Jetzt im TV: Vendée bis Västerbotten

Jetzt im TV: Ven­dée bis Väs­ter­bot­ten. Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Por­tu­gal, Schwe­den und Spa­ni­en sind vertreten.

Viel­falt ist in der kom­men­den Woche im Pro­gramm zu erwar­ten, wenn es um Natur und Kuli­na­rik, aber auch um Lite­ra­tur geht. Frank­reich wird durch den SWR beson­ders ins Zen­trum gerückt wie die Ven­dée. Noirm­ou­tier ist eine der wich­tigs­ten Inseln in der Regi­on, ver­fügt sie doch über eine lan­ge Tra­di­ti­on der Salz­ge­win­nung. Der Rei­sen­de schau­te sich dort ein aus­ge­klü­gel­tes Sys­tem an, bei dem über Kanä­le Was­ser in Bas­sins läuft. Dort wird die Salz­blu­me gewon­nen, die Gour­mets als Deli­ka­tes­se gilt. 

Zu emp­feh­len ist auf jeden Fall nicht nur ein Besuch, son­dern auch die Lek­tü­re des anti­qua­risch zu erhal­ten­den Buches „Ven­dée“ von Fried­rich Sieburg. Der Jour­na­list ist auch bekannt als lang­jäh­ri­ger Kor­re­spon­dent der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung. Wer das Buch gele­sen hat, ist gut auf die Gegend eingestimmt.

Unterwegs im hohen Norden

Erwar­tun­gen weckt auch „Unter­wegs im hohen Nor­den“ auf phoe­nix. Der Rei­sen­de erin­nert sich bei die­sem Titel an sei­ne ers­te Rad­rei­se durch Süd­schwe­den. Er war allei­ne unter­wegs, hat­te gera­de das leb­haf­te Däne­mark ver­las­sen und mach­te sich auf den Weg, die West­küs­te inklu­si­ve Bohus­län bis Troll­hätt­an zu erkun­den. Es ist kaum nach­voll­zu­zie­hen, wie ein­sam er sich im hohen Nor­den fühl­te, such­te er doch spä­ter bevor­zugt noch viel ein­sa­me­re Gegen­den auf. Drei Mona­te umkreis­te er etwa den Polar­kreis, nch­dem er mit dem Rad von Mora am Sil­jan­see gestar­tet war. Von dort fuhr er nach Umeå, dann nach Bodø vor dem Lofot und zurück über Trond­heim zurück nach Dalar­na. Eine Teil­stre­cke hat er im Rei­se­füh­rer „Väs­ter­bot­ten Land der Aben­teu­er“ aufgearbeitet.

Viel Spaß nach dem Ein­schal­ten des Fern­se­hers bei “Jetzt im TV: Ven­dée bis Västerbotten”.


SaSoMoMiFr
Deutsch­land


Som­mer auf der Weser, WDR, 15.00 Uhr
Durch die Pfalz, HR, 20.15 Uhr

Traum­zie­le in Bay­ern, HR, 21.00 Uhr
Däne­markDäne­mark, Stadt, Land, Kunst, Arte, 9.20 Uhr



Frank­reichNoirm­ou­tier, Stadt, Land, Kunst, Arte, 8.40 Uhr

Wil­des Frank­reich, SWR, 14.45 Uhr

Côte Bleue, SWR, 16.15 Uhr

Niz­za, da will ich hin, SWR, 17.00 Uhr
Kampf um Frank­reichs Schät­ze, Phoe­nix, 14.45 Uhr

Durch die Schluch­ten des Zen­tral­mas­sivs, BR, 11.12 Uhr
Öster­reich


Nie­der­ös­ter­reich, NDR, 20.15 Uhr

Por­tu­galPor­tu­gal lesen! 3sat, 19.20 Uhr



Schwe­den
Bären­ban­de, In Skan­di­na­vi­ens Wäl­dern, HR, 20.15 UhrUnter­wegs im hohen Nor­den, Phoe­nix, 16.15 Uhr

Spa­ni­en
Berg­welt Mal­lor­cas, HR, 12.45 UhrViva Mal­lor­ca, SWR, 15.30 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Jetzt im TV: Diemel bis Versailles

Jetzt im TV: Die­mel bis Ver­sailles. Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Frank­reich, Nor­we­gen, Por­tu­gal, Spa­ni­en, und Schwe­den sind ver­tre­ten, Geschich­te, Natur und Wan­dern von Interesse.

