Coolcation in Västerbotten am Polarkreis

Coo­le Feri­en in Väs­ter­bot­ten in Schwe­den: Bevor er Väs­ter­bot­ten ent­deck­te, träum­te der Rei­sen­de schon lan­ge davon, den Polar­kreis mit dem Rad zu umrun­den. Als er erfuhr, Umeå wer­de Kul­tur­haupt­stadt Euro­pas, war ihm klar: Er schreibt einen Rei­se­füh­rer über “Väs­ter­bot­ten Land der Aben­teu­er”. Die­ser ist sicher ein schö­nes Geschenk. Damit kannst Du jetzt selbst auf Rei­sen gehen oder Schwe­den-Fans erfreuen.

Von Dalarna ins Hälsingland

Der Rei­sen­de flog zunächst nach Stock­holm. Nach­dem er die Haupt­stadt besich­tigt hat­te, nahm er die Bahn nach Mora am Sil­jan­see in Dalar­na. Die­se Regi­on wird als Herz Schwe­dens bezeich­net. Das liegt dar­an, dass dort die Gren­ze zwi­schen Nord- und Süd­schwe­den liegt. 

Erst ver­gan­ge­ne Weih­nach­ten erfuhr er beim Lesen einer Schwe­den­chro­nik des Ortes Glan­dorf nahe Osna­brück, dass am Sil­jan­see sei­ne fami­liä­ren Wur­zeln lie­gen. Sein Vor­fahr, der wil­de Rül­an­der, wuchs dort auf einem Hof auf. Er ver­schwand von dort, nach­dem er sich mit sei­nem Vater gestrit­ten haben soll. Jah­re spä­ter tauch­te er in Stock­holm wie­der auf. Dort leb­te er als Sol­dat. Er zog unter dem Befehl des Königs Gus­tav Adolf mit der Armee wäh­rend des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges nach Deutsch­land. In Bad Iburg am Ran­de des Teu­to­bur­ger Wal­des stieg er zum Fes­tungs­kom­man­dan­ten auf. Seit­dem weiß der Rei­sen­de, war­um er sich immer ger­ne in Dalar­na aufhält.

Von Mora aus radel­te er ins Häl­sing­land. Denn in Gräns­fors woll­te er an einem Kurs im Axt­schmie­den teil­neh­men. Dort wer­den Schwe­dens berühm­tes­te Äxte noch hand­ge­schmie­det. Gräns­fors Bruks stell­te ihm ein über eine Woche lang ein Som­mer­haus. Die­ses lag idyl­lisch an einem Wei­her, den ein Bach mit Was­ser ver­sorg­te. Jeden Mor­gen erfrisch­te ihn ein Bad.

Nach einer Woche führ­te die Rei­se wei­ter nach Kram­fors. Dort traf er sei­nen lie­ben Kum­pel Ste­phan Heu­ken. Die­ser war von Bonn aus ange­reist. Sie erkun­de­ten auf Rädern Höga Kus­ten und erleb­ten viel: vom dama­li­gen Pira­ten­le­ben bis hin zu einem Sur­ström­ming-Fes­ti­val. Die­ses ver­an­stal­tet Schwe­dens bekann­ter Clown Ruben Madsen auf der Insel Ulvön.

Mit dem Rad weiter nach Umeå

Bis nach Umeå ist es von dort für geüb­te Rad­ler nicht son­der­lich weit. Die Stadt liegt etwas land­ein­wärts am Bot­t­ni­schen Meer­bu­sen. Für eine klei­ne Stadt bie­tet Umeå eini­ges: Neben einem sich mit der Kul­tur der Regi­on befas­sen­den Muse­um und einem Bil­der­mu­se­um fand der Rei­sen­de dort eine Skulp­tu­ren­samm­lung in einem Park vor. Es gibt sogar einen Bota­ni­schen Gar­ten. Aber auch poli­tisch ist die Stadt aktiv, indem sie aktiv für Rech­te von Frau­en eintritt.

Inter­es­san­ter als die Stadt selbst fand Durch­strei­fen & Erle­ben aber die Umge­bung. Sie bie­tet vie­le Akti­vi­tä­ten wie Raf­ting, Segeln und inter­es­san­te Muse­en auf dem Land und auf Schären.

Cover vorne Reiseführer Västerbotten 1

Mehr über die Land­schaft, die Stadt und die gast­freund­li­chen Bewoh­ner süd­lich vom Polar­kreis, der aber nörd­li­cher als Ancho­ra­ge in Alas­ka liegt, ist im Rei­se­füh­rer “Väs­ter­bot­ten Land der Aben­teu­er. Nord­schwe­den durch­strei­fen und erle­ben” zu erfah­ren. Die schwe­di­sche Bot­schaft hat einst den Rei­se­füh­rer auf dem Stand der nor­di­schen Län­der auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se prä­sen­tiert. Du kannst ihn im Buch­han­del und online bestel­len.

