Jetzt im TV: Vendée bis Västerbotten. Aktuell versorgt Durchstreifen & Erleben Abonnenten möglichst regelmäßig mit TV-Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die jetzt im Fernsehen laufen. Deutschland, Dänemark, Frankreich, Österreich, Portugal, Schweden und Spanien sind vertreten.
Vielfalt ist in der kommenden Woche im Programm zu erwarten, wenn es um Natur und Kulinarik, aber auch um Literatur geht. Frankreich wird durch den SWR besonders ins Zentrum gerückt wie die Vendée. Noirmoutier ist eine der wichtigsten Inseln in der Region, verfügt sie doch über eine lange Tradition der Salzgewinnung. Der Reisende schaute sich dort ein ausgeklügeltes System an, bei dem über Kanäle Wasser in Bassins läuft. Dort wird die Salzblume gewonnen, die Gourmets als Delikatesse gilt.
Zu empfehlen ist auf jeden Fall nicht nur ein Besuch, sondern auch die Lektüre des antiquarisch zu erhaltenden Buches „Vendée“ von Friedrich Sieburg. Der Journalist ist auch bekannt als langjähriger Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Wer das Buch gelesen hat, ist gut auf die Gegend eingestimmt.
Unterwegs im hohen Norden
Erwartungen weckt auch „Unterwegs im hohen Norden“ auf phoenix. Der Reisende erinnert sich bei diesem Titel an seine erste Radreise durch Südschweden. Er war alleine unterwegs, hatte gerade das lebhafte Dänemark verlassen und machte sich auf den Weg, die Westküste inklusive Bohuslän bis Trollhättan zu erkunden. Es ist kaum nachvollzuziehen, wie einsam er sich im hohen Norden fühlte, suchte er doch später bevorzugt noch viel einsamere Gegenden auf. Drei Monate umkreiste er etwa den Polarkreis, nchdem er mit dem Rad von Mora am Siljansee gestartet war. Von dort fuhr er nach Umeå, dann nach Bodø vor dem Lofot und zurück über Trondheim zurück nach Dalarna. Eine Teilstrecke hat er im Reiseführer „Västerbotten Land der Abenteuer“ aufgearbeitet.
Viel Spaß nach dem Einschalten des Fernsehers bei “Jetzt im TV: Vendée bis Västerbotten”.
Jetzt im TV: Rheinsteig und Helgeland. Aktuell versorgt Durchstreifen & Erleben euch möglichst regelmäßig mit TV-Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die jetzt im Fernsehen laufen. Deutschland, Frankreich, Norwegen, Portugal und recht viel Schweden sind vertreten. Inseln, Kanäle und Küsten stehen im Zentrum.
Komplizierter Rheinsteig
Keineswegs überrascht ist der Reisende über die Wucht an deutschen Reisezielen, müssen viele sich wohl vorerst im Sommer aufs Inland beschränken. Aber es sind auch wirklich schöne Ziele darunter wie das Siebengebirge vor den Toren Bonns. Der dort durchlaufende Rheinsteig sieht zwar harmlos aus, ist aber der ständigen Auf- und Abstiege wegen nicht leicht. Es kommen etliche Höhenmeter zusammen. Es gibt anfangs auch recht viel Wald. Deshalb können im Winter manche Strecken rutschig werden. Dafür entschädigen Burgruinen und schöne Ausblicke zunächst bis ins Wachtberger Ländchen und später bis zum Ahrgebirge. Sehr gerne nutzt der Reisende die vielen kleinen Steigungen zwischen Quirrenbach und Himberg für ein intensives Mountainbike-Training. Das kann einen sogar vom Siebengebirge bis in den Westerwald führen kann. Ein tolles Konditionstraining auf dem Kapellenwanderweg, den er nur empfehlen kann.
Fahrrad in den Zug zum Polarkreis
Im Helgeland in Norwegen ist er auch schon gewesen. Ihn faszinierte die Gegend, weil es die erste Radtour ins wildere Norwegen war. Mit dem Zug fuhr er von Oslo nach Mosjøen, was er da schon umweltfreundlicher empfand, als mit dem Flugzeug. Außerdem ist es bequemer: Rad in die Fähre, Rad in den Zug. Keine Montage vor und nach dem Flug. Es gibt eine tolle Zugverbindung bis herauf nach Bodø. Die Bahn heißt jetzt nicht mehr Norwegische Staatsbahn, sondern Vy. Weite Blicke über Fjorde, grandiose Natur.
Als Historiker fand er besonders eine kleine Ausstellung in einem alten Bunker — in Hemnes meint er — interessant, in der das Verhältnis der Norweger in dieser Region mit Soldaten der Wehrmacht dargestellt wurde. Einheimische nutzten die medizinische Versorgung. Dargestellt wurden auch Biographien österreichischer und deutscher Soldaten, um zu zeigen, welche Menschen unter der Uniform steckten. Er erinnert sich an das Porträt über einen Schmetterlingsspezialisten. Und an das einen Deutschen aus Hamburg, der Selbstmord beging, als er hörte, dass seine gesamte Familie im Feuer umgekommen war. Die Alliierten bombardierten auf verheerende Weise die Stadt, was als Feuersturm in die Geschichte einging. Mit den Projektmitarbeitern im Helgeland führte er ein sehr schönes Gespräch über die damalige Zeit, ohne Zorn und mit vielen freundschaftlichen Gefühlen.
