Obwohl noch viele Kilometer vom Brandherd entfernt, verfärbte sich bereits hier der Himmel.
Obwohl noch viele Kilometer vom Brand entfernt, verfärbte sich der Himmel.
Jetzt im TV: von Porto bis Schweden. Durchstreifen & Erleben versorgt Abonnenten regelmäßig mit den besten Kultur- und Reisefilmen im TV-Programm. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa. Diesmal erwartet alle die Länder-Auswahl Deutschland, Frankreich, Portugal, Schweden und Spanien. Wiederholungen machen sich in dieser Übersicht bewusst rar. Denn viele von ihnen stehen schon in zuvor veröffentlichten Newslettern.
Noch heute sträuben sich dem Reisenden die Nackenhaare, wenn er “Waldbrand” hört. Er hat nämlich nicht nur einfach Qualm vor einer Landung in Faro vom Flugzeug aus gesehen. Die Wahrnehmung aus der Vogelperspektive war schon beklemmend genug. Als er aber 2017 mit dem Mountainbike monatelang im Nordwesten der Iberischen Halbinsel unterwegs war, erlebte er in der Nähe von Santiago de Compostela einen großen Brand aus nächster Nähe — in der Umgebung von Silleda. Er empfand Todesangst. In diesem Artikel könnt ihr gut nacherleben, wie sich Bikepacker und Bevölkerung in einem Dorf fühlten. Doch wird versäumt, etwas für die Natur zu tun?
Naturschutz im Centro de Portugal
Mit Naturschutz nehmen es die Portugiesen ernst. Und auch die Spanier. Denn nur so können sie die Gefahr von Waldbränden erheblich mindern. Der Reisende besuchte mit dem Biologen António die “Faia Brava” in der Nähe von Castelo Rodrigo. Dieser betreut das Naturreservat im Centro de Portugal mit einer Gruppe Freiwilliger. Sie forsten das Gebiet auf, lassen Tümpel wieder aufleben. Tiere halten das Gras niedrig. In diesem Areal gab es einst Landwirtschaft. Heute leben dank der Maßnahmen im Naturschutzgebiet Greifvögel wie Geier und Schlangen wie Vipern. Mal schauen, was der Beitrag „Vom Feuer bedroht, Waldbrand in Portugal“ auf 3sat an Lösungen bietet.
Und was erwartet euch schon ab heute unter “Jetzt im TV: von Porto bis Schweden”?
Jetzt im TV: Weser und Rio Tejo. Aktuell versorgt Durchstreifen & Erleben Abonnenten möglichst regelmäßig mit TV-Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die jetzt im Fernsehen laufen. Deutschland, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Österreich, Schweden und Spanien sind vertreten.
Radroute auf dem französischen Jakobsweg
Wie in den Vorwochen sind überwiegend deutsche Ziele im Programm vertreten. Erlebnisse in der Natur stehen im Vordergrund. Dem Reisenden noch unbekannt ist der Beitrag über die Franche-Comté und das Jura in Frankreich. In diese Region begab er sich auf seiner ersten Radreise quer durch Frankreich, als das Ziel Santiago de Compostela hieß. Er hatte sich zuvor eine Route zurechtgelegt, die ungefähr dem französischen Jakobsweg entsprach. Die berühmten Kathedralen bildete wichtige Wegepunkte. Von Konstanz aus radelte er mit Zelt und Schlafsack beladen nach Belfort und Besançon. Es war anfangs eine harte Route. Denn ständig ging es auf und ab in der hügeligen Landschaft. Lange Bergpfade erklimmt er lieber, denn dann kommt er in einen guten Rhythmus.
Außerdem hat er auf langen Anstiegen im Hochgebirge als Fotograf den Vorteil, überall für gute Bilder stoppen zu können, schnell auf wechselndes Licht reagieren zu können. Autofahrer können bei den engen Straßen nur auf Parkplätzen stehenbleiben und müssen laufen. Dunkel erinnert er sich auch an seine erste Übernachtung auf einem französischen Campingplatz am Fluss Doubs. Er fand es idyllisch. Der Fluss rauschte. Auf dem nächsten Campingplatz lernte er Gerhard kennen, der auch auf dem Rad unterwegs war. Bis Biarritz ging es über Dijon und La Rochelle zusammen weiter. So war es nicht so einsam. Kumpel Christoph Schnieders stieß bei Dijon auch dazu.
Metternich verhinderte Europa als französische Kolonie
Neugierig macht auch der Beitrag über die Beziehung Napoleons und Metternichs. Zuletzt beschäftigte sich der Reisende damit im Leistungskurs Geschichte. Frankreich tut sich schwer, die eigene Geschichte und Rolle bei großen Konflikten aufzuarbeiten. Aber es tut sich offenbar viel auf höchster politischer Ebene. Staatspräsident Macron würdigteim Mai 2021 im Institut de France in Paris Napoleon als großen Staatsmann. Er verwies aber auch auf die Millionen von Toten bei dessen Feldzügen.