Natur an der Diemel

Wie in der Vor­wo­che sind über­wie­gend deut­sche Zie­le im Pro­gramm ver­tre­ten. Die Die­mel-Regi­on gefiel dem Rei­sen­den ziem­lich gut, als er sie vor eini­gen Jah­ren durch­streif­te und erleb­te. Er kam mit sei­nem Kum­pel Ulf vom Kah­len Asten her­un­ter. Um den bereits bekann­ten Weg nach Pader­born zu ver­mei­den, nah­men sie die Stre­cke ent­lang der Die­mel. Es erwar­te­te sie viel Natur mit Wald und Was­ser. Sogar Ang­ler fisch­ten in der Die­mel, was für gute Was­ser­qua­li­tät spricht. Kaum beläs­tig­ten sie Autos, da nur weni­ge Stra­ßen die Rad­rou­te kreuz­ten. Und es gibt auch his­to­ri­sche Infos ent­lang des Weges, wie zum Bei­spiel, dass der Fabri­kant Krupp dort sei­ne Kano­nen einem aus­ge­wähl­ten Kauf­pu­bli­kum vor­führ­te. Schön endet der Weg, indem er zum Weser­rad­weg bei Bad Karls­ha­fen führt.

Wofür interessierte sich Marie Antoinette?

Wem im Som­mer eher ein Besuch der Pari­ser Umge­bung vor­schwebt, dem sei das Schloss Ver­sailles emp­foh­len. Dort erfah­ren Rei­sen­de nicht nur viel über die Archi­tek­tur des pracht­vol­len Baus, son­dern auch über die Inter­es­sen Köni­gin Marie Antoinettes.

Viel Spaß beim Zuschau­en via “Jetzt im TV: Die­mel bis Versailles”.


SaSoDiMiDoFr
Deutsch­land
Wan­dern auf dem Die­mel­steig, HR, 16.30 Uhr


Flens­bur­ger För­de, WDR, 20.15 Uhr
Wil­des Olden­bur­ger Land, WDR, 20.15 Uhr



Reich der Auen. Oker, arte, 18.30 Uhr
Frank­reich
Marie Antoi­net­te und die Geheim­nis­se von Ver­sailles, Phoe­nix, 20.15 Uhr



Nor­we­genNor­we­gens Traum­fjor­de, NDR, 21.00 Uhr
Por­tu­galGolf­strom. Von den Azo­ren an den Polar­kreis , BR, 10.35 Uhr
Schwe­den

Wil­de Ost­see, BR, 14.45 UhrVon Finn­land bis Schwe­den, BR, 14.45 UhrDas Jahr­hun­dert­wrack: Segel­kriegs­schiff in der Ost­see, Phoe­nix, 19.15 Uhr

Süd­schwe­den – Skå­ne und sei­ne Aal­küs­te, NDR, 20.15 Uhr

Spa­ni­en
Tra­di­ti­on der Men­schen­tür­me, arte, 19.30 Uhr

Die Paläs­te von Bar­ce­lo­na, Das Ers­te, 16.10 Uhr

TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Jetzt im TV: Polarkreis und Lissabon

Jetzt im TV: Polar­kreis und Lis­sa­bon. Ab jetzt ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben euch mög­lichst regel­mä­ßig mit Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die an den nächs­ten Tagen im Fern­se­hen lau­fen. Span­nung ver­spre­chen vor allem die abge­le­ge­nen Zie­le. Däne­mark, Frank­reich und Schwe­den blei­ben dies­mal außen vor. Fast jeden Tag erwar­tet Zuschau­er jetzt etwas.

Wasser bestimmt das Leben

Dafür steht wie schon in der Vor­wo­che über­ra­schend wie­der ein­mal Öster­reich im Zen­trum. Der Rei­sen­de ist stets beru­higt an Orten, wo Was­ser fließt. Dabei spielt es kei­ne Rol­le ob der Bach in den Wei­her der Axt­schmie­de Gräns­fors Bruks in Nord­schwe­den fließt. Oder ob Wel­len an einem Zelt­platz in Gali­ci­en nachts im Schlaf rau­schen und in den Schlaf wie­gen. Oder es strömt von oben ein gewal­ti­ger Was­ser­fall herab. 

