Urlaub an Orten der Sehnsucht

Es gibt vie­le Orte auf der Welt, die einen klang­vol­len Namen tra­gen, die man daher unbe­dingt gese­hen haben muss. Für den Rei­sen­den waren es als Jugend­li­cher Nor­der­ney und Mon­schau. Spä­ter gesell­ten sich Orte wie Biar­ritz, Sant­ia­go de Com­pos­te­la, die Ave­nue des Champs-Ély­sées oder Pont Neuf dazu. Urlaub an Orten der Sehn­sucht rea­li­sier­te sich aber lan­ge noch nicht.

Nach Nor­der­ney woll­te er radeln, weil sich der Name nach hohem Nor­den anhör­te. Noch dazu eine Insel in der Nord­see mit Sand und hohen Wel­len. Es erschien ihm mutig, eine so wei­te Stre­cke, von Müns­ter aus hinzustrampeln.

Mon­schau hin­ge­gen erschien ihm als ver­wun­schen, wahr­schein­lich wegen des ‑sch- dar­in. Fotos zeig­ten viel Wald, Ber­ge, Flüs­se, eben das, was die Eifel so zu bie­ten hat. Mit­schü­ler waren dort auf Klas­sen­fahrt. Aber er war damals krank, wes­halb ihm Hel­len­thal und Mon­schau vor­ent­hal­ten blie­ben. Er war trau­rig, nicht mit ins Schul­land­heim mit­zu­dür­fen. Dafür aber konn­te er spä­ter Fische in Banyu­les-sur-mer in Frank­reich oder Pala­mos in Spa­ni­en auf der Fahrt mit dem Leis­tungs­kurs beim Tau­chen beobachten.

Entdeckerdrang wuchs

Da er immer schon ger­ne Land­kar­ten abzeich­ne­te, gedank­lich oft mit deut­schen Fuß­ball­ver­ei­nen durch Euro­pa reis­te, Lite­ra­tur wie “Ich rade­le um die Welt” las, roman­ti­sche Fil­me sah, erwei­ter­te sich sein Ent­de­cker­drang zuse­hends. Die Welt umra­deln woll­te er auch. Oder wenigs­tens durch Euro­pa fah­ren, um See­bä­der, Pil­ger­or­te, wil­de Tie­re, den Glanz der gro­ßen wei­ten Welt anschauen.

Das durchs Film­fes­ti­val bekann­te Biar­ritz war der ers­te Ort, an dem er die Sehn­sucht stil­len konn­te. Er kam dort auf einer sei­ner ers­ten Rad­rei­sen auf dem berühm­ten Jakobs­weg dort an. Er hat­te sich zuvor immer tol­le Sand­strän­de vor­ge­stellt, einen Ort mit gemüt­li­chen Cafés, schö­ner Musik. Aber er war dann ziem­lich ent­täuscht über die­ses lang­wei­li­ge See­bad. Und beson­ders toll fand er den Strand auch nicht.

Die Seen und Strän­de Däne­marks und Schwe­dens fand er stets schö­ner: Dünen, hei­ßen Zucker­sand durch die Fin­ger glei­ten zu las­sen. Nor­der­ney hat er übri­gens bis heu­te noch nicht gese­hen. Was hin­ge­gen eine Autorin der öster­rei­chi­schen Zei­tung “Die Pres­se” am Sehn­suchts­ort Can­nes erleb­te, kannst du hier nachlesen.

Wie ergeht es Dir bei Dei­nem Urlaub an Orten der Sehnsucht?