“Napoleon hat sich bei seinen Eroberungen nie um menschliche Verluste gekümmert”, sagte Macron in einer Gedenkrede. Die heutige Politik stelle dagegen “das menschliche Leben über alles”, betonte er. Zwei Jahrhunderte nach Napoleons Tod sei kein Platz für “exaltierte Feierlichkeiten”, sondern für “aufgeklärtes Gedenken”, sagte Macron weiter. Unbestritten sei, dass Frankreich Napoleon wichtige Grundlagen wie das Zivilgesetzbuch Code Civil verdanke. Die Wiedereinführung der Sklaverei in Frankreich unter Napoleon sei dagegen ein “Fehler” und “Verrat am Geist der Aufklärung” gewesen.
Viel Spaß beim Zuschauen via “Jetzt im TV: Weser und Rio Tejo”.
Jetzt im TV: Polarkreis und Lissabon. Ab jetzt versorgt Durchstreifen & Erleben euch möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Spannung versprechen vor allem die abgelegenen Ziele. Dänemark, Frankreich und Schweden bleiben diesmal außen vor. Fast jeden Tag erwartet Zuschauer jetzt etwas.
Wasser bestimmt das Leben
Dafür steht wie schon in der Vorwoche überraschend wieder einmal Österreich im Zentrum. Der Reisende ist stets beruhigt an Orten, wo Wasser fließt. Dabei spielt es keine Rolle ob der Bach in den Weiher der Axtschmiede Gränsfors Bruks in Nordschweden fließt. Oder ob Wellen an einem Zeltplatz in Galicien nachts im Schlaf rauschen und in den Schlaf wiegen. Oder es strömt von oben ein gewaltiger Wasserfall herab.
Dies wird uns wohl in “Kraft des Wassers” erwarten. Gibt es auch auf den Azoren Wasserfälle? Der Reisende ist noch nie dort gewesen. Er würde es aber, ohne nachzuschlagen, dort vermuten. Denn eine Vulkaninsel kann hoch sein wie zum Beispiel auf Madeira. Und am Polarkreis sowieso, da die Berge im norwegisch-schwedischen Grenzgebiet erstaunlich hoch sind. Viel Spaß beim Zuschauen, während sich draußen Deutschland in ein Wintermärchenland verwandelt.
Viel Freude beim Anschauen via “Jetzt im TV: Polarkreis und Lissabon”.
Trotz enormen Flächenfraßes um Münsters Vorort Albachten ist noch Landwirtschaft sichtbar.
Nicht nur im Dom zu Münster, sondern auch auf dem Land…
sind Bildstöcke zu sehen.
Jetzt im TV: Münster bis Gibraltar. Aktuell versorgt Durchstreifen & Erleben Abonnenten möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Vor allem geht es um Geschichte und Natur. Dänemark, Frankreich, Österreich, Portugal und Spanien bleiben außen vor.
Qurliges Gibraltar
Der wohl spannendste Beitrag dürfte am Montag über Gibraltar laufen. Der Reisende ist schon öfter dort gewesen. Die Felsensiedlung ist etwas skurril, zumal Besucher zunächst beim Betreten über einen Flughafen laufen müssen. Die freundlichen Bewohner sind stolz auf ihre kulturelle Vielfalt, weil dort Angehörige verschiedener Religionen friedlich zusammenleben. Sicher auch spannend ist der Beitrag über Schwedens Umgang mit dem Holocaust. Davon ist sonst wenig in den Medien zu sehen.
Münster im Mittelalter
Und wer am Freitag lieber die Fußball-Übertragung gesehen hat, kann sich am Samstag über “Jetzt im TV: Münster bis Gibraltar” die Wiederholung Sendung über Münsteraner Kaufleute im Mittelalter anschauen. Wichtig war damals wie heute der Send, der damals noch Synode hieß. Händler verkauften ihre Waren am Dom, der heutzutage Touristenmagnet ist.
Täglich kommen 60 000 Touristen in die Stadt. Von denen gehen viele auch in den Dom. Dies ergab mal eine Untersuchung eines renommierten Instituts um Jahr 2007 herum, wie das Stadtmarketing Münster im März 2017 bekannt gab. Insgesamt macht das pro Jahr fast 20 Millionen Besucher am Tag. Im Vergleich zu New York mit gut 52 Millionen und Orlando in Florida mit sogar Millionen ist das schon eine stolze Zahl im Wettbewerb um die meisten Touristen in einer Stadt. Düsseldorf zählt 61,8 Millionen, Osnabrück 14 Millionen. Geschäftsreisende wie Tagesausflügler schrauben diese Zahl nach oben. Diese kommen von weit her, können aber auch aus den Nachbargemeinden stammen. Der Wirtschaft sind sie willkommen: 2011 ließen sie immerhin 737 Millionen Euro in der Stadt.
