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Tag: 1. März 2019
Chinesen “stürmen” Örebro
Dass Norweger gerne ihren Urlaub in Schweden verbringen, ist klar. Es ist das Nachbarland, insgesamt wärmer als Norwegen und auch deutlich günstiger. Aber jetzt ist auch zu lesen: Chinesen stürmen Örebro.
Örebro in der schwedischen Provinz Örebro ist im Norden bekannt seiner schönen Altstadt wegen. Und wegen der großartigen Natur rundherum. Im nur 82 Kilometer entfernten Nationalpark Tiveden zwischen den Seen Vänern und Vättern kann man gut wandern. Er ist mitunter moorig und bietet daher seltenen Tieren ideale Entwicklungsmöglichkeiten. Es gibt auch große Seen dort. Der Reisende erinnert sich noch bis heute an den hübschen Ort Askersund und an dessen beschaulichen Segelboothafen.
Aber am liebsten erinnert er sich an zwei sehr menschliche Begegnungen. Als er mal den Nationalpark Tiveden mit dem Rad durchstreifte und erlebte, erwischte ihn viel Regen, so dass er klatschnass ein Café erreichte. Der Besitzer reagierte umgehend. Er stellte am Tisch einen Ventilator auf. Daran konnte sich der Bikepacker aufwärmen und trocknen. Kaffee und Kuchen schmeckten daher natürlich auch sehr gut. Da der Regen nicht aufhörte, blieb er mehrere Stunden dort, bis er dann abends auf einer Lichtung sein Zelt aufbaute. Zelten ist mit Radfahren die schönste Art, Menschen und Natur nahe zu kommen.
Gutes Zelt für Regen-und Windzeiten
Worauf müssen Camper beim Kauf eines Zeltes achten, damit es bei starkem Regenfall nicht unangenehm wird: Der TÜV Süd unterscheidet drei gängige Arten von Campingzelten, welche sich in der “Wassersäule” unterscheiden. Käufer sollten sich an der Angabe der Millimeter orientieren. Wer nur an schönen Tagen kurz mal unterwegs ist, kann zu Zelten mit einer Wassersäule von 1500 Millimetern greifen. Ab 2000 Millimeter für Wände und Dach sowie 3000 für den Boden ist es tauglich für feuchtes und windiges Wetter. Wer eher Expeditionen mit hohen Ansprüchen anstrebt, sollte zu einem Zelt mit einer Wassersäule von 3000 Millimetern für Wände und Dach sowie 5000 für den Boden greifen. Der Boden sollte mehr als 15 Zentimeter in die Wände hochragen. Die Nähte solcher Produkte sind doppelt vernäht und versiegelt. Das Gestänge sollte biegsam sein, um Wind widerstehen zu können.
Zweite schöne Begegnung
Zweite Begegnung: ein Treffen mit einem Fleischproduzenten in der Gegend. Dessen Betrieb schaute er sich dann an. In einer Zeitung hatte er zuvor gelesen, dass dieser einen Preis wegen der ausgezeichneten Qualität erhalten hatte. Ob es im selben Jahr wie beim Besuch des Tiveden Nationalparks war, weiß der Reisende nicht mehr. Der Chef dachte wohl, dass er als Radfahrer bestimmt immer hungrig wäre. Zum Abschied packte er ihm eine kleine Kühltasche voll mit eisgekühltem Fleisch.
Kein Wunder, dass Norwegen so gerne in die Gegend fahren, wenn man dort so gastfreundlich ist. 741000 Übernachtungen zählt man aktuell in Örebro. Davon seien gut 40 Prozent Norweger. Und überraschend viele Chinesen tauchen dort auch auf. Gab es 2013 erst noch 700 Übernachtungen, sei die Zahl der Übernachtungen rasant auf aktuell 14000 gestiegen, schreibt die Zeitung Aftonbladet. Wichtigster Grund seien die bei Asiaten beliebten Rundreisen durch Skandinavien. So erklärt sich also die Schlagzeile: Chinesen stürmen Örebro.

