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Auf der Suche nach dem verlorenen Polarlicht

Aurora borealis – in meinen Ohren klingt das magisch. In denen vieler anderer auch: In den sozialen Medien fragen Leute ständig, wo in Norwegen oder Schweden man eine gute Chance habe, Nordlichter zu sehen.

Mit großer Vorfreude buchten ein Freund und ich einen Flug nach Bodø, um von dort aus mit dem Schnellboot nach Svolvær überzusetzen. Die Überfahrt zum Lofot war schon ein Traum, sah ich doch erstmals die Winterlandschaft. Schneebedeckte Inseln wirkten wie große Eisberge. Orcas sah ich leider nicht. Bis heute ist es ein unerfüllter Traum.

Zwei Wochen schauten wir uns die Inselgruppen an, besuchten Fischzüchter, Sami mit Rentieren, kleine Fischerorte, gelangten sogar fast bis nach Tromsø. Die Winterlandschaft war eine andere Welt und deutlich interessanter als die touristische im Sommer. Denn ich sah endlich mal normales Leben mit Schülern auf Stehschlitten auf dem Heimweg und Fischern bei der Arbeit. Nicht fast ausschließlich Touristen wie im Sommer. Und ich lernte Autofahren mit Spikes. Das war schon eine Herausforderung, wenn man die Mitte der engen Fahrbahn im Dunkeln nicht mehr sieht, einem rasend schnell entgegenkommende Schneepflüge die Sicht nehmen, mit Fisch beladene LKW den meisten Platz wegnehmen.

Am letzten Abend auf dem Lofot verließen wir eine Bar in Svolvær. Ich schaute zufällig nach oben. Wie Funken eines Feuerwerks erschien das ersehnte Polarlicht. Wir hatten es schon abgeschrieben, waren aber auch so zufrieden mit unseren Eindrücken. Und jetzt kamen noch einige Sekunden Feuerwerk zum Abschluss der Reise hinzu.

Atemberaubende Fotos der Reisen auf das Lofot findet ihr unter

Lofotenreise

Ein Autor der Süddeutschen Zeitung war mit Hurtigruten unterwegs. Was dieser hingegen erlebte, lest ihr unter

Polarlicht mit Hurtigruten

Skandinavisch essen in New York

Gutes Essen ist deutschen Reisenden wichtig, vor allem einheimische Küche. Kötbullar, Preisselbeeren, Rentierwurst, Elchsteak, gebratener Dorsch, Rote Grütze mit Sahne.

Wenn ich neue Texte für meine Reiseführer vorbereite, finde ich oft nur mühsam in Dänemark, Schweden oder Norwegen Restaurants mit einheimischer Küche. Meistens sind es dann doch internationale Rezepte aus Frankreich oder Italien. Das ist sehr schade. Versöhnt werde ich dann mit Einladungen in Privathaushalte, wo es dann Ren, Elch oder Dorsch gibt. Im Ausland gibt es hingegen öfter ausgewanderte Skandinavier. Eine Autorin der Washington Post fand in New York einige gute Adressen.

Wenn Du demnächst also in den USA beruflich oder privat unterwegs bist, darfst Du Dich wenigstens mal für ein bis zwei Stunden wie im hohen Norden fühlen.

Skandinavische Menüs in New York