Jetzt im TV: Kajak und Kanu

Jetzt im TV: Kajak und Kanu. Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Nur Deutsch­land, Por­tu­gal und Spa­ni­en sind ab heu­te ver­tre­ten. Es gibt auch Wie­der­ho­lun­gen, die in die­ser Über­sicht nicht berück­sich­tigt wer­den. Vie­le ste­hen in zuvor ver­öf­fent­lich­ten News­let­tern über die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm.

Das schö­ne Wet­ter im Som­mer lädt zum Pad­deln und nicht nur zum Radeln und Wan­dern ein. Der NDR sen­det jetzt einen Bei­trag über eine Tour auf der Ilmen­au. Die fließt in der Umge­bung Erfurts. Der Rei­sen­de sam­mel­te bis­her Erfah­run­gen auf dem Lofot, dem Rhein, dem Dou­ro, der Gudenå, der Sieg, der Rur, dem Vin­del älv und der Werse.

Leidenschaft auf der Werse entdeckt

Auf der Wer­se im Müns­ter­land fing die Lei­den­schaft an. Fas­zi­nie­rend ist die ver­än­der­te Per­spek­ti­ve, da sich der Padd­ler jetzt flach auf dem Was­ser auf­hält. Häss­li­che Gewer­be­ge­bie­te ver­schwin­den plötz­lich hin­ter Schilf. Der dama­li­ge Sport­leh­rer ver­frach­te­te den Kurs an den klei­nen Fluss. Die­ser beginnt nahe Beckum sei­nen Lauf und fließt bei Gel­mer in die Ems. Im Win­ter ent­deck­te der Rei­sen­de die Wer­se zufäl­lig wie­der beim Radeln, als er sie mit­tels einer Brü­cke quer­te. Dort fand er her­aus, dass es mitt­ler­wei­le einen Rad­weg ent­lang des Gewäs­sers gibt. Bis Dren­stein­furt hat er nun im Lau­fe der Zeit die Stre­cke erschlossen. 

Einen wirk­lich durch­ge­hen­den Weg gibt es lei­der nicht, ähn­lich wie an der Ems. Da wird einem manch­mal zu viel ver­spro­chen. Manch­mal über­sieht man doch das eine oder ande­re Hin­weis­schild, beson­ders, wenn es in meh­re­re Rich­tun­gen geht. Aber es gibt schö­ne Abschnit­te wie zum Bei­spiel die Stre­cke zwi­schen Albers­loh und Dren­stein­furt. Dort ist viel rena­tu­riert wor­den. Nach wie vor wird die Wer­se ger­ne von Was­ser­sport­lern genutzt. Bei schö­nem Wet­ter waren vor zwei Wochen Kanu­fah­rer und Stand up-Padd­ler unter­wegs. Schma­le Sand­strän­de waren beson­ders fre­quen­tiert zum Picknicken.

Kajak auf dem Lofot

Das High­light fand aller­dings beim Urlaub auf dem Lofot bei Svol­vær statt. Dies kann der Rei­sen­de nach Raf­ting auf dem Vin­del älv, Kajak­tour auf dem Rio Dou­ro oder Kanu­fah­ren auf der Gudenå in Jüt­land ver­we­gen behaup­ten. Der Rei­sen­de durf­te sich über einen guten Füh­rer vom dor­ti­gen Sport­ge­schäft und ein sta­bi­les See­ka­jak freu­en. Ins Was­ser gefal­len ist er damit nicht. Dies ver­lei­te­te ihn zur nai­ven Annah­me, das kön­ne ihm auch mit einem Fluss-Kajak auf dem Rhein nicht pas­sie­ren. Zack, lag er gleich bei der ers­ten Fahrt im Was­ser. Mit einer Fluss­fahrt auf dem Rhein ist nicht zu spa­ßen, was lei­der auch Bade­gäs­te der­zeit mit dem Leben bezah­len müs­sen. Die Strö­mung ist selbst im Ufer­be­reich stark, wes­halb ihm sein Team half, an Land zu kom­men. Trotz Schwimm­wes­te, trotz Neoprenanzuges.

Auf dem Lofot kön­nen Besu­cher schön zwi­schen den Schä­ren her­um­kreu­zen. Dabei gab es Spu­ren des indus­tri­el­len Abbaus von Gra­phit zu sehen und klei­ne Häfen und Häu­ser, wo frü­her Fischer sie­del­ten. Die Moto­ri­sie­rung erlaub­te ihnen, sich ins Lan­des­in­ne­re zurück­zu­zie­hen,. Dort waren sie weni­ger Wind und Was­ser aus­ge­setzt. Gefähr­lich war es beim Pad­deln nicht.