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Im Nachtzug auf Reisen

Im Nacht­zug auf Rei­sen: Als er in der Welt eine Repor­ta­ge über eine Nacht­fahrt durch Spa­ni­en las, erin­ner­te sich der Rei­sen­de an zwei Nacht­fahr­ten in sei­nem Leben. Das ers­te Mal fuhr er mit einem sei­ner Brü­der von Müns­ter nach Karl­stad in Värm­land. Sie waren noch Jugend­li­che. Es war daher auf­re­gend. Erst­mals auf wei­ter Fahrt nach Schwe­den, noch dazu über Nacht. Der Rei­sen­de erin­nert sich, wie sein jün­ge­rer Bru­der ihn ver­äp­pel­te. Er war tat­säch­lich pein­lich berührt, als er, kaum auf der Toi­let­te, eine bar­sche Durch­sa­ge auf Schwe­disch hör­te. Die ver­stand er damals kaum. Der Zug stand gera­de auf einem Bahnhof.

Nach der Rück­kehr frag­te er sei­nen Bru­der, was der bar­sche Mann gesagt habe. “Er hat gesagt, wäh­rend des Auf­ent­halts auf einem Bahn­hof ist es ver­bo­ten, die Toi­let­te zu benut­zen.” Ihm schoss die Röte ins Gesicht. Was er sich dach­te, kann sich jeder jetzt selbst ausdenken.

Von Burgos nach Lissabon

Sei­ne zwei­te Nacht­fahrt führ­te nach dem Stu­di­um von Bur­gos nach Lis­sa­bon. Er war zuvor mit zwei Freun­den — Chris­toph und Ger­hard — auf dem fran­zö­si­schen Jakobs­weg von Bel­fort bis Biar­ritz gera­delt. Danach über­wand der Rei­sen­de allei­ne die Pyre­nä­en. Über Pam­plo­na gelang­te er auf dem Cami­no de Sant­ia­go schließ­lich nach Burgos.

Doch wo konn­te er im Zug das Rad las­sen? Ein Fahr­rad­ab­teil gab es nicht. Doch Spa­ni­er haben eine Art, die er bis heu­te sehr schätzt: Sie regeln die Din­ge oft unbü­ro­kra­tisch. Der Schaff­ner pack­te sein Rad und schob es ein­fach in sein Abteil. So konn­te der Rei­sen­de es sich im Schlaf­wa­gen gemüt­lich machen. Am nächs­ten Mor­gen hol­te er es in Lis­sa­bon ab, früh­stück­te am Tejo.

Jetzt muss­te es nur noch irgend­wie zum Flug­ha­fen in Faro wei­ter­ge­hen. Der nächs­te Zug nach Setú­bal nahm den Rei­sen­den noch mit. Doch dort ging erst mal nichts mehr. Der Schaff­ner des nächs­ten Zuges wei­ger­te sich, sein Rad mit­zu­neh­men, for­der­te dazu auf, zum Bus­bahn­hof zu radeln. Dort gebe es Fern­bus­se. Gesagt, getan. Doch auch dort gab es Schwie­rig­kei­ten. Nie­mand woll­te das Rad mit­neh­men. In Schwe­den wird es ein­fach am Hin­ter­teil des Bus­ses fixiert und los geht es. Ein net­ter Bus­fah­rer einer ande­ren Linie riet dazu, das Bike ein­zu­pa­cken. Dann wür­de sich schon jemand erbar­men. Der Rei­sen­de besorg­te Folie. Denn die Leu­te sorg­ten sich, die Ket­te könn­te das Gepäck beschmut­zen. Alles war dann sau­ber ver­packt. Doch ver­ge­bens. Nie­mand erbarm­te sich sei­ner. Es däm­mer­te. Lang­sam wur­de der Rei­sen­de ner­vös. Mor­gen früh ging der Flie­ger nach Gre­ven. Sein Arbeit­ge­ber erwar­te­te ihn in der Redak­ti­on der West­fä­li­schen Nachrichten.

