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    Am Meer und im Hinterland Portugals

    Am Meer und im Hin­ter­land Por­tu­gals: Ein­sa­me Leucht­tür­me, end­lo­se Strän­de, auf Fels­wän­den her­um­klet­tern­de Muschel­samm­ler, deko­ra­ti­ve Mee­res­buch­ten — die West­küs­te der Ibe­ri­schen Halb­in­sel zählt zu den schöns­ten Por­tu­gals und Spa­ni­ens. Avei­ro selbst, das die Zei­tung “La Voz de Gali­cia” vor­stellt, ken­ne der Rei­sen­de noch nicht. Aber wenn man sich die Fotos anschaut, scheint es eine hüb­sche Stadt zu sein, in der die Boo­te sehr an Vene­dig erinnern. Von Nord­por­tu­gal kennt der Rei­sen­de das Hin­ter­land an der Küs­te. Dort ist auf dem Jakobs­weg, dem Camin­ho Por­tu­guês, gera­delt. Vom Meer bekommt kaum einer dort bis auf gele­gent­lich stär­ke­ren Wind wenig mit. Das Pro­fil ist erst mal von Por­to über Bar­ce­los und Pon­te de…

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    Finisterre: Himmel auf Erden?

    Finis­terre: Him­mel auf Erden? Namen von Orten wie Finis­terre — also Ende der Welt — zie­hen den Rei­sen­den gera­de­zu magisch an. Am Ende der Welt ver­mu­te­ten die Men­schen des Mit­tel­al­ters die größ­te Nähe zu den Inseln der Seli­gen. In einer kel­ti­schen Sage wird erzählt, die Inseln lägen hin­ter dem Hori­zont des Atlan­tiks. Dort such­ten die Pil­ger das Gespräch mit den Toten. Außer­dem hilft es, auf lan­gen Stre­cken eini­ge Zie­le vor Augen zu haben und sie dann auch ein­zu­hal­ten. Denn sonst fährt man nur durch Land­schaft. Dies kann auf Dau­er ermü­dend sein. In der ers­ten Zeit sei­ner Rad­rei­sen beschränk­ten sich die Tou­ren oft nur dar­auf, Land­schaft wahr­zu­neh­men die Wahr­neh­mung. Doch ab einem…

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    Von Barcelos nach Ponte de Lima

    Von Bar­ce­los nach Pon­te de Lima: In Bar­ce­los, eine Klein­stadt, die ihr Thea­ter nach dem berühm­ten Renais­sance­dich­ter Gil Vicen­te benannt hat, dem Shake­speare Por­tu­gals, lernt der Rei­sen­de: Es kann bes­ser sein, Hüh­ner immer pfleg­lich zu behan­deln: also bes­ser bei Bio­mit­teln statt Fipro­nil blei­ben. Auch die Römer wuss­ten schon, wie wert­voll ihre Gän­sen waren, um die Stadt zu schüt­zen. Ihr Schnat­tern warn­te die Bewoh­ner vor anrü­cken­den Feinden. Ein in Bar­ce­los zum Tode Ver­ur­teil­ter erbat einen letz­ten Wunsch. Er möge ver­schont blei­ben, wenn ein Hahn krä­he. Als der Bau­er schon zum Gal­gen gebracht wur­de, woll­te der Rich­ter einen Hahn ver­zeh­ren. Die­ser aber sprang vom Tel­ler und kräh­te. Der Rich­ter rann­te zum Gal­gen.…

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    Radpilgern von Porto nach Barcelos

    Rad­pil­gern von Por­to nach Bar­ce­los: Wäre der Rei­sen­de zu Fuß auf dem por­tu­gie­si­schen Pil­ger­weg unter­wegs, er wür­de jetzt erschöpft in einer nahen Her­ber­ge vor Por­to schla­fen. Denn ers­te Etap­pe auf der Rad­rei­se durch Nord­por­tu­gal führt lan­ge durch Por­to. Es geht über­wie­gend an der Stra­ße ent­lang. Als Wan­de­rer wür­de er mit dem Bus aus der Stadt bis an deren Gren­ze fah­ren. Bei Morei­ra sah er die ers­ten Pil­ger und war erleich­tert, auf dem rich­ti­gen Weg zu sein. Mit dem gpx-Track auf dem Navi folg­te er unge­fähr der Stre­cke durch die Stadt. Das war ange­sichts des Ver­kehrs nicht immer einfach. Ähn­lich wie der erschöp­fen­de Start vom Flug­ha­fen aus: Er woll­te zuerst den…