Willst Du mal Wellness-Urlaub in einem der besten Spa-Hotels der Welt verbringen? Dann ist der jetzt mit dem World Luxury Spa Award ausgezeichnete La Manga Club an der Costa Cálida bei Murcia vielleicht etwas für Dich.
Wie die in Barcelona erscheinende Zeitung La Vanguardia schreibt, weist diese Küste eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 19 Grad auf und 300 Sonnentage im Jahr. Mit dem Parque natural de Calblanque scheint die Gegend bei Murcia sogar eine unvergleichliche Natur zu haben. Ich selbst weiß es nicht, bin noch nicht in Murcia gewesen.
Im Club selbst soll es drei Zonen zur Regenerierung geben: Zunächst den Spa-Bereich selbst mit 13 Kabinen zur Behandlung, Jacuzzi, Kaltwasser- und Eisbad, Innenschwimmbecken, Dampfbad, Ruheraum mit Musik, Massage und Anwendungen, in denen ihr das Maximum eurer Schönheit herauskitzeln könnt.
Dann gibt es ein Fitnesscenter, in denen euch euer persönlicher Fitnesscoach zu Bestleistungen quält, wenn ihr dort Indoor-Cycling, Pilates, HIT, Zumba macht oder er euch in ein semiolympisches Schwimmbecken wirft. Vielleicht lernt ihr dort spezielle Schwimmtechniken für den nächsten Triathlon.
Nicht zuletzt gibt es dort ein 400 Quadratmeter großes Zentrum hoher Leistungsfähigkeit für Profisportler und Vereine. Vielleicht trefft ihr ja Messi oder Ronaldo dort. Ein Erfahrungsbericht von Dir würde mich freuen, solltest Du dort demnächst logieren.
Gerade habe ich gelesen, warum es besser ist, die Ausdauer zu verbessern als nur die Kraft. Es hat etwas mit einem Enzym zu tun und mit unserem Dasein in grauer Vorzeit. Vor allem: Lasst das Auto weg. Radelt lieber zur Arbeit.
Natur hautnah erleben? Zelten unter freiem Himmel? Beim Radwandern ein Gespür für Land und Leute entwickeln? Dann buchst Du goldrichtig auf http://www.durchstreifen-erleben.com.
Du radelst mit einer kleinen Gruppe durch Nordschweden, das portugiesische Hochgebirge und an der französischen Atlantikküste.
Dabei lernst Du, wie man ein Zelt aufbaust, Quellen zum Trinken findet, das Rad repariert und Dein Essen am Lagerfeuer zubereitet.
Das schöne Wetter nutzend, sind wir am Sonntag auf dem Rheinsteig herumgeklettert.
Wir sind 12,8 Kilometer von Leutesdorf bis Rheinbrohl gelaufen, haben dabei eine Burgruine und Skulpturen mitgenommen, den Blick auf das letzte Herbstlaub genossen und den Blick auf den Rhein.
Da es fast 700 Höhenmeter sind, muss man schon Zeit einplanen — gut 5,5 Stunden.
Es geht mehrmals fast komplett ins Tal herunter.
Die Strecke liegt ungefähr auf der Mitte zwischen Bonn und Koblenz. Am Anfang und am Ende der Strecke gibt es Bahnhöfe, was An- und Abreise erleichtert. Gelegenheit zur Einkehr gibt es nur in Leutesdorf und Rheinbrohl um diese Jahreszeit. Die Hütten sind derzeit geschlossen.
Blätterzauber an der Ehlinger Ley. Farbige Blätter, noch voll belaubte Weinreben: Der Herbst verzaubert die Ehlinger Ley bei Bad Bodendorf. Noch ist es hier warm im Herbst. Deshalb halten sich Menschen und Tiere nach wie vor gerne in den Höhen und auf den Streuobstwiesen auf. Diese Gegend im Ahrgebirge ist zum Wandern zu empfehlen. Denn die Füße werden geschont, da es nur wenige Asphaltwege gibt. Überwiegend sind es Waldwege, die mal fein, mal grob geschottert sind.
Dies ist aber nicht immer so. Auf der ersten Etappe ab Sinzig am Rhein ist viel asphaltiert, was mit Wandern nicht viel zu tun hat. Auch bei Dernau gibt es solche Stücke und am Freilinger See. In manchen Wanderführern wie von Kompass wird dies leider verschwiegen. Warum auch immer! Es ist zu vermuten, dass Wanderfreunde nicht abgeschreckt werden sollen.
