Zwölf schönste Städte Portugals

Zwölf schöns­te Städ­te Por­tu­gals: In Spa­ni­en wer­den offen­bar lau­fend schö­ne Dör­fer und Städ­te erwählt. Zuletzt war es die in Madrid erschei­nen­de Zei­tung “El Pais” mit den 30 schöns­ten. Jetzt zieht die Redak­ti­on des Maga­zins Vor­tex mit Por­tu­gal nach. Sie nennt ihrer­seits die zwölf schöns­ten Städ­te des Lan­des. Von denen kennt der Rei­sen­de mitt­ler­wei­le eini­ge wie die Klein­städ­te Sil­ves und Tavi­ra in Algar­ve sowie Tomar in Alentejo.

Es beginnt im Süden

Tavi­ra ist wirk­lich hübsch. Sie liegt nicht nur direkt am Meer, son­dern es fließt auch der Fluss Gilão durch die Stadt. Auf einer Brü­cke fla­nie­ren Besu­cher in den Ort, also gera­de abends, wenn das Licht weich wird, wird es roman­tisch für Paa­re. Der Rei­sen­de schritt selbst einst mit Freun­din Alex­an­dra über die­se Brücke.

Die Men­schen zie­hen durch die engen Gas­sen der Alt­stadt. Sie schau­en sich die schö­nen Waren an, die die Kauf­leu­te anbie­ten. Es ist nicht nur Nepp für Tou­ris­ten aus­ge­legt, was den Auf­ent­halt ange­neh­mer macht. Das bun­te Trei­ben kannst Du Dir auch von der Dach­ter­ras­se eines guten Fisch­re­stau­rants im Zen­trum der Stadt anschau­en. Von dort genos­sen der Rei­sen­de und sei­ne char­man­te Beglei­te­rin den Aus­blick über die Dächer der Stadt.

Satt­le schon mal dein Fahr­rad! Gera­de im Früh­jahr ist es in Por­tu­gal sehr reiz­voll in elf wei­te­ren Städten. 

Zwölf tolle Städte landesweit

  1. Tomar: Ganz oben steht in der Lis­te die­se Stadt, süd­lich von Lis­sa­bon gele­gen. Vor­tex hebt die Burg beson­ders her­vor, die die Temp­ler damals errich­ten. Beson­ders an die Wand­ma­le­rei­en und die impo­san­te Außen­ar­chi­tek­tur erin­nert sich der Rei­sen­de noch gerne.
  2. Cha­ves: Die­se Stadt liegt an der por­tu­gie­sisch-spa­ni­schen Gren­ze im Nord­os­ten des Lan­des. Hier loh­ne es sich, die Tra­jan-Brü­cke und die Burg zu besichtigen.
  3. Èvo­ra nimmt Platz 3 ein: Sie ist bekannt durch ihr schö­nes his­to­ri­sches Zen­trum mit ihren mau­risch inspi­rier­ten Gas­sen und ihre Kathedrale.
  4. Bra­gan­ça in Trás-os-Mon­tes ist auch einen Besuch wert. Sie hat eine lan­ge Geschich­te seit der Bron­ze­zeit durch­lau­fen, befand sich in den Hän­den der Römer, Sue­ben und West­go­ten. Dies ei ihrer Archi­tek­tur auch anzusehen.
  5. Gui­marães: Ähn­lich sieht es auch in die­ser Stadt aus. Wie Bra­gan­ça gehört auch sie zum Unesco-Welt­kul­tur­er­be. Es besticht die Archi­tek­tur mit eiser­nen und gra­ni­te­nen Bal­ko­nen, Her­ren­häu­sern, Tür­men und Kreuz­gän­gen in Klöstern.
  6. Sil­ves: Als impo­san­ter Schutz wird die hoch gele­ge­ne Burg bezeich­net. Dem Rei­sen­den sind die wohl ältes­te Kathe­dra­le in Algar­ve und die schö­ne Lage am Fluss in Erin­ne­rung geblie­ben. Dies lässt aller­dings Vor­tex aus.
  7. Auch Elvas nahe der Gren­ze zu Anda­lu­si­en (Bad­a­joz) ist dem­nach loh­nen­des Ziel. Als bemer­kens­wert gel­ten die Kir­chen, Mega­lith­grä­ber aus vor­christ­li­cher Zeit und die schö­ne Burg aus dem 13. Jahrhundert.
  8. An Vene­dig erin­nern die Fischer­boo­te in Avei­ro an der Küs­te. Die Lage am Fluss Vou­ga, wei­ße Dünen und ein Laby­rinth an Kanä­len ver­stär­ken angeb­lich den Ein­druck, in Ita­li­en zu sein.
  9. Weit außer­halb auf den Azo­ren liegt Angra do Heroís­mo. Ver­wie­sen wird nur auf die his­to­ri­sche Bedeu­tung. Der Ort war einst Haupt­stadt einer Exilregierung.
  10. Als “Prin­zes­sin des Flus­ses Tâme­ga” gilt Ama­ran­te im Nor­den Por­tu­gals. Gelobt wer­den vor allem die Brü­cke und das berühm­te Künst­ler-Muse­um “Ama­deo de Sou­za Cardoso”. 
  11. Via­na do Cas­te­lo nahe der Gren­ze zu Gali­ci­en wird zum Schluss vor­ge­stellt. Dort soll es eine der schöns­ten Wall­fahr­ten Por­tu­gals geben: die fes­tas da Senho­ra d’Agonia. Auch der Basí­li­ca da San­ta Luzia soll­te man einen Besuch abstatten