Mit dem Taxi in den tiefen Süden

Nach­dem er die Idee, mit dem Nacht­zug auf Rei­sen zu gehen, ver­flucht hat­te, ent­schloss sich der Bike­pa­cker, es als Anhal­ter an der Schnell­stra­ße zu ver­su­chen. Eini­ge Por­tu­gie­sen hiel­ten tat­säch­lich an. Doch alle dach­ten, er hät­te eine Pan­ne. Sie woll­ten hel­fen, woll­ten danach aber nur wei­ter zu Par­tys fah­ren. Ver­dammt. Es war dun­kel. 22 Uhr. Stun­den­lang hat­te der Rei­sen­de auf Hil­fe gehofft. Schließ­lich radel­te er etwas erschöpft um 23 Uhr in den Ort, um ein Taxi zu buchen. Und tat­säch­lich fand er einen Fah­rer, der bereit war, ihn nach Faro zu brin­gen. Der Preis dafür war unfass­bar güns­tig: höchs­tens 150 Euro. Um fünf Uhr mor­gens setz­te ihn der net­te Pri­vat­chauf­feur ab. End­lich war alles überstanden.

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Schweben über dem Wasser eines Fjordes

Es gibt doch noch schö­ne Orte in Nor­we­gen, deren Namen ich noch nie gehört habe. Zu denen gehört zum Bei­spiel Loen. Melina Pam­bou Sund­før von der schwe­di­schen Zei­tung “Afton­bla­det” beschreibt ihn als klei­nen Ort bei Lobuk­ta in Nord­fjord. Dort fän­den Rei­sen­de kris­tall­kla­res Was­ser und eine aben­teu­er­li­che Natur vor.
Sie emp­fiehlt auch den schö­nen Ort Gud­van­gen. Die­ser lie­ge in der Kom­mu­ne Aur­land in Sogn og Fjor­da­ne. Dort gebe es eine phan­tas­ti­sche Land­schaft auf. Des­sen Per­le: ein tie­fer Fjord.
Vom “Atlan­ter­havs­vei­en” habe ich auch noch nichts gele­sen. Es han­de­le sich um einen schö­nen Weg für Tou­ris­ten auf Nord­mø­re in Møre og Romsdal. Wer dort lang­fah­re, füh­le sich so, als schwe­be man über dem Was­ser. Bei Sunn­mø­re in Møre og Romsdal gebe es einen 15 Kilo­me­ter lan­gen Fjord mit vie­len phan­tas­ti­schen Naturerlebnissen. 

Der gar größ­te Glet­scher Euro­pas auf dem Fest­land befin­de sich in Sogn og Fjor­da­ne. In einem der vie­len Muse­en wer­de man gut infor­miert, und es sei auch mög­lich, Tou­ren auf den Glet­scher zu buchen.

Ziem­lich bekannt hin­ge­gen dürf­te zumin­dest den Nor­we­gen­fans Troll­sti­gen, ein “impo­nie­ren­der Weg” in der Kom­mu­ne Rauma. Der Weg schlin­ge sich mit elf Kur­ven gera­de­zu durchs Gebir­ge. “Att sit­ta i en bil län­ge kan vara trist, men abso­lut inte på en väg som den här”, ver­spricht Melina Pam­bou Sund­før.
Wer über die größ­ten nor­we­gi­schen Schät­ze spre­che, kom­me an Trollt­un­ga bei Odda nicht vor­bei. Die­se sei eine der spek­ta­ku­lärs­ten Berg­for­ma­tio­nen des Landes.

Nicht feh­len dür­fe natür­lich auch
Stei­gen, eine Natur­heim­lich­keit in Nord­land. In einer schö­nen Hoch­ge­birgs­land­schaft erstreck­ten sich dort krei­de­wei­ße Strän­de im Welt­klas­se­for­mat und das Was­ser sei sma­ragd­grün.

Schö­ne Bil­der fin­dest du hier:

7 magi­sche Orte in Norwegen

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Perspektivwechsel — Urlauben wie eine Schwedin unter Franzosen

Hast Du Lust, dei­nen Urlaubs­stil mal etwas zu ver­än­dern, wie eine Schwe­din unter Fran­zo­sen zu leben? An einem Urlaubs­ort ohne über­füll­ten Strand, mit selbst zube­rei­te­tem Essen nach fran­zö­si­schem Rezept?