Schimmel auf grün bedeckten Weiden
Zu Beginn der Strecke sieht man noch einige Windungen der Ahr. Der Fluss ist so kurz vorm Rhein schon recht groß geworden. Zu Beginn des gut 100 Kilometer langen Ahrsteiges ist sie in Blankenheim nur ein Rinnsal mitten im Ort. Dort fließt ein dünner Strahl in ein Becken. Doch mit dem Aufstieg über der Ahr erreichen Wanderer recht komfortabel ausgebaute Wege, die auch schön durch Wald führen. Und auch an Pferdekoppeln: Diese wirken jetzt durch Schimmel auf von grünen Blättern bedeckten Weiden ziemlich romantisch. In einer Schutzhütte bietet sich dann auf der immerhin 16 Kilometer langen Strecke eine Rast an. Gerade bei windigen Verhältnissen hilft das.
Am Anfang und am Ende der Strecke gibt es Bahnhöfe in Bad Neuenahr und in Sinzig. Dies erleichtert die An- und die Abreise. Eine Gelegenheit zur Einkehr mit leckerem Kuchen gibt es um diese Jahreszeit unterwegs in einer Gaststätte in Ehlingen. Eine weitere liegt bereits davor in Löhndorf im Tal. Die Winzerhütte nahe der Ehlinger Ley ist aber derzeit geschlossen.
Angesichts des kühlen Wetters eine Anregung zum Aufwärmen: Mountainbiken im Ahrgebirge. Die Höhen des Ahrgebirges in der Nähe von Mayschoss sind sehr reizvoll zum Radfahren. Es handelt sich um Wanderwege. Wie auf den Fotos gut zu erkennen ist, sind die Wege überwiegend geschottert. Und sie sind auch zum größten Teil serpentinenartig angelegt. Nur hier und da fällt der Anstieg steiler aus, ist aber nicht unüberwindbar. Es ist auch erlaubt, auf ihnen zu radeln.
Der Reisende fuhr dort am Wochenende mit einem Freund, der um die 100 Kilo wiegt. Trotz Übergewichts ist er noch gut belastbar, da er lange Zeit sportlich sehr aktiv war — vor allem Basketball spielte. Die Ausdauer ist nach wie vor vorhanden. Dies trifft auch auf den sportlichen Ehrgeiz zu. Hoch oben in einem Mittelgebirge oberhalb von Dörfern wie Dernau und Mayschoss zu fahren, Forst zu passieren, Weinreben berühren zu können, all dies motiviert natürlich auch. Sicher erfreute ihn auch der Kommentar eines Jugendlichen, der beeindruckt sagte, er würde es nicht schaffen, diese Steigungen herauszufahren. Er selbst ging mit seiner Familie spazieren.
Reger Verkehr im Tal statt Weinreben vorm Maul
Es ist auch deutlich angenehmer, hier zu fahren als auf den Radwegen unten im Tal. Auf der Landstraße stört der rege Verkehr der Ausflügler. Diese gehen dort erst ein wenig spazieren und genießen anschließend den guten Wein in den Gaststuben. Manche Kölner scheinen es zu lieben, ihre Sportwagen dort auszureizen und die Strecke als Rennbahn zu nutzen. Warum versuchen sie dies nicht am Nürburgring, der nun wirklich nicht weit entfernt ist? Die Fahrt im Tal stellt, sportlich gesehen, keine Herausforderung dar. Meistens zuckelt man hinter den gemütlich tuckernden Massen her. Zudem sind dort E‑Bike-Fahrer unterwegs, die ihr Fahrzeug nicht wirklich beherrschen. Neulich sah der Reisende noch jemanden mit unglaublicher Geschwindigkeit, eine Böschung herausrasen und wieder herunter. Es war ein Wunder, dass dem Mann nichts passierte.
Die Gegend ist gut an die Bahn angeschlossen. Mehrere Züge bringen Sportbegeisterte mehrmals täglich zum Mountainbiken im Ahrgebirge. Leider ist nur Blankenheim nicht gut angeschlossen, wenn jemand dort wandern gehen will, wo der Fluss Ahr sich erst noch entwickelt. Insgesamt ist der Fluss gut 85 Kilometer lang. Der Regionalzug fährt nur bis Blankenheim (Wald). Nach Blankenheim geht e weiter mit dem Bus.
