Jetzt im TV: Ahr und Weserradweg

Jetzt im TV: Ahr und Weser­rad­weg. Aktu­ell ver­sorgt der Rei­sen­de euch mög­lichst regel­mä­ßig mit Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die an den nächs­ten Tagen im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal ist die Aus­wahl sehr breit mit Zie­len in Frank­reich, Öster­reich, Spa­ni­en und Schwe­den. Frank­reich, Nor­we­gen und wie­der ein­mal Däne­mark blei­ben dies­mal außen vor. Fast jeden Tag ist das Mit­rei­sen auf dem Sofa also garantiert.

Wie­der ein­mal hoch­wer­tig nach Spa­ni­ens ein­zig­ar­ti­ger Wald­land­schaft ver­gan­ge­ne Woche scheint auch ein Bei­trag über Ibe­ri­ens wil­de Viel­falt zu wer­den. Kein Wun­der! Der Rei­sen­de hört oft von Por­tu­gie­sen und Spa­ni­ern, dass sie nicht ins Aus­land reis­ten, weil sie sowie­so alles hät­ten: Ber­ge, Meer und Wüs­ten. Es gibt Ski­ge­bie­te wie in Andor­ra und in der Ser­ra da Est­re­la.

Keltengrab und Ritter Maximilian

Recht viel wird über Öster­reich gebracht. Erfreu­lich sind die his­to­ri­schen Bei­trä­ge über ein Kel­ten­grab im Umland von Salz­burg. Und über den letz­ten Rit­ter Maxi­mi­li­an im 16. Jahr­hun­dert: Er ist zu emp­feh­len, da gut gemacht. Denn Maxi­mi­li­an hei­ra­te­te Maria von Bur­gund aus macht­po­li­ti­schen Grün­den. Dem Habs­bur­ger Haus gelang durchs rei­che Flan­dern der end­gül­ti­ge Auf­stieg zur Welt­macht. Und es ent­stand sogar ech­te Lie­be zwi­schen Maxi­mi­li­an und Maria.

Radeln an Ahr und Weser

Auf den NDR-Bei­trag über den Weser­rad­weg ist der Rei­sen­de auch sehr gespannt. Denn dort war der Rei­sen­de selbst schon eini­ge Male unter­wegs. Die Stre­cke durchs Weser­berg­land ist der schöns­te Abschnitt, ein unter­schätz­tes Gebiet. Die Weser ist dort weit­ge­hend noch natür­lich. Es gibt vie­le Auen, kei­ne gewerb­li­che Schiff­fahrt, nur Frei­zeit­sport­ler. Tie­fe Wäl­der zum Wan­dern und Radeln und wirk­lich freund­li­che Men­schen. Und ein hoch­wer­ti­ges Kul­tur­ange­bot, wenn der Bike­pa­cker allei­ne an Cor­vey, Weser­re­nais­sance und Por­zel­lan aus Fürs­ten­berg denkt. 

Ein tol­les Ziel ist aber auch das Ahr­ge­bir­ge vor den Toren Bonns. Dar­über berich­tet heu­te der SWR. Wenn Durch­strei­fen & Erle­ben dort wan­dert oder radelt, fühlt er sich bei man­chen Etap­pen wie im Süden Euro­pas. Dies liegt zum einen an der Vege­ta­ti­on mit Pflan­zen, die es auch im Süden gibt. Zum ande­ren liegt es an der Wär­me, die an gewis­sen Stel­len über 60 Grad errei­chen kann. Daher füh­len sich dort Rep­ti­li­en wohl. Aber auch Wein gedeiht dort. Den Wein emp­fin­det der Rei­sen­de als wohl­schme­ckend. Beliebt ist die Zeit der Wein­le­se. Eine der schö­ne­ren Wan­der­stre­cken ist die Etap­pe von Insul über Liers nach Kreuz­berg, zumal die­se nicht über­lau­fen ist.

Aller­dings ist die Gegend dann der Fes­te wegen völ­lig über­lau­fen. Vie­le Auto­fah­rer zieht es dann in die Dör­fer rund um Ahr­wei­ler statt mit Bahn oder Rad zu kom­men. Die Anbin­dung an den Zug ist ziem­lich gut.

Ein­schal­ten über “Jetzt im TV: Ahr und Weser­rad­weg” also nicht vergessen!


