Mittlerweile sehr beliebt zur Coolcation in Skandinavien ist mein Reiseführer über die Kattegatinsel Samsø. Reisende finden auf Dänemarks größter Kattegatinsel — etwa so groß wie Sylt — mildes Klima vor. Dänische Touristiker verweisen auf die „meisten Sonnenstunden Dänemarks“. Aber es wird eben nicht so heiß wie im Süden. Es gibt Badestrände, Fjord, Steilküste und Wald. Und sogar Reste einer Burg sind noch vorhanden.
Der Reiseführer führt Dich zu den Attraktionen. Er erklärt, welche Menschen sich um die wertvollen Einrichtungen kümmern. Wie kommt es zur einzigartigen dänischen Landschaft?
Du kannst den Reiseführer Kattegatinsel Samsø” im Buchhandel bestellen. aber auch online bestellen — den perfekten Reiseführer über eine nahezu unbekannte Insel Dänemarks.
Aktivitätsurlaub ist dort möglich: Familien können wandern, Kajak fahren, radeln und im „größten Labyrinth der Welt“ rätseln. Auch Geschichte wurde hier für Dänemark geschrieben. Jüngst durchgeführte Ausgrabungen dokumentieren das.
Einzigartige Kattegatinsel Samsø
Einzigartig ist Samsø auch, weil es seine Energie selbst produziert, Strom exportiert. Ungewöhnlich macht diese Insel ihr landestypisches kulinarisches Angebot. Woanders in Dänemark ist so etwas kaum zu finden.
Der Reiseführer “Samsø Die dänische Kattegatinsel durchstreifen und erleben” enthält Sehenswertes für zwei Wochen Urlaub. Die Zeit ist damit nicht nur bei sonnigem, sondern auch bei regnerischem Wetter gut zu füllen. Kinder können sich also nicht über Langeweile beklagen. Du erfährst, an welchen Stellen du auf Samsø angeln kannst, es Badeplätze und Strände am Kattegat gibt. Ebenso weißt Du nach dem Kauf, welche Campingplätze auf Samsø liegen. welche guten Hotels auf Samsø nah am Strand liegen. Weiter liefert Dir das Buch Wissen darüber, wie der mächtige Fjord entstand. Zudem lernst Du gute Radwege auf Samsø anhand beigefügter Karten kennen.
Die Touren sind so geplant, dass jeder die Strecken in Ruhe auf sich wirken lassen kann. Das Werk ist im Gegensatz zu konventionellen Reiseführern unverzichtbar: für diejenigen, die das Fremde erleben wollen und sich auf die Umgebung einlassen möchten. Es erklärt Lebensweisen anhand persönlicher Begegnungen mit Einheimischen.
Freue Dich schon auf den Reiseführer über die Kattegatinsel Samsø!
Jetzt im TV: Diemel bis Versailles. Aktuell versorgt Durchstreifen & Erleben euch möglichst regelmäßig mit TV-Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die jetzt im Fernsehen laufen. Deutschland, Frankreich, Norwegen, Portugal, Spanien, und Schweden sind vertreten, Geschichte, Natur und Wandern von Interesse.
Natur an der Diemel
Wie in der Vorwoche sind überwiegend deutsche Ziele im Programm vertreten. Die Diemel-Region gefiel dem Reisenden ziemlich gut, als er sie vor einigen Jahren durchstreifte und erlebte. Er kam mit seinem Kumpel Ulf vom Kahlen Asten herunter. Um den bereits bekannten Weg nach Paderborn zu vermeiden, nahmen sie die Strecke entlang der Diemel. Es erwartete sie viel Natur mit Wald und Wasser. Sogar Angler fischten in der Diemel, was für gute Wasserqualität spricht. Kaum belästigten sie Autos, da nur wenige Straßen die Radroute kreuzten. Und es gibt auch historische Infos entlang des Weges, wie zum Beispiel, dass der Fabrikant Krupp dort seine Kanonen einem ausgewählten Kaufpublikum vorführte. Schön endet der Weg, indem er zum Weserradweg bei Bad Karlshafen führt.
Wofür interessierte sich Marie Antoinette?
Wem im Sommer eher ein Besuch der Pariser Umgebung vorschwebt, dem sei das Schloss Versailles empfohlen. Dort erfahren Reisende nicht nur viel über die Architektur des prachtvollen Baus, sondern auch über die Interessen Königin Marie Antoinettes.
