Jetzt im TV: von Barcelona nach Aachen. Aktuell versorgt Durchstreifen & Erleben Abonnenten möglichst regelmäßig mit TV-Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die jetzt im Fernsehen laufen. Diesmal sind alle Länder bis auf Norwegen vertreten. Erstaunlich. Sicher liegt das an den bevorstehenden Osterferien.
Gespannt ist der Reisende vor allem auf den Film über Barcelona. Dort lebte er neun Monate, weil er über Erasmus Katalanisch studierte. Der Sprachkurs war hart. Denn er konnte weder gut Spanisch noch Katalanisch sprechen. Und die Verständigung im Kurs lief auch nur auf … Katalanisch. Aber Spanisch lernte der Reisende gut, weil sich alle in der WG nur auf Spanisch unterhielten, um sich gut in die Gesellschaft zu integrieren. Englisch oder Französisch waren daher tabu.
Beste Unterhaltung auf den Ramblas
Aus touristischer Sicht war die Lage der Wohnung genial. Kristen, Kanadier John und Französin Marie wohnten nahe der Sagrada Familia und vieler anderer Sehenswürdigkeiten: wie zum Beispiel das Hospital Sant Pau. John studierte Wirtschaft. Marie arbeitete bei einer Bank. Mit der Metro konnten sich alle schnell durch die Stadt und an ihre Ränder bewegen. Nie kam Langeweile auf, weil es blendende Unterhaltung auf den Ramblas gab. Oder es boten sich tolle Cafés wie das Café de L’Opera am Gran Teatre del Liceu. Am liebsten mochte der Reisende dort Schokolade mit einer dicken Portion Sahne trinken, den sogenannten Suizo. Zu dieser Tradition hatte ihm Tanja Giese geraten schon drei Jahre zuvor, als er im Tageszentrum Septimania als Betreuer für schizophrene Patienten arbeitete. Tanja lebt heute verheiratet in Barcelona, nachdem sie auch über Erasmus in der aufregenden Stadt studiert hatte.
Von Barcelona nach Aachen
Wenn Corona einem in diesem Jahr immer noch einen Strich durch den Urlaub im Ausland macht, kann der Reisende nur wärmstens eine Radtour von Aachen nach Trier empfehlen. In Wunderschön! werden dazu sicher einige Tipps kommen. Mit Freunden wanderte Durchstreifen & Erleben schon im Hohen Venn über die Grenze nach Belgien. Die Freundesgruppe besuchte danach den Aachener Dom. Oder aber sie besichtigte drei Tage Trier nach ausgedehnten Wanderungen an der Mosel. Es gefielen die Kaiserthermen, der schöne Park am Kurfürstlichen Palais und natürlich auch das gemütliche Flair am Abend in den Kneipen.
Also Jetzt im TV: von Barcelona nach Aachen durchsehen und die Lieblingssendung einschalten. Und mitreisen.
Mit dem Wohnmobil auf Abenteuerfahrt Foto: Gabriel Hohol pexels
Bordeaux Foto: Niki Nagy pexels
Mit dem Wohnmobil in die Einsamkeit Foto: Vassilis Sfakianopoulos pexels
Jetzt im TV: Fehmarn und Aquitanien. Aktuell versorgt der Reisende euch möglichst regelmäßig mit TV-Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die jetzt im Fernsehen laufen. Diesmal beschränkt sich die Auswahl auf Deutschland, Frankreich und Österreich. Dänemark, Norwegen, Portugal, Schweden und Spanien werden nicht berücksichtigt.
Wohnmobil-Urlaub im Norden
Der Hessische Rundfunk zeigt eine Doku über Wohnmobilurlaub in Norddeutschland. Obwohl Reisejournalist, war Durchstreifen & Erleben erst zweimal mit einem Wohnwagen unterwegs. Beim ersten Mal befand er sich auf seiner ersten Radtour nach Dänemark. Er wollte einen seiner Brüder auf einem Campingplatz auf Fehmarn besuchen. Dieser surfte dort schon seit einigen Tagen. Zuvor surfte der Reisende nur auf schwedischen Binnenseen. Auf Fehmarn lernte er endlich mal richtige Wellen unterm Brett kennen. Es war anstrengend, weil das Brett unruhig war. Daher befand er sich mehr im als über dem Wasser. Aber bis zum letzten Tag hatte sein Bruder ihm dann doch noch den Wasserstart beigebracht. Der erleichtert einiges, da die Arme nicht mehr so beansprucht werden. Nachdem er während der Radtour von Münster bis Fehmarn die Nächte nur im Zelt auf einer harten Isomatte verbracht hatte, war das Übernachten im Wohnwagen Luxus für den Bikepacker.