SaSoDiDoFr
Deutsch­landUnter­wegs im Ahr­ge­bir­ge, SWR, 14 Uhr

Selbst­ver­such Pil­gern. Auf dem Jakobs­weg von Ful­da nach Frank­furt, HR, 21.00 Uhr
Erleb­nis Weser­rad­weg, Von Hann. Mün­den bis Nien­burg, NDR, 20.15 Uhr
Öster­reichNatur­pa­ra­dies See­feld, arte, 15.00 Uhr

Das Geheim­nis des Kel­ten­gra­bes, ZDF Info, 19.30 Uhr


Ein­ge­schenkt. Wein­land Öster­reich, 3sat, 11.45 UhrMaxi­mi­li­an. Das Spiel von Macht und Lie­be, 3sat, 201.5 Uhr
Por­tu­gal
Die Azo­ren. Grü­nes Insel­pa­ra­dies, 3sat, 13.35 Uhr
Madei­ra, Urlaubs­pa­ra­dies, NDR, 20.15 Uhr
Schwe­den


Ich bin Gre­ta, SWR, 23.15 Uhr
Spa­ni­enWil­de Pyre­nä­en, Ber­ge des Lichts, BR. 14.15 UhrIbe­ri­en. Wil­de Viel­falt, Phoe­nix, 20.15 Uhr

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Jetzt im TV: Von Porto zum Polarkreis

Jetzt im TV: von Por­to zum Polar­kreis. Aktu­ell ver­sorgt der Rei­sen­de Lese­rin­nen und Leser mög­lichst regel­mä­ßig mit Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die an den nächs­ten Tagen im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal ist die Aus­wahl sehr breit mit Zie­len in Frank­reich, Nor­we­gen, Öster­reich, Spa­ni­en und Schwe­den. Nur Däne­mark bleibt dies­mal außen vor. Das Gesche­hen ver­teilt sich auf die gan­ze Fern­seh-Woche. So ist jeden Tag das Mit­rei­sen auf dem Sofa garantiert.

Ori­gi­nell ver­spricht der Bei­trag über Spa­ni­ens ein­zig­ar­ti­ge Wald­land­schaft zu wer­den. Lan­ge blieb dem Rei­sen­den dies ver­bor­gen. Bis er eine Ein­la­dung nach Soria in Kas­ti­li­en-León erhielt — zum Pil­ze-Pflü­cken und Kochen mit Trüf­feln. Bis zu die­sem Ter­min hat­te er die Ibe­ri­sche Halb­in­sel trotz meh­re­rer und mona­te­lan­ger Rei­sen eher als Küs­ten­land und im Inne­ren als “Wüs­te­nei” mit Stein- und Kork­ei­chen wahr­ge­nom­men. Doch wer nach Kas­ti­li­en reist, wird sehen, dass dort tie­fe Wäl­der exis­tie­ren. Kas­ti­li­en ist dün­ner besie­delt, als man­cher anneh­men darf.

Vom Wald in die Stadt

Erstaun­lich viel wird dem­nächst über Por­tu­gal gebracht. Wahr­schein­lich neh­men die Redak­tio­nen an, dass gera­de in Por­tu­gal vie­le buchen, sobald Coro­na bes­ser im Griff ist. Über­see­zie­le wer­den wohl erst­mal nicht in Fra­ge kom­men. Da sind Por­to und Algar­ve schö­ne Zie­le, die aber unter­schied­li­cher nicht sein kön­nen. Por­to zieht, da die Stadt noch nicht so bekannt ist. Die Stadt ver­fügt über inter­es­san­te Archi­tek­tur wie eine gan­ze Rei­he von Paläs­ten und Parks. Eine schö­ne Rou­te zum Stadt­wan­dern ent­lang von Parks und Gär­ten zum Tor­re dos Clé­ri­gos fin­dest Du hier. Und die Ein­woh­ner Por­tos sind hilfsbereit.

Tolles Radgeschäft in Porto

Der Rei­sen­de erin­nert sich ger­ne an den Betrei­ber eines Rad­ge­schäf­tes in Vila Nova de Gaia. Die­se Stadt liegt gegen­über von Por­to. Die­ser inspi­zier­te mit gro­ßer Lei­den­schaft und dazu noch kos­ten­los sein Rei­se­rad. Er brach­te es hier und da wie­der in Schwung. Im Flug­zeug hat­te es doch etwas gelit­ten. Alles war danach bereit für eine mehr­mo­na­ti­ge Rei­se durch Nord­por­tu­gal und Gali­ci­en. Das Trink­geld woll­te er nicht anneh­men. Schließ­lich sei es sein Job. Die Adres­se nennt der Rei­sen­de, falls jemand eben­falls Start­hil­fe braucht.

