Wer weiß denn sowas? Insekten zählen

 

Wer weiß denn sowas? Insekten zählen, bringt das was? In der Art der von Kai Pflaume moderierten TV -Sendung fragt Durchstreifen & Erleben heute nach dem Sinn dahinter.

Biologen haben 2018 einige Wildbienen- und Tagfalterarten in Münster-Mecklenbeck gefunden. Auf viele Arten kamen sie bei der Zählung in einem Landschaftspark, einem Unterlauf eines Baches und auf Grünflächen eines Grabens?

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Die richtige Antwort verblüfft. Die richtige Antwort findet ihr ganz unten.

Wie wichtig aber sind Zählungen von Tieren eigentlich? Tragen diese wirklich zur Erhaltung der Arten bei? Durchstreifen & Erleben hat sich im Netz dazu umgesehen. Laut Naturvielfalt Bayern verfolge man dabei folgende Ziele:

  • Auswirkungen von Landschaftswandel, Intensivierung der Landnutzung oder Klimawandel darstellen
  • Wirksamkeit von Maßnahmen und Programmen zum Insektenschutz ermitteln
  • Ursachen von Bestandsveränderungen bei Insekten identifizieren
  • Daten für die Aktualisierung der Roten Listen bereitstellen
  • Ökosystemleistungen quantifizieren

Beim NABU Deutschland gibt es sogar eine Übersicht: Auf einer Karte können Zählungen angeschaut und verglichen werden. Eine Antwort, was Zählungen bringen, liefern die Experten nicht auf den ersten Blick.

Warum sollte man Insekten zählen?

Aber die Regierung Baden Württembergs nennt mehrere Argumente, warum Insekten gezählt werden sollten:

  • Dokumentation des Insektensterbens: Zählungen machen den Rückgang bestimmter Arten oder die Abnahme der Gesamtmenge (Biomasse) sichtbar. Sie zeigen, welche Arten besonders stark vom Aussterben bedroht sind.
  • Wissenschaftliche Datengrundlage: Sie helfen Forschern zu verstehen, wie sich Insektenpopulationen langfristig entwickeln und welche Faktoren (Klimawandel, Lebensraumverlust, Pestizide) sie beeinflussen.
  • Identifizierung von Ursachen: Durch den Vergleich von verschiedenen Standorten (z.B. intensiv bewirtschaftete Flächen vs. Naturschutzgebiete) können Forscher die Ursachen des Rückgangs identifizieren.
  • Schutzmaßnahmen entwickeln: Auf Basis der Daten können konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um Lebensräume zu erhalten oder zu verbessern (z.B. Blühstreifen anlegen).
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit: Aktionen wie der “Insektensommer” (NABU) bringen Laien dazu, sich mit der heimischen Natur zu beschäftigen. Sie schärfen das Bewusstsein für die Bedeutung von Insekten (Bestäubung, Nahrungskette).
  • Indikator für Umweltgesundheit: Insekten sind sehr empfindlich. Ihr Fehlen oder Vorkommen ist ein direkter Hinweis auf den Zustand eines Ökosystems.
  • Landwirtschaft und Schädlinge: In der Landwirtschaft hilft das Zählen von Insekten, Nützlinge von Schädlingen zu unterscheiden, um den Einsatz von Pestiziden gezielt zu steuern (integrierter Pflanzenschutz).
  • Insekten sind für die Bestäubung von 90 % der Wildblumen und 75 % der Nutzpflanzen verantwortlich und bilden die Nahrungsgrundlage für viele Vögel, Fledermäuse und andere Tiere. Daher ist ihr Schutz von zentraler Bedeutung für das gesamte Ökosystem und die menschliche Nahrungsgrundlage.

Wie fallen Zählungen bei euch vor Ort aus? Berichtet bitte hier darüber. Wurden danach auch wirklich Maßnahmen ergriffen, um die Zahlen zu steigern? Die richtige Antwort war übrigens C.

Festungsstadt Almeida, Portugal

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