Von Bordeaux nach Pamplona geradelt
Auf Frankreichs Süden hingegen richtet 3sat den Blick wie zum Beispiel auf Bordeaux: Die Stadt ist dem Reisenden nicht nur wegen des guten Weins bekannt, sondern auch als Fahrradstadt. Obwohl riesig, lässt sie sich auf der Tagesetappe von Biarritz nach Auritz in den Pyrenäen gut durchqueren. Durchstreifen & Erleben radelte damals von Belfort nach Burgos auf einem selbst zusammengestellten erst französischem, dann spanischem Jakobsweg. An sich durchquert er große Städte ungern. Denn oft kommt er zuvor vom Land, wo es still ist, wenig Verkehr rollt, er nicht ständig aufpassen muss, ob jemand rücksichtslos unterwegs ist.
Auf keiner seiner Fahrten machte er allerdings schlechte Erfahrungen. Die Mehrheit fährt sowohl diszipliniert im kühlen Norden als auch im heißblütigen Süden Europas. Trotzdem steigt die Nervosität fürs erste, wenn Radwege schmaler werden, Menschenmassen unterwegs sind, mehr gehupt wird. Doch in Bordeaux sind die Radwege breit genug. Vielleicht liegt es daran, dass viele Einwohner dort radeln. Die Begeisterung für die Tour de France kommt also nicht von ungefähr.
Auch in Paris kann man radeln
Dies trifft auch auf Paris zu. Vom Touristenbus aus sieht dort alles quirlig aus. Aber auf den Straßen ist es erstaunlich ruhig. Jetzt dürfte es noch leichter werden, wenn Politiker die Bevölkerung vermehrt aufs Fahrrad bringen wollen, um Staus zu vermeiden und die Klimawende zu schaffen. Und in Frankreich strebt man sogar an, kurze Inlandsflüge zu untersagen, hörte der Reisende neulich in einem Fernsehbericht. Das klingt vernünftig.
Viel Spaß beim Zusehen via “Jetzt im TV: Fehmarn und Aquitanien”.
Jetzt im TV: Nordsee und Störche. Aktuell versorgt Durchstreifen & Erleben euch mit TV-Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Diesmal beschränkt sich die Auswahl auf Deutschland, Spanien und Österreich. Dänemark, Frankreich, Norwegen, Portugal und Schweden bleiben außen vor. Über diese Länder sind nur Wiederholungen zu sehen, für die ihr in bisher veröffentlichte TV-Tipps schauen müsst.
Neue Ziele ins Auge fassen
3sat und arte verdanken Zuschauer, dass sie neue Ziele ins Auge fassen können. Die Sender rücken zum einen den nordwestlichen Teil Deutschlands in den Blick. Diesen durfte der Reisende im vergangenen Jahr durchstreifen und erleben. Im Weser-Ems-Gebiet und an der Nordsee gefiel es ihm gut. Da sein Tagebuch über die Tour nahezu vollendet sind, folgt demnächst auf dem Blog eine Zusammenfassung. Diese soll der einen oder dem anderen Appetit machen, selbst in diese Gegend zu reisen. Einige Live-Eindrücke findet ihr bereits dort.
Schöne Steiermark
Auf die schöne Steiermark richtet 3sat zum anderen den Blick: Dort hielt der Reisende sich erstmals anlässlich eines Seminars der Akademie der Bayerischen Presse über Reisejournalismus auf. Darüber lernte er Graz kennen, eine der Designhauptstädte Europas. Für die Schweizer Sonntagszeitung schrieb er darüber einen Artikel. Am meisten gefiel ihm ein Abend mit Akteuren der Kreativszene, die sofort ein schönes Gemeinschaftsgefühl aufkommen ließen. Die Leute rösteten Makronen in Tonnen und zogen danach in eine der gemütlichen Kneipen um, als es kühler wurde. Dem Reisenden kam es dabei so vor, als wären mit ihm manche Teilnehmer schon jahrelang miteinander befreundet. Österreicher Charme eben. Auch darüber findet ihr im Blog bereits Eindrücke.
