Jetzt im TV: Galicien und Siebengebirge

Jetzt im TV: Gali­ci­en und Sie­ben­ge­bir­ge. Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Deutsch­land, Frank­reich, Nor­we­gen, Öster­reich, Por­tu­gal, Schwe­den und Spa­ni­en sind ab heu­te ver­tre­ten. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht kaum vor­han­den. Vie­le von ihnen ste­hen in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Galiciens Küste mit dem Rad

Her­vor­zu­he­ben ist sicher die Sen­dung über Gali­ci­ens Küs­te. Der Rei­sen­de durch­streif­te und erleb­te sie, von Por­to kom­mend, meh­re­re Wochen im Jah­re 2017. Einen gro­ßen Teil der Stre­cke bestritt er mit dem Rad auf dem Jakobs­weg. Ab dem Grenz­ort Tui bis nach Riba­deo führ­te die Rou­te mal durchs Hin­ter­land, dann am Was­ser entlang. 

Die­se Wech­sel vom Hoch- ins Tief­land sind zu emp­feh­len. Denn so kann sich der Kör­per im Flach­land gut erho­len und Kraft sam­meln für schö­ne Auf­stie­ge. Fürs Auge ist die Abwechs­lung auch gut. In ein­sa­men Berg­dör­fern freu­en sich die Men­schen auf net­te Gesprä­che und spen­die­ren hier und da Obst und Getränke.

23 Kilo über Felsen wuchten

Der Cami­no de Sant­ia­go lässt sich im Urlaub in Nord­spa­ni­en gut mit dem Rad bewäl­ti­gen, selbst auf Schot­ter. Nur zwei Ber­ge mied der Rei­sen­de auf der lan­gen Stre­cke, weil es extrem steil auf Schot­ter nach oben ging. 23 Kilo schiebt man nicht mal eben so her­auf. Und schon eini­ge Trep­pen­stu­fen kön­nen bedeu­ten, dass man nach bis dahin beque­mer Fahrt zur Stra­ße zurück­keh­ren muss. Zum Glück gab es gute Stra­ßen, um sie leicht zu umfahren.

An einem knie­ho­hen Fel­sen expe­ri­men­tier­te der Rad­ler mal eini­ge Minu­ten her­um, bis er den Schwung und den Win­kel fand, das Rad her­auf zu wuch­ten. Immer­hin 23 Kilo. Das war sehr anstren­gend. Dahin­ter und davor lag hin­ge­gen eine ange­neh­me Stre­cke. Mit der Zeit wach­sen aber die Mus­keln am Ober­kör­per, so dass sich der Auf­wand lang­sam redu­ziert. Nach der Rück­kehr fal­len Lie­ge­stüt­zen in der Sport­hal­le als wei­te­re Beloh­nung gera­de­zu leicht aus.

Ein Kul­tur- und Rad­rei­se­füh­rer über die nord­west­li­che Ibe­ri­sche Halb­in­sel ist geplant. Dann kann jeder die Rei­se gut bewäl­ti­gen. Nun folgt “Jetzt im TV: Gali­ci­en und Siebengebirge”:


SaSoMoDiDoFr
Deutsch­land

Sagen­haf­tes Sie­ben­ge­bir­ge, WDR, 20.15 UhrWild­pfer­de im Müns­ter­land, BR, 14.45 UhrHaupt­sa­che Cam­ping, SWR, 21.00 Uhr

Ham­burgs Auf­stieg zum Welt­ha­fen, Phoe­nix, 22.15 Uhr
Wes­ter­wald, SWR, 20.15 Uhr
Frank­reichLoire, Men­schen am Fluss, HR, 20.15 Uhr


Von der Cam­ar­gue in die Ardè­che, arte, 11.20 Uhr
Nor­we­gen
3000 Kilo­me­ter durch Nor­we­gen, NDR, 20.15 Uhr

Unter­wegs im hohen Nor­den, Phoe­nix, 20.15 Uhr




Öster­reich
Wien­fluss und Donau­ka­nal, Alpha, 20.15 Uhr.


