Jetzt im TV: kalt und heiß

Jetzt im TV: kalt und heiß. Durch­strei­fen & Erle­ben belie­fert Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle nur eine klei­ne Län­der-Aus­wahl: Meis­tens Deutsch­land, aber auch Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Schwe­den und Spa­ni­en sind ab heu­te ver­tre­ten. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht kaum vor­han­den. Vie­le von ihnen ste­hen schon in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Doku über Liza Marklunds Stockholm

Eine inter­es­san­te Per­spek­ti­ve auf Stock­holm ver­spricht die Doku mit Schrift­stel­le­rin Liza Mar­klund. Gera­de erst hat der Rei­sen­de ihren lesens­wer­ten Kri­mi „Stu­dio 6“ gele­sen. Dar­in spielt die Jour­na­lis­tin Anni­ka Bengt­zon die Haupt­rol­le. Ver­filmt wur­de der leben­di­ge Stoff auch schon. Gezeigt wird nicht nur der auf Medi­en las­ten­de Druck, immer etwas Neu­es lie­fern zu müs­sen, son­dern es ergibt sich auch ein guter Ein­blick in die weib­li­che Psy­che. Die Erzäh­le­rin schil­dert zum Bei­spiel die Bezie­hung mit Anni­kas Ver­lob­ten. Die­se liegt man­chen ihrer Ent­schei­dun­gen zu Grunde.

Stock­holm selbst begeg­net dem Leser im Pro­log als hei­ße Stadt im Som­mer, wor­un­ter vie­le Men­schen lei­den. Die Stadt erscheint auch als respekt­los in den Augen einer Neben­per­son. Denn die Toten­ru­he wird auf einem Fried­hof gestört. Aber ihr Hund hetzt selbst ein Eich­hörn­chen, ohne dass sie ein­schrei­tet. Dann fin­det sie eine Lei­che. Als Gegen­bild baut die Erzäh­le­rin die Per­spek­ti­ve Bengt­zons auf. Sie sieht den son­nen­durch­flu­te­ten Rålamb­s­hov­park, glit­zern­des Was­ser der Rid­darf­jär­den und sogar zwei Wind­sur­fer. Auch ihr beglei­ten­der Foto­graf ver­weist auf einen schö­nen Som­mer. Doch dann nimmt das Tem­po zu, sobald sie am Tat­ort ein­trifft. Anni­kas Per­spek­ti­ve ändert sich. Am Ende des Romans nimmt die Hand­lung eine über­ra­schen­de Wen­dung, die sich nicht in Stock­holm, son­dern an ihrem Hei­mat­ort ereignet.

Schnell vernetzt durch Einheimische

Roma­ne und Füh­run­gen von Ein­hei­mi­schen ver­wen­det der Rei­sen­de selbst ger­ne in sei­nen Arti­keln. Es hilft, vom eige­nen engen Fokus weg­zu­kom­men. Ein sehr guter Autor beob­ach­tet die Umge­bung viel genau­er, als der Rei­sen­de es an einem Tag oder in einer Woche vor Ort leis­ten kann. 

Und Ein­hei­mi­sche kön­nen den Rei­sen­den schnell ver­net­zen. Von den Impul­sen und Per­spek­ti­ven der aus­ge­wähl­ten Bewoh­ner haben sei­ne Leser mehr, als wenn er einen kon­ven­tio­nel­len Rei­se­füh­rer abar­bei­tet und nur eige­ne Ein­drü­cke schil­dert. Ein kon­ven­tio­nel­ler Füh­rer ent­hält oft all­ge­mei­ne Infos. Die­se kann jeder leicht im Netz abru­fen. Ein Sän­ger führt durch Umeå in Väs­ter­bot­ten, ein Gale­rist durch Aar­hus, die Tan­te eines Hotel­be­sit­zers durch ein lan­ges Tal in der Ser­ra da Est­re­la in Zen­tral­por­tu­gal. Ein Band über eine Besich­ti­gung Stock­holms und wo man zum Bei­spiel gute Sou­ve­nirs in Stock­holm ergat­tern kann, ist natür­lich auch angedacht. 

Es ist also nun eini­ges von Liza Mar­klund zu erwar­ten. Die­se stammt übri­gens nicht aus Stock­holm. Sie wuchs in Pål­mark bei Piteå in Norr­bot­ten auf.

Abon­nen­ten erwar­tet jetzt im TV: kalt und heiß.


