Folge den Leuchttürmen!

Fol­ge den Leucht­tür­men. Du lernst dann auf Rei­sen mit die schöns­ten Ecken des Lan­des ken­nen. Denn die meis­ten ste­hen an ein­sa­men Küs­ten­strei­fen. Rings­um sind oft impo­san­te Klip­pen und wei­te Strän­de zu sehen. Bekann­te Archi­tek­ten leg­ten hier und dort Hand an die Tür­me. So wird nicht nur die Land­schaft, son­dern auch der Auf­stieg zum Leucht­feu­er durch eine ele­gan­te Trep­pe zum Bei­spiel zum Genuss. Die Zei­tung “El Pais” hat jetzt einen Bericht ver­öf­fent­licht, den Du jetzt auf dem Sofa gemüt­lich lesen kannst. Vor allem die Fotos sind sehr gelungen.

Fotogenes A Coruña 

Der Rei­sen­de selbst hat solch eine Tour vor kur­zem beim Urlaub in Gali­ci­en genos­sen, als er dort mit dem Rad unter­wegs gewe­sen ist. Beim Foto­gra­fie­ren eines Stran­des an der West­küs­te lernt er Toni und Luis ken­nen. Er steht am obe­ren Rand, wäh­rend sich die bei­den unten am Was­ser auf- und abbe­we­gen. Die Wege kreu­zen sich dann doch unwei­ger­lich. Toni ent­schul­digt sich, dass er wohl auf vie­len Bil­dern zu sehen sei. Dem ent­geg­net der Rad­ler aber, dass die durchs Gegen­licht dunk­len Figu­ren auf den Fotos auch ihren Reiz hät­ten. Bei­de schau­en erfreut, rech­ne­ten sie wohl mit einer pat­zi­ge Ant­wort. Die “Par­tei­en” tau­schen Kon­takt­da­ten aus und ver­ein­ba­ren ein Tref­fen in deren Hei­mat­stadt A Coru­ña. Sicher der diplo­ma­ti­schen Ant­wort wegen.

Schon am ers­ten Abend nach der Ankunft steht Toni mit dem Auto vor der Hotel­tür in der Hafen­stadt. An den nächs­ten vier Aben­den führt er den Rei­sen­den an foto­ge­ne Plät­ze inner­halb und außer­halb der Stadt. Und er bekommt nach der Wei­ter­rei­se durch Gali­ci­en Rich­tung Riba­deo täg­lich ein klei­nes Paket an Tipps, wohin er radeln soll­te. Fol­ge den Leucht­tür­men, heißt es unter ande­rem. Es gibt leuch­ten­de Leucht­tür­me, rot-wei­ße, gelb-rote und auch von Archi­tek­ten beson­ders gestaltete. 

Alle Tipps hal­ten das, was Toni ver­sprach. Der begeis­ter­te Foto­graf und Nau­ti­ker kennt sich hier sehr gut aus. So befin­det sich noch ein schö­ner Bild­band in der Pipe­line über die bes­ten Ecken Galiciens. 

Dan­ke, Toni. War­um tut er das? “Ich wür­de es mir auch so wün­schen, wenn ich irgend­wo ankäme”.

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Am Meer und im Hinterland Portugals

Am Meer und im Hin­ter­land Por­tu­gals: Ein­sa­me Leucht­tür­me, end­lo­se Strän­de, auf Fels­wän­den her­um­klet­tern­de Muschel­samm­ler, deko­ra­ti­ve Mee­res­buch­ten — die West­küs­te der Ibe­ri­schen Halb­in­sel zählt zu den schöns­ten Por­tu­gals und Spa­ni­ens. Avei­ro selbst, das die Zei­tung “La Voz de Gali­cia” vor­stellt, ken­ne der Rei­sen­de noch nicht. Aber wenn man sich die Fotos anschaut, scheint es eine hüb­sche Stadt zu sein, in der die Boo­te sehr an Vene­dig erinnern.

Von Nord­por­tu­gal kennt der Rei­sen­de das Hin­ter­land an der Küs­te. Dort ist auf dem Jakobs­weg, dem Camin­ho Por­tu­guês, gera­delt. Vom Meer bekommt kaum einer dort bis auf gele­gent­lich stär­ke­ren Wind wenig mit. Das Pro­fil ist erst mal von Por­to über Bar­ce­los und Pon­te de Lima bis zur alten Fes­tungs­stadt Valen­ça an der Gren­ze zu Spa­ni­en flach bis hügelig.

Nette Gesellschaft am Meer und im Hinterland Portugals

Da dort Pil­ger unter­wegs sind, fin­den Allein­rei­sen­de immer wie­der net­te Gesell­schaft. Jeder kann sich frei ent­schei­den: Will er oder sie die Ruhe dort für sich allei­ne genie­ßen? Oder ist es doch unter­halt­sa­mer sich einer Wan­der­grup­pe anzu­schlie­ßen? Da mit dem Rad unter­wegs, ist man viel leich­ter in der Lage, sich die Sehens­wür­dig­kei­ten in der Umge­bung anzu­se­hen. Die net­ten Wan­de­rer von heu­te Mit­tag sind dann spä­ter in der Dorf­bar oder auf einem der vie­len Fes­te in den Klein­städ­ten wie­der­zu­se­hen. Dort berich­tet man sich dann gegen­sei­tig von den Ereig­nis­sen des Tages. Wie etwa von den hübsch bemal­ten Hüh­nern aus Holz in Bar­ce­los. Der Hahn ist Wahr­zei­chen Por­tu­gals. Oder dem der Kunst gewid­me­ten und dadurch beein­dru­cken­den Ort Cer­vei­ra.