Lustiges Minden
Empfehlen kann der Reisende auch einen Besuch Mindens. Als er dort auf einer Weserberglandtour durchradelte, fand er nicht nur einen kunsthistorisch wertvollen Dom. Ihn belustigten im Kneipenviertel in der Oberstadt frei herumlaufende Hühner. Dort hatte der Hahn noch etwas zu sagen. Sobald er krähte, rannten die Hennen herbei. Sie begaben sich mit dem Oberhaupt zu Stellen, wo es noch besseres Futter gab. Vielleicht sind sie jetzt noch dort anzutreffen.
Viel Spaß bei diesem Spektakel und beim Zuschauen via “Jetzt im TV: Rheinsteig und Helgeland”.
Nordlandbahn zum Polarkreis: Sagenhafte Ausblicke auf Fjorde, vorbeiziehende Berge — zu den schönsten Eisenbahnfahrten Europas zählt die Strecke von Oslo nach Bodø. Sie bietet deutlich mehr als ein Flug. Denn nur bei gutem Wetter ist von oben etwas von der langen Küste zu sehen.
Der Regionalzug bummelt gemütlich Richtung Polarkreis. Er hält unterwegs in sehenswerten Orten wie zum Beispiel Trondheim. Dort muss jeder umsteigen, der weiter in den Norden fahren will. Eine Übernachtung lohnt sich aber dort. Denn es gibt einiges zu sehen. Dort steht nicht nur der berühmte Nidaros-Dom oder die aus Holz errichteten Häuser im Ausgehviertel am Wasser, das alte Werftviertel am Nidelva. Auf einer der Fahrten stellte der Reisende sein Zelt mal zentrumsnah auf eine parkähnliche Rasenfläche. Er fand es gewagt, doch niemand weckte ihn, um das Zelt abzubauen. Als er morgens aufwachte, hörte er die Bevölkerung auf dem Weg zur Arbeit an sich vorbeiziehen. So lässig ist Norwegen! Ein weiterer schöner Ort ist Mo i Rana. Dort ist ein Besuch der Bootsmuseums mit historischen Kähnen empfehlenswert. Nicht zuletzt liegt die kleine Stadt malerisch am Fjord.
Günstige Nordlandbahn zum Polarkreis
Die Fahrkarte der Nordlandbahn ist ziemlich günstig für die viele Stunden dauernde Fahrt. Und es gibt sie etwas günstiger, wenn man sie online einige Tage vor Antritt der Reise kauft. Bikepackern gefällt es auch, dass man das Rad nicht umständlich wie vor einem Flug verpacken muss. Danach kann man nur noch , dass es die Arbeiter auf dem Flughafen pfleglich behandeln. Stattdessen schiebt man es am Bahnsteig einfach ins Abteil des bereits lange vor Abfahrt wartenden Zuges. Danach versinkt der Reisende in einem der gemütlichen Sessel und genießt die Fahrt in der Nordlandbahn zum Polarkreis.
Jeder Fahrgast erlebt die Fahrt anders. Was ein Reporter der Neuen Zürcher Zeitung dabei fühlte und dachte, erfährst Du hier. Oder lockt es Dich nicht nur an den Polarkreis, sondern sogar nach Spitzbergen?
Spitzbergen mehr als gut für Eisbären: Spitzbergen hat sich der Reisende bislang noch nicht anschauen dürfen. Doch hinreisen möchte er schon ganz gerne zur aus etwa 400 bestehenden Inselgruppe, die die Norweger Svalbard nennen. Diese ist etwas kleiner als das Bundesland Bayern. Er kennt nur einen dort arbeitenden Biologen. Aber die Flüge dorthin und Preise für Exkursionen sind hoch. Wie kalt es auf Spitzbergen ist und warum es dort auch ein riesiges Saatkammergut gibt, erfährst du im Länderkunde-Artikel der Zeitung “Die Welt”.
Kennengelernt haben sich der Reisende und der Biologe in Kjerringøy. Das ist ein kleines Fischerdorf nahe Bodø. Bodø ist Fußballkennern bekannt durch Bodø Glimt, das ab und zu auch in der Europa League mitspielt. Und als Ausflugsziel für Durchreisende zum Nordkap.