Dies wird uns wohl in “Kraft des Was­sers” erwar­ten. Gibt es auch auf den Azo­ren Was­ser­fäl­le? Der Rei­sen­de ist noch nie dort gewe­sen. Er wür­de es aber, ohne nach­zu­schla­gen, dort ver­mu­ten. Denn eine Vul­kan­in­sel kann hoch sein wie zum Bei­spiel auf Madei­ra. Und am Polar­kreis sowie­so, da die Ber­ge im nor­we­gisch-schwe­di­schen Grenz­ge­biet erstaun­lich hoch sind. Viel Spaß beim Zuschau­en, wäh­rend sich drau­ßen Deutsch­land in ein Win­ter­mär­chen­land verwandelt.

Viel Freu­de beim Anschau­en via “Jetzt im TV: Polar­kreis und Lissabon”.

Nor­we­genÖster­reichPor­tu­galSpa­ni­en
SaAllein am Polar­kreis, SWR, 17.00 Uhr
MoÖster­reich, da will ich hin! Spe­zi­al, 3sat, 12.45 Uhr
DiLis­sa­bon, da will ich hin. SWR, 6.00 Uhr
DoLän­der — Men­schen — Aben­teu­er, Die Azo­ren, NDR, 20.15 Uhr
FrWil­des Öster­reich — Die Kraft des Was­sers, arte, 17.50 UhrTene­rif­fa. Im Bann des Tei­de, HR, 20.15 Uhr

La Gome­ra, Die schöns­ten Wan­de­run­gen auf der Kana­ren­in­sel, HR, 21 Uhr
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Jetzt im TV: von der Bronzezeit ins Fjell

Jetzt im TV: von der Bron­ze­zeit ins Fjell: Ab jetzt ver­sorgt der Rei­sen­de euch mög­lichst regel­mä­ßig mit Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die dem­nächst im Fern­se­hen lau­fen. Auf­fäl­lig ist: Dies­mal lau­fen nur weni­ge Sen­dun­gen, obwohl im Win­ter vie­le Men­schen zuhau­se blei­ben. So bleibt wenigs­tens Zeit, an die fri­sche Luft zu gehen und etwas fürs Immun­sys­tem zu tun. 

Vor allem Skandinavien

Vor allem geht es um Skan­di­na­vi­en. Der wohl span­nends­te Bei­trag dürf­te aller­dings heu­te Abend auf arte lau­fen. Den Ort bei Cam­bridge in Eng­land kennt der Rei­sen­de nicht. Er hat bis auf den Ärmel­ka­nal und Lon­don noch gar nichts von der Insel gese­hen. Dass die Bron­ze­zeit — in Mit­tel­eu­ro­pa etwa 2200 bis 800 vor Chris­tus — span­nend ist, steht zwei­fel­los fest, bedeu­te­te sie doch eine gro­ßen Schritt in der Ent­wick­lung der Mensch­heit. Werk­zeu­ge und Waf­fen ver­bes­ser­ten sich erheb­lich, lie­ßen sich doch vie­le Din­ge jetzt schmie­den. Auch Schmuck wur­de nun viel­fäl­ti­ger. Stein konn­te das nicht bie­ten, wenn­gleich sich auch dort hohes tech­no­lo­gi­sches Wis­sen erken­nen ließ, was alles aus Bern­stein und Feu­er­stein her­stel­len ließ. Klin­gen aus Feu­er­stein waren aus­ge­spro­chen gut. Um all dies zu erken­nen, muss man nicht nach Eng­land reisen. 

An die 78 Megalithgräber im Nordwesten

Dafür reicht auch ein Besuch der anspruchs­voll errich­te­ten um die 78 Mega­lith­grä­ber im Nord­wes­ten Deutsch­lands zwi­schen Olden­burg und Meppen. In ihnen ent­deck­ten For­scher schon im 19. Jahr­hun­dert Bei­la­gen aus der Stein- und Bron­ze­zeit, von denen vie­le im Muse­um in Olden­burg aus­ge­stellt sind. In Euro­pa leb­ten die Men­schen also vor 5000 bis 3000 Jah­ren nicht auf Bäu­men, wäh­rend es in Asi­en und Afri­ka schon Hoch­kul­tu­ren gab. Dies wird von Men­schen aus dem öst­li­chen Teil der Welt immer wie­der ger­ne behaup­tet. Gehemmt wur­de die Ent­wick­lung aller­dings durch eine dicke Eis­schicht von meh­re­ren Kilo­me­tern auf gro­ßen Tei­len der Nord­halb­ku­gel. Bis heu­te lässt sich dies in Nord­eu­ro­pa beob­ach­ten, wo die Land­schaft noch so aus­sieht wie nach der letz­ten Eis­zeit. Auch der Per­ma­f­rost­bo­den ist noch ein Über­rest davon. Und das Anstei­gen vie­ler Küs­ten ist noch immer ein Effekt des nach­las­sen­den Eis­drucks auf die Land­mas­sen. Fas­zi­nie­rend, oder? Davon ist sicher in den Skan­di­na­vi­en-Dokus die Rede, wenn es heißt “Jetzt im TV: von der Bron­ze­zeit ins Fjell”.

