nie gefun­den. Denn er liegt abge­le­gen auf einer Anhö­he. Noch viel ver­steck­ter als der Bade­platz liegt ein idyl­li­scher Was­ser­fall inmit­ten eines Dickichts aus Kas­ta­ni­en­bäu­men. Ein schma­ler Pfad führt dort­hin. Lei­der nicht gese­hen habe ich dort das Loch von Mou­ra, das ein natür­li­ches Höh­len­sys­tem aus dem Gra­nit der Gegend bil­det. Dar­in soll es Säle und Gale­rien zum Besich­ti­gen geben. Aber man fährt ja nicht nur ein­mal in die Ser­ra da Estrela.

Mir auch noch unbe­kannt hin­ge­gen ist die Bade­zo­ne von San­do­mil am Fluss Alva. Dort wach­sen sogar Erlen und Pla­ta­nen. Die Ser­ra da Est­re­la ist also nicht unwirt­lich, son­dern ver­fügt, wie man bis­her sehen konn­te, über recht viel Was­ser in ihrem vom Kon­ti­nen­tal­kli­ma bestimm­ten Gebiet. Dort gibt es auch Imbis­se, wo man als Tou­rist sicher mal regio­na­le Küche pro­bie­ren kann.

Auch noch nicht ken­nen gelernt habe ich den Fluss­strand von Val­helhas. Er soll eine hohe Was­ser­qua­li­tät auf­wei­sen, so dass er mit der Blau­en Flag­ge aus­ge­zeich­net wur­de. Gespeist wird er von einem mei­ner Lieb­lings­flüs­se, dem Rio Zêze­re. Die­ser ent­springt ober­halb des alten Woll­we­ber­or­tes Mantei­gas. Ich mag ihn daher, weil er mun­ter wie ein Alpen­fluss über die Stei­ne springt. Es gibt sogar Strom­schnel­len an man­chen Stel­len. Der Bade­platz soll etwas ver­steckt lie­gen. Aber es gibt dort sogar einen Cam­ping­platz, auf dem Rad­fah­rer ihr Zelt auf­stel­len können. 

Auch Wasserfälle und Seen gibt es

Wer nicht nur ein Fai­ble fürs Baden, son­dern auch für Tie­re hat, soll­te den Was­ser­fall von Poço da Bro­ca auf­su­chen. Er befin­det sich in der Ribei­ra de Alvô­co in der klei­nen Aldeia de Bar­rio­sa bei Vide. Dort leben unter ande­rem Was­ser­am­seln, Rei­her und Fisch­ot­ter. Er liegt im extre­men Süd­wes­ten der Ser­ra da Estrela. 

Nicht aus­las­sen soll­ten Besu­cher den Ort Unhais da Ser­ra. Dort gibt es eine Ther­mal­quel­le, derer sich vie­le ein­hei­mi­sche Tou­ris­ten seit Jah­ren erfreu­en. Sie las­sen sich in der medi­zi­ni­schen Abtei­lung eines gro­ßen Sport­ho­tels gegen Erkran­kun­gen behan­deln. Aber dort liegt auch ein im Jah­re 2010 ein­ge­rich­te­ter Fluß­strand. Ein­ge­bet­tet in Hotels und Luxus­re­stau­rants, geschmückt durch ver­schie­dens­te Vege­ta­ti­on und Land­schaft, soll die­ser Strand alles zur Ver­fü­gung stel­len, was man bei einem Aus­flug so braucht. Der Ver­fas­ser schreibt von einer Infra­struk­tur mit hoher Qua­li­tät. Dort gebe es eine moder­ne Bar und Rasen, auf dem man sein Hand­tuch aus­brei­ten kön­ne, um das gute Wet­ter zu genießen.

Vor­tex emp­fiehlt auch einen Aus­flug zum See im Vale do Rossim. Die­sen ken­ne ich auch noch nicht. Dort gebe es zwar kei­nen Sand, Lie­ge­stüh­le und Son­nen­schir­me, denn er lie­ge zwi­schen Fel­sen und Vieh­wei­den. Das Feh­len sol­cher Annehm­lich­kei­ten wer­de durchs wil­de Ambi­en­te aus­ge­gli­chen. Dies sei ide­al für den­je­ni­gen, der ein wil­des Refu­gi­um im Gebir­ge suche. Und mit 22 Grad springt man nicht in einen eis­kal­ten Gebirgs­see. Na, wenn das nichts ist. Der Fluss­strand des Vale do Rossim zählt zu einem der „sie­ben Wun­der von Por­tu­gal“. Und das inmit­ten eines Hochgebirges. 

Wel­che Strän­de die Vor­tex-Redak­ti­on Dir noch emp­fiehlt, erfährst Du hier im zwei­ten Teil.

Fort­set­zung folgt.

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