Also einschalten und träumen via “Jetzt im TV: Nordsee und Störche”.
Immer eine Reise wert: Portos Botanischer Garten
Illuminierte Figuren in Portos Botanischem Garten
Botanischer Garten Porto
Jetzt im TV: von Porto zum Polarkreis. Aktuell versorgt der Reisende Leserinnen und Leser möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Diesmal ist die Auswahl sehr breit mit Zielen in Frankreich, Norwegen, Österreich, Spanien und Schweden. Nur Dänemark bleibt diesmal außen vor. Das Geschehen verteilt sich auf die ganze Fernseh-Woche. So ist jeden Tag das Mitreisen auf dem Sofa garantiert.
Originell verspricht der Beitrag über Spaniens einzigartige Waldlandschaft zu werden. Lange blieb dem Reisenden dies verborgen. Bis er eine Einladung nach Soria in Kastilien-León erhielt — zum Pilze-Pflücken und Kochen mit Trüffeln. Bis zu diesem Termin hatte er die Iberische Halbinsel trotz mehrerer und monatelanger Reisen eher als Küstenland und im Inneren als “Wüstenei” mit Stein- und Korkeichen wahrgenommen. Doch wer nach Kastilien reist, wird sehen, dass dort tiefe Wälder existieren. Kastilien ist dünner besiedelt, als mancher annehmen darf.
Vom Wald in die Stadt
Erstaunlich viel wird demnächst über Portugal gebracht. Wahrscheinlich nehmen die Redaktionen an, dass gerade in Portugal viele buchen, sobald Corona besser im Griff ist. Überseeziele werden wohl erstmal nicht in Frage kommen. Da sind Porto und Algarve schöne Ziele, die aber unterschiedlicher nicht sein können. Porto zieht, da die Stadt noch nicht so bekannt ist. Die Stadt verfügt über interessante Architektur wie eine ganze Reihe von Palästen und Parks. Eine schöne Route zum Stadtwandern entlang von Parks und Gärten zum Torre dos Clérigos findest Du hier. Und die Einwohner Portos sind hilfsbereit.
Tolles Radgeschäft in Porto
Der Reisende erinnert sich gerne an den Betreiber eines Radgeschäftes in Vila Nova de Gaia. Diese Stadt liegt gegenüber von Porto. Dieser inspizierte mit großer Leidenschaft und dazu noch kostenlos sein Reiserad. Er brachte es hier und da wieder in Schwung. Im Flugzeug hatte es doch etwas gelitten. Alles war danach bereit für eine mehrmonatige Reise durch Nordportugal und Galicien. Das Trinkgeld wollte er nicht annehmen. Schließlich sei es sein Job. Die Adresse nennt der Reisende, falls jemand ebenfalls Starthilfe braucht.
Solch freundliches Engagement wünscht der Reisende sich auch in manchen deutschen (Rad)geschäften. Denn dann liefe das Business vielleicht auch in deutschen Innenstädten besser.
Viel Spaß beim Anschauen und Mitreisen von Jetzt im TV: von Porto zum Polarkreis.
Jetzt im TV: Polarkreis und Lissabon. Ab jetzt versorgt Durchstreifen & Erleben euch möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Spannung versprechen vor allem die abgelegenen Ziele. Dänemark, Frankreich und Schweden bleiben diesmal außen vor. Fast jeden Tag erwartet Zuschauer jetzt etwas.
Wasser bestimmt das Leben
Dafür steht wie schon in der Vorwoche überraschend wieder einmal Österreich im Zentrum. Der Reisende ist stets beruhigt an Orten, wo Wasser fließt. Dabei spielt es keine Rolle ob der Bach in den Weiher der Axtschmiede Gränsfors Bruks in Nordschweden fließt. Oder ob Wellen an einem Zeltplatz in Galicien nachts im Schlaf rauschen und in den Schlaf wiegen. Oder es strömt von oben ein gewaltiger Wasserfall herab.
Dies wird uns wohl in “Kraft des Wassers” erwarten. Gibt es auch auf den Azoren Wasserfälle? Der Reisende ist noch nie dort gewesen. Er würde es aber, ohne nachzuschlagen, dort vermuten. Denn eine Vulkaninsel kann hoch sein wie zum Beispiel auf Madeira. Und am Polarkreis sowieso, da die Berge im norwegisch-schwedischen Grenzgebiet erstaunlich hoch sind. Viel Spaß beim Zuschauen, während sich draußen Deutschland in ein Wintermärchenland verwandelt.