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Umweltschutz am Polarkreis

Umwelt­schutz am Polar­kreis: Län­ger hat der Rei­sen­de nichts mehr aus Umeå gehört, einer weit nörd­lich lie­gen­den Stadt in Väs­ter­bot­ten. Die Land­schaft (län) Väs­ter­bot­ten liegt in Schwe­den, fast am Ende des nörd­li­chen Teils der Ost­see. Die­se heißt dort aller­dings Bal­ti­sches Meer.

Jetzt bringt der Deutsch­land­funk einen Bei­trag über das Umwelt­be­wusst­sein der Ein­woh­ner in der Kul­tur­haupt­stadt des Jah­res 2014, was natür­lich in einem Zusam­men­hang mit Gre­ta Thun­berg zu sehen ist.

So eini­ges dar­in ist dem Rei­sen­den im Zuge sei­ner Rad­wan­de­rung am Polar­kreis gar nicht auf­ge­fal­len. Dies betrifft zum Bei­spiel die schlech­te Luft­qua­li­tät, obwohl er vor sei­ner Ankunft schon eini­ge Wochen in frei­er Natur unter­wegs gewe­sen war. Des­halb hät­te es ihm auf­fal­len müs­sen. Ihm wird bei mie­ser Luft leicht übel. „Wir haben eine sehr schlech­te Luft­qua­li­tät, beson­ders im Win­ter, damit fing es an. Es gibt zu vie­le Autos und wenig Wind. Dar­um müs­sen wir Alter­na­ti­ven ent­wi­ckeln. Anrei­ze geben, auch im Win­ter mit dem Fahr­rad zu fah­ren oder mit dem Bus.“

Der rege Auto­ver­kehr ist Durch­strei­fen & Erle­ben schon auf­ge­fal­len. Das liegt dar­an liegt, dass Umeå größ­te Stadt Nord­schwe­dens ist. So zieht sie mit ihren Ange­bo­ten vie­le Men­schen an. Wer ein­kau­fen will oder ins Kran­ken­haus muss, muss nach Umeå fah­ren. Die Ein­fall­stra­ßen sind natür­lich ent­spre­chend groß. Es emp­fiehlt sich eher, die Stadt über klei­ne Stra­ßen mit dem Rad anzufahren.

Ökologischen Fußabdruck ausgerechnet

Auch die Uni­ver­si­tät zieht vie­le jun­ge Men­schen an, die jetzt schon eine ande­re Lebens­ein­stel­lung mit­brin­gen als Älte­re. „Letz­tes Jahr haben wir den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck Umeås aus­ge­rech­net. Basie­rend auf Umfra­gen, wie die Men­schen rei­sen, was sie kau­fen, was sie essen und so wei­ter. Dabei haben wir gese­hen, dass vor allem die jun­gen Leu­te immer mehr Second­hand kau­fen, ein Drit­tel der jun­gen Frau­en zwi­schen 20 und 30 lebt vege­ta­risch. Und was wir dabei her­aus­ge­fun­den haben: Wenn alle Ein­woh­ner sol­che Rei­se­ge­wohn­hei­ten hät­ten wie die Frau­en, wür­den wir unse­re Kli­ma­zie­le errei­chen.”

Außer­halb der Stadt sieht es sicher nicht so kri­tisch aus. Denn an der Küs­te öff­net sich eine beein­dru­cken­de Insel­welt. Im Bin­nen­land hin­ge­gen lockt der Natur­fluss Vin­del mit inter­es­san­ten Frei­zeit­an­ge­bo­ten wie Kajak­fah­ren oder Forel­len­fi­schen. Und an der Gren­ze zu Nor­we­gen erhebt sich ein Gebir­ge. Dort fühl­te sich der Bike­pa­cker ein wenig wie ein Gold­su­cher in einer Geschich­te Jack Londons.