Solch freund­li­ches Enga­ge­ment wünscht der Rei­sen­de sich auch in man­chen deut­schen (Rad)geschäften. Denn dann lie­fe das Busi­ness viel­leicht auch in deut­schen Innen­städ­ten besser.

Viel Spaß beim Anschau­en und Mit­rei­sen von Jetzt im TV: von Por­to zum Polarkreis.

Fernsehprogramm

Frank­reichNor­we­genÖster­reichPor­tu­galSchwe­denSpa­ni­en
MoWil­de Pyre­nä­en. Win­ter­zau­ber und Früh­jahr, BR, 16.15 Uhr
Die Loire — Men­schen am Fluss, Phoe­nix, 21.45 Uhr
SoMit dem Zug durch Schwe­dens Nor­den, SWR, 11.00 Uhr
MoPor­to. Da will ich hin. 3sat, 12.50 Uhr
DiMit dem Zug durch Algar­ve, arte, 17.50 Uhr
MiFrank­reichs Para­die­se. Der Natio­nal­park Pyre­nä­en, 3sat 13.15 Uhr
Kräu­ter­wel­ten der Pro­vence, 3sat, 14.45 Uhr
Nor­we­gen, Schwert­wa­len auf der Spur, arte, 16.00 Uhr
DoMen­schen — Län­der — Aben­teu­er, Der wil­de Nor­den Por­tu­gals, NDR, 20.15 Uhr
FrWil­der Kai­ser und Kitz­bü­he­ler Alpen, 3sat, 17.00 Uhr Spa­ni­ens ein­zig­ar­ti­ge Wald­land­schaft, arte, 18.30 Uhr
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Wintermezzo im Münsterland

Win­ter­mez­zo im Müns­ter­land: Dass dicker Schnee kom­men wür­de, war schon seit Tagen bekannt. Als der Rei­sen­de aber am nächs­ten Mor­gen zum Früh­stü­cken ging, muss­te er lachen. So über­rascht war eh r. Ein hoher wei­ßer Hügel war über Nacht auf dem eigent­lich fla­chen Beet gewach­sen. Nur die Blü­te einer Win­ter­ro­se lug­te noch aus ihm her­aus. Von solch einer Mas­se war er am Vor­abend nicht aus­ge­gan­gen. Er befürch­te­te, dass sich der Schnee bald so hoch tür­men wür­de, dass nur noch ein win­zi­ges Guck­loch einen Blick in den Gar­ten ermög­li­chen würde.

Eine Woche lag eine dicke Schnee­de­cke auf dem Müns­ter­land. Zwei Tage lang hat­te es zuvor ohne Unter­lass geschneit. Eine ver­trau­te Land­schaft ver­än­der­te sich. Ande­re Geräu­sche, ande­re Far­ben. Ein neu­es Pro­fil. Bis­her Unbe­ach­te­tes gewann an Bedeu­tung. So kann eine Woche Schnee Men­schen in Urlaubs­stim­mung stim­men. Dank einer ver­frem­de­ten Landschaft. 

Erste Spaziergänge statt Radfahren

Es folg­ten ers­te Spa­zier­gän­ge in der von Wäld­chen, Hecken und Äckern gepräg­te Land­schaft. Aufs Rad stei­gen woll­te der Rei­sen­de noch nicht. Spikes stan­den zwar im Kel­ler, durch die sich das Ver­hält­nis des Rei­sen­den zu Eis und Schnee vor Jah­ren stark ver­än­dert hat­te. Frü­her war Win­ter eher eine Last. Heu­te ist sie eher ein Genuss, da man mit sol­chen Lauf­rä­dern sicher fah­ren kann. Selbst auf zuge­fro­re­nen Seen rutscht das Rad nicht mehr. Dies­mal war aber soviel Schnee gefal­len, dass er sich kaum vor­stel­len konn­te, sich durch so tie­fen Schnee zu wüh­len. So nahm er sich vor, die nähe­re Umge­bung foto­gra­fisch und zu Fuß zu erfas­sen. In den sozia­len Medi­en tauch­ten auch Fotos vie­ler Ein­woh­ner in “Müns­ter Stadt der Skulp­tu­ren” auf. Die­se nah­men die Ver­än­de­rung ähn­lich fas­zi­niert wahr.

Der ers­ten Über­ra­schung folg­te zwei Tage spä­ter die zwei­te: Die Gewäs­ser fro­ren zu. Auf der Gräf­te der Was­ser­burg Haus Vöge­ding nah­men Enten auf Schnee Platz, der vom Dach gerutscht war. Sicher­lich ange­neh­mer als auf blo­ßem Eis. Es gab kein ein­zi­ges Was­ser­loch mehr. Des­halb schnat­ter­te kei­ne ein­zi­ge Ente fröh­lich mit den ande­ren. Die Stim­mung in der Grup­pe war sicht­lich gedrückt.

