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Neues Leben in den hohen Bergen Portugals

Es kann schon ernüchternd sein, wenn man ins Land seiner Eltern zurückkehrt und dort gar nicht so willkommen ist, wie man es erwartet hat. Diese Erfahrung macht derzeit ein junger Weinbauer, der in Paris aufgewachsen, kürzlich aber in das kleine Dorf seiner Eltern in den hohen Bergen Portugals gezogen ist.

Oder sich die Landschaft so stark verändert hat, dass man sich an ein anderes Leben gewöhnen muss. In der im Frühjahr idyllischen Serra da Estrela treffe ich immer wieder auf Menschen, die Jahrzehnte in Frankreich gearbeitet haben. Sie waren ausgewandert, weil die Textilindustrie zusammengebrochen war. Wer durch die Gegend um die Distrikthauptstadt Guarda findet hier und dort aufgelasssene Textilfabriken. Dabei ist die Wolle dieser Gegend Spitzenklasse.

Als ich beim Radeln eine Pause auf der Terrasse eines Cafés im Dorf Trinta einlege, komme ich mit Rentnern ins Gespräch. Sie sind aus Paris zurückgekehrt. Der ältere Herr träumt davon, wieder wie früher auf die Jagd zu gehen. “Doch es gibt nur noch Kaninchen”, klagt er. Es lohnt sich also nicht mehr. Aber vielleicht findet er jetzt seine Lebensaufgabe darin, das Revier zu hegen und zu pflegen. Denn das ist Hauptaufgabe eines Jägers.

Außer Trinta habe ich auf meiner Radreise durch die Serra da Estrela viele andere spannende Orte besucht. Ich stelle diese in meinem bald erscheinenden Kulturreiseführer vor.

Der Deutschlandfunk hat den jungen Winzer besucht und einen interessanten Beitrag verfasst:

Rückkehr in die hohen Berge