Aller­dings bekommt Schwe­den die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels beson­ders deut­lich zu spü­ren: Das Meteo­ro­lo­gi­sche Insti­tut des Lan­des erklär­te ver­gan­ge­ne Woche, dass die Tem­pe­ra­tur in Schwe­den dop­pelt so schnell anstei­ge wie im glo­ba­len Schnitt. Das Ziel “Umwelt­schutz soll sich am Polar­kreis bes­sern” wird also not­wen­dig, will man nicht “Väs­ter­bot­ten Land der Aben­teu­er” stark verändern.

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Pfiffige Ideen für die Bürger einer Stadt

Typisch pfif­fi­ge Dänen sage ich da. Auf solch eine inno­va­ti­ve Idee kämen sonst viel­leicht noch die Nie­der­län­der — eine Müll­ver­bren­nungs­an­la­ge dient zugleich in Kopen­ha­gen als Ski­pis­te. In Däne­mark gibt es kei­ne Ber­ge. Aber Kurz­ur­laub auf einem Ski­hang ist trotz­dem möglich.

Mir fällt oft im Nor­den auf, dass Innen­städ­te sehr viel bür­ger­nä­her gestal­tet wer­den als bei uns. In man­chen Innen­städ­ten fehlt es gar an Sitz­bän­ken zum Aus­ru­hen. Sie sind dem Kom­merz überlassen.

In Aar­hus zum Bei­spiel gibt es auf dem Dom­platz eine klei­ne ele­gan­te Park­an­la­ge. Bäu­me wur­den gepflanzt, eine Holz­flä­che errich­tet, auf der Fami­li­en her­um­tol­len kön­nen. Am Fluss wur­den Ste­ge errich­tet, auf denen die Bür­ger sich zum Gespräch tref­fen. Einen Ein­druck davon machtt ihr euch am Bes­ten über Fotos die­ses Kalenders.

Aar­hus Stadt des Lächelns

Eine ähn­li­che Idee hat­te man schon davor in der nord­schwe­di­schen Stadt Luleå, übri­gens Welt­kul­tur­er­be, indem man eine Ufer­pro­me­na­de aus Holz auf Höhe der Stadt­bi­blio­thek am Hafen bau­te. Im Som­mer kön­nen Ein­hei­mi­sche von einer Empo­re aus bei einem Glas Wein oder Bier aus den Son­nen­un­ter­gang beob­ach­ten. Vor­her gab dort nur raue Stu­fen aus Beton.

Der­ar­ti­ges sieht man nicht oft hoch in Nord­eu­ro­pa, eher impo­san­te Eis­bre­cher, denn Luleå liegt schon am Polar­kreis. Hast Du auf Rei­sen ande­re pfif­fi­ge Ideen für die Bür­ger ent­deckt? Ich bin schon neu­gie­rig. Und hier der Link zur Ski­pis­te in Kopenhagen.

Ski­pis­te in Kopenhagen

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Nordlandbahn zum Polarkreis

Nord­land­bahn zum Polar­kreis: Sagen­haf­te Aus­bli­cke auf Fjor­de, vor­bei­zie­hen­de Ber­ge — zu den schöns­ten Eisen­bahn­fahr­ten Euro­pas zählt die Stre­cke von Oslo nach Bodø. Sie bie­tet deut­lich mehr als ein Flug. Denn nur bei gutem Wet­ter ist von oben etwas von der lan­gen Küs­te zu sehen.

Der Regio­nal­zug bum­melt gemüt­lich Rich­tung Polar­kreis. Er hält unter­wegs in sehens­wer­ten Orten wie zum Bei­spiel Trond­heim. Dort muss jeder umstei­gen, der wei­ter in den Nor­den fah­ren will. Eine Über­nach­tung lohnt sich aber dort. Denn es gibt eini­ges zu sehen. Dort steht nicht nur der berühm­te Nida­ros-Dom oder die aus Holz errich­te­ten Häu­ser im Aus­geh­vier­tel am Was­ser, das alte Werft­vier­tel am Nidel­va. Auf einer der Fahr­ten stell­te der Rei­sen­de sein Zelt mal zen­trums­nah auf eine park­ähn­li­che Rasen­flä­che. Er fand es gewagt, doch nie­mand weck­te ihn, um das Zelt abzu­bau­en. Als er mor­gens auf­wach­te, hör­te er die Bevöl­ke­rung auf dem Weg zur Arbeit an sich vor­bei­zie­hen. So läs­sig ist Nor­we­gen! Ein wei­te­rer schö­ner Ort ist Mo i Rana. Dort ist ein Besuch der Boots­mu­se­ums mit his­to­ri­schen Käh­nen emp­feh­lens­wert. Nicht zuletzt liegt die klei­ne Stadt male­risch am Fjord.