Berühmte Domuhr
Die meisten interessieren sich für die Astronomische Uhr. Hübsch sieht es aus, wenn sich täglich um 12 Uhr mittags die Heiligen Drei Könige in Gang setzen, das Jesuskind auf der Schoß der Muttergottes passieren und sich vor ihm verbeugen. Der Gott Chronos und der Tod schlagen den Viertelstundentakt. Links bläst jemand die Posaune. Eine Frau schlägt die vollen Stunden. Der Heilige Paulus zeigt mit einem langen Zeiger auf die aktuelle Jahreszahl. Ein Soldat richtet einen Stock aufs Tagesdatum.
1397 erbaute man die Uhr. Vermutlich erledigte dies der Mönch Friedrich in einer Werkstatt des Zisterzienserklosters Hude bei Bremen. Obwohl während der Bildersturms der Wiedertäufer am 24. Februar 1534 zerschlagen, berechneten die Mathematiker Dietrich Tzwyvel und Johann von Aachen, wie die Zahnräder ihr Werk verrichten konnten. Schmied Nikolaus Windemaker kümmerte sich um die Ausführung. Kein geringerer als Ludger tom Ring bemalte sie. Dessen Monatsbilder wurden erst 1709 von Adolf Smoeck übermalt. Von tom Ring sind wichtige Werke im Landesmuseum zu sehen. Mindestens vier Restauratoren waren seit 1540 an der Ausbesserung der Malereien beschäftigt.
Die Uhr wurde nicht von Grund auf neu erbaut, sondern man verfuhr nach den zwischen 1379 und 1435 üblichen Verfahren. Im Jahre 1669, dann 1932 wurden die Werke ersetzt, angetrieben seit 1818 durch ein vier Meter langes Pendel. Zum Glück überstand sie den Zweiten Weltkrieg, weil weder die beiden Gewölbe im Chorumgang noch vor dem Uhrenportal einstürzten.
Das Kalendarium umfasst die Zeit von 1540 bis 2071. So erleichterte die Uhr, zu erkennen, wann Ostern stattfindet und andere wichtige Tage der Christenheit. Mit der Kalenderreform Papst Gregors 1582 war die Uhr leider nicht mehr wirklich nutzbar. 60 Kilo wiegt die Scheibe aus Holz und deren Durchmesser beträgt anderthalb Meter. Zwölf Monatsbilder spiegeln bürgerliches und bäuerliches Leben im 16. Jahrhundert wider.
Weltkarte und Horoskop
Über dem Kalender ist eine Weltkarte zu sehen. Gemalt hat sie Heinrich Schmidts 1663, wobei er eine Karte von Johann Blaeu als Vorlage nutzte. Der Nordpol ist zentral. Abgebildet sind auch der Äquator sowie der nördliche und südliche Wendekreis. Davor liegt ein so genanntes Rete, auf dem sich 14 Fixsterne befinden. So ließ sich über Linien ablesen, wie sie über dem Horizont der Stadt auf- und untergingen. Ebenso erleichterten sie die Bestimmung der Himmelsrichtungen und der Polhöhen der Gestirne. Darüber hinaus las man so die durch die fortschreitende Jahreszeit ungleichen Tag- und Nachtstunden ab. Ein Sonnenzeiger half die Nachtstunden abzulesen. Tagstunden benannte man einer Verlängerung des Sonnenzeigers hin zu einem Regenbogen.
Wichtig war den Menschen auch das Horoskop. Dies ist leicht in Schillers phantastischem Drama “Wallenstein” nachzulesen. Oder an Johannes Kepplers Bedeutung am Habsburger Hof, so dass ein Herrscher zum Beispiel bevorzugt in den Krieg zog, wenn für ihn die Sterne günstig standen. Daher zeigt die Uhr zwölf Himmelshäuser. So wusste der Betrachter, in welchem Haus Planeten oder Wandelsterne gerade standen.
Sonnen- und Mondzeiger
Der Sonnenzeiger verweist sowohl aufs aktuell herrschende Tierkreiszeichen als auch auf den Sonnenstand. Jeder Wandelstern verfügt über einen eigenen Zeiger. Sie bewegen sich entgegen dem Uhrzeigersinn. Ein so genannter Mondzeiger informiert über die Position des Mondes und auch dessen jeweilige Phase an. Auch die anderen Planeten im Umfeld der Erde besitzen eigene Zeiger. Von ihnen zeigt der Sonnenzeiger die Uhrzeit an.
Darüber hinaus ist eine Planetentafel zu sehen: Sie zeigt an, welcher Planet die erste Stunde des Tages regiert. An den Wochentagen von Montag bis Sonntag ist dies heute noch abzulesen.
Viel Spaß beim Besuch im Dom via “Jetzt im TV: Münster bis Gibraltar”.