Viel Spaß beim Zuschauen via “Jetzt im TV: Diemel bis Versailles”.
Jetzt im TV: Limfjord und Gärten. Aktuell versorgt der Reisende euch möglichst regelmäßig mit TV-Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die jetzt im Fernsehen laufen. Wie schon in der Vorwoche sind mit Deutschland, Norwegen, Portugal, Spanien und Österreich nur wenige Länder vertreten. Außer einer Weinverkostung stehen die wilde und die gezähmte Natur im Zentrum.
Kaisermarsch auf dem Lofot
Der schönste Fjord, im SWR geht es bald darum, liegt eindeutig auf dem Lofot. Dänen mögen dagegen protestieren, weil für sie sicher der Limfjord in Nordjütland der schönste ist. Der Reisende war aber frisch verliebt, als er mit Lena die Küstenstadt Bodø auf der Fähre verließ, um am Kaisermarsch in Digermulen teilzunehmen. Und neugierig, warum Norweger jährlich wandern, um Kaiser Wilhelm zu ehren. Sie meinen, ihm den Lofot-Tourismus zu verdanken. Denn der Kaiser war ein glühender Verehrer Norwegens und fuhr mehr als einmal mit seiner Yacht Hohenzollern in die nördlichen Gewässer.
Der Pfad zum Digermulenkollen ist leicht. Es gibt nur wenige felsige Partien, die einen zum Rutschen bringen könnten. Und steil wird es auch nicht. Der Reisende schaffte das selbst mit Fahrradschuhen. Der Ausblick von oben auf den Raftsund ist überwältigend. Selbst das in der Tiefe schippernde Kreuzfahrtschiff Hurtigruten ist winzig. Vereinzelt fuhren auch Motorboote übers Wasser.
Radreise durch Galicien
Zur Demonstration spanischer Gartenkunst, eine weitere Doku, zeigt der Reisende hier drei Fotos von seiner großen Galicienreise. Um die 4000 Kilometer legte er zwischen August und September mit seinem Mountainbike zurück. Er folgte zum größten Teil dem Jakobsweg von Porto bis Ribadeo, nach Santiago de Compostela und dann über die Serra da Estrela und den Rio Douro zurück nach Porto. Oben könnt ihr einen privaten Vorgarten, einen Teil des Parks Illa das Esculturas de Pontevedra und eine Gartenanlage zwischen Häusern betrachten. Alle Bilder schoss der Bikepacker an einem Tag. Alleine an diesen drei Fotos ist zu sehen, dass das Thema Gartengestaltung völlig unterschiedlich ausfallen kann.
Bildet euch selbst ein Urteil. Viel Spaß beim Zuschauen über “Jetzt im TV: Limfjord und Gärten”.
Jetzt im TV: Balearen und Bären. Ab jetzt versorgt Durchstreifen & Erleben euch möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Diesmal ist die Auswahl etwas ausgefallener mit Zielen in Frankreich, Norwegen, Österreich und Spanien. Dänemark, Deutschland und Portugal bleiben diesmal außen vor. Das Geschehen konzentriert sich auf nur drei Tage. Das ist auch gut. Denn so bleibt Zeit für einen Spaziergang im Schnee.
Kontrastreich: Barent und Balearen
Nur an zwei der bevorstehenden Drehorten ist der Reisende schon gewesen: In Nordnorwegen fehlt ihm noch das Gebiet zwischen Tromsø und Kirkenes. Die Barent-Region ist aufgrund der Tierwelt immer noch ein Traum. Der Reisende findet es aber auch immer ganz schön, noch Ziele zu haben und nicht schon alles in Europa zu kennen. Dies trifft dafür auf Andalusien zu, das er schon mehrmals besucht hat. Einerseits ist dies ein gutes Ziel im Herbst und Winter, da es überwiegend warm dort ist. Und die Nähe zu Afrika ist natürlich reizvoll. Von einer Anhöhe konnte er sogar an einem guten Tag die Küste sehen. Menorca hingegen kennt er bisher nur von Schwärmereien der Spanier, die Mallorcas Schwesterinsel als sehr viel ursprünglicher empfinden. Und wer Umberto Ecos Roman “Der Name der Rose” gelesen hat, wird sich sicher auch für den Film über die Restaurierung der Kloster Melks in Frankreich interessieren, das im Roman vorkommt.