Viel­leicht gewinnst Du so eine neue Per­spek­ti­ve, wenn Du Dich jetzt in The­re­se Elg­quist von der Zei­tung “Göte­borgs Pos­ten” ver­setzt und ihr nach Nef­fiès in Süd­frank­reich folgst. Der Ort liegt gut 45 Kilo­me­ter ent­fernt von Montpellier. 

Dort hat sie urfran­zö­si­sche Märk­te gefun­den, als sie an einem Work­shop teil­nahm, in dem sie sich mit Kochen, Yoga, Medi­ta­ti­on und Foto­gra­fie beschäf­tig­te. Eini­ge inter­es­san­te Rezep­te hat sie aus Nef­fiès mitgebracht.

Urlaub wie eine Schwe­din unter Franzosen

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Dinner auf dem Meeresgrund

Unge­wöhn­lich ist das Pro­jekt — ein ins Meer ver­senk­tes Restau­rant ent­steht zur­zeit an der nor­we­gi­schen Süd­küs­te. In Båly, gut 80 Kilo­me­ter west­lich von Kris­ti­an­sand, kön­nen Gäs­te im “Under” wäh­rend des Essens auf den Mee­res­grund schau­en und hof­fen, dass inter­es­san­te Fische vorbeischwimmen.

Auf der Ober­flä­che des Gast­hau­ses sol­len sich Muscheln ansie­deln, die das Was­ser rei­ni­gen. Der Betrei­ber will auch Anlauf­stel­le für For­scher sein, die sich für das Meer interessieren.

Ab und zu fin­de ich auf Rei­sen schon von Men­schen geschaf­fe­ne Orte, wo man sich der Erde beson­ders nah fühlt. Im schwe­di­schen Norr­bot­ten ken­ne ich ein Restau­rant an einem Fluss, in dem eine Kame­ra vor­bei­kom­men­de Lach­se zeigt. Das ist ein Natur­er­leb­nis, in dem man mal Tie­re sieht, die nicht nur in einem Aqua­ri­um leben.

Im Berg­werk Kris­ti­ne­berg im schwe­di­schen Väs­ter­bot­ten gibt es eine tief lie­gen­de Kapel­le für Berg­leu­te. Schon die Fahrt mit dem Auto in die Stol­len hat etwas Gespens­ti­sches, weil es feucht­warm ist. Ich glau­be, es dau­er­te bestimmt eine hal­be Stun­de, bis wir unten anka­men. An der Wand der Kapel­le erhebt sich Chris­tus. Ein Berg­mann leg­te die Figur bei Arbei­ten frei. Er beschützt heu­te die oft gläu­bi­gen Arbei­ter vor Unfäl­len. Väs­ter­bot­ten hat aber noch eine Men­ge mehr zu bie­ten. Schließ­lich ist es Urge­biet der Sami und daher sehr geheimnisvoll.

Und der Künst­ler Ger­hard Rich­ter bringt uns die Rota­ti­on der Erde nahe. Kürz­lich schenk­te er der Stadt Müns­ter ein Focault­sches Pen­del. Es schwingt jetzt in der Domi­ni­ka­ner­kir­che an einem Faden und nicht nur ich, son­dern auch vie­le ande­re Besu­cher fra­gen sich, wie es mög­lich ist, dass die Kugel stets hin und her schwingt. Es gibt aber auch noch vie­le ande­re bewun­derns­wer­te Wer­ke in Müns­ter, Stadt der Skulp­tu­ren, die das irdi­sche Leben schrump­fen lassen.

Spei­sen in Downunder

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Chinesen “stürmen” Örebro

Dass Nor­we­ger ger­ne ihren Urlaub in Schwe­den ver­brin­gen, ist klar. Es ist das Nach­bar­land, ins­ge­samt wär­mer als Nor­we­gen und auch deut­lich güns­ti­ger. Aber jetzt ist auch zu lesen: Chi­ne­sen stür­men Örebro.