Prächtiges Farbenspiel beim Wintermezzo im Münsterland

Bis­her lang­wei­li­ge Tüm­pel an Bau­ern­hö­fen boten nun ein präch­ti­ges Far­ben­spiel. Auf an sich schlam­mi­gen Gewäs­sern lag nun eine brau­ne Eis­schicht mit wei­ßen Adern. Schnee an den Ufern warf neu­es Licht. Er ergab auch einen schö­nen Kon­trast zum zwi­schen Bäu­men durch­schei­nen­den blau­en Him­mel. Selbst Grä­ben an den Äckern gewan­nen nun an Reiz, da sie nun mit Eis gefüllt waren. Also ent­schied Durch­strei­fen & Erle­ben: Aus dem Luft­schnap­pen wird bei so vie­len Rei­zen eine Kurzwanderung.

Denn selbst Äcker rück­ten in neu­es Licht. Durch wei­ßen Tep­pich gewan­nen sie an Wei­te. Es fühl­te sich so an, als hät­te einen jemand ins win­ter­li­che Skan­di­na­vi­en gebeamt. Eines der letz­ten Bau­ern­häu­ser in unmit­tel­ba­rer Nähe der Stadt wirk­te wie in der Tun­dra gele­gen. Ein gol­de­nes Kreuz ent­wi­ckel­te im Schnee mehr Strahl­kraft. Eine Land­stra­ße ver­wan­del­te sich in eine Loi­pe. Rechts von der Stra­ße, wo kei­ne Autos und Spa­zier­gän­ger waren, zogen sich tie­fe Spu­ren von Ski­er. Ein Acker-Rand­strei­fen als Ski­ge­biet. In die Rea­li­tät zurück hol­te einen dicker Schnee auf dem Rad­weg. Per­fekt geräumt war nur die Land­stra­ße. Von wegen Ver­kehrs­wen­de in einer Fahr­rad­haupt­stadt. Die Wor­te “Fahr­rad frei” auf dem Schild wir­ken da fast iro­nisch. Nicht ein­mal für Wan­de­rer ist die Stre­cke nutz­bar, wenn es solch ein Win­ter­mez­zo im Müns­ter­land gibt.

Ins Landschaftsschutzgebiet Vorbergs Hügel

Dann führ­te der Weg abwärts in Rich­tung des Erho­lungs- und Land­schafts­schutz­ge­bie­tes Vor­bergs Hügel. Rechts am Wege liegt ein Land­fah­rer­platz, auf den der Rei­sen­de neu­gie­rig war. Denn in der Zei­tung West­fä­li­sche Nach­rich­ten stand, dass Räum­diens­te hier Schnee ablü­den. Meter­hoch türm­te er sich hier. Genau­so, wie er er sich vor­ge­stellt hat­te. Neu­gie­rig war er auch, wie sich das Fach­werk-Tor­haus an der Stie­ge im Schnee prä­sen­tier­te. Jemand hat­te vor eini­gen Tagen erzählt, dass der dort leben­de Gast­wirt es vor dem Ver­fall geret­tet hät­te. Er kauf­te es einem Land­wirt ab, ließ es ab- und hier wie­der auf­bau­en. Dies ist ein schö­ner Weg, alte Bau­wer­ke zu bewahren. 

Eini­ge Meter wei­ter sah der Rei­sen­de ein wei­te­res Bau­werk im Wald. Ein Baum hat­te es errich­tet, eher unfrei­wil­lig. Einer sei­ner Äste krümm­te sich so stark, dass es einem Tor ähn­lich sah. Durch das Licht des Schnees erziel­te es eine beson­de­re Wir­kung. Nor­ma­ler­wei­se ist es hier wohl eher dun­kel. Ein Ein­gangs­tor in ein klei­nes Natur­schutz­ge­biet, durch­zo­gen von Wan­der­we­gen durch Wald und über Hügel. Wie­der ein wei­ter Blick, also wie­der das Gefühl, im Nor­den Euro­pas zu sein. Für mich eine der schöns­ten Gegen­den rund um die Stadt.

Die­se Bil­der kannst Du im Bild­por­tal in ver­schie­de­nen Grö­ßen erwer­ben, wenn Du Dei­ne Woh­nung oder Dein Unter­neh­men ver­schö­nern willst.