Günstige Nordlandbahn zum Polarkreis

Die Fahr­kar­te der Nord­land­bahn ist ziem­lich güns­tig für die vie­le Stun­den dau­ern­de Fahrt. Und es gibt sie etwas güns­ti­ger, wenn man sie online eini­ge Tage vor Antritt der Rei­se kauft. Bike­pa­ckern gefällt es auch, dass man das Rad nicht umständ­lich wie vor einem Flug ver­pa­cken muss. Danach kann man nur noch , dass es die Arbei­ter auf dem Flug­ha­fen pfleg­lich behan­deln. Statt­des­sen schiebt man es am Bahn­steig ein­fach ins Abteil des bereits lan­ge vor Abfahrt war­ten­den Zuges. Danach ver­sinkt der Rei­sen­de in einem der gemüt­li­chen Ses­sel und genießt die Fahrt in der Nord­land­bahn zum Polarkreis.

Jeder Fahr­gast erlebt die Fahrt anders. Was ein Repor­ter der Neu­en Zür­cher Zei­tung dabei fühl­te und dach­te, erfährst Du hier. Oder lockt es Dich nicht nur an den Polar­kreis, son­dern sogar nach Spitz­ber­gen?

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Radelnd und segelnd um die Welt

Radelnd und segelnd um die Welt: Schon als Jugend­li­cher träum­te der Rei­sen­de davon, mit dem Fahr­rad die Welt zu umrun­den. Er las schließ­lich Karl Mays Schil­de­run­gen frem­der Wel­ten, von Gra­ham Greens Rei­sen. Auch Heinz Helf­gens berühm­tes Werk “Ich rade­le um die Welt” beein­druck­te ihn.

Doch irgend­wann beschloss er, mich auf inter­es­san­te Regio­nen zu spe­zia­li­sie­ren. Denn er merk­te, dass er auf lan­gen Rei­sen gar nicht alles auf­neh­men konn­te. Außer­dem gerie­ten da schon die vie­len Völ­ker wie Sami, Bas­ken, Kata­la­nen in sei­nen Fokus. Die­se gehö­ren auch zu dem gehö­ren, was Euro­pa heißt. Oder wer alles hier so auf klei­nen Inseln lebt! Die kann man ja gar nicht schaf­fen, wenn man jah­re­lang die Welt umrundet.

Da hat­te er schon eine lan­ge Rad­tour von Besan­çon in Frank­reich bis nach Bur­gos in Spa­ni­en geschafft. Oder er war von Mora im schwe­di­schen Dalar­na bis zum Lofot gera­delt und wie­der zurück; ein Jahr spä­ter ähn­lich ein­mal sozu­sa­gen um den Polar­kreis. So war er schon früh meh­re­re Mona­te unter­wegs. Er ist noch immer dabei, Rei­se­füh­rer über die­se Tou­ren zu ver­fas­sen. Viel Stoff, wenn man radelnd und segelnd um die Welt fährt!

Segelnd um die Welt

Wie mag es da erst den ers­ten See­fah­rern aus Por­tu­gal ergan­gen sein, mit denen er sich seit gerau­mer Zeit befasst. Sie waren auch meh­re­re Mona­te auf Schif­fen unter­wegs, begeg­ne­ten vie­len Men­schen. Als ein­fa­che Tou­ris­ten oder Jour­na­lis­ten waren sie nicht unter­wegs, son­dern mit einer poli­tisch-wirt­schaft­li­chen Funk­ti­on betraut. See­fah­rer wie der Bra­si­li­en­ent­de­cker Pedro Alva­res Cabral, vor ihm schon Vas­co da Gama, soll­ten um 1500 den por­tu­gie­si­schen Han­del bele­ben. Sie führ­ten gleich eine gro­ße Men­ge an See­leu­ten mit, für die sie auch noch Ver­ant­wor­tung trugen.