Vom Zil­ler­tal ins Ahrn­tal, HR, 21.00 Uhr
Por­tu­gal



Madei­ra, Juwel im Atlan­tik, Phoe­nix, 12.00 Uhr
Schwe­den



Küs­ten der Ost­see, arte, 7.50 Uhr
Spa­ni­en
Berg­welt Mal­lor­cas, SWR, 20.15 Uhr

Gali­ci­ens Küs­te, NDR, 20.15 Uhr
Kür der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm
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Premium-Radweg von Mondoñedo

Pre­mi­um-Rad­weg von Mon­do­ñe­do: Ein ech­tes High­light für Jakobs­pil­ger auf dem Fahr­rad ist der Gebirgs­pass von Mon­do­ñe­do nach Aba­din. Er ver­läuft auf durch­schnitt­lich 600 Höhen­me­tern. Dies hat den Vor­teil, dass man auf gut 18 Kilo­me­tern fast auf einer Höhe bleibt. So genießt man ohne grö­ße­re Anstren­gung vie­le Aus­bli­cke in umlie­gen­de Täler. 

Ein­zig ein Café fehlt auf der gut 18 Kilo­me­ter lan­gen Stre­cke des Cami­no de Sant­ia­go. Dafür sind hier aber vie­le net­te Pil­ger unter­wegs. Heu­te traf der Rei­sen­de sei­ne neu­en fran­zö­si­schen Freun­de wie­der: Aga­the, Melis­sa, Eli­as und Flo­ri­an. Er über­nach­te­te mit ihnen in einer Pil­ger­her­ber­ge in der Nähe von Riba­deo. Am dar­auf­fol­gen­den Tag traf er sie wie­der auf dem Weg nach Vil­a­no­va in einem Wald. Dort gab es zwi­schen­durch eine anstren­gen­de Stei­gung, so dass er schie­ben muss­te. Aber Eli­as und Flo­ri­an waren sofort zur Stel­le und pack­ten mit an.

Ein christliches Mahl in Vilanova

So roll­te er beim anschlie­ßen­den Gefäl­le her­un­ter nach Vil­a­no­va, wo er sei­nen Pro­vi­ant auf­stock­te. Anschlie­ßend besuch­te er die Kathe­dra­le in Vil­a­no­va. Als er sie ver­ließ, stan­den die Fran­zo­sen vor ihm. Sie brei­te­ten eine Decke auf dem Vor­platz aus, deck­ten den Tisch und luden den Rei­sen­den zum Essen ein. Anschlie­ßend teil­ten sich alle wie bei einem christ­li­chen Abend­mahl die Ein­käu­fe. “Wir tei­len ger­ne. Das ist uns wich­tig”, sag­te Eli­as. Zum Glück hat­te der Rei­sen­de genug ein­ge­kauft, so dass er Käse und Erd­nüs­se anbie­ten konn­te. So ver­sorg­ten sich alle mit neu­en Kalorien. 

Abends über­nach­te­te der Rei­sen­de in einem Hotel in Mon­do­ñe­do. Mor­gens stat­te­te er der berühm­ten Kathe­dra­le in der Regi­on Lugo einen Besuch ab. Dann ging es auf die Ser­pen­ti­nen Rich­tung Aba­din. In einer Kur­ve sah er die Fran­zo­sen wie­der und beschloss, sich auf einer Lich­tung zu stär­ken. Sie wür­den hier natür­lich vor­bei­kom­men. Das “Hal­lo” war natür­lich groß. Sie waren nur noch weni­ge Kilo­me­ter ent­fernt von der nächs­ten Her­ber­ge, lit­ten aber unter quä­len­dem Durst. Sie hat­ten zu wenig Was­ser mitgenommen. 

Als Rad­ler ist es natür­lich nicht schwie­rig, nach Brun­nen Aus­schau zu hal­ten. Er ver­sprach, ihnen zu hel­fen, fand einen Brun­nen. Dann kehr­te er zu ihnen mit fri­schem Was­ser zurück. Man hilft ein­an­der als Pil­ger im Nord­wes­ten Spa­ni­ens. Es geht mor­gen wei­ter nach Vil­al­ba. Der Rei­sen­de hofft, dort erneut einen Pre­mi­um-Rad­weg wie von Mon­do­ñe­do nach Aba­din zu entdecken.

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Dem Himmel wieder nah

Dem Him­mel wie­der nah auf dem Jakobs­weg: Nach rela­tiv fla­chen Etap­pen an der Küs­te der ver­gan­ge­nen Tage wird es ab heu­te wie­der ernst. Sant­ia­go de Com­pos­te­la in Gali­ci­en muss der Jakobs­pil­ger sich nun auf dem Cami­no del Nor­te erarbeiten. 