Bären in Schweden
Für Naturliebhaber sicher am interessantesten könnte der Beitrag über schwedische Bären sein. Durchstreifen & Erleben verbrachte in Dalarna eine Nacht auf einer Bärenbeobachtungsstation. Die Beobachter saßen geschützt in einer Hütte mit speziell für Kameras präparierten Fenstern. Leider kam kein Bär. Der Führer meinte, er hätte den menschlichen Geruch wohl gewittert. Denn Bären können über Kilometer weit riechen. Dabei gibt es in Dalarna sehr viele Bären. Bei all seinen Aufenthalten ist der Reisende noch nie einem begegnet. Viellicht zum Glück.
Scheue Gesellen
Beim Anbieter Björn & Vildmark, einem deutschen Paar, konnte er sich wenigstens mal in einem anderen Jahr einige Zeit im Peilen eines Halsbandes üben. Damit sind die Forscher Andrea Friebe und Gunther Schmidt gut informiert, wo sich die Tiere wann aufhalten. Über Nacht kam auch eine Bärin ans Gehege der Deutschen, wo sie einige Tiere halten. Den Elektrozaun überwand sie allerdings nicht. Aber auch hier sah der Radreisende keine Bären. Dies liegt daran, dass skandinavische Bären scheu sind. Sie seien anders als zum Beispiel ihre amerikanischen Verwandten, erzählte Gunther Schmidt am Lagerfeuer.
Vor einiger Zeit hörte er von einer interessanten Theorie im Film “Die Natur kehrt zurück” auf arte. Isolierte Tiergruppen seien weniger aggressiv als welche, die stets Zuwanderung erfahren. Dies bezog sich auf Wölfe, dürfte vielleicht auch auf Bären zutreffen. Also liegt es wohl an der Auffrischung der Gene.
Trotz enormen Flächenfraßes um Münsters Vorort Albachten ist noch Landwirtschaft sichtbar.
Nicht nur im Dom zu Münster, sondern auch auf dem Land…
sind Bildstöcke zu sehen.
Jetzt im TV: Münster bis Gibraltar. Aktuell versorgt Durchstreifen & Erleben Abonnenten möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Vor allem geht es um Geschichte und Natur. Dänemark, Frankreich, Österreich, Portugal und Spanien bleiben außen vor.
Qurliges Gibraltar
Der wohl spannendste Beitrag dürfte am Montag über Gibraltar laufen. Der Reisende ist schon öfter dort gewesen. Die Felsensiedlung ist etwas skurril, zumal Besucher zunächst beim Betreten über einen Flughafen laufen müssen. Die freundlichen Bewohner sind stolz auf ihre kulturelle Vielfalt, weil dort Angehörige verschiedener Religionen friedlich zusammenleben. Sicher auch spannend ist der Beitrag über Schwedens Umgang mit dem Holocaust. Davon ist sonst wenig in den Medien zu sehen.
Münster im Mittelalter
Und wer am Freitag lieber die Fußball-Übertragung gesehen hat, kann sich am Samstag über “Jetzt im TV: Münster bis Gibraltar” die Wiederholung Sendung über Münsteraner Kaufleute im Mittelalter anschauen. Wichtig war damals wie heute der Send, der damals noch Synode hieß. Händler verkauften ihre Waren am Dom, der heutzutage Touristenmagnet ist.
Täglich kommen 60 000 Touristen in die Stadt. Von denen gehen viele auch in den Dom. Dies ergab mal eine Untersuchung eines renommierten Instituts um Jahr 2007 herum, wie das Stadtmarketing Münster im März 2017 bekannt gab. Insgesamt macht das pro Jahr fast 20 Millionen Besucher am Tag. Im Vergleich zu New York mit gut 52 Millionen und Orlando in Florida mit sogar Millionen ist das schon eine stolze Zahl im Wettbewerb um die meisten Touristen in einer Stadt. Düsseldorf zählt 61,8 Millionen, Osnabrück 14 Millionen. Geschäftsreisende wie Tagesausflügler schrauben diese Zahl nach oben. Diese kommen von weit her, können aber auch aus den Nachbargemeinden stammen. Der Wirtschaft sind sie willkommen: 2011 ließen sie immerhin 737 Millionen Euro in der Stadt.
