Fischgenuss in Norwegens zweitgrößter Stadt

Neu­lich stell­te ich hier schon die nor­we­gi­sche Stadt Ber­gen vor. Hier fol­gen noch eini­ge inter­es­san­te Fak­ten, die Kris­toff­er Flak­stadt von der däni­schen Zei­tung “Ber­lings­ke” zusam­men­ge­tra­gen hat.

Die Stadt zählt knapp 300.000 Ein­woh­ner, ist somit Nor­we­gens zweit­größ­te Stadt. Er bezeich­net sie als “kul­tur­elt kraft­cen­ter”, das Grö­ßen wie Lud­vig Hol­berg, Edvard Grieg und Ama­lie Skram her­vor­ge­bracht habe. Auch Nor­we­gens aktu­el­le Staats­mi­nis­te­rin Erna Sol­berg stammt von dort.

Im Mit­tel­al­ter sei sie de fac­to Haupt­stadt und über Jahr­hun­der­te die größ­te Stadt des Lan­des gewe­sen. Meh­re­re grö­ße­re Häu­ser stamm­ten noch aus die­ser Zeit, in der Ber­gen durch den Han­del mit Tro­cken­fisch reich gewor­den sei.

Heu­te zähl­ten auch Königs­krab­be, Lachs, fri­sche Gar­ne­len und Hum­mer zu den Deli­ka­tes­sen. Fis­ketor­get im Zen­trum Ber­gens sei beliebt, wo man den Früh­stücks­hun­ger mit Krab­ben­bur­ger oder geba­cke­nem fish ’n’ chips stil­len könne. 

Na dann, guten Hun­ger beim nächs­ten Besuch in Bergen.

Auf nach Bergen

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Spitzbergen — mehr als gut für Eisbären

Spitz­ber­gen mehr als gut für Eis­bä­ren: Spitz­ber­gen hat sich der Rei­sen­de bis­lang noch nicht anschau­en dür­fen. Doch hin­rei­sen möch­te er schon ganz ger­ne zur aus etwa 400 bestehen­den Insel­grup­pe, die die Nor­we­ger Sval­bard nen­nen. Die­se ist etwas klei­ner als das Bun­des­land Bay­ern. Er kennt nur einen dort arbei­ten­den Bio­lo­gen. Aber die Flü­ge dort­hin und Prei­se für Exkur­sio­nen sind hoch. Wie kalt es auf Spitz­ber­gen ist und war­um es dort auch ein rie­si­ges Saat­kam­mer­gut gibt, erfährst du im Län­der­kun­de-Arti­kel der Zei­tung “Die Welt”.

Ken­nen­ge­lernt haben sich der Rei­sen­de und der Bio­lo­ge in Kjer­rin­gøy. Das ist ein klei­nes Fischer­dorf nahe Bodø. Bodø ist Fuß­ball­ken­nern bekannt durch Bodø Glimt, das ab und zu auch in der Euro­pa League mit­spielt. Und als Aus­flugs­ziel für Durch­rei­sen­de zum Nordkap. 

Der Rei­sen­de radel­te mal bin­nen fünf Tagen vom Bot­t­ni­schen Meer­bu­sen in Schwe­den zum Polar­meer. Zuvor hat­te er sich gemein­sam mit sei­nem Kum­pel Ste­phan Heu­ken ein bekann­tes Sur­ström­ming-Fes­ti­val Schwe­dens an Höga Kus­ten ange­schaut. Danach heiz­te Durch­strei­fen & Erle­ben eilig durch Lapp­land. Der Boots­bau­er Ulf Mikal­sen hat­te ihn ein­ge­la­den, mit einer Grup­pe Nor­we­ger mit Nord­land­boo­ten an der Küs­te ent­lang zu segeln. Zum Glück ist gera­de auf die­ser Höhe die Distanz von einem Meer zum ande­ren nicht gera­de groß.

Auf Nordlandboot und zur Walsafari

Zwei Tage segel­te er mit, voll gespannt, ob er unter­wegs Walen begeg­nen wür­de. Das wäre doch etwas, neben dem Boot einen Orca zu sehen oder einen Pott­wal. Dazu kam es lei­der nicht. Der Rei­sen­de hol­te es spä­ter in Ande­nes nach. Von dort fah­ren bei ruhi­gem Wet­ter fast täg­lich Boo­te zur Wal­be­ob­ach­tung her­aus. Sie suchen tie­fe Can­yons auf, da dort die Pott­wa­le jagen. Immer­hin lern­te er auf dem Trip mit Mikal­sen sei­ne spä­te­re Freun­din Lena ken­nen. Die­se arbei­te­te als Ärz­tin in Bodø. Und aus der Tour mit Mikal­sen ent­wi­ckel­ten sich Arti­kel: unter ande­rem für die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung und die “Wie­ner Zeitung”.