Die Küs­ten­stadt Riba­deo hat er heu­te Mit­tag ver­las­sen. Die­se Stadt bie­tet nicht so viel. Umso grö­ßer ist die Freu­de nun wie­der in hüge­li­ge­res Gebiet zu kom­men. Daher befin­det er sich hier auch wie­der näher am Him­mel. Bereits kurz hin­ter Riba­deo geht es leicht aufwärts. 

In einem klei­nen Dorf weni­ge KiIo­me­ter von der Stadt ent­fernt liegt eine Her­ber­ge, vor der er die ers­ten Pil­ger seit Fis­ter­ra trifft. Die bei­den kom­men aus Deutsch­land und ruhen sich auf einer Bank aus. Eine Fla­sche Wein steht mit­tags um zwei Uhr vor ihnen. Ein schö­ner Aus­tausch über Erfah­run­gen auf dem Jakobs­weg folgt. Die bei­den Män­ner lau­fen nicht die kom­plet­te Stre­cke. Sie set­zen sie für eini­ge Tage ein­fach dort fort, wo sie vor einem oder meh­re­ren Jah­ren auf­ge­hört haben. Sie ver­fah­ren aller­dings wie vie­le Pil­ger, dass sie mor­gens, solan­ge es noch kühl ist, früh auf­bre­chen. Denn so besteht eine gute Chan­ce, die nächs­te Her­ber­ge vor allen ande­ren zu errei­chen und sich einen Platz zur Über­nach­tung zu sichern. Daher ist der Rad­pil­ger oft der letz­te, der die Her­ber­ge verlässt.

Schön trin­ken muss er sich die Land­schaft aber nicht wie die bei­den. Der Rei­sen­de fühlt sich hier wie im Schwarz­wald. Die Hügel ent­spre­chen denen eines Mit­tel­ge­bir­ges. Sie sind über­wie­gend mit Nadel­ge­höl­zen bewach­sen. Daher ist die Gegend ein­fach nur schön. Nur wäre die Pal­me oben auf dem Foto an einem Brun­nen selbst im Süden Deutsch­lands fehl am Platz.

Erster Sturz, obwohl dem Himmel wieder nah

Am Nach­mit­tag baut der Rad­ler sei­nen ers­ten Unfall auf der Rund­rei­se durch den Nord­wes­ten der Ibe­ri­schen Halb­in­sel. Als er mal auf der Via de la pla­ta von Sala­man­ca nach Sant­ia­go unter­wegs war, zeig­te ihm Dom­in­go aus Mála­ga, wie er schwie­ri­ge Stei­gun­gen mit Schlei­fen nimmt. Dom­in­go war ein Rad­künst­ler: Der rap­pel­dür­re Mann war dem Rei­sen­den auf­ge­fal­len, weil er auf dem Haupt­platz Sala­man­cas rück­wärts mit dem Rad fuhr. Das kur­vi­ge Fah­ren über­nahm er fort­an. Meis­tens ging es gut. Heu­te aber geht es wie­der mal schief und er stürzt. Dank des Gepäcks gehen sol­che Stür­ze aller­dings glimpf­lich aus. Die Pack­ta­schen an den Sei­ten fan­gen sie gut auf. Dem Him­mel wie­der nah auf dem Jakobs­weg? Zum Glück dies­mal nicht!

Französische Pilger mit einer Zentnerlast auf den Rücken

Am spä­ten Nach­mit­tag bezieht er wie­der ein “Refu­gio de pere­gri­no”. Vor ihm ist schon eine Fran­zö­sin ein­ge­zo­gen. Er freut sich schon auf einen ver­gnüg­li­chen Abend. Doch die Freu­de ver­fliegt schnell. Er hört Stim­men einer sich nähern­den Grup­pe. Es sind wei­te­re Fran­zo­sen im Stu­den­ten­al­ter, von denen die Jungs schwer bepackt sind. Einer von ihnen trägt sogar ein Tipi auf dem Rücken. Die Freu­de ist schnell wie­der vor­han­den. Unglaub­lich! Sie scher­zen aber über sich selbst, dass sie durchs schwe­re Gepäck so lang­sam sind. Etap­pen wie man­cher Kampf­wan­de­rer mit 30 oder mehr Kilo­me­tern schaff­ten sie nicht. Es sei­en stets nur weni­ge Kilo­me­ter. “Probier’s mal mit Gemüt­lich­keit” sang schon der Bär Balu in Rudyard Kiplings Dschun­gel­buch. Und die Jungs und Mädels sind inter­na­tio­nal gut auf­ge­stellt, spre­chen flie­ßend Eng­lisch und Spa­nisch. Euro­pa wächst zusammen!