Berühmte Domuhr
Die meisten interessieren sich für die Astronomische Uhr. Hübsch sieht es aus, wenn sich täglich um 12 Uhr mittags die Heiligen Drei Könige in Gang setzen, das Jesuskind auf der Schoß der Muttergottes passieren und sich vor ihm verbeugen. Der Gott Chronos und der Tod schlagen den Viertelstundentakt. Links bläst jemand die Posaune. Eine Frau schlägt die vollen Stunden. Der Heilige Paulus zeigt mit einem langen Zeiger auf die aktuelle Jahreszahl. Ein Soldat richtet einen Stock aufs Tagesdatum.
1397 erbaute man die Uhr. Vermutlich erledigte dies der Mönch Friedrich in einer Werkstatt des Zisterzienserklosters Hude bei Bremen. Obwohl während der Bildersturms der Wiedertäufer am 24. Februar 1534 zerschlagen, berechneten die Mathematiker Dietrich Tzwyvel und Johann von Aachen, wie die Zahnräder ihr Werk verrichten konnten. Schmied Nikolaus Windemaker kümmerte sich um die Ausführung. Kein geringerer als Ludger tom Ring bemalte sie. Dessen Monatsbilder wurden erst 1709 von Adolf Smoeck übermalt. Von tom Ring sind wichtige Werke im Landesmuseum zu sehen. Mindestens vier Restauratoren waren seit 1540 an der Ausbesserung der Malereien beschäftigt.
Die Uhr wurde nicht von Grund auf neu erbaut, sondern man verfuhr nach den zwischen 1379 und 1435 üblichen Verfahren. Im Jahre 1669, dann 1932 wurden die Werke ersetzt, angetrieben seit 1818 durch ein vier Meter langes Pendel. Zum Glück überstand sie den Zweiten Weltkrieg, weil weder die beiden Gewölbe im Chorumgang noch vor dem Uhrenportal einstürzten.
Das Kalendarium umfasst die Zeit von 1540 bis 2071. So erleichterte die Uhr, zu erkennen, wann Ostern stattfindet und andere wichtige Tage der Christenheit. Mit der Kalenderreform Papst Gregors 1582 war die Uhr leider nicht mehr wirklich nutzbar. 60 Kilo wiegt die Scheibe aus Holz und deren Durchmesser beträgt anderthalb Meter. Zwölf Monatsbilder spiegeln bürgerliches und bäuerliches Leben im 16. Jahrhundert wider.
Weltkarte und Horoskop
Über dem Kalender ist eine Weltkarte zu sehen. Gemalt hat sie Heinrich Schmidts 1663, wobei er eine Karte von Johann Blaeu als Vorlage nutzte. Der Nordpol ist zentral. Abgebildet sind auch der Äquator sowie der nördliche und südliche Wendekreis. Davor liegt ein so genanntes Rete, auf dem sich 14 Fixsterne befinden. So ließ sich über Linien ablesen, wie sie über dem Horizont der Stadt auf- und untergingen. Ebenso erleichterten sie die Bestimmung der Himmelsrichtungen und der Polhöhen der Gestirne. Darüber hinaus las man so die durch die fortschreitende Jahreszeit ungleichen Tag- und Nachtstunden ab. Ein Sonnenzeiger half die Nachtstunden abzulesen. Tagstunden benannte man einer Verlängerung des Sonnenzeigers hin zu einem Regenbogen.
Wichtig war den Menschen auch das Horoskop. Dies ist leicht in Schillers phantastischem Drama “Wallenstein” nachzulesen. Oder an Johannes Kepplers Bedeutung am Habsburger Hof, so dass ein Herrscher zum Beispiel bevorzugt in den Krieg zog, wenn für ihn die Sterne günstig standen. Daher zeigt die Uhr zwölf Himmelshäuser. So wusste der Betrachter, in welchem Haus Planeten oder Wandelsterne gerade standen.
Sonnen- und Mondzeiger
Der Sonnenzeiger verweist sowohl aufs aktuell herrschende Tierkreiszeichen als auch auf den Sonnenstand. Jeder Wandelstern verfügt über einen eigenen Zeiger. Sie bewegen sich entgegen dem Uhrzeigersinn. Ein so genannter Mondzeiger informiert über die Position des Mondes und auch dessen jeweilige Phase an. Auch die anderen Planeten im Umfeld der Erde besitzen eigene Zeiger. Von ihnen zeigt der Sonnenzeiger die Uhrzeit an.
