Kostbare Mosaiken auf Zypern

Die Einladung nach Zypern kam überraschend. So weit östlich war ich bis dahin noch nicht in den Mittelmeerraum vorgedrungen. Ich will auf jeden Fall mal einen Rad- und Kulturreiseführer über die Insel schreiben. Doch daran denke ich erst jetzt nach meiner Ankunft, als ich auf dem Weg ins Hotel zwei Radfahrer mit Gepäck sehe.

Aber noch in Bonn verlockten mich erstmal versprochene Einblicke in die Welt der Antike. Und jetzt stehe ich im Archäologischen Park Pafos zwischen Ruinen, nachdem ich vormittags schon ein hervorragend erhaltenes antikes Theater besuchen durfte. In der Nähe rauscht das Meer. Die meisten ausgegrabenen Stücke stammen aus der römischen Zeit, in der die Insel zum Römischen Reich gehörte. Besonders begehrten die Römer das hier vorhandene Kupfer. Die Insel war aber auch der strategischen Lage wichtig. Denn über sie führten viele Seewege.

Die Mosaiken in den römischen Villen sind erstaunlich gut erhalten. Sie befinden sich auf den Fußböden und zeugen von einem angenehmen Leben. Die dargestellten Personen stammen aus der griechischen Mythologie. Ich erkenne zum Beispiel den Weingott Dionysios. Die einen erfreuen sich an Wein und Musik. Die anderen an Jagd, wieder andere an exotischen Tieren aus Afrika. Fast am Ende der Runde durch das Gelände gelange ich ans Meer. Die Sonne geht plastisch unter. So dreidimensional habe ich das zuvor noch nie gesehen. Unser deutschsprachiger Führer erklärt mir, dass es an der Nähe des Äquators liegt.

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