Der Bio­lo­ge hat­te Urlaub genom­men und besuch­te sei­nen Schwie­ger­va­ter in Kjer­rin­gøy. Mit im Schnitt 15 Grad ist es für Deut­sche nicht gera­de warm im Som­mer. Aber er zog in der Son­ne sei­nen Pull­over aus und freu­te sich: “End­lich ist es wie­der Som­mer”, sprach er aus, was er viel­leicht noch auf Spitz­ber­gen wie Rudi Carell 1975 gedacht hat­te: “Wann wird’s mal wie­der rich­tig Sommer”. 

In Spitz­ber­gen leben­de Eis­bä­ren sol­len es immer schwe­rer bei der Suche nach Nah­rung haben. Denn durch den Kli­ma­wan­del stei­gen die Tem­pe­ra­tu­ren. Eis­fel­der schrump­fen im Süden. Daher benö­ti­gen die Bären mehr Zeit, um Eis­schol­len zu fin­den, auf denen sich ihre Beu­te befin­det. Der Bio­lo­ge fin­det dort auch eine Men­ge Mee­res­vö­gel, die dort viel Nah­rung fin­den. Dort brü­ten zum Bei­spiel Mil­lio­nen von Alken­vö­geln wie Trot­tell­um­men und Dick­schna­bell­um­men. Und der Rei­sen­de denkt beim Ver­ar­bei­ten die­ser Infor­ma­tio­nen nach wie vor: Wann wird es für ihn selbst zu Spitz­ber­gen — mehr als gut für Eisbären?

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Gold der Lofoten

In einer Nor­weg­engrup­pe auf Face­book frag­te neu­lich jemand nach typisch nor­we­gi­schen Spe­zia­li­tä­ten. Dazu gehört ein­deu­tig Tro­cken­fisch, oft an der Luft getrock­ne­ter Kabel­jau. Das Gold der Lofo­ten. Es gehört zu den ein­drucks­vol­len Erleb­nis­sen auf den Insel­grup­pen Lofo­ten oder Ves­terå­len, im Som­mer selbst nur lee­re Gerüs­te zu sehen. Sie rie­chen dann immer noch nach Fisch. Die Insel­be­woh­ner sagen dazu, dass sie das Geld aus dem Ver­kauf des kost­ba­ren Fangs rie­chen könnten.

Als Motiv zog den Rei­sen­den aber zunächst die Erwar­tung, mit dem Boots­bau­er Ulf Mikal­sen und des­sen Gefähr­ten an der nord­nor­we­gi­schen Küs­te ent­lang zu segeln. Er und ande­re Nor­we­ger tref­fen sich nahe­zu regel­mä­ßig, um von Kjer­rin­gøy in der Pro­vinz Nord­land bis zur Insel Vega nahe Trond­heim zu segeln. Dafür und fürs Gold der Lofo­ten nahm der Rei­sen­de eine wei­te Stre­cke quer durch Lapp­land mit dem Rad auf sich — vom einer Fei­er des Herings am Bot­t­ni­schen Meer­bu­sen auf der Insel Ulvön zum Bewoh­ner des Polarmeers.

Segeltörn von Kjerringøy nach Vega

Nach­dem er Mikal­sen eini­ge Tage beim Bau eines Nord­land­boo­tes beob­ach­tet hat­te, durf­te er immer­hin zwei Tage mit aufs Segel­boot. Län­ger nicht, da in einem der Häfen schon ande­re Inter­es­sen­ten dar­auf war­te­ten zuzu­stei­gen. Das Rad durf­te aller­dings nicht mit an Bord stei­gen. Denn dafür ist ein tra­di­tio­nel­les Fischer­boot zu klein. Das Gepäck fin­det im Stau­raum im Bug oder Heck Platz. Ande­re depo­nier­ten ihr Gepäck auch in der klei­nen Kajü­te, die auch Kojen für die Fischer bie­tet. Auch ein klei­ner Ofen zum Hei­zen in kal­ten Näch­ten befin­det sich dort. Da aber die Näch­te im Hoch­som­mer selbst in den klei­nen Häfen an der Küs­te des Polar­meers warm sein kön­nen, schlief der Rei­sen­de nachts im Schlaf­sack im Bug. Die­ser wird mit einem Segel abge­deckt, um gegen Regen geschützt zu sein. Zum Glück blieb es die gan­ze Zeit über trocken.

Im Arti­kel “Das Gold der Lofo­ten” für die “Wie­ner Zei­tung”, ältes­te Zei­tung Öster­reichs, hat der Rei­sen­de fest­ge­hal­ten, was er mit dem Able­gen vom Steg auf einem Nord­land­boot erlebte. 

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Eiskaltes Bad im Meer in Combarro

Eis­kal­tes Bad im Meer in Com­bar­ro: Com­bar­ro — das gali­zi­sche Fischer­dorf schlecht­hin. Das sagen Tou­ris­ti­ker. Doch ist es wirk­lich so? Sagen­haf­te sie­ben Kilo­me­ter ist der Rei­sen­de heu­te auf dem Cami­no de Sant­ia­go hin­ge­ra­delt. Aller­dings waren die Höhen­me­ter nicht ohne, nach­dem er heu­te mor­gen Pon­te­ve­dra ver­las­sen hatte.

