Neuer Radreiseführer: Serra da Estrela

Portugals hohe Berge durchstreifen und erleben

Die hohen Berge Portugals in Zentralportugal haben viele Deutsche noch nicht entdeckt. Daher sind sie auch nicht überlaufen. Vielleicht ist die Serra da Estrela deshalb wie geschaffen in Zeiten der Corona-Pandemie, um Infektionen wie an Stränden in südlichen Gefilden zu vermeiden. Sie bietet sich für die zweite Jahreshälfte zum Bereisen mit dem neuen Radreiseführer Serra da Estrela an. Der Spätsommer und der Herbst sind des milderen Klimas wegen eher zum Reisen zu empfehlen als der Hochsommer. Aber natürlich auch das kommende Frühjahr. Der neue Radreiseführer Serra da Estrela ist ab sofort im Buchhandel und online zu bestellen. Freunden, die gerne in Portugal ihren Urlaub verbringen, Kunden, die bei Ihnen buchen, machen Sie mit diesem Geschenk eine Freude.

Im sowohl vom Atlantik als auch von heißen Inlandswinden beeinflussten Naturpark Serra da Estrela eröffnet sich eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Der höchste Berg ist fast 2000 Meter hoch. Du erlebst grandiose Natur wie eiszeitliche Gletschertäler, kleinere Seen oder Wasserfälle wie die Ribeira da Caniça. Zwischendurch lohnen sich Streifzüge durch die städtische Kultur der Region wie zum Beispiel durchs Museum der Entdeckungen in Belmonte oder durchs Textilmuseum in Covilhã.

Alt und Neu gut gemischt in der Serra

Seitdem ich erstmals mit dem Rad durch die Serra da Estrela gefahren bin, lässt mich Zentralportugal nicht mehr los. Deshalb bin ich dort auch schon dreimal mit dem Rad in der Beira Alta gewesen und habe immer wieder zwischendurch an diesem neuen Reiseführer gearbeitet. Tagebucheinträge in meinem Blog, die Lust aufs Durchstreifen & Erleben machen, entdeckst Du hier.

Rad- und Kulturreiseführer Serra da Estrela

Der Reiz liegt darin begründet, dass sich die höchste Region Festlandportugals leicht per Rad durchstreifen und erleben lässt. Und hier mischen sich Alt und Neu auf angenehme Weise: Du findest hier alte Granit- und Schieferdörfer sowie traditionell in Schwarz gekleidete alte Frauen, aber auch modernes Leben durch gute Hotels, Thermen und Einkaufsmöglichkeiten auf der Strecke. Dem Reiseführer liegt eine Rundtour zugrunde, die sich in gut zwei Wochen leicht bewältigen lässt. Die Strecken sind so geplant, dass man die Attraktionen entlang der Strecke auf sich wirken lassen kann.

Der „Rad- und Kulturreiseführer Serra da Estrela“ enthält neben zahlreichen Fotos auch Karten und Adressen, die bei versteckter Lage mit gps-Koordinaten versehen sind. Es ist im Gegensatz zu konventionellen Reiseführern unverzichtbar für diejenigen, die das Fremde erleben, sich auf die Umgebung einlassen wollen. Denn es listet nicht nur Adressen wie herkömmliche Führer auf. Sondern ich erkläre Kultur und Landschaft, damit Du Dich als Urlauber rundum wohl fühlst.

Aktuell auf dem Stand bezüglich Corona bleibst du bei Visit Portugal.

Pedro Álvares Cabral genähert

Was für ein Mensch ist Portugals berühmter Seefahrer Pedro Álvares Cabral? Am Rande des Hochgebirges Serra da Estrela stellt sich Portugal in seiner brasilianischen Kolonialgeschichte. Denn aus der Kleinstadt Belmonte stammt der in seinem Land berühmte Seefahrer Pedro Álvares Cabral. Acht Jahre nach der Entdeckung Amerikas entdeckte er im Jahre 1500 Brasilien. Im „Museu dos Descobrimentos“ hat sich der Reisende Pedro Álvares Cabral genähert.

Wer in den Ort kommt, stößt in dessen Mitte auf seine Statue. Cabral schaut von einem Platz in ein Tal. Nicht so übermächtig wie Kolumbus in Barcelona, aber mit einer Mission, sichtbar am Kreuz. Am Ortsrand steht die Burg seiner Familie. Sein Geburtsort ist betretbar. Er wird gehegt und gepflegt, nicht zuletzt, weil er viele brasilianische Besucher anzieht. Viele von ihnen verbinden wollen sich nicht nur auf ein Treffen mit dem Seefahrer Pedro Álvares Cabral einlassen, sondern begeben sich auch auf die Wallfahrt der Fátima.

Cabral ist mit Vasco da Gama zentrale Figur in der Geschichte der portugiesischen Entdeckungen. In der Ausstellung wird der gebrochene Charakter des Sohns der Stadt allerdings zu wenig herausgestellt. Anschauliche Berichte eines Faktoreibeamten und eines Lotsen von Bord des Flaggschiffes der Entdeckerflotte erlauben aber einen Einblick in die zwei Gesichter des als Diplomaten ausgesandten Landadeligen. Aber trotzdem gehen die Macher erstaunlich kritisch für eine ehemalige Kolonialmacht mit ihrer eigenen Geschichte und Opfern um. Auch um Biodiversität geht es. Eine ausführlichere Kritik findest Du in meinem Rad- und Kulturreiseführer Serra da Estrela.

Es ist nicht lange her, dass der inzwischen getürmte Ex-Monarch Juan Carlos arrogant verkündete, Spanien habe den Menschen in Südamerika die Zivilisation gebracht. Daher verlässt der Reisende das Museum in Belmonte mit gutem Gefühl. Denn er hat sich nicht nur dem Seefahrer Pedro Álvares Cabral genähert, sondern nimmt echte Erkenntnisse über Portugals kritischen Umgang mit der eigenen Geschichte mit. Das ist in so einigen europäischen Staaten heute immer noch nicht der Fall.

Fortsetzung folgt.