SaSoMoMiDoFr
Deutsch­land
Wan­dern im Pfäl­zer­wald, SWR, 16.00 Uhr

Schorf­hei­de in Bran­den­burg, Jagd­ge­biet der Mäch­ti­gen, Phoe­nix, 20.15 UhrWie Tul­la den Rhein begra­dig­te, arte, 20.15 UhrOst­see­rad­weg Meck­len­burg, NDR. 20.15 Uhr

Die Lahn, SWR, 20.15 Uhr
Frank­reichRei­se Nor­man­die, 3sat, 05.30 Uhr

Die Rhô­ne, Phoe­nix, 15.45 Uhr





Öster­reich
Donau, Von Pas­sau bis Wien, NDR, 20.15 Uhr



Schwe­denLiza Mar­klund, Mein Stock­holm, 3sat, 01.30 Uhr




Spa­ni­enKünst­ler im Knast, Mei­nungs­frei­heit in Spa­ni­en gefähr­det, arte, 19.40 Uhr

Spa­ni­ens wil­der Süden, 3sat, 21.00 Uhr


Aus­wahl der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV
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Jetzt im TV: Vendée bis Västerbotten

Jetzt im TV: Ven­dée bis Väs­ter­bot­ten. Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Por­tu­gal, Schwe­den und Spa­ni­en sind vertreten.

Viel­falt ist in der kom­men­den Woche im Pro­gramm zu erwar­ten, wenn es um Natur und Kuli­na­rik, aber auch um Lite­ra­tur geht. Frank­reich wird durch den SWR beson­ders ins Zen­trum gerückt wie die Ven­dée. Noirm­ou­tier ist eine der wich­tigs­ten Inseln in der Regi­on, ver­fügt sie doch über eine lan­ge Tra­di­ti­on der Salz­ge­win­nung. Der Rei­sen­de schau­te sich dort ein aus­ge­klü­gel­tes Sys­tem an, bei dem über Kanä­le Was­ser in Bas­sins läuft. Dort wird die Salz­blu­me gewon­nen, die Gour­mets als Deli­ka­tes­se gilt. 

Zu emp­feh­len ist auf jeden Fall nicht nur ein Besuch, son­dern auch die Lek­tü­re des anti­qua­risch zu erhal­ten­den Buches „Ven­dée“ von Fried­rich Sieburg. Der Jour­na­list ist auch bekannt als lang­jäh­ri­ger Kor­re­spon­dent der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung. Wer das Buch gele­sen hat, ist gut auf die Gegend eingestimmt.

Unterwegs im hohen Norden

Erwar­tun­gen weckt auch „Unter­wegs im hohen Nor­den“ auf phoe­nix. Der Rei­sen­de erin­nert sich bei die­sem Titel an sei­ne ers­te Rad­rei­se durch Süd­schwe­den. Er war allei­ne unter­wegs, hat­te gera­de das leb­haf­te Däne­mark ver­las­sen und mach­te sich auf den Weg, die West­küs­te inklu­si­ve Bohus­län bis Troll­hätt­an zu erkun­den. Es ist kaum nach­voll­zu­zie­hen, wie ein­sam er sich im hohen Nor­den fühl­te, such­te er doch spä­ter bevor­zugt noch viel ein­sa­me­re Gegen­den auf. Drei Mona­te umkreis­te er etwa den Polar­kreis, nch­dem er mit dem Rad von Mora am Sil­jan­see gestar­tet war. Von dort fuhr er nach Umeå, dann nach Bodø vor dem Lofot und zurück über Trond­heim zurück nach Dalar­na. Eine Teil­stre­cke hat er im Rei­se­füh­rer „Väs­ter­bot­ten Land der Aben­teu­er“ aufgearbeitet.

Viel Spaß nach dem Ein­schal­ten des Fern­se­hers bei “Jetzt im TV: Ven­dée bis Västerbotten”.


SaSoMoMiFr
Deutsch­land


Som­mer auf der Weser, WDR, 15.00 Uhr
Durch die Pfalz, HR, 20.15 Uhr

Traum­zie­le in Bay­ern, HR, 21.00 Uhr
Däne­markDäne­mark, Stadt, Land, Kunst, Arte, 9.20 Uhr



Frank­reichNoirm­ou­tier, Stadt, Land, Kunst, Arte, 8.40 Uhr

Wil­des Frank­reich, SWR, 14.45 Uhr

Côte Bleue, SWR, 16.15 Uhr

Niz­za, da will ich hin, SWR, 17.00 Uhr
Kampf um Frank­reichs Schät­ze, Phoe­nix, 14.45 Uhr