Jetzt gerät in Por­tu­gal Magel­lan in den Fokus. Dies las der Rei­sen­de gera­de in der Zei­tung “Poli­ti­co”. Magel­lans Rei­sen befin­den sich seit 2017 auf der Lis­te des Welt­kul­tur­er­bes. Da er vor 500 Jah­ren los­se­gel­te, begeht Por­tu­gal in die­sem Jahr eine Rei­he von Fei­er­lich­kei­ten. Ein klei­ner Streit ent­zün­det sich jetzt schon zwi­schen den alten See­fah­rer­na­tio­nen Spa­ni­en und Por­tu­gal. Denn aus Sicht der Spa­ni­er voll­ende­te ein völ­lig unbe­kann­ter Bas­ke die Rei­se Magel­lans: Juan Sebas­tián Elca­no. Die­ser hät­ten die Por­tu­gie­sen bei der Kan­di­da­tur zum Welt­kul­tur­er­be ein­fach unterschlagen.

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Spaniens 30 schönste Dörfer

Bis­her dach­te ich, ich kenn­te jeden Gras­halm in Spa­ni­en. Denn ich bin schon durch vie­le Pro­vin­zen gera­delt. Meis­tens folg­te ich den Jakobs­we­gen, doch auch durch Anda­lu­si­en oder Kata­lo­ni­en bin ich schon viel gekommen.

Und heu­te fin­de ich in groß­ar­ti­gen Zei­tung “El Pais” aus Madrid eine Aus­wahl der 30 schöns­ten Dör­fer Spa­ni­ens. Die Rei­se­re­dak­ti­on hat die­se zusam­men­ge­stellt. Von denen ken­ne ich mit Graz­ale­ma in Anda­lu­si­en und Com­bar­ro in Gali­zi­en gera­de ein­mal zwei.

Gutes Essen in Grazalema

Graz­ale­ma liegt im Bin­nen­land. Ich erin­ne­re mich an die gro­ße Dank­bar­keit eines ehe­ma­li­gen Gast­ar­bei­ters, der sich bei mir für die Groß­her­zig­keit der Deut­schen bedank­te, ihn wäh­rend der Dik­ta­tur Fran­cos auf­ge­nom­men zu haben. Er spen­dier­te mir eine lecke­re Por­ti­on Tapas. Und ich erin­ne­re mich an die klei­nen schwar­zen Schwei­ne auf den Wie­sen, aus denen spä­ter der exqui­si­te ibe­ri­sche Schin­ken pro­du­ziert wird.

Noch fri­scher ist die Erin­ne­rung an Com­bar­ro an der gali­zi­schen Küs­te. Dort war ich im August 2017, als ich erst auf dem por­tu­gie­si­schen, dann gali­zi­schen Jakobs­weg radel­te. Ich ver­brach­te dort den Nach­mit­tag mit einer lie­ben Pil­ge­rin aus Hei­del­berg vor einem Café. Das Meer rausch­te. Die Kuft war warm. Doch mach­te ich auch Bekannt­schaft mit dem kal­ten Was­ser, das mit 15 Grad doch recht erfri­schend ist. Bei 25 bis 30 Grad Luft­tem­pe­ra­tur und so erheb­li­cher Dif­fe­renz kos­te­te es mich dort mehr Über­win­dung als ins Polar­meer zu stei­gen und mich dar­in zu waschen. Auf dem Lofot waren es gera­de ein­mal fünf bis sie­ben Grad Unter­schied. In Gali­zi­en fließt kal­tes Was­ser aus den Ber­gen in die Buch­ten. Davon pro­fi­tie­ren vor allem die berühm­ten Muschel­fi­scher. Deren Kul­tu­ren brau­chen kal­tes Was­ser, um zu gedei­hen. Je mehr Mus­kel­fleisch die Tie­re anset­zen, des­to grö­ßer ist der Gewinn.

Daher freue ich mich schon dar­auf, in den kom­men­den Jah­ren alle ande­ren Dör­fer auch zu durch­strei­fen und zu erle­ben. Denn Dör­fer sind oft inter­es­san­ter als Städ­te, da ich in ihnen die meis­ten Men­schen ken­nen ler­ne, sie traum­haft in die oft stil­le Land­schaft ein­ge­bet­tet sind und sie vie­le Schät­ze bereit hal­ten. Spa­ni­ens 30 schöns­te Dör­fer — es lohnt sich, den Arti­kel zu lesen.

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