Wer sind die zwölf schöns­ten Städ­te Por­tu­gals? Jetzt ken­nen sie alle, vom Nor­den bis zum Süden. 

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Am Meer und im Hinterland Portugals

Am Meer und im Hin­ter­land Por­tu­gals: Ein­sa­me Leucht­tür­me, end­lo­se Strän­de, auf Fels­wän­den her­um­klet­tern­de Muschel­samm­ler, deko­ra­ti­ve Mee­res­buch­ten — die West­küs­te der Ibe­ri­schen Halb­in­sel zählt zu den schöns­ten Por­tu­gals und Spa­ni­ens. Avei­ro selbst, das die Zei­tung “La Voz de Gali­cia” vor­stellt, ken­ne der Rei­sen­de noch nicht. Aber wenn man sich die Fotos anschaut, scheint es eine hüb­sche Stadt zu sein, in der die Boo­te sehr an Vene­dig erinnern.

Von Nord­por­tu­gal kennt der Rei­sen­de das Hin­ter­land an der Küs­te. Dort ist auf dem Jakobs­weg, dem Camin­ho Por­tu­guês, gera­delt. Vom Meer bekommt kaum einer dort bis auf gele­gent­lich stär­ke­ren Wind wenig mit. Das Pro­fil ist erst mal von Por­to über Bar­ce­los und Pon­te de Lima bis zur alten Fes­tungs­stadt Valen­ça an der Gren­ze zu Spa­ni­en flach bis hügelig.

Nette Gesellschaft am Meer und im Hinterland Portugals

Da dort Pil­ger unter­wegs sind, fin­den Allein­rei­sen­de immer wie­der net­te Gesell­schaft. Jeder kann sich frei ent­schei­den: Will er oder sie die Ruhe dort für sich allei­ne genie­ßen? Oder ist es doch unter­halt­sa­mer sich einer Wan­der­grup­pe anzu­schlie­ßen? Da mit dem Rad unter­wegs, ist man viel leich­ter in der Lage, sich die Sehens­wür­dig­kei­ten in der Umge­bung anzu­se­hen. Die net­ten Wan­de­rer von heu­te Mit­tag sind dann spä­ter in der Dorf­bar oder auf einem der vie­len Fes­te in den Klein­städ­ten wie­der­zu­se­hen. Dort berich­tet man sich dann gegen­sei­tig von den Ereig­nis­sen des Tages. Wie etwa von den hübsch bemal­ten Hüh­nern aus Holz in Bar­ce­los. Der Hahn ist Wahr­zei­chen Por­tu­gals. Oder dem der Kunst gewid­me­ten und dadurch beein­dru­cken­den Ort Cer­vei­ra.