Durch die Schluch­ten des Zen­tral­mas­sivs, BR, 11.12 Uhr
Öster­reich


Nie­der­ös­ter­reich, NDR, 20.15 Uhr

Por­tu­galPor­tu­gal lesen! 3sat, 19.20 Uhr



Schwe­den
Bären­ban­de, In Skan­di­na­vi­ens Wäl­dern, HR, 20.15 UhrUnter­wegs im hohen Nor­den, Phoe­nix, 16.15 Uhr

Spa­ni­en
Berg­welt Mal­lor­cas, HR, 12.45 UhrViva Mal­lor­ca, SWR, 15.30 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Schwedischer Dichter Enquist gestorben

Schwe­di­scher Dich­ter Enquist gestor­ben: Bestürzt las der Rei­sen­de gera­de die­se Nach­richt in der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen über den Tod des schwe­di­schen Dich­ters. Der Rei­sen­de hät­te den groß­ar­ti­gen Schrift­stel­ler ger­ne ken­nen­ge­lernt. Sei­ne scharf­sin­ni­gen Wer­ke beein­dru­cken ihn, wie vor allem sei­ne Auto­bio­gra­phie “Ein ande­res Leben”. Die­se erschien 2011 in Deutsch­land beim Han­ser-Ver­lag. Enquist ist ein Zweif­ler. Er meint, dass objek­tiv erschei­nen­de Fak­ten leicht zu mani­pu­lie­ren sei­en. Selbst ans vie­len Schwe­den wich­ti­ge Prin­zip der Soli­da­ri­tät glaubt er nicht. Dies lässt der Ver­fas­ser in sei­nen Wer­ken “Der Sekun­dant” (1971) und “Ein ande­res Leben” (2009) deut­lich durchblicken.

In sei­nem Kul­tur­rei­se­füh­rer „Väs­ter­bot­ten Land der Aben­teu­er“ befasst sich der Rei­sen­de mit Lite­ra­tur über und aus Nord­schwe­den. Enquist ist kein Ein­zel­fall für gute Lite­ra­tur aus Schwe­den: Allein aus sei­ner Hei­mat weit nörd­lich lie­gen­den Land­schaft Väs­ter­bot­ten stam­men 50 der heu­te bekann­tes­ten moder­nen Erzäh­ler Schwe­dens. Zu ihnen zäh­len zum Bei­spiel auch Sara Lid­man und Torg­ny Lindgren.

Enquist nicht einzig guter schwedischer Autor

Lid­man starb schon vor län­ge­rer Zeit im Jah­re 2004 in Umeå. Auf die Welt kam sie im Dorf Mis­senträsk. Das bekann­tes­te Werk der poli­tisch links ste­hen­den Autorin “Das Teer­tal” erschien 1953 in Schwe­den, dann 1967 auf Deutsch beim Reclam Ver­lag. Es behan­delt das Leben der Klein­bau­ern in einer Moor­land­schaft Väs­ter­bot­tens. Was auch immer geschieht: Das Leben der Bau­ern liegt in Got­tes Hand.

Lind­gren starb wie Enquist erst kürz­lich im Jah­re 2017 in Nors­jö. Sein bekann­tes­tes Werk heißt “Der Weg der Schlan­ge”. Es erschien 2001 auf Deutsch beim Auf­bau Ver­lag. Der Ver­fas­ser schil­dert das Schick­sal einer Fami­lie in einer lebens­feind­li­chen Umge­bung. Der Rei­sen­de inter­view­te ihn im Rei­se­füh­rer über Väs­ter­bot­ten — auf Deutsch! Enquists, Lid­mans und Lind­grens Roma­ne stel­len die meis­ten in Deutsch­land bekann­te­ren Kri­mis der ver­gan­ge­nen zwan­zig Jah­re von Hen­ning Man­kell bis Liza Mar­klund in den Schat­ten. Durch­strei­fen & Erle­ben ver­neigt sich vor dem groß­ar­ti­gen Schrift­stel­ler Per Olov Enquist. Schwe­di­scher Dich­ter Enquist gestor­ben. Schwe­den ist jetzt um eine wich­ti­ge Stim­me stiller.

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Dinner auf dem Meeresgrund

Unge­wöhn­lich ist das Pro­jekt — ein ins Meer ver­senk­tes Restau­rant ent­steht zur­zeit an der nor­we­gi­schen Süd­küs­te. In Båly, gut 80 Kilo­me­ter west­lich von Kris­ti­an­sand, kön­nen Gäs­te im “Under” wäh­rend des Essens auf den Mee­res­grund schau­en und hof­fen, dass inter­es­san­te Fische vorbeischwimmen.

