Kalender für 2021: Vendée

Die Vendée zählt zu einem der schönsten Küstenabschnitte Frankreichs. Dies liegt an ihrer Vielfalt. Felsige Abschnitte wechseln mit traumhaften einsamen Stränden am Atlantik ab. Wer sich gerne beim Baden zurückzieht, findet einen Platz in kleinen eingeschnittenen Buchten. Wer die Weite vorzieht, unternimmt an langen Stränden eine Wattwanderung. Ebbe und Flut laden dazu ein. Im Kalender für 2021: Vendée werden die Besonderheiten auf 13 Blättern eindrucksvoll auf den Punkt gebracht.

Hier und da locken von der Natur und von Menschen geschaffene Sehenswürdigkeiten. Es gibt interessante Felsformationen hier, einen hübschen Badeort dort oder aber wie auf dem Titelbild zu sehen, pittoreske Fischerhütten auf Stelzen.

Willst Du anfangen, Geschenke für Weihnachten zu besorgen? Dann ist dieser neu aufgelegte Kalender etwas, womit Du jemandem große Freude machen kannst: Kalender 2021: Vendée – Aus dem Meer steigender Himmel Frankreichs. Ab jetzt im Buchhandel und online bestellbar.

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Prickelndes Erlebnis am Wattenmeer

Weißt Du, dass Salzwiesen im Nationalpark Wattenmeer manchmal so klingen, als löste jemand eine Brausetablette in einem Glas Wasser auf?

https://www.nationalpark-wattenmeer.de/nds/radroute-um-den-jadebusenDieses schöne Hörerlebnis genoss ich heute nachmittag im Langwarder Groden am Jadebusen. Bremerhaven ist von dort an manchen Stellen zu sehen. Es ist eine gelungene Abrundung meiner kleinen gemütlichen Radreise im Weser-Ems-Gebiet. Diese befindet sich mittlerweile in der dritten Woche. Die Etappe auf dem Nordseeküstenweg endet wahrscheinlich morgen.

Der Reisende schätzt die Chance, die Landschaft, die er sonst nur vom Radweg aus gesehen hat, aus nächster Nähe zu durchstreifen und zu erleben. Wie stand er zuvor doch allzu berauscht von den Rufen vieler Gänse nur am Rande des Geschehens. Viele Gänse überwintern im Wattenmeer, bis sie der Ruf der Wildnis zurück nach Sibirien lockt.

Durch den Groden führen sowohl Bohlen- als auch Schotterwege. So lustwandelt der Reisende auf dem Rundkurs gemächlich und trockenen Fußes an aus Schlick geformten Cañons vorbei. In der Miniaturwelt steht auch Wasser, in dem Möwen nach Nahrung suchen.

Fußspuren von Menschen sind zu sehen. Aber auch Abdrücke der Besucherhunde bilden sich ab. Der Schlick hat sie wohl in sich aufgesogen und verdaut die prickelnde Mahlzeit gerade. Denn der Reisende sieht hier keinen einzigen Jarro oder Julio. Diese Namen trugen einige Beller auf der bisherigen Strecke von Emden bis Burhave. Niedrige Pflanzen bilden „Wälder“.

Einen erheblichen Reiz üben auch die alten romanischen Kirchen auf den Reisenden aus. Der Stoff, aus dem die Träume sind, ist Bernstein, nein, stimmt nicht, sondern Back- und Eifeler Tuffstein. In der Region gibt es kein geeignetes Gestein für Kirchen. Sogar aus Baumberger Sandstein bestand mal eine Kirche am Wege, also aus der westfälischen Heimat des Reisenden. Die Kirchenschiffe sind oft hell. Maritimes Flair verleihen ihnen Segelschiffe. Wie Küsterin Brigitte Onken aus Westeraccum weiß, sind manche Kapitäne auf den den hier liegenden Friedhöfen begraben. Mancher Grabstein zeugt von deren Gewerbe, wenn der Steinmetz ein Schiff einmeißelte.

Vielleicht liest gerade auch der Student aus Hildesheim diese Zeilen. Die Küsterin in Westerbur hofft sehr, dass er ein Theologie-Studium anhängt und als Hirte drei hiesige Gemeinden leitet. Doch sie wisse nicht, ob seine Freundin etwas dagegen habe. Wer weiß. Gottes Wege sind unergründlich.

Flussflair am Emsradweg

Emden – das erste Etappenziel der Radreise im Weser-Ems-Gebiet liegt nun in Reichweite. Gleich werde ich auf die kleine Emsfähre rollen.

Bisher hat mir die Tour sehr gut gefallen. Eine Woche durchstreife und erlebe ich die Region schon. In Greven stieg ich in den Radweg ein und sah die Ems erst einmal nur hin und wieder. Denn die Strecke führt nicht immer an ihr entlang. Auch die ersten Städte sind nicht immer an sie angebunden. So entwickelt sich bis Rheine kein richtiges Flair, indem zum Beispiel Brücken übers Wasser führen, dort Badeplätze liegen oder Menschen angeln.

Ab Rheine ändert sich das. Die Ems teilt die Stadt in zwei Hälften. Eine schöne Brücke verbindet beide miteinander in der Innenstadt. Hier entwickeln sich sogar Stromschnellen, die das bisher gemächlich strömenden Gewässer rasant erscheinen lassen. Sehenswürdigkeiten wie Kloster Bentlage schmiegen sich an den Fluss. Der hin und wieder auch sandige Weg führt durch Wälder und Felder. Am Wegesrand finden sich Informationen über Fauna und Flora.

Bis über Meppen hinaus finden sich vereinzelt imposante Herrenhäuser und Windmühlen. Vor Ort traf ich Eigentümer oder Restauratoren, die gerne zu Gesprächen über die Gebäude bereit waren wie etwa vor dem schönen von Schlaun geplanten Schloss Herzfeld vor Lingen. Oder ehrenamtliche Mitarbeiter der offenbar sehr emsig arbeitenden Heimatvereine wie vor einer Windmühle zwischen Papenburg und Leer oder im Torfmoor-Museum in Papenburg selbst.

Es fällt auch auf, dass die Menschen hier sofort stehen bleiben und sich Zeit nehmen, um etwas über ihre Stadt zu erzählen oder Tipps zu geben. Fernradler sind hier wohl gern gesehen.

Gestern Abend luden mich auf dem Campingplatz Großes Meer hinter Emden Bianca und Andreas, Eltern eines Zweijährigen, zum Grillen ein. Natürlich mit Corona-Abstand. Sie stammten aus der Umgebung von Aurich und wollten nur ausprobieren, wie der Kleine auf die Übernachtung im Zelt reagiert.

Bisher hat mir die Tour sehr gut gefallen. Eine Woche durchstreife und erlebe ich die Region schon. In Greven stieg ich in den Radweg ein und sah die Ems erst einmal nur hin und wieder. Denn die Strecke führt nicht immer an ihr entlang. Auch die ersten Städte sind nicht immer an sie angebunden. So entwickelt sich bis Rheine kein richtiges Flair, indem zum Beispiel Brücken übers Wasser führen, dort Badeplätze liegen oder Menschen angeln.

Bis Norden bin ich heute gekommen. Nach wie vor erfreue ich mich an einer schönen Tour. Beeindruckt hat mich heute die Welt der Vögel am Nationalpark Wattenmeer. Gänse flogen über mich her. Jede Menge Austernfischer hielten sich direkt vor mir auf einer Landzunge am Strand auf. Sie flogen allerdings hoch.