Darüber hinaus ist eine Planetentafel zu sehen: Sie zeigt an, welcher Planet die erste Stunde des Tages regiert. An den Wochentagen von Montag bis Sonntag ist dies heute noch abzulesen.
Viel Spaß beim Besuch im Dom via “Jetzt im TV: Münster bis Gibraltar”.
Jetzt weiß der Reisende, was er gerade am meisten vermisst: zu reisen und neue Welten zu entdecken wie die Insel Samsø im Kattegat, so groß wie Sylt. Nicht nur in Norwegen, sondern auch in Dänemark gibt es Fjorde wie auf der 144 Quadratkilometer kleinen Insel. Dieser heißt Stauns Fjord. Er fällt bereits einige Kilometer zuvor durchs besondere Licht auf, ähnlich dem, das die berühmten Maler von Skagen in ihren Gemälden verarbeiteten.
Um den Fjord liegt eine durch Heide und Marschland geprägte Landschaft mit friedlich daliegenden Häusern. Das Wasser wird vom Himmel erleuchtet. Wacholder, Fichten und Birken wachsen hier. Besonders hübsch wirkt das Gewässer an einer schmalen Landzunge vor Langøre Hafen. Dort erhebt sich eine erst 1925 erbaute weiße Kirche im typisch dänischen Stil: Langør Kirke. In Langøre findet man über 300 Jahre alte Häuser. Aber es ist trotzdem der Kleinheit wegen nicht vorstellbar, dass dies einmal der Hauptort der Insel gewesen sein soll. Heute ist Tranebjerg Hauptort. Es liegen nur Motorboote im Hafen. Wer will, kann hier während des Urlaubs mit der M / S Tunø auf Robben- und Seehundsafari gehen und einiges bei einem Vortrag des Skippers über die Geschichte der Insel erfahren.
Der Fjord stammt noch aus der letzten Eiszeit. Als der nordamerikanische Eisschild stark schmolz, stieg der Meeresspiegel stark an. Im Laufe von darauf folgenden 1000 Jahren stieg er um 20 Meter. Der Fjord wurde sieben bis acht Kilometer lang mit Inseln. Mehr darüber könnt ihr im Reiseführer lesen. Eine Insel, fast so groß wie Sylt, Samsø. Ihre Größe war nach der Ankunft die größte Überraschung. Davor dachte der Reisende, dass sich auf ihr höchstens ein Campingplatz und fünf Ferienhäuser befänden.
Es ist mal wieder spannend zu erfahren, was einen spanischen Autor der Zeitung „El Mundo“ an Norwegen fasziniert und zu welchen Bildern er greift, um die Landschaft zu erfassen. Den Verfasser verschlug es im Winter in die größte Hochebene Europas, in die Hardangervidda. Dabei gibt es auch in Spanien Hochgebirge. Aber sie liegen nicht direkt am Wasser. Vielleicht eröffnet Dir dieser Artikel so einen völlig neuen Zugang zum Norden.
Natürlich greift der Autor zu Begriffen wie Postkartenlandschaft. Was mich aber stets fasziniert, ist das ganz andere Verhältnis der Spanier zur Kälte. Während Mitteleuropäer schon im Frühjahr oder noch im Herbst im T‑Shirt durch die Gegend laufen, ziehen sie sich Winterkleidung an, um nicht zu frieren. Auch dieser Autor musste sich an die tiefen Temperatur unter Null in Kombination mit Eis und Schnee gewöhnen und fragte wohl jemanden vor Ort, wie Skandinavier damit umgingen: „Norweger sagen, dass Kälte nicht existiere. Es gebe nur unpassende Kleidung.“ Entsprechend gekleidet könne auch ein Spanier sich von der Landschaft entzücken lassen, ohne dabei zu erfrieren. Diese sei im Winter viel interessanter, weil in dieser Zeit auf den Fjorden der Frieden regiere, jeder ohne die Last der Kreuzfahrtschiffe sich vom Leben in der Stadt abkoppeln und eine Verbindung mit der Natur eingehen könnte. Nicht zuletzt habe die Unesco diese Landschaft zum Weltkulturerbe ernannt.