Kleine Wanderung

So ent­wi­ckel­te sich aus fünf Kilo­me­ter Luft­schnap­pen eine klei­ne Wan­de­rung von 8,5 Kilo­me­tern. Sie führ­te vom Haus Rüsch­haus vor den Toren Müns­ters zum Horst­ma­rer Land­weg. Von dort ging es auf die Gas­selstie­ge ins Natur­schutz­ge­biet Vor­bergs Hügel. Der Hügel ist fast 100 Meter hoch. Mit 311 Hekt­ar ist es das zweit­größ­te Natur­schutz­ge­biet Müns­ters. Zur­zeit dis­ku­tie­ren ver­schie­de­ne Par­tei­en über die Nut­zung des Gebie­tes durch Men­schen. Wäre ein Park­platz dort sinn­voll oder nicht, um das Besu­cher­auf­kom­men zu regu­lie­ren? Soll­te man gar einen Auf­se­her ein­stel­len, um die Strö­me zu len­ken? Eine ähn­li­che Dis­kus­si­on gibt es über die Ein­rich­tung eines Wan­der­we­ges ent­lang des Flüss­chens Aa vom Stadt­zen­trum bis zur Burg Hüls­hoff. Men­schen suchen immer mehr Ent­span­nung im Grü­nen. Und jetzt auch im Wei­ßen beim Win­ter­mez­zo im Münsterland.

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Jetzt im TV: Balearen und Bären

Jetzt im TV: Balea­ren und Bären. Ab jetzt ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben euch mög­lichst regel­mä­ßig mit Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die an den nächs­ten Tagen im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal ist die Aus­wahl etwas aus­ge­fal­le­ner mit Zie­len in Frank­reich, Nor­we­gen, Öster­reich und Spa­ni­en. Däne­mark, Deutsch­land und Por­tu­gal blei­ben dies­mal außen vor. Das Gesche­hen kon­zen­triert sich auf nur drei Tage. Das ist auch gut. Denn so bleibt Zeit für einen Spa­zier­gang im Schnee.

Kontrastreich: Barent und Balearen

Nur an zwei der bevor­ste­hen­den Dreh­or­ten ist der Rei­sen­de schon gewe­sen: In Nord­nor­we­gen fehlt ihm noch das Gebiet zwi­schen Trom­sø und Kir­kenes. Die Barent-Regi­on ist auf­grund der Tier­welt immer noch ein Traum. Der Rei­sen­de fin­det es aber auch immer ganz schön, noch Zie­le zu haben und nicht schon alles in Euro­pa zu ken­nen. Dies trifft dafür auf Anda­lu­si­en zu, das er schon mehr­mals besucht hat. Einer­seits ist dies ein gutes Ziel im Herbst und Win­ter, da es über­wie­gend warm dort ist. Und die Nähe zu Afri­ka ist natür­lich reiz­voll. Von einer Anhö­he konn­te er sogar an einem guten Tag die Küs­te sehen. Menor­ca hin­ge­gen kennt er bis­her nur von Schwär­me­rei­en der Spa­ni­er, die Mal­lor­cas Schwes­ter­in­sel als sehr viel ursprüng­li­cher emp­fin­den. Und wer Umber­to Ecos Roman “Der Name der Rose” gele­sen hat, wird sich sicher auch für den Film über die Restau­rie­rung der Klos­ter Melks in Frank­reich inter­es­sie­ren, das im Roman vorkommt.

Bären in Schweden

Für Natur­lieb­ha­ber sicher am inter­es­san­tes­ten könn­te der Bei­trag über schwe­di­sche Bären sein. Durch­strei­fen & Erle­ben ver­brach­te in Dalar­na eine Nacht auf einer Bären­be­ob­ach­tungs­sta­ti­on. Die Beob­ach­ter saßen geschützt in einer Hüt­te mit spe­zi­ell für Kame­ras prä­pa­rier­ten Fens­tern. Lei­der kam kein Bär. Der Füh­rer mein­te, er hät­te den mensch­li­chen Geruch wohl gewit­tert. Denn Bären kön­nen über Kilo­me­ter weit rie­chen. Dabei gibt es in Dalar­na sehr vie­le Bären. Bei all sei­nen Auf­ent­hal­ten ist der Rei­sen­de noch nie einem begeg­net. Viel­licht zum Glück.

