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    Ist Hilfe zur Flucht eine Heldentat?

    Flucht und Schmug­gel, immer wie­der beliebt bei Men­schen der schrei­ben­den Zunft, um Span­nung zu erzeu­gen, auch bei Tou­ris­ti­kern zur Ver­mark­tung ihrer Regi­on. Wal­ter Ben­ja­min muss oft dafür her­hal­ten, wenn es um die Flucht über die Pyre­nä­en geht. Dies ist jetzt auch beim Deutsch­land­funk (DLF) der Fall, der in einem Bei­trag mit Paul Broué einen Flucht­hel­fer in Süd­frank­reich vor­stellt. Der Sohn eines Gast­wirts wird jetzt offen­bar als Held gefeiert. Hel­den­ver­eh­rung emp­fin­de ich als pro­ble­ma­tisch. Dadurch redu­ziert sich Geschich­te oft auf die Leis­tung gro­ßer Män­ner; eben­so Zeit­zeu­gen wie Broué nach ihren Erleb­nis­sen zu befra­gen, da die­se oft dazu nei­gen, die Erfah­run­gen empa­thisch dar­zu­stel­len und somit nicht als Quel­le her­hal­ten dür­fen für die Bedeu­tung…

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    Neues Leben in der Serra da Estrela

    Es kann schon ernüch­ternd sein, wenn man ins Land sei­ner Eltern zurück­kehrt und dort gar nicht so will­kom­men ist, wie man es erwar­tet hat. Die­se Erfah­rung macht der­zeit ein jun­ger Wein­bau­er, der in Paris auf­ge­wach­sen ist. Er ist kürz­lich aber ins klei­ne Dorf sei­ner Eltern in den hohen Ber­gen Por­tu­gals gezo­gen. Der Deutsch­land­funk hat den jun­gen Win­zer Antó­nio Madei­ra in San­ta Marin­ha in der Ser­ra da Est­re­la besucht und einen inter­es­san­ten Bei­trag über sein neu­es Leben verfasst. Oder sich die Land­schaft so stark ver­än­dert hat, dass man sich an ein ande­res Leben gewöh­nen muss. In der im Früh­jahr idyl­li­schen Ser­ra da Est­re­la tref­fe ich immer wie­der auf Men­schen, die Jahr­zehn­te…

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    Ist Dänemark unsolidarisch?

    Einen Bei­trag über Däne­mark, bei dem das Sozi­al­sys­tem und die Migra­ti­on im Mit­tel­punkt ste­hen, hat jetzt der Deutsch­land­funk gebracht. Die­sen stuft der Rei­sen­de als inter­es­sant, aber auch als ein­sei­tig ein.  Hier zwei Aus­schnit­te aus dem Beitrag:  “Natür­lich reden wir über Flücht­lin­ge und Migran­ten und die öffent­li­che Mei­nung. Von Dutsch­kes 7.000 Mit­ar­bei­tern sind 13 Pro­zent aus Län­dern der drit­ten Welt – der offi­zi­el­le Sprach­ge­brauch in Däne­mark: aus dem nicht­west­li­chen Aus­land – das ent­spricht etwa ihrem Anteil in der Stadt und Pro­ble­me gebe es da kei­ne großen.  Aber natür­lich wach­se hier ein Pro­blem her­an mit denen, die nicht inte­griert sind. Wie genau sich hier Frem­den­feind­lich­keit und Angst um den eige­nen Wohl­stand mischen, im…