Über die sozia­len Medi­en kann man sich schnell mit­ein­an­der anfreun­den. Und so ist der Jakobs­pil­ger über Fotos gut unter­rich­tet, wo sich die net­te Gefähr­tin von ges­tern gera­de her­um­treibt. Also braucht sich hier kein Indi­vi­du­al­rei­sen­der vor Ein­sam­keit zu fürch­ten. Und man muss sich erst recht nicht bei teu­er bezahl­ten Grup­pen­rei­sen wie ein Esel an der Lei­ne her­um­füh­ren lassen.

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Boxenstopp in der Hafenstadt A Coruña

Boxen­stopp in der Hafen­stadt A Coru­ña: Seit eini­gen Tagen hält sich der Rei­sen­de in A Coru­ña auf. In der gali­zi­schen Hafen­stadt streift er tags­über allei­ne umher. Am spä­ten Nach­mit­tag kom­men Toni und Luis und zei­gen ihm die Gegend. Bei­de sind pas­sio­nier­te Hob­by-Foto­gra­fen. Toni Cor­ra­les ist anzu­mer­ken, dass er vie­le Jah­re in der Nau­tik gear­bei­tet hat. Sel­ten hat der Rei­sen­de Foto­gra­fen wie ihn erlebt. Er berech­net genau, wie er am bes­ten Blen­de und Zeit auf­ein­an­der abstimmt. Und Toni beherrscht bestimm­te For­meln aus­wen­dig, die zum Foto­gra­fie­ren wich­tig sind. Ein Phä­no­men! Er beob­ach­tet auch Son­nen­stand und Abstand zu Objek­ten wie Leucht­tür­men. Tau­sen­de sei­ner Bil­der sind auf flickr gespeichert.

Der Rei­sen­de lern­te Toni und Luis an einem Strand nahe A Coru­ña ken­nen. Dahin­ter liegt ein klei­ner Cam­ping­platz, auf dem er sein Zelt auf­ge­baut hat. Vor einem Restau­rant ver­brach­ten eini­ge Men­schen aus der Stadt gemüt­li­che Stun­den in einem Café. Man­che freu­ten sich sicher über den gera­de begon­nen Urlaub in Gali­ci­en. Eine bekann­te Poli­ti­ke­rin aus der Stadt lud ihn, neu­gie­rig wie Spa­ni­er eben so sind, zu Kaf­fee und Kuchen ein. Los ging das Gespräch über die absol­vier­te Rad­stre­cke, über spa­ni­sche und deut­sche Poli­tik, über schö­ne Frau­en in Por­tu­gal und Spa­ni­en. Sie mein­te, spa­ni­sche Frau­en sei­en hüb­scher als Por­tu­gie­sin­nen. Ihr Mann, ein Archi­tekt, hör­te ruhig dabei zu. Er drück­te dem Rei­sen­den zum Abschied sei­ne Visi­ten­kar­te in die Hand, bot an, zu hel­fen, falls Not am Mann sei.

Gemeinsame Stadtbesichtigungen

Dann tauch­ten Toni und Luis am Strand auf. Sie foto­gra­fier­ten am Was­ser auf und abge­hend die Sze­ne­rie vor der lang­sam unter­ge­hen­den Son­ne. Dabei gaben sie ein inter­es­san­tes Schat­ten­spiel ab. Bei­de dach­ten zunächst, sie wären dem Rei­sen­den im Wege und ent­schul­dig­ten sich etwas ver­le­gen. Erfreut reagier­ten sie auf die uner­war­te­te Ant­wort, ihre Schat­ten­ris­se sei­en durch­aus reiz­voll für gute Bil­der. Sofort kam die Ein­la­dung zur Stadtbesichtigung.

Am nächs­ten Abend stand Toni denn auch mit sei­nem Seat vorm Hotel. Drei Tage lang ging es abends durch die Hafen­stadt an ver­schie­de­ne sehens­wer­te Orte. Die­se hät­te der Rei­sen­de allei­ne, und wenn über­haupt, erst nach eini­ger Recher­che gefun­den. Der Her­ku­le­sturm, ein aus der Römer­zeit stam­men­der und akti­ver Leucht­turm — Unesco-Welt­kul­tur­er­be — ist nicht damit gemeint. Bei­de kann­ten die alte Geschütz­stel­lung aus dem Spa­ni­schen Bür­ger­krieg auf dem Stadt­hü­gel. Eben­so wuss­ten sie, wo eine alte Burg auf der ande­ren Sei­te der Stadt stand. Tol­le Bars, wo es lecke­re Tapas gab, kann­ten sie natür­lich auch. Der Boxen­stopp in der Hafen­stadt A Coru­ña hat sich voll gelohnt. Beim Abschied ver­sprach Toni den Rei­sen­den wei­ter über den Mes­sen­ger auf sei­ner Rei­se durch Gali­ci­en zu beglei­ten. Er woll­te ihn mit guten Tipps zum Foto­gra­fie­ren ver­sor­gen. Das nimmt der Rei­sen­de ger­ne an, der jetzt auf dem Weg nach Pon­te­deu­me ist.

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