Auf der Ober­flä­che des Gast­hau­ses sol­len sich Muscheln ansie­deln, die das Was­ser rei­ni­gen. Der Betrei­ber will auch Anlauf­stel­le für For­scher sein, die sich für das Meer interessieren.

Ab und zu fin­de ich auf Rei­sen schon von Men­schen geschaf­fe­ne Orte, wo man sich der Erde beson­ders nah fühlt. Im schwe­di­schen Norr­bot­ten ken­ne ich ein Restau­rant an einem Fluss, in dem eine Kame­ra vor­bei­kom­men­de Lach­se zeigt. Das ist ein Natur­er­leb­nis, in dem man mal Tie­re sieht, die nicht nur in einem Aqua­ri­um leben.

Im Berg­werk Kris­ti­ne­berg im schwe­di­schen Väs­ter­bot­ten gibt es eine tief lie­gen­de Kapel­le für Berg­leu­te. Schon die Fahrt mit dem Auto in die Stol­len hat etwas Gespens­ti­sches, weil es feucht­warm ist. Ich glau­be, es dau­er­te bestimmt eine hal­be Stun­de, bis wir unten anka­men. An der Wand der Kapel­le erhebt sich Chris­tus. Ein Berg­mann leg­te die Figur bei Arbei­ten frei. Er beschützt heu­te die oft gläu­bi­gen Arbei­ter vor Unfäl­len. Väs­ter­bot­ten hat aber noch eine Men­ge mehr zu bie­ten. Schließ­lich ist es Urge­biet der Sami und daher sehr geheimnisvoll.

Und der Künst­ler Ger­hard Rich­ter bringt uns die Rota­ti­on der Erde nahe. Kürz­lich schenk­te er der Stadt Müns­ter ein Focault­sches Pen­del. Es schwingt jetzt in der Domi­ni­ka­ner­kir­che an einem Faden und nicht nur ich, son­dern auch vie­le ande­re Besu­cher fra­gen sich, wie es mög­lich ist, dass die Kugel stets hin und her schwingt. Es gibt aber auch noch vie­le ande­re bewun­derns­wer­te Wer­ke in Müns­ter, Stadt der Skulp­tu­ren, die das irdi­sche Leben schrump­fen lassen.

Spei­sen in Downunder

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Aufflammendes dänisches Interesse an Skulpturen

Wer hät­te das gedacht? Im ehe­ma­li­gen Fischer­dorf Hum­le­bæk vor den Toren Kopen­ha­gens ste­hen Skulp­tu­ren der bekann­ten Künst­ler Richard Ser­ra, Alex­an­der Cal­der, Max Ernst, Joan Miro, Jean Debuf­fet und Nobuo Seki­ne. Aus­ge­stellt hat sie das phan­tas­ti­sche Muse­um Louisiana.

Also auch Dänen inter­es­sie­ren sich “auf ein­mal” für Skulp­tu­ren. Ich selbst brauch­te recht lan­ge, bis ich einen Zugang zu ihnen fand. Zunächst brach­ten mei­ne Eltern mir und mei­nen Geschwis­tern, mei­ne Mut­ter stu­dier­te Kunst­ge­schich­te mit Schwer­punkt Mit­tel­al­ter, viel über Kunst der Früh­zeit bis zum Mit­tel­al­ter bei. Wir besuch­ten das mich heu­te immer noch berüh­ren­de Natio­nal­mu­se­um in Kopen­ha­gen, wo mich Moor­lei­chen, Luren und Schmuck faszinierten.

Wenn es reg­ne­te und ein Strand­tag aus­fiel, fuh­ren wir auch nach Ros­kil­de. Nein, nicht zum Musik­fes­ti­val, son­dern zum Bestau­nen der berühm­ten Wikin­ger­aus­stel­lung. Dort ste­hen wun­der­bar kon­stru­ier­te Lang­boo­te. In Oslo sor­gen sie sich übri­gens um ihren Bestand, sah ich ges­tern in den Euro­pa­nach­rich­ten. Erschüt­te­run­gen setz­ten ihnen sehr zu, hieß es. Doch Skulpturen?

Die ent­deck­te ich, als ich zur Vor­be­rei­tung mei­nes Buches “Umeå in mei­nem Her­zen” nach Väs­ter­bot­ten radel­te. Dort gibt es einen für eine so weit nörd­lich lie­gen­de Stadt gera­de­zu exor­bi­tant gro­ßen Skulp­tu­ren­park. Ein Indus­tri­el­ler hat ihn auf­ge­baut. Und da es mir ums Auf­spü­ren von Kunst und Kul­tur ging, blieb mir nichts ande­res übrig, als mich nun auch damit auseinanderzusetzen.