Der Rei­sen­de ahnt noch nicht, dass er mor­gen einen sehr schö­nen Tag mit ihnen auf dem Weg nach Mon­do­ñe­do ver­brin­gen wird. Das zwei­te Jeru­sa­lem ist nur noch 180 Kilo­me­ter ent­fernt. Dem Him­mel wie­der nah auf dem Jakobs­weg, erst recht bei sol­chen Begegnungen.

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Höchste Klippen Europas sind galicisch

Höchs­te Klip­pen Euro­pas sind gali­cisch: So lang­sam biegt der Rei­sen­de auf die Ziel­ge­ra­de sei­ner Rund­rei­se durch Gali­ci­en und Nord­por­tu­gal ein: Die Rück­kehr auf den offi­zi­el­len Cami­no de Sant­ia­go erfolgt in Kür­ze. Riba­deo, das an der Gren­ze von Gali­ci­en und Astu­ri­en liegt, liegt schon recht nahe.

Noch ein paar Strän­de gefäl­lig, bevor der Weg durchs Bin­nen­land Rich­tung Sant­ia­go de Com­pos­te­la führt? Hier ist das Was­ser für Anfang Okto­ber noch leicht warm. Der Rei­sen­de besuch­te heu­te unter ande­rem die “Pra­ia das Cate­drais”. Er wate­te mit den Füßen durch erfri­schen­des Nass, um einen Tun­nel zu erkun­den und die “Kathe­dra­len” zu sehen. Ein span­nen­des Unter­neh­men. Denn die Flut stand kurz bevor. Am Park­platz infor­mier­te eine Tafel über die Gezei­ten, damit jeder Lese­kun­di­ge selbst für die eige­ne Sicher­heit sor­gen kann. 

Eine Trep­pe führ­te zum Strand her­un­ter. Unten wan­deln vie­le Men­schen im feuch­ten Sand der Trep­pe ent­ge­gen. Aber als Mas­sen­be­trieb ist das Auf­kom­men nicht zu bezeich­nen. Über die gesam­te Zeit hin­weg gese­hen, gab es sel­ten gro­ße Mas­sen. Sie sam­mel­ten sich nicht ein­mal in den Pil­ger­her­ber­gen, die der Rad­ler gele­gent­lich auf­sucht. So hiel­ten sich auch die Schnar­cher in Gren­zen. Vor denen schüt­zen aber nicht ein­mal Ohren­stöp­sel. Übri­gens erga­ben sich bis­her kei­ne Pro­ble­me mit Bett­wan­zen, auch wenn Gerüch­te dar­über sei­tens der Pil­ger stets kur­sie­ren. Alles hin­ter­lie­ßen die Wan­de­rer sau­ber und ordentlich.

Beklemmendes Gefühl im Tunnel an der Praia das Catedrais

Der Weg bis zum Tun­nel ist nur weni­ge hun­dert Meter weit. Beklem­mend ist es schon dar­in. Erst ein­mal ist nicht bekannt, wie lang er ist. Außer­dem ist der Strand­pil­ger allei­ne. Denn die Flut naht. Die Melo­die des Mee­res erscheint hier ver­stärkt. So schlägt das Herz rhyth­misch im Takt der Wel­len. Jeden­falls kommt es einem so vor. Das Licht ist nur däm­me­rig, Doch nach weni­gen Minu­ten ist der Aus­gang erreicht. End­lich wie­der nor­ma­les Tages­licht. Und jetzt zurück zur Trep­pe. Die Kathe­dra­len lie­gen wei­ter hin­ten. Doch ange­sichts des stei­gen­den Was­sers wird der Rei­sen­de sich die von oben anse­hen müssen. 

Wie­der auf den Klip­pen ange­kom­men, strebt er den Kathe­dra­len ent­ge­gen. An ihrem Rand schaut er sich das Schau­spiel des erst stei­gen­den und dann schäu­men­den Was­sers fast eine Stun­de an. Das ent­spannt, lädt zum Medi­tie­ren ein.