Öre­b­ro in der schwe­di­schen Pro­vinz Öre­b­ro ist im Nor­den bekannt sei­ner schö­nen Alt­stadt wegen. Und wegen der groß­ar­ti­gen Natur rund­her­um. Im nur 82 Kilo­me­ter ent­fern­ten Natio­nal­park Tive­den zwi­schen den Seen Vänern und Vät­tern kann man gut wan­dern. Er ist mit­un­ter moo­rig und bie­tet daher sel­te­nen Tie­ren idea­le Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten. Es gibt auch gro­ße Seen dort. Der Rei­sen­de erin­nert sich noch bis heu­te an den hüb­schen Ort Asker­sund und an des­sen beschau­li­chen Segelboothafen.

Aber am liebs­ten erin­nert er sich an zwei sehr mensch­li­che Begeg­nun­gen. Als er mal den Natio­nal­park Tive­den mit dem Rad durch­streif­te und erleb­te, erwisch­te ihn viel Regen, so dass er klatsch­nass ein Café erreich­te. Der Besit­zer reagier­te umge­hend. Er stell­te am Tisch einen Ven­ti­la­tor auf. Dar­an konn­te sich der Bike­pa­cker auf­wär­men und trock­nen. Kaf­fee und Kuchen schmeck­ten daher natür­lich auch sehr gut. Da der Regen nicht auf­hör­te, blieb er meh­re­re Stun­den dort, bis er dann abends auf einer Lich­tung sein Zelt auf­bau­te. Zel­ten ist mit Rad­fah­ren die schöns­te Art, Men­schen und Natur nahe zu kommen.

Gutes Zelt für Regen-und Windzeiten

Wor­auf müs­sen Cam­per beim Kauf eines Zel­tes ach­ten, damit es bei star­kem Regen­fall nicht unan­ge­nehm wird: Der TÜV Süd unter­schei­det drei gän­gi­ge Arten von Cam­ping­zel­ten, wel­che sich in der “Was­ser­säu­le” unter­schei­den. Käu­fer soll­ten sich an der Anga­be der Mil­li­me­ter ori­en­tie­ren. Wer nur an schö­nen Tagen kurz mal unter­wegs ist, kann zu Zel­ten mit einer Was­ser­säu­le von 1500 Mil­li­me­tern grei­fen. Ab 2000 Mil­li­me­ter für Wän­de und Dach sowie 3000 für den Boden ist es taug­lich für feuch­tes und win­di­ges Wet­ter. Wer eher Expe­di­tio­nen mit hohen Ansprü­chen anstrebt, soll­te zu einem Zelt mit einer Was­ser­säu­le von 3000 Mil­li­me­tern für Wän­de und Dach sowie 5000 für den Boden grei­fen. Der Boden soll­te mehr als 15 Zen­ti­me­ter in die Wän­de hoch­ra­gen. Die Näh­te sol­cher Pro­duk­te sind dop­pelt ver­näht und ver­sie­gelt. Das Gestän­ge soll­te bieg­sam sein, um Wind wider­ste­hen zu können.

Zweite schöne Begegnung

Zwei­te Begeg­nung: ein Tref­fen mit einem Fleisch­pro­du­zen­ten in der Gegend. Des­sen Betrieb schau­te er sich dann an. In einer Zei­tung hat­te er zuvor gele­sen, dass die­ser einen Preis wegen der aus­ge­zeich­ne­ten Qua­li­tät erhal­ten hat­te. Ob es im sel­ben Jahr wie beim Besuch des Tive­den Natio­nal­parks war, weiß der Rei­sen­de nicht mehr. Der Chef dach­te wohl, dass er als Rad­fah­rer bestimmt immer hung­rig wäre. Zum Abschied pack­te er ihm eine klei­ne Kühl­ta­sche voll mit eis­ge­kühl­tem Fleisch.