Wie sich der Autor der “Washing­ton Post” damit aus­ein­an­der­setzt, könnt ihr hier lesen.

Skulp­tu­ren Louisiana

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Rafting in Lappland

Raf­ting in Lapp­land: Viel­leicht ist das etwas für euch im nächs­ten Urlaub? Dem Rei­sen­den berei­te­te die­se Sport­art viel Spaß, als er in einem Som­mer durch Väs­ter­bot­ten radel­te. Väs­ter­bot­ten ist mit Norr­bot­ten die nörd­lichs­te Land­schaft (län) Schwe­dens. Über das Tou­ris­ten­bü­ro in Umeå gelang­te er an die Adres­se des Raf­ting-Anbie­ters “Wil­der­ness Adven­ture”. Denn es ver­lock­te ihn, mit dem Vin­del älv auf einem der weni­gen Natur­flüs­se in Schwe­den zu pad­deln. Und noch mehr: Die Tou­ris­ti­ker stell­ten ihm ein Zim­mer in einem Design-Hotel zur Ver­fü­gung, luden ihn zum Essen ein an einem wun­der­schö­nen Wasserfall.

Geru­dert war er bis dahin sehr viel, vor allem beim Angeln. Auch mit dem Motor­boot mach­te er schwe­di­sche Seen unsi­cher. Aber auf dem schäu­men­den Was­ser eines wil­den Flus­ses hat er erfah­ren, was Raf­ting in Lapp­land wirk­lich bedeu­tet. Lebens­ge­fahr! Den Fluss hat­te er schon zuvor ein wenig aus der Per­spek­ti­ve des dort leben­den Malers Andre­as Hed­berg ken­nen gelernt. Die­ser malt vor­zugs­wei­se dort hau­sen­de Wasservögel.

“Paddla, paddla”

Als er am Boots­haus zum Raf­ting im Vin­del älv ankam, war er gleich ent­zückt: “Seven litt­le girls sit­ting in the back­se­at”. Die­ser Oldie (1959) schoss ihm durch den Kopf, als er sah, dass er im Schlauch­boot mit schwe­di­schen Fri­seu­rin­nen das Über­le­ben in den Wel­len trai­nie­ren soll­te. Eine hüb­scher als die ande­re beim Betriebs­aus­flug. Blond, blon­diert, braun. Und natür­lich manch eine von ihnen top fri­siert. Eine Schön­heit fiel ihm auch direkt ins Auge. Er durf­te sogar neben ihr sit­zen, nach­dem sie alle die haut­eng sit­zen­den Neo­pren-Anzü­ge ange­zo­gen hat­ten. Und mit ihr “paddla, paddla” schrei­en, wenn es dar­um ging, Strom­schnel­len und gefähr­li­che Stei­ne zu über­win­den. Wie leicht konn­te das knall­ro­te Gum­mi­boot in den auf und ab schäu­men­den Wel­len umkip­pen. Und das am Ran­de des süd­li­chen Polar­krei­ses.

Auch zwei Jungs waren als “boy­group” dabei. Eine Fri­seu­rin lach­te amü­siert über die Bezeich­nung des Rei­sen­den. Aber die­se inter­es­sier­ten sich über­haupt nicht für flick­or, Mädels. Etwas selt­sam! Viel­leicht gefie­len sie ihnen nicht. Oder ein Schwe­de schwelgt nicht, son­dern schweigt und genießt. Beson­ders im Nor­den, wo die Men­schen etwas zuge­knöpf­ter sind als im Süden.

Am Ende ging es gut aus. Kei­ne Ver­lus­te? Doch die Kame­ra lag bei der Abfahrt im Boots­haus. Die Fah­re­rin reagier­te auf den Schre­ckens­ruf des Rei­sen­den und kehr­te um. Die Kame­ra lag noch dort, wo er sie lie­gen­ge­las­sen hat­te. Väs­ter­bot­ten, Land der Aben­teu­er.

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Mit dem Rad Europa durchstreifen und erleben

Natur haut­nah erle­ben? Zel­ten unter frei­em Him­mel? Beim Rad­wan­dern ein Gespür für Land und Leu­te ent­wi­ckeln? Dann buchst Du gold­rich­tig auf http://www.durchstreifen-erleben.com.

Du radelst mit einer klei­nen Grup­pe durch Nord­schwe­den, das por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge und an der fran­zö­si­schen Atlantikküste.

Dabei lernst Du, wie man ein Zelt auf­baust, Quel­len zum Trin­ken fin­det, das Rad repa­riert und Dein Essen am Lager­feu­er zubereitet.

Übers Rad­wan­dern informieren

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