Münsterland-Giro ausprobiert: Respekt — heute ist der Reisende mit dem Rennrad 133 Kilometer von Münster bis nach Heek und Schöppingen den Spuren des Münsterland-Giros gefolgt. Angesichts seiner brennenden Oberschenkel trotz insgesamt weiter Touren in seinem Leben nötigt ihm die Leistung der Amateure des Jedermann-Rennens Respekt ab. Allerdings ist er meistens auf nicht immer komfortablen Radweg gefahren. Den Komfort gesperrter Straßen konnte er leider nicht genießen. Durch Umwege summierte sich die Strecke um einige Kilometer mehr als für Radler auf der Giro-Strecke.
Hier folgen nun Impressionen von der Strecke zwischen Stift Tilbeck und dem Stevertal rund um die Städte Billerbeck und Havixbeck. Diese Impressionen haben die Sportler am Tag der Deutschen Einheit in den Baumbergen so bestimmt nicht wahrgenommen. Sie ist auf jeden Fall der ruhigere Teil. Denn im Vergleich zum Richtung Niederlande führenden zweiten Teil ist er deutlich besser vor Wind geschützt. Dies liegt an zahlreichen Wallhecken, die ziemlich typisch fürs Münsterland sind. Und natürlich an den Baumbergen, die die Kraft des Windes erheblich schwächen.
Torhaus in Asbeck
Schöppinger BErg
Schloss Darfeld
Ahauser Schloss
Danach führt der Weg von Schloss Darfeld zum Barockschloss Ahaus. Er steigt empor zum Schöppinger Berg. Und von dort zurück nach Münster. Der Münsterland-Giro ist nun ausprobiert.
Herausforderung Borken
Wer sich noch mehr fordern will, kann von hier aus noch 32 Kilometer weiter nach Borken radeln. Im Mai 2021 öffnete dort das Stadtmuseum wieder seine Tore. Die Stadtgeschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Im Speicher befinden sich Exponate wie ein Moped oder ein deutsch-arabisches Kochbuch. Übers Smartphone erzählen sie ihre Geschichte. Eine Station hält historische Kleidung für Kinder bereit. Zeitzeugen berichten auf einer anderen Ebene über Geschehnisse der vergangenen Jahrzehnte. Dort wollen die Museumsexperten auch künftig Interviews mit Bürgern der Stadt führen. Insofern bleibt es dort lebendig. Auf einer weiteren Ebene laufen Kurzfilme über bestimmte Epochen der Stadtgeschichte. Orte des Geschehens erstrahlen dann farbig wie zum Beispiel die alte Stadtmauer. Dies kann schön wirken, wie sich bei einem Besuch der alten Handelsstadt Porto zeigt.
Der Camino verlangt Radlern einiges ab. Aber dies wird belohnt.
Nicht alle Forstwege in Spanien sind leicht zu befahren wie dieser. Auf manchen erschweren dicke Steine das Vorankommen.
Radeln auf dem Jakobsweg hält jung: Gerade gelesen: Sport hält jung. Das hofft der Reisende doch sehr auf seiner Rundreise durch Galicien. Schließlich muss auch etwas dabei herauskommen, wenn er fast jeden Tag 30 bis 50 Kilometer erst auf dem portugiesischen und dann auf dem nördlichen Jakobsweg an der Küste radelt. Dabei geht es meistens durchs Mittelgebirge. Dabei bewegt er insgesamt gut 35 Kilo unter sich fort. Das Rad selbst wiegt gut zwölf Kilo. Die Packtaschen plus Zelt und Schlafsack beanspruchen um die 23 Kilo. Zehn Kilo hat er binnen acht Wochen abgenommen, ohne wirklich leiden zu müssen. Er quält sich nicht mit einer Diät, indem er zum Beispiel nur noch bittere Teile einer Agave oder Früchte eines Kaktus isst. Allerdings ist er auch wenig am Tag: Müsli am Morgen, tagsüber Äpfel und Erdnüsse, Tapas hier und da in einer Bar. Abends füllt leichte mediterrane Kost den Magen. Und dazu gibt es leckeren spanischen Kaffee. Der Erfolg stellt sich ein: 76 Kilo zeigte die Waage neulich an.
Ans Schieben auf steinigen oder steilen Strecken hat er sich auch gewöhnt. Mittlerweile beherrscht er das sogar deutlich besser und flucht nicht mehr so viel. Denn seine Arm- und Rumpfmuskulatur ist deutlich stärker geworden. Außerdem trainiert das frei nach der Devise: Was nicht tötet, härtet ab.