Scheue Gesellen

Beim Anbie­ter Björn & Vild­mark, einem deut­schen Paar, konn­te er sich wenigs­tens mal in einem ande­ren Jahr eini­ge Zeit im Pei­len eines Hals­ban­des üben. Damit sind die For­scher Andrea Frie­be und Gun­ther Schmidt gut infor­miert, wo sich die Tie­re wann auf­hal­ten. Über Nacht kam auch eine Bärin ans Gehe­ge der Deut­schen, wo sie eini­ge Tie­re hal­ten. Den Elek­tro­zaun über­wand sie aller­dings nicht. Aber auch hier sah der Rad­rei­sen­de kei­ne Bären. Dies liegt dar­an, dass skan­di­na­vi­sche Bären scheu sind. Sie sei­en anders als zum Bei­spiel ihre ame­ri­ka­ni­schen Ver­wand­ten, erzähl­te Gun­ther Schmidt am Lagerfeuer. 

Vor eini­ger Zeit hör­te er von einer inter­es­san­ten Theo­rie im Film “Die Natur kehrt zurück” auf arte. Iso­lier­te Tier­grup­pen sei­en weni­ger aggres­siv als wel­che, die stets Zuwan­de­rung erfah­ren. Dies bezog sich auf Wöl­fe, dürf­te viel­leicht auch auf Bären zutref­fen. Also liegt es wohl an der Auf­fri­schung der Gene. 

Und nun zu “Jetzt im TV: Balea­ren und Bären”:

Frank­reichNor­we­genÖster­reichSchwe­denSpa­ni­en
SaKor­si­ka, Insel­pa­ra­dies im Mit­tel­meer, 3sat, 15.30 UhrWil­de Pyre­nä­en, Sin­fo­nie der Far­ben, BR, 16.15 Uhr
SoDie Restau­rie­rung von Stift Melk, 3sat, 13.05 UhrDer Charme Anda­lu­si­ens, 3sat, 10.05 Uhr 
DiMar­que­sas, ver­ges­se­ne Inseln der Süd­see, 3sat, 13.20 UhrFjor­de, Glet­scher. Eisen­bah­nen in Nor­we­gen, SWR, 14.15 Uhr
DoSchwe­dens Bären. Geliebt und gehasst, BR, 14.45 Uhr
FrFjor­de, Nord­kap und Polar­licht, rbb, 20.15 UhrMenor­cas stil­le Magie, hr, 21.00 Uhr
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Winterwunderland Münsterland

Wann bist Du das letz­te Mal beim Spa­zie­ren­ge­hen im tie­fen Schnee ver­sun­ken? Der Rei­sen­de heu­te Nach­mit­tag gemein­sam mit einer ehe­ma­li­gen Klas­sen­ka­me­ra­din sei­ner Schwes­ter. Sie lief zufäl­lig vor der Haus­tür lang. Der Rei­sen­de schipp­te gera­de unter gro­ßen Anstren­gun­gen Schnee weg, als sie vor­bei­kam. Sie besuch­te gera­de ihre Mut­ter und woll­te sich die Stra­ßen­ver­hält­nis­se anschau­en, um die Rück­fahrt nach Frank­furt zu pla­nen. Doch dar­aus wird wohl erst­mal nichts im Win­ter­wun­der­land Müns­ter­land. Da sie ohne­hin im Home­of­fice steckt, kann sie noch ver­län­gern und von Müns­ter aus arbeiten. 

So viel geschneit, hat es lan­ge nicht mehr. Der Rei­sen­de glaubt, 2010 schnei­te es im Müns­ter­land zuletzt wirk­lich. Aber es war längst nicht so viel her­un­ter­ge­kom­men. Und es wur­de damals auch nicht so kalt. Wenn der Rei­sen­de das Fens­ter nachts öff­ne, um zu lüf­ten, fegt ein hef­ti­ger Wind her­ein. Lan­ge aus­zu­hal­ten, ist das nicht.

Gang zum Rüschhaus

Es wur­de beschlos­sen, gemein­sam durch den Schnee des Win­ter­wun­der­lan­des Müns­ter­land zu lau­fen und das foto­ge­ne Haus Rüsch­haus auf­zu­su­chen. Der Rei­sen­de stell­te die Schip­pe bei­sei­te. Dies ist bekannt als Wohn­ort der bekann­ten Dich­te­rin Annet­te von Dros­te-Hüls­hoff. Vie­le ken­nen die “Juden­bu­che” und “Der Kna­be im Moor”. Gestal­tet hat es der berühm­te Barock­bau­meis­ter Johann Con­rad Schlaun (1695–1773).

