Jetzt im TV: Diemel bis Versailles. Aktuell versorgt Durchstreifen & Erleben euch möglichst regelmäßig mit TV-Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die jetzt im Fernsehen laufen. Deutschland, Frankreich, Norwegen, Portugal, Spanien, und Schweden sind vertreten, Geschichte, Natur und Wandern von Interesse.
Natur an der Diemel
Wie in der Vorwoche sind überwiegend deutsche Ziele im Programm vertreten. Die Diemel-Region gefiel dem Reisenden ziemlich gut, als er sie vor einigen Jahren durchstreifte und erlebte. Er kam mit seinem Kumpel Ulf vom Kahlen Asten herunter. Um den bereits bekannten Weg nach Paderborn zu vermeiden, nahmen sie die Strecke entlang der Diemel. Es erwartete sie viel Natur mit Wald und Wasser. Sogar Angler fischten in der Diemel, was für gute Wasserqualität spricht. Kaum belästigten sie Autos, da nur wenige Straßen die Radroute kreuzten. Und es gibt auch historische Infos entlang des Weges, wie zum Beispiel, dass der Fabrikant Krupp dort seine Kanonen einem ausgewählten Kaufpublikum vorführte. Schön endet der Weg, indem er zum Weserradweg bei Bad Karlshafen führt.
Wofür interessierte sich Marie Antoinette?
Wem im Sommer eher ein Besuch der Pariser Umgebung vorschwebt, dem sei das Schloss Versailles empfohlen. Dort erfahren Reisende nicht nur viel über die Architektur des prachtvollen Baus, sondern auch über die Interessen Königin Marie Antoinettes.
Viel Spaß beim Zuschauen via “Jetzt im TV: Diemel bis Versailles”.
Auf einem Floß in Finnland: Finnland — an diesem Land hängen viele viele Erinnerungen. Schon als Jugendlicher war der Reisende dort einige Male in den Ferien.
Seine Eltern mieteten öfter in der Nähe von Mikkeli und Lappeenranta Sommerhäuser an Seen mit Sauna und Boot. Der ältere Bruder, ein handwerkliches Genie, baute dort in einem Sommer ein Floß mit Segel aus herumliegenden Stämmen und Kanistern. Mit dem schipperten er und seine Geschwister dann auf dem See herum. Dieses ging auch nicht kaputt, sondern hielt bis zum Ende der Ferien. Er zauberte in jedem Sommer etwas Schönes für alle. So kam es dazu, auf einem Floß in Finnland unterwegs zu sein.
Mit seinem jüngeren Bruder und seinem Vater ruderte der Reisende dort jeden Sommer oft viele Kilometer über die Seen, um zu angeln. In den Seen gab es Hechte ohne Ende. In klaren Gewässern ab einer Größe von 80 Zentimetern ist er einer der besten Speisefische im Süßwasser. Im Backofen ist er leicht zuzubereiten. Salz und Zitrone dran — ein Leckerbissen. Sehr gerne hätten sein Vater und er auch Maränen gefangen. Es handelt sich um einen kleinen Lachsfisch. Den fangen die Bauern hier aber in Netzen und nicht mit der Angel. Ein Bauer brachte seinen deutschen Gästen in einem Sommer mal einen frischen Fang, der sehr mundete.
Schlangen, so dick wie Fahrradschläuche
Tiere gab es außer Fischen in Vielzahl in der Umgebung. Rund um ein Sommerhaus, das alle in seiner Familie bis heute “Jagdhaus” nennen, schlängelten sich viele schwarze Schlangen. Die kamen dem Reisenden so dick wie Fahrradschläuche vor. Sie sonnten sich auf den Forstwegen, schliefen unter dem auf Pfählen stehenden Haus. Sie wanden sich an den Kindern vorbei zum Moorsee, wo manche offenbar auf Jagd gingen. Sie schwammen auch mit der Familie im Wasser. Nicht nur einmal sah der Reisende ein Tier mit hoch erhobenen Kopf über der Oberfläche. Besonders scharf waren die Reptilien auf Hefe, die die Mutter zum Gehen in die Sonne gestellt hatte. An der Pizza im Backofen hindern konnten die Tiere die Familie aber nicht.