Kajakkurs zu empfehlen

Wer sich dafür inter­es­siert, soll­te bes­ser vor­her einen Kurs im Kajak­fah­ren absol­vie­ren. Uni­ver­si­tä­ten und Ruder­ver­ei­ne vor Ort bie­ten Kur­se an. Eine Eski­mo-Rol­le zu beherr­schen, kann nicht ver­kehrt sein. Der Rei­sen­de schafft sie auch heu­te noch nicht wirk­lich gut. Die Kurs­lei­ter trans­por­tie­ren die Boo­te und Aus­rüs­tung. So kann jeder erst ein­mal, ohne gleich groß­ar­tig zu inves­tie­ren, erfah­ren, ob es auf dem Was­ser Spaß macht. Außer­dem ken­nen die Aus­bil­der die Flüs­se der Umge­bung und mög­li­che Gefah­ren meis­tens gut.

Nun zur Aus­wahl von Jetzt im TV: Kajak und Kanu.


DiDoFr
Deutsch­land
Aben­teu­er Kanu­tour: Ilmen­au, NDR, 21.15 Uhr

Traum­we­ge – Wan­de­run­gen von der Saar bis zum Rhein, phoe­nix, 22.15 Uhr
Erfolgs­ge­schich­te des Ries­lings, SWR, 20.15 Uhr
Por­tu­gal

Süd­os­ten Por­tu­gals, HR, 20.15 Uhr
Spa­ni­en

Mála­ga und west­li­che Cos­ta del Sol, HR, 21.00 Uhr
Die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV
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Portugiesen entwickeln Hybrid-E-Bike

Por­tu­gie­sen ent­wi­ckeln Hybrid-E-Bike: Bis heu­te wuss­te ider Rei­sen­de nicht, dass auch Por­tu­gie­sen Räder ent­wi­ckeln. Bis­her war es ihm nur bekannt, dass das Nach­bar­land Spa­ni­en Räder baut. Vor eini­ger Zeit leg­te der Bike­pa­cker sich auf dem Jakobs­weg in Tui ein Hin­ter­rad einer spa­ni­schen Fir­ma zu. Lei­der fehl­ten dem Händ­ler Ersatz­tei­le. So muss­te die an sich noch intak­te Ghost-Fel­ge ins Alt­me­tall wandern.

Doch nicht nur in Spa­ni­en, son­dern auch in Por­tu­gal gibt es mit Órbi­ta ein Unter­neh­men, das Räder pro­du­ziert. In der Zei­tung Diá­rio de Noti­ci­as (DN) hat der Rei­sen­de heu­te gele­sen, dass in Zusam­men­ar­beit mit der Uni­ver­si­tät in Avei­ro ein Hybrid-E-Bike auf den Markt gekom­men ist. Mit dem kann man als Tou­rist zum Bei­spiel die schö­nen Schie­fer­dör­fer in den hohen Ber­ge Por­tu­gals besuchen.

Portugiesen entwickeln Hybrid-E-Bike für Berge und Täler

Es ist ein Hybrid aus Moun­tain­bike und Stra­ßen­rad, mit dem man gut auf Asphalt, Schot­ter und durch die Ber­ge unter­wegs sein soll. Laut DN ist mitt­ler­wei­le in ganz Por­tu­gal ein Stra­ßen­netz von gut 2.000 Kilo­me­ter ent­stan­den. Der Rad­wan­de­rer war selbst zwei Wochen in der Ser­ra da Est­re­la unter­wegs. Ihn über­rasch­te, wie guter dort fah­ren konn­te, aller­dings mit sei­nem eige­nen Moun­tain­bike. Das Hoch­ge­bir­ge ist nicht unbe­zwing­bar auf den Land­stra­ßen und für jeden, der Spaß am Rad­fah­ren hat, zu machen. Die Stra­ßen sind gut geteert, haben nur weni­ge Schlag­lö­cher. Stär­ke­re Stei­gun­gen sind gut durch Ser­pen­ti­nen abge­fe­dert. Denn auch der täg­li­che Lie­fer­ver­kehr muss die Dör­fer in den abge­le­ge­ne­ren Gebie­ten errei­chen können.

Auf solch ein Rad wird der Rei­sen­de aber erst stei­gen, wenn er kei­nen Berg mehr schafft. In Fra­ge kommt es also wohl erst mit 90 Jah­ren. Oder wenn sein täg­li­cher Arbeits­weg 50 Kilo­me­ter über­schrei­ten soll­te, so dass der zeit­li­che Auf­wand für rein mus­ku­lä­re Fort­be­we­gung ein­fach zu hoch wäre. Aber auch die ande­ren Stre­cken im Ter­ri­to­ri­um von gut 5.000 Qua­drat­ki­lo­me­tern und 27 Schie­fer­dör­fern in Zen­tral­por­tu­gal soll­ten für eini­ger­ma­ßen fit­te Rad­ler zu schaf­fen sein. Der Rei­sen­de hat nach der Ser­ra de Est­re­la auch die Gebie­te des Rio Dou­ro und des Rio Min­ho getes­tet. Und befand die Ter­rains für sehr gut geeignet.