Als wei­te­res Ziel lockt dar­über hin­aus die Bron­ze­skulp­tur “Dia­lo­gue with Johann Con­rad Schlaun”. Dies ließ der bekann­te ame­ri­ka­ni­sche Bild­hau­er Richard Ser­ra anläss­lich der Skulp­tu­ren­aus­stel­lung am Anfang einer klei­nen Allee 1996 auf­stel­len. Durch eine Nei­gung ver­neigt sich die Skulp­tur um sie­ben Grad vor den bei­den west­fä­li­schen Gro­ßen. Das Unge­tüm aus Stahl nimmt aus 270 Metern Ent­fer­nung eine Bezie­hung zur Tür des Rüsch­hau­ses auf, die zwei Meter hoch, 1,5 Meter breit ist. Gegos­sen hat man den Koloss in der Hat­tin­ger Hen­richs­hüt­te, wo auch schon ande­re Kunst­wer­ke Ser­ras ent­stan­den. Ser­ra hat­te sich zuvor bereits mit einer gan­zen Rei­he von Bau­wer­ken Schlauns beschäftigt.

Schlauns bekann­tes­te Bau­wer­ke sind der Erb­dros­ten­hof und das Schloss in Müns­ter. “Pater Patriae” steht an des­sen Fas­sa­de. Der Spruch steht für einen auf­ge­klär­ten Staat. Dies drückt schlicht die nied­ri­ge und aufs Stadt­zen­trum aus­ge­rich­te­te Ein­gangs­trep­pe aus. Ein Schloss für die Bürger.

Schloss zu Münster

Seit 1773 ist es offi­zi­ell Resi­denz des Fürst­bi­schofs Max Fried­rich von König­segg-Rothen­fels. Die­ser war in Per­so­nal­uni­on Erz­bi­schof und Kur­fürst von Köln. Er resi­dier­te sowohl in Bonn am Hof­gar­ten, hielt sich aber auch mehr­fach zwi­schen 1768 und 1783 in Müns­ter auf. Durch­schnitt­lich 69 Tage pro Jahr. Einen fes­ten Sitz besaß er nicht. Er folg­te der Tra­di­ti­on seit dem Mit­tel­al­ter sein Leben auf Lan­des­bur­gen zu ver­brin­gen. Um Müns­ter her­um waren dies Wol­beck, Ahaus, Bever­gern, Horst­mar und Coesfeld. 

Denn die Kir­chen­ober­häup­ter lei­te­ten auch Bis­tü­mer, von denen Osna­brück, Köln und Pader­born. Sie resi­dier­ten dann im heu­ti­gen Bad Iburg im Teu­to­bur­ger Wald, Schloss Neu­haus, Bonn und Brühl. Bis zum Schloss­brand am 26. März 1945 durch Bom­ben exis­tier­te ein Gemäl­de Johann Hein­rich Tisch­beins von Max Fried­rich im Fürs­ten­saal. Heu­te exis­tiert davon zum Glück noch eine Ölskiz­ze. Deren Eigen­tü­mer ist das Lan­des­mu­se­um. In Cle­mens­werth in Sögel und Sas­sen­berg bei Waren­dorf ging er auf die Jagd.

Auch Maximilian Franz von Österreich lebte im Schloss

Auch sein Nach­fol­ger Maxi­mi­li­an Franz von Öster­reich (1756–1801) hielt sich dort auf. Er wur­de gar im Dom zu Müns­ter gekrönt, nach­dem ihn eine sechs­spän­ni­ge Kut­sche vom Schloss abge­holt hat­te. Gefei­ert wur­de danach im Gro­ßen Saal. Rit­ter und Ver­tre­ter der Städ­te muss­ten ihm auf dem Dom­platz einen Eid able­gen. 280 Tage soll­te er fort­an ins­ge­samt zwi­schen 1784 und 1793 in Müns­ter verbringen. 

Er emp­fing dort 1785, 1787 und 1793 den Land­tag, wo dann Dom­her­ren, Rit­ter und Ver­tre­ter der Städ­te berie­ten. Und er weih­te drei Weih­bi­schö­fe. Auch in der Schloss­ka­pel­le nahm er sei­ne Auf­ga­ben wahr, nicht nur im Dom oder im Bischofspalast.

Sogar einem Teil sei­ner Fami­lie dien­te das Schloss als Zufluchts­stät­te: Sei­ne Schwes­ter Maria Chris­ti­na und der mit ihr ver­hei­ra­te­te Her­zog Albert von Sach­sen-Teschen leb­ten hier gut sechs Wochen. Sie waren Gou­ver­neu­re der damals von Frank­reich besetz­ten öster­rei­chi­schen Nie­der­lan­de. Denn fran­zö­si­sche Sol­da­ten waren nach Bonn 1792/3 im Zuge des Revo­lu­ti­ons­krie­ges gekommen. 