Sehr gute Luft auf dem Wasser
Auch Elche gab es zu sehen, wenn sie abends zur Futtersuche auf die Lichtungen traten. Eine schöne Zeit, die der Reisende sich manchmal bei Touren durch die nordischen Länder wiederholt. Die Tiere kennen Radfahrer nicht. Daher kann man ihnen oft recht nahe kommen, um sie zu beobachten. Und die Luft ist im Norden so gut, dass der Reisende damals auf den Seen leicht über hunderte von Metern nachverfolgen konnte, wo ein entgegenkommender Raucher so überall auf dem See gewesen war.
Ging die Familie einkaufen, wurde ihm oft in den Geschäften übel. Denn darin war die Luft schlecht. Wer fast nur in Deutschland lebt, kriegt gar nicht mit, wie schlecht die Luft hier riecht. Oder wie mies oft das Wasser schmeckt. Man ist einfach nichts anderes gewohnt. Trinke mal Wasser aus einer Quelle im Norden. Und du wirst merken, wie herrlich frisch und teilweise sogar süß das Wasser schmecken kann. Ein Same in Nordbotten zeigte Durchstreifen & Erleben mal solch eine Quelle, aus der er sich selbst öfter mal einen Vorrat abschöpfte. Anschließend lud er er ihn zu selbst geräuchertem Fisch ein.
Was hingegen ein Autor der Schweizer “Sonntagszeitung” in der Umgebung von Rovaniemi erlebte, kannst Du hier nachlesen.
Skandinavische Luxusunterkünfte: Habt ihr schon mal Urlaub in einem Design-Hotel gemacht? Oder in einem Baumhaus? Manchmal stecken richtig ungewöhnliche menschliche Geschichten dahinter. Diese sind dann noch interessanter als das Haus selbst.
Wenn der Reisende eine Region durchstreift und erlebt, kauft er gerne täglich die Zeitungen vor Ort. Denn Lokaljournalisten kennen ihre Gegend oft sehr gut. Sie wollen ihre Leser vor allem im Sommerloch unterhalten, da dort auch oft mehr Zeit für gründliche Recherche zur Verfügung steht. Da schauen dann diejenigen, die keine Zeitung abonnieren, in die Röhre, wenn sie sich nur auf Facebook oder Instagram verlassen. Denn dort gibt es nur wenige qualitativ gute Angebote. Wer keine Zeitung bezieht, gehört zu denjenigen, die ein Informationsdefizit haben. Das wirkt sich aus bis in die politische Teilhabe. Diese verringert sich erheblich.
Als der Reisende vor einiger Zeit durch Norrbotten radelte, las er in einer Zeitung von einem Baumhaushotel in Harads. Er plante seine Route sofort um. Sein Herz klopfte. Denn er fand für seine Leser wohl einen echten Leckerbissen. 300 Kilometer mehr als gedacht, musste er dafür einlegen, um das Dorf Harads zu erreichen. Zum Glück ist Schweden relativ flach. Und es war auch erst Juli, also noch lange hell, so dass man sogar nachts radeln kann. Denn nur für gut eine Stunde wird es richtig dunkel.
Architekt experimentiert viel im Wald
Als er im Ort ankam, waren die Arbeiten am Baumhaushotel in vollem Gange. Der federführende Architekt Bertil befand sich sogar mit Handwerkern vor Ort. So verfolgte der Reisende einige Tage gut mit, wie Bertil plante. Er experimentierte viel herum, um einem Baumhaus den Charme eines Vogelnestes zu verleihen. Daher loderte unter anderem im Wald ein riesiges Feuer, in das er starke Metallbänder gelegt hatte. Das Vogelnest sollte mit den Bändern umfasst werden. Sie sollten nicht in der Sonne blitzen, sondern sich farblich der Natur anpassen. Der Reisende half ihm auch dabei, rund gebogene Äste im Wald zu suchen, die er auch um das Nest legen wollte. So trägt er auch einen kleinen Anteil am Gelingen des Baumhaushotels. Die ersten Häuser fanden dann durch den Reisenden Eingang in die Süddeutsche Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung und die Wiener Zeitung.
Skandinavische Luxusunterkünfte: Manche von denen, die Vogue aus Norwegen, Schweden und Finnland zeigt, sind vielleicht ganz ähnlich entstanden.