Über die sozia­len Medi­en kann man sich schnell mit­ein­an­der anfreun­den. Und so ist der Jakobs­pil­ger über Fotos gut unter­rich­tet, wo sich die net­te Gefähr­tin von ges­tern gera­de her­um­treibt. Also braucht sich hier kein Indi­vi­du­al­rei­sen­der vor Ein­sam­keit zu fürch­ten. Und man muss sich erst recht nicht bei teu­er bezahl­ten Grup­pen­rei­sen wie ein Esel an der Lei­ne her­um­füh­ren lassen.

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Portugal der 1930er Jahre

Por­tu­gal der 1930er Jah­re: Ges­tern konn­te der Rei­sen­de sein Glück nicht fas­sen: Auf dem Floh­markt in Müns­ter fand er in einer Bücher­kis­te das Buch “Das neue Por­tu­gal” von Fried­rich Sieburg. Sieburg (1893–1964) war Jour­na­list. Er arbei­te­te ab 1926 zunächst als Aus­lands­kor­re­spon­dent in Frank­reich. 1939 ging er in den Diplo­ma­ti­schen Dienst, leb­te im Paris des besetz­ten Frank­reichs. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg schrieb er als Lite­ra­tur­chef für die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung. Schon für die Frank­fur­ter Zei­tung hat­te er zuvor als Feuil­le­to­nist gearbeitet.

Erst­mals auf­ge­fal­len war er dem Rei­sen­den durch das Buch “Ven­dée”, 1931 auf Deutsch ver­öf­fent­licht. Er fand es eben­falls auf dem Floh­markt in Müns­ter, der immer einen Besuch wert ist. Dar­in arbei­tet der Repor­ter Geschich­te und Geo­gra­phie der fran­zö­si­schen Regi­on auf. His­to­risch bedeut­sam wur­de sie durch die gro­ße Hun­gers­not und die berühm­ten Brie­fe der Land­be­völ­ke­rung im Vor­feld der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on an die Mon­ar­chen. Letzt­lich war die Hun­gers­not eine der Ursa­chen für den Aus­bruch der Revolution.

Einblick in Politik und Landleben im Portugal der 1930er Jahre

Im “Neu­en Staat” ent­deck­te der Rei­sen­de die in der obi­gen Dia­show prä­sen­tier­ten Fotos aus dem Por­tu­gal der 1930er Jah­re. Sie geben wert­vol­le Ein­bli­cke in das Leben auf dem Land. Zu sehen sind Wein­fäs­ser trans­por­tie­ren­de Seg­ler, ein Bau­er mit Stroh­um­hang und Stab, ein mit einem Auge bemal­tes Fischer­boot in Avei­ro sowie zwei Stier­hü­ter zu Pfer­de mit Stan­gen. Schö­ne Anre­gun­gen für die eige­ne Reisefotografie.

Ein Kapi­tel räumt Sieburg auch dem Dik­ta­tor Antó­nio de Oli­vei­ra Sala­zar ein, den er per­sön­lich besuch­te. Daher trägt das Buch den ent­spre­chen­den Titel “Neu­er Staat”, auf Por­tu­gie­sisch “Estado Novo”. Sala­zar inter­es­siert ihn, da Adolf Hit­ler gera­de erst 1933 an die Macht gekom­men war. Zum Ver­gleich kommt es aller­dings nicht. Aller­dings ist Sieburg umstrit­ten, da er offen­bar Sym­pa­thie für die Natio­nal­so­zia­lis­ten heg­te. Gro­ße Lite­ra­ten wie Tho­mas Mann sahen ihn als Ver­rä­ter an.

So zeigt sich, dass es immer loh­nend ist, Bücher­kis­ten zu durch­wüh­len, wie auf dem Floh­markt in Müns­ter. Ande­re schö­ne Floh­märk­te gibt es übri­gens mit dem Ras­tro in Madrid oder einem in Lil­le in Flan­dern. So erge­ben sich wert­vol­le Ein­bli­cke in frem­de Län­der leicht, wie in das Por­tu­gal der 1930er Jah­re. Der eige­ne Urlaub lässt sich so gut aufarbeiten.

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