Das sind spezielle Wahrnehmungen des Verfassers. Doch wohin zieht es Spanier, wenn sie Outdooraktivitäten wie Skifahren, Schneeschuhwandern oder Eisklettern ausüben wollen? Gibt es Geheimtipps, von denen Menschen aus deutschsprachigen Ländern nie etwas erfahren? Zu den wichtigsten Zielen zum Skifahren zählt für ihn Myrkdalen im Gebiet des 179 Kilometern unfassbar langen Hardangerfjordes. Dort gebe es insgesamt 28 Kilometer lange Pisten. Doch schon die Anreise auf der Schnellstraße von Bergen sei atemberaubend. Mit jedem Kilometer öffne sich die Natur. Die Berge reichten direkt bis an die Straße heran. Sie spiegelten sich im ruhigen und durchsichtigen Wasser. Und noch beeindruckender sei es zu sehen, wie sich der Schnee darin spiegele. Getoppt werde all das allerdings von Vøringsfossen, einem der bekanntesten Wasserfälle Norwegens. Er ist 182 Meter hoch mit einer Freifallstrecke von beeindruckenden 145 Metern. Wenn das Wasser gefroren ist, gibt es dort offenbar die Möglichkeit des Eiskletterns. Aktuell werde eine enorme Glasbrücke gebaut, die zwei Aussichtspunkte miteinander verbinde.
Es gibt doch noch schöne Orte in Norwegen, deren Namen ich noch nie gehört habe. Zu denen gehört zum Beispiel Loen. Melina Pambou Sundfør von der schwedischen Zeitung “Aftonbladet” beschreibt ihn als kleinen Ort bei Lobukta in Nordfjord. Dort fänden Reisende kristallklares Wasser und eine abenteuerliche Natur vor.
Sie empfiehlt auch den schönen Ort Gudvangen. Dieser liege in der Kommune Aurland in Sogn og Fjordane. Dort gebe es eine phantastische Landschaft auf. Dessen Perle: ein tiefer Fjord.
Vom “Atlanterhavsveien” habe ich auch noch nichts gelesen. Es handele sich um einen schönen Weg für Touristen auf Nordmøre in Møre og Romsdal. Wer dort langfahre, fühle sich so, als schwebe man über dem Wasser. Bei Sunnmøre in Møre og Romsdal gebe es einen 15 Kilometer langen Fjord mit vielen phantastischen Naturerlebnissen.
Der gar größte Gletscher Europas auf dem Festland befinde sich in Sogn og Fjordane. In einem der vielen Museen werde man gut informiert, und es sei auch möglich, Touren auf den Gletscher zu buchen.
Ziemlich bekannt hingegen dürfte zumindest den Norwegenfans Trollstigen, ein “imponierender Weg” in der Kommune Rauma. Der Weg schlinge sich mit elf Kurven geradezu durchs Gebirge. “Att sitta i en bil länge kan vara trist, men absolut inte på en väg som den här”, verspricht Melina Pambou Sundfør.
Wer über die größten norwegischen Schätze spreche, komme an Trolltunga bei Odda nicht vorbei. Diese sei eine der spektakulärsten Bergformationen des Landes.
Nicht fehlen dürfe natürlich auch Steigen, eine Naturheimlichkeit in Nordland. In einer schönen Hochgebirgslandschaft erstreckten sich dort kreideweiße Strände im Weltklasseformat und das Wasser sei smaragdgrün.
Nordlandbahn zum Polarkreis: Sagenhafte Ausblicke auf Fjorde, vorbeiziehende Berge — zu den schönsten Eisenbahnfahrten Europas zählt die Strecke von Oslo nach Bodø. Sie bietet deutlich mehr als ein Flug. Denn nur bei gutem Wetter ist von oben etwas von der langen Küste zu sehen.
Der Regionalzug bummelt gemütlich Richtung Polarkreis. Er hält unterwegs in sehenswerten Orten wie zum Beispiel Trondheim. Dort muss jeder umsteigen, der weiter in den Norden fahren will. Eine Übernachtung lohnt sich aber dort. Denn es gibt einiges zu sehen. Dort steht nicht nur der berühmte Nidaros-Dom oder die aus Holz errichteten Häuser im Ausgehviertel am Wasser, das alte Werftviertel am Nidelva. Auf einer der Fahrten stellte der Reisende sein Zelt mal zentrumsnah auf eine parkähnliche Rasenfläche. Er fand es gewagt, doch niemand weckte ihn, um das Zelt abzubauen. Als er morgens aufwachte, hörte er die Bevölkerung auf dem Weg zur Arbeit an sich vorbeiziehen. So lässig ist Norwegen! Ein weiterer schöner Ort ist Mo i Rana. Dort ist ein Besuch der Bootsmuseums mit historischen Kähnen empfehlenswert. Nicht zuletzt liegt die kleine Stadt malerisch am Fjord.