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Mehr als ein Fluss

Viel spek­ta­ku­lä­rer als die Küs­te ist das Bin­nen­land Por­tu­gals. Dies gilt vor allem für die Dou­ro-Regi­on, die mehr als ein Fluss ist. Und mit dem Fahr­rad ist es auch viel kom­for­ta­bler zu durch­strei­fen und zu erle­ben als mit dem Auto. Denn es wird einem nicht übel. Und auf den Natio­nal­stra­ßen von Por­to bis nach Zamo­ra in Spa­ni­en fließt wenig Ver­kehr. Zudem gibt dort kei­ne har­ten Stei­gun­gen. Es sei denn, man biegt ab, um zum Bei­spiel die wie auf einer Per­len­schnur auf­ge­zo­ge­nen roma­ni­schen Kir­chen zu besu­chen. Man­che von ihnen lie­gen auf stei­len Hügeln.

Man ent­wi­ckelt ein gutes Gespür für die Land­schaft. Wein­gü­ter laden ent­lang der Stre­cke zum Ver­kos­ten ein. Es gibt dort impo­san­te Schluch­ten zu sehen. In denen begeg­ne­te der Rei­sen­de zum ers­ten Mal in sei­nem Leben einer Got­tes­an­be­te­rin in der Nähe von Sau­cel­le. Er betrach­te­te Fels­rit­zun­gen von Men­schen aus der Stein­zeit und fla­nier­te an den baro­cken Wun­der der Stadt Lame­go ent­lang. Oder aber der Bike­pa­cker erfrisch­te in einem der Ther­mal­bä­der sei­ne müden Bei­ne, die man oft unter dem Begriff Cal­das fin­det. In Zei­ten der Mon­ar­chie zog es oft Ade­li­ge in die Ther­mal­or­te, um sich dort zu erholen.

Jour­na­lis­ten der in Por­tu­gal erschei­nen­den Zeit­schrift “Eva­sões” emp­fan­den das ähn­lich. Sie publi­zier­ten kürz­lich eine Geschich­te über den Rio Dou­ro. Klickt ein­fach die Bil­der, um Ein­drü­cke aus einer schö­nen Gegend zu sam­meln. Im Text wird lei­der zu viel Wer­bung für Wein­gü­ter, tou­ris­ti­sche Unter­neh­men wie Tour­anbie­ter und Hotels gemacht. Das, was mehr als ein Fluss ist, kommt dabei nicht wirk­lich her­aus. Daher lohnt es sich nicht, ihn zu übersetzen.

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Auf den Spuren des Portweins

Habt ihr schon mal ein Wein­mu­se­um besucht? In Vila Nova de Gaia bei Por­to gibt es ein schö­nes Muse­um, in dem die Geschich­te des Port­weins gezeigt wird. Port­wein ist mit dem Tou­ris­mus eine der wich­tigs­ten Ein­nah­me­quel­len des Lan­des am Ran­de Europas.

Der “Obser­va­dor” hat einen guten Arti­kel über das Muse­um verfasst.

Port­wein­mu­se­um

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Afrikanische Nacht mit dem Froschflüsterer am Canyon

So ähn­lich wie Tomás, Held in Yann Mar­tels her­vor­ra­gen­dem Roman „Die hohen Ber­ge Por­tu­gals“, fühl­te ich mich auch, bevor ich mich mit dem Moun­tain­bike auf eine drei­wö­chi­ge Rei­se durchs por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge bege­ben soll­te. „Du fährst nicht durch Afri­ka.“ Oder „Du wirst in Gegen­den kom­men, die noch nie ein Auto gese­hen haben“. Und: „Die hohen Ber­ge Por­tu­gals waren die letz­te Bas­ti­on des ibe­ri­schen Nas­horns, bevor es von der Moder­ne über­rollt wor­den ist.“

Ich durch­quer­te zwar schon die Pyre­nä­en mit dem Rad auf dem Jakobs­weg, ken­ne fast jeden Gras­halm zwi­schen Flens­burg und Nar­vik. Aber ich war noch nie drei Wochen mit dem Rad nur in einem Gebir­ge unter­wegs gewe­sen, noch dazu mit vol­lem Gepäck. Ich fürch­te­te mich vor stei­len Anstie­gen, vor Ein­sam­keit, vor dem Ver­durs­ten. „Dort gibt es nichts. Dort ist Pam­pa.“ Doch ein­sa­me Gegen­den rei­zen mich immer; außer­dem ist es ein Vor­ur­teil, dass es dort „nichts gibt“. In Lapp­land ist immer „etwas los“.

Faia Brava Blick in den Canyon des Rio Coa 2

Wo einst Bau­ern Scha­fe und Zie­gen wei­den lie­ßen, ver­meh­ren sich jetzt in einer Mac­chia mit einem 200 Meter tie­fen Can­yon Adler, Gei­er und Schlan­gen, Wild­pfer­de und Auer­och­sen in der Nähe des Rio Dou­ro im por­tu­gie­si­schen Gebir­ge. Ein Natur­schutz­ver­ein hat dort das ers­te pri­va­te Natur­re­ser­vat Por­tu­gals gegrün­det. Bio­lo­gen pflan­zen Bäu­me gegen die Boden­ero­si­on und legen Tüm­pel an, in denen Frö­sche mun­ter quaken.

Durch­strei­fen und erle­ben Sie eini­ge Minu­ten mit mir den Canyon!

Mit dem Frosch­flüs­te­rer am Canyon

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