Viel Freude beim Anschauen via “Jetzt im TV: Polarkreis und Lissabon”.
Ganz nach Timo Duiles Geschmack: Pfad bei Hatzenport.
Wiesen und Wälder bei Perl.
Am Waldrand geht es auf dem Moselsteig bei Perl entlang.
Jetzt im TV: Ebro und Mosel. Ab jetzt versorgt Durchstreifen & Erleben euch möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. In der kommenden Zeit geht es um Seen, Flüsse, Inseln und Gärten. Dänemark, Norwegen, Portugal und Schweden bleiben diesmal außen vor.
Dann können Zuschauer mal gespannt sein, worum es in den Beiträgen an Ebro und Mosel geht. An der Mosel war der Reisende schon oft zum Wandern unterwegs. Bevorzugt suchte er Strecken aus, wo man richtig kraxeln konnte. Dies gelingt zum Beispiel gut am Abschnitt Hatzenport. Und auch auf der ersten Etappe von Luxemburg Richtung Trier: von Perl nach Palzem. Damit folgte er als Wanderführer dem Wunsch seines Kumpels und Südostasien-Experten Timo Duile. Dieser lag ihm damit stets in den Ohren, solche Strecken auszuwählen. Und abends gab es einen guten Mosel-Wein in einem der gemütlichen Dörfer.
Mountainbiken in Kärnten
Es geht dort natürlich nicht so hoch wie in Kärnten. Dort besuchte der Reisende bereits den Wörthersee. Wesentlich spannender aber war dort die Höllenabfahrt vom Petzen auf einem Mountainbike-Trail ins Tal mit Didi Schneider. Er zählt zu den besten Trail-Designern Europas. Vielleicht hat sich ja auch der Fernsehreporter getraut. Ob es davon gute Bilder gibt?
Viel Spaß nun beim Anschauen über “Jetzt im TV: Ebro und Mosel”.
Trotz enormen Flächenfraßes um Münsters Vorort Albachten ist noch Landwirtschaft sichtbar.
Nicht nur im Dom zu Münster, sondern auch auf dem Land…
sind Bildstöcke zu sehen.
Jetzt im TV: Münster bis Gibraltar. Aktuell versorgt Durchstreifen & Erleben Abonnenten möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Vor allem geht es um Geschichte und Natur. Dänemark, Frankreich, Österreich, Portugal und Spanien bleiben außen vor.
Qurliges Gibraltar
Der wohl spannendste Beitrag dürfte am Montag über Gibraltar laufen. Der Reisende ist schon öfter dort gewesen. Die Felsensiedlung ist etwas skurril, zumal Besucher zunächst beim Betreten über einen Flughafen laufen müssen. Die freundlichen Bewohner sind stolz auf ihre kulturelle Vielfalt, weil dort Angehörige verschiedener Religionen friedlich zusammenleben. Sicher auch spannend ist der Beitrag über Schwedens Umgang mit dem Holocaust. Davon ist sonst wenig in den Medien zu sehen.
Münster im Mittelalter
Und wer am Freitag lieber die Fußball-Übertragung gesehen hat, kann sich am Samstag über “Jetzt im TV: Münster bis Gibraltar” die Wiederholung Sendung über Münsteraner Kaufleute im Mittelalter anschauen. Wichtig war damals wie heute der Send, der damals noch Synode hieß. Händler verkauften ihre Waren am Dom, der heutzutage Touristenmagnet ist.
Täglich kommen 60 000 Touristen in die Stadt. Von denen gehen viele auch in den Dom. Dies ergab mal eine Untersuchung eines renommierten Instituts um Jahr 2007 herum, wie das Stadtmarketing Münster im März 2017 bekannt gab. Insgesamt macht das pro Jahr fast 20 Millionen Besucher am Tag. Im Vergleich zu New York mit gut 52 Millionen und Orlando in Florida mit sogar Millionen ist das schon eine stolze Zahl im Wettbewerb um die meisten Touristen in einer Stadt. Düsseldorf zählt 61,8 Millionen, Osnabrück 14 Millionen. Geschäftsreisende wie Tagesausflügler schrauben diese Zahl nach oben. Diese kommen von weit her, können aber auch aus den Nachbargemeinden stammen. Der Wirtschaft sind sie willkommen: 2011 ließen sie immerhin 737 Millionen Euro in der Stadt.