Der Reisende radelte mal binnen fünf Tagen vom Bottnischen Meerbusen in Schweden zum Polarmeer. Zuvor hatte er sich gemeinsam mit seinem Kumpel Stephan Heuken ein bekanntes Surströmming-Festival Schwedens an Höga Kusten angeschaut. Danach heizte Durchstreifen & Erleben eilig durch Lappland. Der Bootsbauer Ulf Mikalsen hatte ihn eingeladen, mit einer Gruppe Norweger mit Nordlandbooten an der Küste entlang zu segeln. Zum Glück ist gerade auf dieser Höhe die Distanz von einem Meer zum anderen nicht gerade groß.
Auf Nordlandboot und zur Walsafari
Zwei Tage segelte er mit, voll gespannt, ob er unterwegs Walen begegnen würde. Das wäre doch etwas, neben dem Boot einen Orca zu sehen oder einen Pottwal. Dazu kam es leider nicht. Der Reisende holte es später in Andenes nach. Von dort fahren bei ruhigem Wetter fast täglich Boote zur Walbeobachtung heraus. Sie suchen tiefe Canyons auf, da dort die Pottwale jagen. Immerhin lernte er auf dem Trip mit Mikalsen seine spätere Freundin Lena kennen. Diese arbeitete als Ärztin in Bodø. Und aus der Tour mit Mikalsen entwickelten sich Artikel: unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die “Wiener Zeitung”.
Der Biologe hatte Urlaub genommen und besuchte seinen Schwiegervater in Kjerringøy. Mit im Schnitt 15 Grad ist es für Deutsche nicht gerade warm im Sommer. Aber er zog in der Sonne seinen Pullover aus und freute sich: “Endlich ist es wieder Sommer”, sprach er aus, was er vielleicht noch auf Spitzbergen wie Rudi Carell 1975 gedacht hatte: “Wann wird’s mal wieder richtig Sommer”.
In Spitzbergen lebende Eisbären sollen es immer schwerer bei der Suche nach Nahrung haben. Denn durch den Klimawandel steigen die Temperaturen. Eisfelder schrumpfen im Süden. Daher benötigen die Bären mehr Zeit, um Eisschollen zu finden, auf denen sich ihre Beute befindet. Der Biologe findet dort auch eine Menge Meeresvögel, die dort viel Nahrung finden. Dort brüten zum Beispiel Millionen von Alkenvögeln wie Trottellummen und Dickschnabellummen. Und der Reisende denkt beim Verarbeiten dieser Informationen nach wie vor: Wann wird es für ihn selbst zu Spitzbergen — mehr als gut für Eisbären?
Suche nach dem verlorenen Polarlicht: Aurora borealis — in den Ohren des Reisenden klingt das magisch. In denen vieler anderer offenbar auch: In den sozialen Medien fragen Leute ständig, wo in Norwegen oder Schweden man eine gute Chance habe, Nordlichter zu sehen.
Mit Vorfreude buchten Tobias, ein Freund, und der Reisende einen Flug nach Bodø, um von dort aus mit dem Schnellboot nach Svolvær überzusetzen. Die Überfahrt zum Lofot war schon ein Traum, sah der Reisende doch erstmals die Landschaft im Winter. Schneebedeckte Inseln glichen großen Eisbergen. Orcas sah er leider nicht. Bis heute ist es ein unerfüllter Traum.
Suche nach dem Polarlicht — Erfüllung am letzten Tag
Zwei Wochen schauten sich die Freunde die Inselgruppen Lofoten und Vesterålen an. Sie besuchten Fischzüchter, Sami mit Rentieren, kleine Fischerorte, gelangten sogar fast bis nach Tromsø. Die Winterlandschaft war eine andere Welt und deutlich interessanter als die touristische im Sommer. Denn endlich mal spielte sich normales Leben ab: Schüler auf Stehschlitten auf dem Heimweg von der Schule, Fischern beim Reinigen des Fangs. Und es waren nicht fast ausschließlich Touristen wie im Sommer zu sehen, wenn es auch Urlauber dort gab. Und der Reisende lernte Autofahren mit Spikes. Das war schon eine Herausforderung. Denn die Mitte der engen Fahrbahn ist im Dunkeln schlecht zu erkennen. Rasend schnell entgegenkommende Schneepflüge nehmen einem die Sicht. Mit Fisch beladene LKW nehmen den meisten Platz weg.
Am letzten Abend auf dem Lofot verließen Tobias und der Reisende eine Bar in Svolvær. Zufällig schaute der Reisende gen Himmel nach oben. Wie die Funken eines Feuerwerks erschien das ersehnte Polarlicht. Die Reisenden hatten es schon abgeschrieben, waren aber auch so zufrieden mit ihren Eindrücken. Und jetzt kamen noch einige Sekunden feurige Eindrücke zum Abschluss der Reise hinzu. Eine Suche nach dem verlorenen Polarlicht war gar nicht nötig gewesen. Es kam von selbst.
Ein Autor der Süddeutschen Zeitung war mit Hurtigruten unterwegs. Was dieser hingegen erlebte, lest ihr unter Polarlicht mit Hurtigruten. Noch mehr Norwegen erfahrt ihr hier.