Außer­dem war der gest­ri­ge Abend noch etwas län­ger. In Pon­te­ve­dra traf er Jakobs­pil­ge­rin Alex­an­dra wie­der, die ihm auch ein net­tes Hotel im Zen­trum genannt hat­te. Dort ließ er sich nie­der, dank­bar für den Tipp. Und hier war eini­ger Tru­bel. Denn ein Stadt­fest stand an. Dar­auf erin­ner­ten höfisch geklei­de­te Damen und Her­ren an die Zeit im Mit­tel­al­ter. Vie­le zogen durch die engen Gas­sen der Stadt. Auf dem größ­ten Platz gab es ein Restau­rant mit einer erhöh­ten Ter­ras­se. Von dort aus schau­ten sie sich das Spek­ta­kel beim Genuss medi­ter­ra­ner Kost in Ruhe an.

Nach einem ent­spann­ten Früh­stück ging es am nächs­ten Mor­gen durch die immer noch fest­li­che Stadt. Da die Stra­ßen des Zen­trums ziem­lich dicht waren, dau­er­te es ent­spre­chend, bis der Stadt­rand erreicht war. Aber in Com­bar­ro ist man schon nach einer hal­ben Stun­de ange­kom­men. Da Alex­an­dra noch nicht da ist, bleibt Zeit für Fotos.

Hórreos ziehen die Touristen an

Der Ruf eines der schöns­ten Fischer­dör­fer zu sein, ist aller­dings über­trie­ben. Der Ort sieht letzt­lich viel­leicht etwas hüb­scher aus als vie­le ande­re in Gali­ci­en. Er ist sehr klein, so dass letzt­lich nur zwei Gas­sen zum Durch­strei­fen und Erle­ben blei­ben. Foto­gen sind aller­dings die alten Spei­cher aus Stein. Die “hór­re­os” erin­nern an die Gerüs­te für Tro­cken­fisch auf dem Lofot. Sie die­nen hier aller­dings dem Trock­nen von Getrei­de. Denn sie ste­hen auf Stel­zen, ähn­lich den “Mäu­ser­pfei­lern” an west­fä­li­schen Höfen, die man hier und da noch sieht. Man­che sind Spei­cher so berühmt ob ihrer Gestal­tung, dass vor ihnen Tou­ris­ten­bus­se stoppen.

Alex­an­dra ist mitt­ler­wei­le ein­ge­trof­fen. Sie sitzt vor einer Bar und schlürft einen Cock­tail. Der Inha­ber scheint ziem­lich ange­tan von ihr zu sein. Er flir­tet inten­siv mit ihr. Nach­dem der Rei­sen­de erschie­nen ist, flir­tet er noch eine Wei­le wei­ter, sieht dann aber ein, dass er kei­ne Chan­ce gegen den Rei­sen­den hat.

Da end­lich mal wie­der ein Strand erreicht ist und es schon Nach­mit­tag ist, beschließt der Rei­sen­de hier ins Hotel zu gehen. Denn ein Bad lockt doch all­zu sehr. Und es wäre das ers­te auf dem gesam­ten Pil­ger­weg von Por­to nach Sant­ia­go. Kaum ist das Zim­mer bezo­gen, schnappt er sich die Bade­ho­se und ein Hand­tuch und geht zum Strand her­un­ter. Der liegt direkt neben der Unter­kunft. Erwar­tungs­froh steckt er die Zehen ins Was­ser, zieht sich jedoch sofort zurück. Das Was­ser ist eis­kalt. Die Luft ist mit 25 Grad warm, der Unter­schied zur Was­ser­tem­pe­ra­tur groß. Tie­fer als bis an die Knie ging er nicht ins Wasser.

Bad in Norwegen kostet weniger Überwindung

Es ist leich­ter, auf dem Lofot ins Was­ser zu stei­gen, um sich kurz zu waschen als hier. Denn in Nor­we­gen ist es dann aller­höchs­tens mal 15 Grad warm. Als er im Nord­land mal den Boots­bau­er Ulf in Kjer­rin­gøy bei der Arbeit beglei­te­te, traf des­sen Schwie­ger­sohn aus Spitz­ber­gen ein. Die­ser zog sei­ne Jacke aus, stand nur im T‑Shirt in der Son­ne. “End­lich ist hier wie­der Som­mer”, freu­te sich der Bio­lo­ge. Der Rei­sen­de hin­ge­gen lächel­te da ob des­sen Ver­we­gen­heit, weil er leicht im Wind fror.

Eis­kal­tes Bad im Meer in Com­bar­ro: Das war nicht unbe­dingt zu erwar­ten. Aber viel­leicht gibt es auf dem Weg nach Finis­terre noch eine Bucht mit war­mem Bade­was­ser. Sau­ber waren bis­her alle Strän­de. Die Zei­tung “La Voz de Gali­cia” hat sich in einem Arti­kel mit der Sau­ber­keit spa­ni­scher Urlaubs­zie­le befasst und die­se bewertet.

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