Berühmte Domuhr
Die meisten interessieren sich für die Astronomische Uhr. Hübsch sieht es aus, wenn sich täglich um 12 Uhr mittags die Heiligen Drei Könige in Gang setzen, das Jesuskind auf der Schoß der Muttergottes passieren und sich vor ihm verbeugen. Der Gott Chronos und der Tod schlagen den Viertelstundentakt. Links bläst jemand die Posaune. Eine Frau schlägt die vollen Stunden. Der Heilige Paulus zeigt mit einem langen Zeiger auf die aktuelle Jahreszahl. Ein Soldat richtet einen Stock aufs Tagesdatum.
1397 erbaute man die Uhr. Vermutlich erledigte dies der Mönch Friedrich in einer Werkstatt des Zisterzienserklosters Hude bei Bremen. Obwohl während der Bildersturms der Wiedertäufer am 24. Februar 1534 zerschlagen, berechneten die Mathematiker Dietrich Tzwyvel und Johann von Aachen, wie die Zahnräder ihr Werk verrichten konnten. Schmied Nikolaus Windemaker kümmerte sich um die Ausführung. Kein geringerer als Ludger tom Ring bemalte sie. Dessen Monatsbilder wurden erst 1709 von Adolf Smoeck übermalt. Von tom Ring sind wichtige Werke im Landesmuseum zu sehen. Mindestens vier Restauratoren waren seit 1540 an der Ausbesserung der Malereien beschäftigt.
Die Uhr wurde nicht von Grund auf neu erbaut, sondern man verfuhr nach den zwischen 1379 und 1435 üblichen Verfahren. Im Jahre 1669, dann 1932 wurden die Werke ersetzt, angetrieben seit 1818 durch ein vier Meter langes Pendel. Zum Glück überstand sie den Zweiten Weltkrieg, weil weder die beiden Gewölbe im Chorumgang noch vor dem Uhrenportal einstürzten.
Das Kalendarium umfasst die Zeit von 1540 bis 2071. So erleichterte die Uhr, zu erkennen, wann Ostern stattfindet und andere wichtige Tage der Christenheit. Mit der Kalenderreform Papst Gregors 1582 war die Uhr leider nicht mehr wirklich nutzbar. 60 Kilo wiegt die Scheibe aus Holz und deren Durchmesser beträgt anderthalb Meter. Zwölf Monatsbilder spiegeln bürgerliches und bäuerliches Leben im 16. Jahrhundert wider.
Weltkarte und Horoskop
Über dem Kalender ist eine Weltkarte zu sehen. Gemalt hat sie Heinrich Schmidts 1663, wobei er eine Karte von Johann Blaeu als Vorlage nutzte. Der Nordpol ist zentral. Abgebildet sind auch der Äquator sowie der nördliche und südliche Wendekreis. Davor liegt ein so genanntes Rete, auf dem sich 14 Fixsterne befinden. So ließ sich über Linien ablesen, wie sie über dem Horizont der Stadt auf- und untergingen. Ebenso erleichterten sie die Bestimmung der Himmelsrichtungen und der Polhöhen der Gestirne. Darüber hinaus las man so die durch die fortschreitende Jahreszeit ungleichen Tag- und Nachtstunden ab. Ein Sonnenzeiger half die Nachtstunden abzulesen. Tagstunden benannte man einer Verlängerung des Sonnenzeigers hin zu einem Regenbogen.
Wichtig war den Menschen auch das Horoskop. Dies ist leicht in Schillers phantastischem Drama “Wallenstein” nachzulesen. Oder an Johannes Kepplers Bedeutung am Habsburger Hof, so dass ein Herrscher zum Beispiel bevorzugt in den Krieg zog, wenn für ihn die Sterne günstig standen. Daher zeigt die Uhr zwölf Himmelshäuser. So wusste der Betrachter, in welchem Haus Planeten oder Wandelsterne gerade standen.