Binnen kurzer Zeit hat er also schon schöne Ergebnisse erzielt. Und er hat noch einiges vor sich: Jetzt geht es gut 500 Kilometer weiter auf der Via de la plata nach Zamora. Dieser Weg führt Pilger von Sevilla in Andalusien nach Santiago. Es schließt sich eine ähnliche Entfernung am Rio Douro entlang nach Porto an.
Radeln auf dem Jakobsweg hält jung. Meditative Erfahrungen und tolle Kontakte gesellen sich dazu. Eine runde Sache. Und jetzt wartet nach der Hitze am Tag des Feuers und dem Verlust vieler Kilos ein Thermalbad in Ourense auf ihn!
Die Straße gleitet fort und fort, weg von der Tür,
wo sie begann, zur Ferne hin, zu fremdem Ort,
ihr folge denn, wer wandern kann. Caminho de Santiago am Rio Minho vor Valença.
Philosophieren auf dem Jakobsweg: Es gibt Leute, die meinen, menschliche Interessen übers Alter definieren zu müssen: mit zwanzig in Clubs und Fitnessstudios. Mit dreißig Literatur. Mit vierzig Jahren fange man mit dem Wandern an. Ab fünfzig spüre man, dass gar nichts mehr geht. Man könnte sich dann einen Platz im Altersheim reservieren und den Grabstein. Doch diese Zeiten sind längst vorbei.
Auf dem Jakobsweg hat auch eine Pilgerin behauptet: Da sie jung sei, sei sie eher bereit, in Herbergen zu schlafen als Ältere. Dort riecht es nicht gut. Leute schnarchen. Etagenbetten sind nicht verlockend. Manchmal gibt es keine freien Betten mehr. Matratzen liegen dann auf dem Gang.
Sportlich und komfortabel gekleidete Wanderer
Wenn man sich in Herbergen des Camino de Santiago umschaut, strömen Menschen zwischen 20 und 70 herein. Fast alle tragen sportliche Kleidung. Teleskopstöcke und Rucksäcke sehen komfortabel aus. Niemand muss schwere Kameras schleppen. Für den privaten Gebrauch reichen kleine Digitalkameras. Smartphone-Bilder dürften Teilnehmer beim Stammtisch ermüden.
Seltsam auch: Viele achten nicht auf richtige Wanderschuhe. Sie meinen, billige beim Discounter seien genauso gut wie Markenware. Der Reisende führt oft als Wanderführer durch die Eifel. Er glaubte selbst lange, dass Schmerzen dazu gehörten. Doch seit er 260 Euro in alpine Stiefel gesteckt hat, weiß er, dass es fast ohne Blasen geht. Ans höhere Gewicht gewöhnt er sich binnen Minuten. Die Oberschenkel schmerzen auf der ersten Etappe, bei jeder weiteren nur in den ersten Minuten.
Auf dem Jakobsweg in Portugal und Spanien radelt und läuft er mit Rad-Winterschuhen. Die Cleats für SPD-Pedalen sind so gut gearbeitet, dass er sie nur auf glatten Steinen spürt. Hitze tritt weder bei Berg- noch bei Radstiefeln auf. Oft sind vielen die Schuhe zu klein, die Tränen groß. Davon profitieren auf der Reise durch Nordportugal und Galicien Sandalen führende Schuhläden. Lassen sich diese Leute beraten? Dicke Socken und eine Nummer größer. Darauf bestand sein Fachverkäufer im Bergsportladen.
Geld sparen am falschen Ende?
Geld wird am falschen Ende gespart. Lieber regelmäßig mehrfach pro Woche 16 Euro für Fritten, Bier und Currywurst und Medikamente statt in gute Schuhe und einen vernünftigen Reiseführer. Die Pharmaindustrie freut sich über gute Kunden. Dabei senken Champignons Blutdruck. Kürbiskerne spenden Omega 3‑Fettsäuren. Teebaumöl killt Viren und Bakterien.
Schließlich bewegt man sich als Wanderer auf 235 Kilometern von Porto bis Valença 17 bis 24 Kilometer am Tag. Immerhin erntet jeder neben einem schlanken Körper und schönen Erinnerungen Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen. Jeder kann das gebrauchen. Egal, ob 20 oder 70 Jahre alt.
Philosophieren auf dem Jakobsweg: Solche Gedanken strömen, wenn der Reisende täglich 60 bis 70 Kilometer beim Radwandern unterwegs ist. Andere wie der berühmte Paulo Coelho hingegen in “Auf dem Jakobsweg” beschreiben spirituelle Erfahrungen. Morgen geht es weiter Richtung Rubiais.