Coolcation in Västerbotten am Polarkreis

Mit dem Buch fin­dest Du gute Bade­strän­de am Bot­t­ni­schen Meer­bu­sen und an Seen. Du erfährst, wie es hier um die Schä­ren­welt bestellt ist. Eben­so lie­fert er Dir Sehens­wür­dig­kei­ten und span­nen­de Über­nach­tungs­plät­ze in Nord­schwe­den frei Haus. Die­se sind sonst schwie­rig zu finden. 

Wenn Du in Schwe­den rad­wan­dern willst, ist er auch eine gute Hil­fe. Denn die Stre­cken hat der Rei­sen­de nur mit Moun­tain­bike und Zelt bewäl­tigt. So hat er sich auch den Traum von einer Rei­se um den Polar­kreis erfüllt. Den kannst Du Dir jetzt leicht selbst erfüllen. 

Tou­ris­mus in Schwe­den ist ohne­hin ein Traum. Denn jede und jeder kann die schöns­ten Strän­de, ein Feri­en­haus am Strand über den Rei­se­füh­rer “Väs­ter­bot­ten Ein Aben­teu­er­land im Nor­den Schwe­dens” entdecken.

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Neu: Schwank der Dienstboten

Dramatiker Gil Vicente wirft bezeichnendes Licht auf den Lissaboner Königshof

Gil Vicen­te
Schwank der Dienstboten

Neu im Buch­han­del: Schwank der Dienst­bo­ten. In einer Zeit, in der Por­tu­gals Han­del auf­blüht, lebt ein Ade­li­ger am könig­li­chen Hof auf gro­ßem Fuße. Er beschäf­tigt Ange­stell­te, gibt kost­spie­li­ge Arbei­ten in Auf­trag, kann die­se aber nicht bezah­len. Er leis­tet daher hoh­le Ver­spre­chun­gen. Aller­dings sind sei­ne „Dienst­bo­ten“ naiv. Denn die­se machen trotz­dem ihre eige­nen Rech­nun­gen auf. 

Steht Por­tu­gal vor einer Revo­lu­ti­on? Der Rei­sen­de hat das Thea­ter­stück jetzt erst­mals ins Deut­sche über­setzt. An die­sem 1527 ver­fass­ten Thea­ter­stück schätzt er, dass die Spra­che frisch ist. Ein Leser merkt deut­lich, dass es ein ganz eige­nes Werk des berühm­ten Renais­sance-Dich­ters Gil Vicen­te ist. Zuvor hat­te ihn offen­bar kein Adel oder Kle­rus instru­iert, wel­che Bot­schaft dem Zuschau­er im Thea­ter über­mit­telt wer­den sollte.

Im sel­ben Jahr wie die “Schä­fer­li­che Tra­gi­ko­mö­die der Ser­ra da Est­re­la” ver­fass­te Gil Vicen­te auch die­ses Stück. Vicen­te (1465 — ca. 1536) gilt als Begrün­der des por­tu­gie­si­schen Natio­nal­thea­ters. Nach ihm ist sogar ein Fuß­ball­ver­ein benannt, der erfolg­reich spielt. Bis zu sei­nem Lebens­en­de um 1536 soll­ten neun wei­te­re Dra­men folgen. 

Es fällt auf, dass er bilin­gu­al schrei­ben konn­te. Zum Teil sind die Wer­ke auf Spa­nisch, auf Por­tu­gie­sisch und in einer Mischung aus bei­den Spra­chen ver­fasst. An den Uni­ver­si­tä­ten wird gelehrt, dass sich Vicen­te so einen grö­ße­ren Markt­an­teil ver­sprach. 46 Thea­ter­stü­cke sind ins­ge­samt bekannt. Davon ver­fass­te er 16 in por­tu­gie­si­scher, 11 in kas­ti­li­scher sowie 19 in bei­den Sprachen.

Stücke wohl auch in Spanien aufgeführt

So konn­te der Renais­sance-Dich­ter sei­ne Wer­ke nicht nur in Por­tu­gal, son­dern auch in Spa­ni­en auf­füh­ren las­sen. Damals gab es vie­le wan­dern­de Schau­spie­ler, die nicht nur im Thea­ter, son­dern auch auf offe­ner Stra­ße Thea­ter spielten.

Neu im Buch­han­del: Schwank der Dienst­bo­ten. Ein schö­nes Geschenk für Lieb­ha­ber roma­ni­scher Lite­ra­tur. Eine wert­vol­le Lek­tü­re im Schul­un­ter­richt oder im Semi­nar am Roma­nis­ti­schen Insti­tut. Tol­le Unter­hal­tung am Strand in Algar­ve oder an der Cos­ta Vicen­ti­na. Por­tu­gie­si­sche Lite­ra­tur ent­täuscht sel­ten. Gön­ne Dir etwas Gutes.

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