Sonnen- und Mondzeiger
Der Sonnenzeiger verweist sowohl aufs aktuell herrschende Tierkreiszeichen als auch auf den Sonnenstand. Jeder Wandelstern verfügt über einen eigenen Zeiger. Sie bewegen sich entgegen dem Uhrzeigersinn. Ein so genannter Mondzeiger informiert über die Position des Mondes und auch dessen jeweilige Phase an. Auch die anderen Planeten im Umfeld der Erde besitzen eigene Zeiger. Von ihnen zeigt der Sonnenzeiger die Uhrzeit an.
Darüber hinaus ist eine Planetentafel zu sehen: Sie zeigt an, welcher Planet die erste Stunde des Tages regiert. An den Wochentagen von Montag bis Sonntag ist dies heute noch abzulesen.
Viel Spaß beim Besuch im Dom via “Jetzt im TV: Münster bis Gibraltar”.
Jetzt im TV: Wikinger und Münster. Ab jetzt versorgt der Reisende Abonnenten möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Auffällig: Es laufen etwas mehr anspruchsvolle Filme als in der vergangenen Woche. Vor allem geht es um Flüsse in NRW, also Natur, und um berühmte Bauwerke in Frankreich. Dänemark, Norwegen, Portugal und Spanien bleiben außen vor.
Der wohl spannendste Beitrag dürfte heute Abend auf arte über die Wikinger laufen. Sicher auch zu beachten ist die Sendung über Münsteraner Kaufleute. Was viele vielleicht nicht wissen: Münster ist eine Hansestadt.
Flussflair am Emsradweg: Emden — das erste Etappenziel der Radreise im Weser-Ems-Gebiet liegt nun in Reichweite. Gleich wird der Reisende auf die kleine Emsfähre rollen. Der Emsradweg endet nun.
Bisher hat ihm die Tour sehr gut gefallen. Eine Woche durchstreift und erlebt er die Region schon. In Greven stieg er in den Radweg ein und sah die Ems nur hin und wieder. Denn die Strecke führt nicht immer an ihr entlang. Auch die ersten Städte sind nicht immer an sie angebunden. So entwickelt sich bis Rheine kein richtiges Flair, indem zum Beispiel Brücken übers Wasser führen, dort Badeplätze liegen oder Menschen angeln.
Stromschnellen und Herrenhäuser
Ab Rheine ändert sich das. Die Ems teilt die Stadt in zwei Hälften. Eine schöne Brücke verbindet beide miteinander in der Innenstadt. Hier entwickeln sich sogar Stromschnellen, die das bisher gemächlich strömenden Gewässer rasant erscheinen lassen. Sehenswürdigkeiten wie Kloster Bentlage schmiegen sich an den Fluss. Der hin und wieder auch sandige Weg führt durch Wälder und Felder. Am Wegesrand finden sich Informationen über Fauna und Flora, was zum Flussflair am Emsradweg beiträgt.
Bis über Meppen hinaus finden sich vereinzelt imposante Herrenhäuser und Windmühlen. Vor Ort traf der Reisende Eigentümer oder Restauratoren, die gerne zu Gesprächen über die Gebäude bereit waren. Wie etwa ehrenamtliche Mitarbeiter der offenbar sehr emsig arbeitenden Heimatvereine wie vor einer Windmühle zwischen Papenburg und Leer oder im Torfmoor-Museum in Papenburg selbst. Oder vor dem schönen von Johann Conrad Schlaun geplanten Schloss Herzfeld vor Lingen und vor dem alten Rathaus auf dem Lingener Marktplatz. Dort kümmert sich Hans-Dieter Thomas Herr seit über 50 Jahren um das Glockenspiel. Dies läutete auch am Markttag, als sich der Reisende dort aufhielt.
Glockenspiel trägt zum Flussflair am Emsradweg bei
Er erstellt Notenbänder, so dass Glockenspiele automatisiert Melodien abspielen können. So erklingen Melodien des Komponisten wie “Üb immer Treu und Redlichkeit” oder “Ode an die Freude” nicht nur in Lingen, sondern auch in Arnsberg, Berlin, Braunlage, Bremen, Brilon, Hamburg, Lübeck und Ulm. Da Glockenspiele musikalisch eingeschränkt sind, muss Thomas die Stücke vereinfachen. Alleine für das seit 1952 bestehende Glockenspiel in Lingen verfasste er 800 Notensätze. Zunächst hatte das Glockenspiel zwölf, heute 20 Glocken. Früher sorgte eine Mechanik mit einer gelochten Tonrolle für Musik. Heute läuft sie digital ab.