Kein Wun­der, dass Nor­we­gen so ger­ne in die Gegend fah­ren, wenn man dort so gast­freund­lich ist. 741000 Über­nach­tun­gen zählt man aktu­ell in Öre­b­ro. Davon sei­en gut 40 Pro­zent Nor­we­ger. Und über­ra­schend vie­le Chi­ne­sen tau­chen dort auch auf. Gab es 2013 erst noch 700 Über­nach­tun­gen, sei die Zahl der Über­nach­tun­gen rasant auf aktu­ell 14000 gestie­gen, schreibt die Zei­tung Afton­bla­det. Wich­tigs­ter Grund sei­en die bei Asia­ten belieb­ten Rund­rei­sen durch Skan­di­na­vi­en. So erklärt sich also die Schlag­zei­le: Chi­ne­sen stür­men Örebro.

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Urlauben wie die Mumins

Neu­lich stell­te ich Dir hier schon inter­es­san­te Baum­häu­ser in Skan­di­na­vi­en vor. Heu­te gibt es hier Neu­es mit den Pan Tree­top Cab­ins, die es so offen­bar noch nicht woan­ders gibt, son­dern so viel­leicht nur in Norwegen.

Es han­delt sich um drei­ecki­ge Baum­häu­ser, die in acht Metern Höhe in einem Wald an der nor­we­gisch-schwe­di­schen Gren­ze ste­hen. Dei­nen Urlaub kannst Du dann in Gjeså­sen in der Pro­vinz Hed­mark verbringen.

Die Betrei­ber Kris­ti­an Rostad und Chris­ti­ne Mowin­ckel arbei­te­ten mit dem Archi­tek­ten Espen Sur­ne­vik zusam­men.

Ziel sei es gewe­sen, mög­lichst wenig Wald­bo­den durch Bau­wer­ke zu ver­sie­geln. Statt­des­sen hän­gen jetzt die gut 40 Qua­drat­me­ter gro­ßen, an die Behau­sun­gen der Mumins erin­nern­den Woh­nun­gen an Stäm­men und sind über Wen­del­trep­pen zu errei­chen. Mumins sind wie klei­ne Nil­pfer­de aus­se­hen­de Troll­we­sen, geschaf­fen von der Schrift­stel­le­rin Tove Jans­son.

Mehr Infos unter Tre Top — Urlaub im schwe­di­schen Wald

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Skandinavische Luxusunterkünfte

Skan­di­na­vi­sche Luxus­un­ter­künf­te: Habt ihr schon mal Urlaub in einem Design-Hotel gemacht? Oder in einem Baum­haus? Manch­mal ste­cken rich­tig unge­wöhn­li­che mensch­li­che Geschich­ten dahin­ter. Die­se sind dann noch inter­es­san­ter als das Haus selbst.

Wenn der Rei­sen­de eine Regi­on durch­streift und erlebt, kauft er ger­ne täg­lich die Zei­tun­gen vor Ort. Denn Lokal­jour­na­lis­ten ken­nen ihre Gegend oft sehr gut. Sie wol­len ihre Leser vor allem im Som­mer­loch unter­hal­ten, da dort auch oft mehr Zeit für gründ­li­che Recher­che zur Ver­fü­gung steht. Da schau­en dann die­je­ni­gen, die kei­ne Zei­tung abon­nie­ren, in die Röh­re, wenn sie sich nur auf Face­book oder Insta­gram ver­las­sen. Denn dort gibt es nur weni­ge qua­li­ta­tiv gute Ange­bo­te. Wer kei­ne Zei­tung bezieht, gehört zu den­je­ni­gen, die ein Infor­ma­ti­ons­de­fi­zit haben. Das wirkt sich aus bis in die poli­ti­sche Teil­ha­be. Die­se ver­rin­gert sich erheblich.