Als preu­ßi­sche Trup­pen West­fa­len 1802 besetz­ten, war das Kapi­tel als fürst­bi­schöf­li­che Resi­denz been­det. Der Frei­herr vom Stein als Ober­kam­mer­prä­si­dent und Mili­tär­gou­ver­neur Geb­hard Lebe­recht von Blü­cher, ab 1814 Fürst Blü­cher von Wahl­statt, zogen ein. Sie über­nah­men das Heft des Handelns. 

Den Spa­zier­gang durchs Win­ter­wun­der­land ver­län­ger­te der Rei­sen­de an den dar­auf­fol­gen­den Tagen bei strah­len­dem Son­nen­schein. Auf dem auch bei Jog­gern auf Schnee belieb­te Twe­ren­feld­weg führt am Hotel Haus Hüer­län­der vor­bei. Dort war­tet auf Fami­li­en mit Kin­dern ein Zoo mit Dam­wild. Und Mini­golf. Die Stra­ße Rich­tung Roxel lau­fend, lohnt sich ein Blick auf die Was­ser­burg Haus Vöge­ding. Die­se ist trotz ihrer Jah­re sehr gut in Schuss. Dazu gehört auch ein grö­ße­rer Bau­ern­hof. Von dort kön­nen Besu­cher in der Fer­ne die Gip­fel der Baum­ber­ge sehen. Wann wird es ein Win­ter­wun­der­land Müns­ter­land je wie­der geben? 

Alle Fotos bestellst Du im Bild­por­tal — in ver­schie­de­nen For­ma­ten. Mit einem gerahm­ten Foto kannst Du Dei­nen Arbeits­tisch im Home­of­fice schmü­cken. Mit einem Pos­ter die Woh­nung dekorieren.

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Jetzt im TV: Polarkreis und Lissabon

Jetzt im TV: Polar­kreis und Lis­sa­bon. Ab jetzt ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben euch mög­lichst regel­mä­ßig mit Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die an den nächs­ten Tagen im Fern­se­hen lau­fen. Span­nung ver­spre­chen vor allem die abge­le­ge­nen Zie­le. Däne­mark, Frank­reich und Schwe­den blei­ben dies­mal außen vor. Fast jeden Tag erwar­tet Zuschau­er jetzt etwas.

Wasser bestimmt das Leben

Dafür steht wie schon in der Vor­wo­che über­ra­schend wie­der ein­mal Öster­reich im Zen­trum. Der Rei­sen­de ist stets beru­higt an Orten, wo Was­ser fließt. Dabei spielt es kei­ne Rol­le ob der Bach in den Wei­her der Axt­schmie­de Gräns­fors Bruks in Nord­schwe­den fließt. Oder ob Wel­len an einem Zelt­platz in Gali­ci­en nachts im Schlaf rau­schen und in den Schlaf wie­gen. Oder es strömt von oben ein gewal­ti­ger Was­ser­fall herab. 

Dies wird uns wohl in “Kraft des Was­sers” erwar­ten. Gibt es auch auf den Azo­ren Was­ser­fäl­le? Der Rei­sen­de ist noch nie dort gewe­sen. Er wür­de es aber, ohne nach­zu­schla­gen, dort ver­mu­ten. Denn eine Vul­kan­in­sel kann hoch sein wie zum Bei­spiel auf Madei­ra. Und am Polar­kreis sowie­so, da die Ber­ge im nor­we­gisch-schwe­di­schen Grenz­ge­biet erstaun­lich hoch sind. Viel Spaß beim Zuschau­en, wäh­rend sich drau­ßen Deutsch­land in ein Win­ter­mär­chen­land verwandelt.

Viel Freu­de beim Anschau­en via “Jetzt im TV: Polar­kreis und Lissabon”.

Nor­we­genÖster­reichPor­tu­galSpa­ni­en
SaAllein am Polar­kreis, SWR, 17.00 Uhr
MoÖster­reich, da will ich hin! Spe­zi­al, 3sat, 12.45 Uhr
DiLis­sa­bon, da will ich hin. SWR, 6.00 Uhr
DoLän­der — Men­schen — Aben­teu­er, Die Azo­ren, NDR, 20.15 Uhr
FrWil­des Öster­reich — Die Kraft des Was­sers, arte, 17.50 UhrTene­rif­fa. Im Bann des Tei­de, HR, 20.15 Uhr

La Gome­ra, Die schöns­ten Wan­de­run­gen auf der Kana­ren­in­sel, HR, 21 Uhr
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