Günstige Nordlandbahn zum Polarkreis
Die Fahrkarte der Nordlandbahn ist ziemlich günstig für die viele Stunden dauernde Fahrt. Und es gibt sie etwas günstiger, wenn man sie online einige Tage vor Antritt der Reise kauft. Bikepackern gefällt es auch, dass man das Rad nicht umständlich wie vor einem Flug verpacken muss. Danach kann man nur noch , dass es die Arbeiter auf dem Flughafen pfleglich behandeln. Stattdessen schiebt man es am Bahnsteig einfach ins Abteil des bereits lange vor Abfahrt wartenden Zuges. Danach versinkt der Reisende in einem der gemütlichen Sessel und genießt die Fahrt in der Nordlandbahn zum Polarkreis.
Jeder Fahrgast erlebt die Fahrt anders. Was ein Reporter der Neuen Zürcher Zeitung dabei fühlte und dachte, erfährst Du hier. Oder lockt es Dich nicht nur an den Polarkreis, sondern sogar nach Spitzbergen?
Galicien statt Norwegen: Da liegt der Reisende offenbar mit seiner Radwanderung durch Galicien im Trend. Auf n‑tv fand er jetzt einen Reiseartikel, in dem Galicien mit Norwegen verglichen wird. Galicien sei eine gute Alternative zu Norwegen. Wenngleich der Vergleich im Artikel hinkt: Zum einen stellt der Autor norwegische Fjorde als überlaufen dar. Dies trifft nicht überall zu, sondern gilt eher für Südnorwegen. Zum anderen können Strände in Galicien auch überlaufen sein. Und das Wasser ist an vielen Stellen der rias baixas selbst im Hochsommer eiskalt. Das wird ausgelassen. Trotzdem ist es zu empfehlen, die Reisezeit immer in die Nebensaison zu legen.
Dafür gibt sicher aber auch noch andere Gründe: Spanien ist abseits der touristischen Hotspots preislich günstiger als Norwegen. Dies trifft auf Unterkünfte zu. Spanische Unterkünfte, selbst im Zentrum der Städte, wenn sie nicht mit vier oder fünf Sternen ausgestattet sind, kosten in der Nebensaison ein Drittel von norwegischen. Dies ist auch in Großstädten wie A Coruña, Sevilla und Madrid der Fall.
Ausgehen in Restaurants
Das Ausgehen in Restaurants in Skandinavien ist vielfach nur etwas für Gutbetuchte. In Aarhus zahlte der Reisende auf der Fressmeile Åboulevarden mal 12 Euro für Muschelfleisch mit Tomaten. Für den Preis ein “Essen”, das gut auf einen Esslöffel passt, bekommt der Gast in Südeuropa ein ordentliches Menü auf den Tisch gestellt. Einkaufen auf der Iberischen Halbinsel lohnt sich in Galicien oder Zentralportugal kaum, da es für wenig Geld in Kneipen auf dem Land und auch an der Küste leckeres Essen gibt. Fahrradfahren zahlt sich wahrlich bei der Suche nach Restaurants. Denn leicht kann sich so jeder von den touristischen Plätzen, die oft viel teurer sind, entfernen und in eher von Einheimischen aufgesuchten Stadtteilkneipen begeben. Atmosphärisch ist es dort auch viel netter, da Spaniern eine angenehme Kneipenkultur mit lustigen Trinkspielen zum Beispiel nach wie vor wichtig ist.
Auf diese Weise hat sich der Bikepacker schon tagelang gut versorgen können. Wobei die gute Esskultur auch in den Kneipen des Südens langsam nachlässt: Mehr als ein belegtes Brot mit Schinken, Wurst oder Käse gibt es oft nicht mehr im Angebot. Und das Brot ist oft angetrocknet vom Vortag. Daher ist es eher zu empfehlen, eine Konditorei statt eine Bar aufsuchen. Denn die Produkte sind oft frischer. Aber günstiger und auch wärmer als an Norwegens Fjorden ist es ohnehin immer im gastfreundlichen Galicien.