Als der Rei­sen­de vor eini­ger Zeit durch Norr­bot­ten radel­te, las er in einer Zei­tung von einem Baum­haus­ho­tel in Hara­ds. Er plan­te sei­ne Rou­te sofort um. Sein Herz klopf­te. Denn er fand für sei­ne Leser wohl einen ech­ten Lecker­bis­sen. 300 Kilo­me­ter mehr als gedacht, muss­te er dafür ein­le­gen, um das Dorf Hara­ds zu errei­chen. Zum Glück ist Schwe­den rela­tiv flach. Und es war auch erst Juli, also noch lan­ge hell, so dass man sogar nachts radeln kann. Denn nur für gut eine Stun­de wird es rich­tig dunkel.

Architekt experimentiert viel im Wald

Als er im Ort ankam, waren die Arbei­ten am Baum­haus­ho­tel in vol­lem Gan­ge. Der feder­füh­ren­de Archi­tekt Ber­til befand sich sogar mit Hand­wer­kern vor Ort. So ver­folg­te der Rei­sen­de eini­ge Tage gut mit, wie Ber­til plan­te. Er expe­ri­men­tier­te viel her­um, um einem Baum­haus den Charme eines Vogel­nes­tes zu ver­lei­hen. Daher loder­te unter ande­rem im Wald ein rie­si­ges Feu­er, in das er star­ke Metall­bän­der gelegt hat­te. Das Vogel­nest soll­te mit den Bän­dern umfasst wer­den. Sie soll­ten nicht in der Son­ne blit­zen, son­dern sich farb­lich der Natur anpas­sen. Der Rei­sen­de half ihm auch dabei, rund gebo­ge­ne Äste im Wald zu suchen, die er auch um das Nest legen woll­te. So trägt er auch einen klei­nen Anteil am Gelin­gen des Baum­haus­ho­tels. Die ers­ten Häu­ser fan­den dann durch den Rei­sen­den Ein­gang in die Süd­deut­sche Zei­tung, die Neue Zür­cher Zei­tung und die Wie­ner Zei­tung.

Skan­di­na­vi­sche Luxus­un­ter­künf­te: Man­che von denen, die Vogue aus Nor­we­gen, Schwe­den und Finn­land zeigt, sind viel­leicht ganz ähn­lich entstanden.

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Spitzbergen — mehr als gut für Eisbären

Spitz­ber­gen mehr als gut für Eis­bä­ren: Spitz­ber­gen hat sich der Rei­sen­de bis­lang noch nicht anschau­en dür­fen. Doch hin­rei­sen möch­te er schon ganz ger­ne zur aus etwa 400 bestehen­den Insel­grup­pe, die die Nor­we­ger Sval­bard nen­nen. Die­se ist etwas klei­ner als das Bun­des­land Bay­ern. Er kennt nur einen dort arbei­ten­den Bio­lo­gen. Aber die Flü­ge dort­hin und Prei­se für Exkur­sio­nen sind hoch. Wie kalt es auf Spitz­ber­gen ist und war­um es dort auch ein rie­si­ges Saat­kam­mer­gut gibt, erfährst du im Län­der­kun­de-Arti­kel der Zei­tung “Die Welt”.

Ken­nen­ge­lernt haben sich der Rei­sen­de und der Bio­lo­ge in Kjer­rin­gøy. Das ist ein klei­nes Fischer­dorf nahe Bodø. Bodø ist Fuß­ball­ken­nern bekannt durch Bodø Glimt, das ab und zu auch in der Euro­pa League mit­spielt. Und als Aus­flugs­ziel für Durch­rei­sen­de zum Nordkap. 

Der Rei­sen­de radel­te mal bin­nen fünf Tagen vom Bot­t­ni­schen Meer­bu­sen in Schwe­den zum Polar­meer. Zuvor hat­te er sich gemein­sam mit sei­nem Kum­pel Ste­phan Heu­ken ein bekann­tes Sur­ström­ming-Fes­ti­val Schwe­dens an Höga Kus­ten ange­schaut. Danach heiz­te Durch­strei­fen & Erle­ben eilig durch Lapp­land. Der Boots­bau­er Ulf Mikal­sen hat­te ihn ein­ge­la­den, mit einer Grup­pe Nor­we­ger mit Nord­land­boo­ten an der Küs­te ent­lang zu segeln. Zum Glück ist gera­de auf die­ser Höhe die Distanz von einem Meer zum ande­ren nicht gera­de groß.