Schon zwei Tage zuvor genoss er ein ähn­li­ches Natur­schau­spiel auf einer Land­zun­ge bei Cari­ño. Dort — in der Umge­bung der höchs­ten Steil­klip­pen Euro­pas — steht auf einer Platt­form ein schö­ner Leucht­turm. Gera­de bei schei­nen­der Son­ne ange­kom­men, zog mit einem Male dich­ter Nebel auf. Und es fing an zu reg­nen. Leucht­turm und Küs­te waren nicht mehr gut zu erken­nen. So wech­sel­haft ist das Wet­ter in Galicien. 

An so eini­gen Stel­len ent­lang der Nord­küs­te Spa­ni­ens schaut der Rei­sen­de so tief ins Meer, dass schma­le spit­ze Fel­sen einem wie Hai­fisch­flos­sen vor­kom­men. An sol­chen Stel­len sind Bän­ke auf­ge­stellt, so dass sich Besu­cher in Ruhe die wil­de Natur in sich auf­neh­men kön­nen. Ange­sichts des­sen wird einem hier wirk­lich klar: Die höchs­ten Klip­pen Euro­pas sind gali­cisch. Und auf der bis­he­ri­gen Stre­cke gibt es auch einen Schatz spa­ni­scher Archi­tek­tur zu bewundern.

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Älteste Kirche Spaniens ist eine Basilika

Ältes­te Kir­che Spa­ni­ens ist eine Basi­li­ka: Das ist schon ein Auf­stieg. Der Jakobs­pil­ger befin­det sich jetzt in der ältes­ten Kir­che Spa­ni­ens — in der Basi­li­ka San Mar­ti­ño de Mon­do­ñe­do. Von der weit­ge­hend fla­chen Stre­cke ent­lang der Küs­te Rich­tung Riba­deo radel­te er dafür in ber­gi­ge Hin­ter­land. Auch wenn es Über­win­dung kos­te­te, sich ein biss­chen durch die hüge­li­ge Land­schaft zu quälen.

Aber wer sich solch eine Per­le wie die ältes­te Kir­che Spa­ni­ens nicht ent­ge­hen las­sen will, soll­te den Weg auf sich neh­men. Schon nach der Abzwei­gung von der Küs­ten­stra­ße geht es fürs ers­te zwei bis drei Kilo­me­ter auf­wärts beim Rad­wan­dern. Oben ange­kom­men, bewegt man sich auf einer Ebe­ne. Das Radeln ist dort leich­ter. Wer ein Navi mit sich führt, ver­mei­det es, böse über­rascht zu wer­den. Denn es kann das zu erwar­ten­de Höhen­pro­fil bis zum Ziel vor­ab anzei­gen. So kann sich jeder und jede genü­gend Kalo­rien vor­her anfut­tern, um die Stra­pa­ze zu überstehen.

Lohnt der Aufwand?

Bei man­chen Besich­ti­gun­gen stellt sich immer wie­der die Fra­ge, ob sich der Umweg lohnt: Dies gilt vor allem für har­te Stei­gun­gen zu Dol­men, Kir­chen und Leucht­tür­men. Manch­mal auf fast 2000 Metern. Lohnt sich die Fahrt in Sack­gas­sen zu radeln über meh­re­re Kilo­me­ter mit anschlie­ßen­der Rück­kehr auf der­sel­ben Stre­cke? Doch die­se Fra­ge dürf­te sich an sich gar nicht stel­len. Fast immer hat es sich bei allen Tou­ren für den Anblick schö­ner Archi­tek­tur oder atem­be­rau­ben­der Aus­bli­cke in Täler oder auf Flüs­se gelohnt, Stra­pa­zen auf sich zu nehmen. 

Leu­te unter­wegs nach einer geeig­ne­ten Stre­cke zu befra­gen, lohnt sich dage­gen sel­ten. Die meis­ten, wenn sie nicht aus dem Ort selbst kom­men, ken­nen sol­che Sehens­wür­dig­kei­ten nicht ein­mal. Bau­ern kann man hin­ge­gen gut fra­gen. Sie sind der­art mit ihrer Schol­le ver­wur­zelt, dass sie die Umge­bung sehr gut ken­nen. Ande­re Men­schen hin­ge­gen tra­gen oft die Autofahrerbrille. 

