Von Almeida bis zum Steinhuder Meer

Stern­för­mig ange­legt, sogar Napo­le­on biss sich an der Vauban-Fes­tung die Zäh­ne aus: Gera­de erfüllt der Rei­sen­de sich einen lang geheg­ten Wunsch. Er besucht auf einem Boot eine Insel im schö­nen Stein­hu­der Meer. Auf ihr errich­te­te Graf Wil­helm von Schaum­burg-Lip­pe die Fes­tung Wil­helm­stein. Er war ein mili­tä­risch wie phi­lo­so­phisch gebil­de­ter Mann, refor­mier­te um 1760 die por­tu­gie­si­sche Armee. Sei­ne Spur führt so von Almei­da bis zum Stein­hu­der Meer.

Von ihm aufs neue befes­tig­te Fes­tun­gen in Valen­ça im Nor­den von Por­to, Almei­da am Ran­de der Ser­ra da Est­re­la sowie Évora ent­lang der Gren­ze schütz­ten die Por­tu­gie­sen vor Ein­fäl­len der Kas­ti­lier zur Zeit des Sie­ben­jäh­ri­gen Krie­ges. Spä­ter muss­ten Napo­le­ons Trup­pen auf ihren mords­mör­de­ri­schen Erobe­rungs­zü­gen reich­lich Ener­gie auf­wen­den, um die Por­tu­gie­sen in die Knie zu zwin­gen. Dafür sorg­te aus­ge­rech­net ihr berühm­ter Fes­tungs­bau­meis­ter Sebas­tien de Vauban. Denn stern­för­mi­ge Fes­tun­gen lie­ßen sich gut verteidigen.

Trotz viel Wut im Bauch wur­de den Fran­zo­sen beim Wie­ner Kon­gress kein unge­rech­ter Frie­dens­ver­trag auf­er­legt, son­dern die Fürs­ten sorg­ten für eine Poli­tik des Gleich­ge­wichts der Mächte.

Davon berich­te­te der Rei­sen­de bereits, als er von August bis Dezem­ber 2017 durch Nord­por­tu­gal und Gali­zi­en radel­te. Zum Dank schenk­te Dom João, dama­li­ger König, Graf Wil­helm gol­de­ne Kano­nen. Bei den Por­tu­gie­sen ist der “Con­de de Lip­pe” bekann­ter als in Deutsch­land, ist er doch dort Stoff im Geschichtsunterrichts.

Der Eis­zeit­see ist emp­feh­lens­wert, weil es von allen Sei­ten zu betre­ten ist. Vie­le Men­schen aus dem Raum Han­no­ver ver­brin­gen ihren Urlaub am Stein­hu­der Meer. Es gibt dort einen gro­ßen Cam­ping­platz, wo auch das Zelt des Rei­sen­den steht. Oft befin­den sich, wenn jemand den Urlaub an deut­schen Seen ver­brin­gen will, vie­le Gewäs­ser in Deutsch­land an den schöns­ten Stel­len in Pri­vat­be­sitz. Hier aber gibt es eine Bade­in­sel. Ste­ge füh­ren ans Was­ser. Und einen schö­nen Beach­vol­ley­ball­platz ent­deck­te der Rei­sen­de auch. In den umlie­gen­den Orten fand er Feri­en­woh­nun­gen und Hotels. Und sogar Vögel las­sen sich im Moor von Tür­men aus beob­ach­ten. Der Kreis von Almei­da zum Stein­hu­der Meer hat sich jetzt für den Rei­sen­den end­lich geschlossen.

likeheartlaugh­terwowsadangry
0

Kommentieren