Auf Nordlandboot und zur Walsafari

Zwei Tage segel­te er mit, voll gespannt, ob er unter­wegs Walen begeg­nen wür­de. Das wäre doch etwas, neben dem Boot einen Orca zu sehen oder einen Pott­wal. Dazu kam es lei­der nicht. Der Rei­sen­de hol­te es spä­ter in Ande­nes nach. Von dort fah­ren bei ruhi­gem Wet­ter fast täg­lich Boo­te zur Wal­be­ob­ach­tung her­aus. Sie suchen tie­fe Can­yons auf, da dort die Pott­wa­le jagen. Immer­hin lern­te er auf dem Trip mit Mikal­sen sei­ne spä­te­re Freun­din Lena ken­nen. Die­se arbei­te­te als Ärz­tin in Bodø. Und aus der Tour mit Mikal­sen ent­wi­ckel­ten sich Arti­kel: unter ande­rem für die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung und die “Wie­ner Zeitung”.

Der Bio­lo­ge hat­te Urlaub genom­men und besuch­te sei­nen Schwie­ger­va­ter in Kjer­rin­gøy. Mit im Schnitt 15 Grad ist es für Deut­sche nicht gera­de warm im Som­mer. Aber er zog in der Son­ne sei­nen Pull­over aus und freu­te sich: “End­lich ist es wie­der Som­mer”, sprach er aus, was er viel­leicht noch auf Spitz­ber­gen wie Rudi Carell 1975 gedacht hat­te: “Wann wird’s mal wie­der rich­tig Sommer”. 

In Spitz­ber­gen leben­de Eis­bä­ren sol­len es immer schwe­rer bei der Suche nach Nah­rung haben. Denn durch den Kli­ma­wan­del stei­gen die Tem­pe­ra­tu­ren. Eis­fel­der schrump­fen im Süden. Daher benö­ti­gen die Bären mehr Zeit, um Eis­schol­len zu fin­den, auf denen sich ihre Beu­te befin­det. Der Bio­lo­ge fin­det dort auch eine Men­ge Mee­res­vö­gel, die dort viel Nah­rung fin­den. Dort brü­ten zum Bei­spiel Mil­lio­nen von Alken­vö­geln wie Trot­tell­um­men und Dick­schna­bell­um­men. Und der Rei­sen­de denkt beim Ver­ar­bei­ten die­ser Infor­ma­tio­nen nach wie vor: Wann wird es für ihn selbst zu Spitz­ber­gen — mehr als gut für Eisbären?

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Rätselhaftes Schweden

In jüngs­ter Zeit habe ich über Fil­me, gute Lite­ra­tur und Rei­sen viel Inter­es­san­tes über Schwe­den erfah­ren. Zum Bei­spiel, dass die deut­sche Bot­schaft in Stock­holm durch schwe­di­sche Sym­pa­thi­san­ten der RAF besetzt wur­de. Oder dass die Königs­fa­mi­lie vie­le Jah­re mit einer Yacht nach Madei­ra segel­te, um dort Urlaub zu machen. Dass ein Leib­arzt der Köni­gin zwei präch­ti­ge Vil­len besaß, die man noch heu­te auf Capri und am See Sil­jan in Dalar­na besich­ti­gen kann. Oder dass die Welt­macht Schwe­den wäh­rend des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges von einer Frau regiert wurde.

Hast Du das alles gewusst? Wer noch mehr inter­es­san­te Fra­gen in einem Quiz der Süd­deut­schen Zei­tung beant­wor­ten möch­te, kann die­se jetzt hier lösen.

Rät­sel­haf­tes Schweden

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