Als der Rei­sen­de mal am Tor­ne­älv ent­lang nach Abis­ko radel­te, warn­te ihn jemand, dass die Stre­cke sehr anstren­gend sei. Sie war aber eine der leich­te­ren,. Dazu trug natür­lich auch die spek­ta­ku­lä­re Land­schaft Norr­bot­tens am lan­gen Fluss bei. Nun sind es lei­der nur noch 25 Kilo­me­ter bis nach Riba­deo. Die­se Stadt liegt an der Gren­ze von Gali­ci­en und Astu­ri­en. Die schö­ne Stre­cke an der Küs­te endet bald. Dann geht es wie­der auf dem Jakobs­weg wei­ter Rich­tung Ouren­se. Gali­ci­en will der Rei­sen­de wei­ter durch­strei­fen und erleben.

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Schwan Petra lebt jetzt in Cedeira

Schwan Petra lebt jetzt in Cedei­ra: Ihr ver­misst bestimmt den Schwan Petra vom Aasee in Müns­ter. Sie ver­lieb­te sich vor eini­gen Jah­ren in ein Tret­boot. Die­ses war wie ein Schwan gestal­tet. Der Rei­sen­de sieht gera­de zu, wie sie auf einem Fluss in Cedei­ra in Gali­ci­en schwimmt. Auch hier zwi­schen Cedei­ra, A Coru­ña und Riba­deo wird das Tier bewun­dert. Gera­de sag­te eine Frau neben ihm: “Qué boni­to el negrito”. 

Aller­dings tau­chen hier (noch) kei­ne Jour­na­lis­ten aus aller Welt auf, um über die gro­ße Lie­be des Schwans zu berich­ten. Der Schwan schwimmt gemüt­lich in der Mit­tags­zeit vor sich hin. Natür­lich heißt er nicht Petra, sonst hät­te ihn die Frau auch “Petra” geru­fen. Doch er weck­te beim Rad­wan­dern durch Gali­ci­en Erin­ne­run­gen an das gro­ße Auf­se­hen in der Hei­mat­stadt.

Zur höchsten Steilküste Europas

Auf die­sem Weg an der höchs­ten Steil­küs­te Euro­pas rollt, springt und trot­tet der Rest der Lebe­we­sen auf dem Pla­ne­ten Erde. Die Ser­ra da Capela­da liegt also höher als die von Amal­fi am Golf von Nea­pel und Höga Kus­ten im Häl­sing­land, süd­lich von Umeå. Die höchs­te Erhe­bung Gali­ci­ens ist mit 2127 Metern die Pena Tre­vin­ca nahe Ouren­se im Lan­des­in­ne­ren. Die aller­dings sanf­te Stei­gung ist auf den 13 Kilo­me­tern Stre­cke von Cedei­ra deut­lich zu spü­ren. Und der Blick aufs Was­ser vom Mira­doi­ro de San­to André de Tei­x­ido fällt sehr viel tie­fer aus als an den Tagen zuvor. Er ist sogar beein­dru­ckend. Die Ser­ra da Capela­da selbst führt zwan­zig Kilo­me­ter weit bis bis zum Cabo Orte­gal bei Cari­ño.

Der klei­ne Ort San­to André de Tei­x­ido lohnt sich eben­falls. Es gibt Tou­ris­mus, doch fällt er nur gering aus. So ist der Küs­ten­weg gut und sicher zu befah­ren. Ein belieb­tes Ziel in der Umge­bung sind auch die Wei­den im Geo­park Cedei­ra, auf denen Kühe frei leben. Auch Scha­fe kreu­zen hier und da den Weg, was der Rei­sen­de nur aus Nor­we­gen kennt. Es geht wei­ter auf dem Küs­ten­weg zum Cabo Orte­gal Richtung 

Der klei­ne Ort San­to André de Tei­x­ido lohnt sich eben­falls. Es gibt Tou­ris­mus, doch fällt er nur gering aus. So ist der Küs­ten­weg gut und sicher zu befah­ren. Ein belieb­tes Ziel in der Umge­bung sind auch die Wei­den im Geo­park Cedei­ra, auf denen Kühe frei leben. Auch Scha­fe kreu­zen hier und da den Weg, was der Rei­sen­de nur aus Nor­we­gen kennt. Es geht wei­ter auf dem Küs­ten­weg zum Cabo Orte­gal Rich­tung Cari­ño und Riba­deo. Dort lie­gen die höchs­ten Klip­pen Euro­pas. Und schö­ne Strän­de wie die “Pra­ia das Cate­drais”. Da fällt dem Rei­sen­den jetzt auf: Schwan Petra lebt jetzt in Cedei­ra. Aber vie­le ande­re Vögel hat er bis­her noch nicht hier gese­hen außer Möwen. Viel­leicht ändert sich das noch?

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