Das Glockenspiel habe er sich selbst beigebracht. Die Grundlage dafür lieferte seine Leidenschaft für die Orgel. Die Umstellung darauf sei ihm leichtgefallen. Denn er beherrsche die Ton- und Harmonielehre. Zahlreichen Schüler in Lingen brachte er diese bei. Denn er arbeitete als Musiklehrer am hiesigen Gymnasium.
Es fällt auch auf, dass die Menschen hier sofort stehen bleiben und sich Zeit nehmen, um etwas über ihre Stadt zu erzählen oder Tipps zu geben. Fernradler sind hier wohl gern gesehen. Echtes Flussflair am Emsradweg.
Grillen auf dem Campingplatz
Gestern Abend luden den Reisenden auf dem Campingplatz Großes Meer hinter Emden Bianca und Andreas, Eltern eines Zweijährigen, zum Grillen ein. Natürlich mit Corona-Abstand. Sie stammten aus der Umgebung von Aurich und wollten nur ausprobieren, wie der Kleine auf die Übernachtung im Zelt reagiert.
Bisher hat dem Reisenden die Tour sehr gut gefallen. Eine Woche durchstreife und erlebt er die Region schon. In Greven stieg er in den Radweg ein und sah die Ems erst einmal nur hin und wieder. Denn die Strecke führt nicht immer an ihr entlang. Auch die ersten Städte sind nicht immer an sie angebunden. So entwickelt sich bis Rheine kein richtiges Flair, indem zum Beispiel Brücken übers Wasser führen, dort Badeplätze liegen oder Menschen angeln.
Bis Norden ist er heute gekommen. Nach wie vor erfreut er sich an einer schönen Tour. Beeindruckt hat ihn heute die Welt der Vögel am Nationalpark Wattenmeer. Gänse flogen über ihn her. Jede Menge Austernfischer hielten sich direkt vor ihm auf einer Landzunge am Strand auf. Sie flogen allerdings hoch, als er für ein Foto stoppen wollte. Scheue Vögel, ein gutes Zeichen, dass der Mensch ihnen noch nicht zu nahe getreten ist.
Jetzt weiß der Reisende, was er gerade am meisten vermisst: zu reisen und neue Welten zu entdecken wie die Insel Samsø im Kattegat, so groß wie Sylt. Nicht nur in Norwegen, sondern auch in Dänemark gibt es Fjorde wie auf der 144 Quadratkilometer kleinen Insel. Dieser heißt Stauns Fjord. Er fällt bereits einige Kilometer zuvor durchs besondere Licht auf, ähnlich dem, das die berühmten Maler von Skagen in ihren Gemälden verarbeiteten.
Um den Fjord liegt eine durch Heide und Marschland geprägte Landschaft mit friedlich daliegenden Häusern. Das Wasser wird vom Himmel erleuchtet. Wacholder, Fichten und Birken wachsen hier. Besonders hübsch wirkt das Gewässer an einer schmalen Landzunge vor Langøre Hafen. Dort erhebt sich eine erst 1925 erbaute weiße Kirche im typisch dänischen Stil: Langør Kirke. In Langøre findet man über 300 Jahre alte Häuser. Aber es ist trotzdem der Kleinheit wegen nicht vorstellbar, dass dies einmal der Hauptort der Insel gewesen sein soll. Heute ist Tranebjerg Hauptort. Es liegen nur Motorboote im Hafen. Wer will, kann hier während des Urlaubs mit der M / S Tunø auf Robben- und Seehundsafari gehen und einiges bei einem Vortrag des Skippers über die Geschichte der Insel erfahren.
Der Fjord stammt noch aus der letzten Eiszeit. Als der nordamerikanische Eisschild stark schmolz, stieg der Meeresspiegel stark an. Im Laufe von darauf folgenden 1000 Jahren stieg er um 20 Meter. Der Fjord wurde sieben bis acht Kilometer lang mit Inseln. Mehr darüber könnt ihr im Reiseführer lesen. Eine Insel, fast so groß wie Sylt, Samsø. Ihre Größe war nach der Ankunft die größte Überraschung. Davor dachte der Reisende, dass sich auf ihr höchstens ein Campingplatz und fünf Ferienhäuser befänden.