Rätsel zum Neuen Jahr

Was­ser­müh­le nahe Hohenholte

Rät­sel zum Neu­en Jahr: Eine schö­ne Pätt­kes-Tour bie­tet sich im Müns­ter­land. Sie führt in die Baum­ber­ge. Beliebt sind Tou­ren im Müns­ter­land vor allem im Som­mer. Inter­es­siert sind dem­nach vor allem Men­schen um die 60 Jah­re. Dies ergibt eine Stu­die im März 2023.

Auf der Stre­cke von Nien­ber­ge zum Lon­gi­nus­turm ent­deck­te der Rei­sen­de kürz­lich die­se schö­ne Was­ser­müh­le. Heu­te fand er end­lich güns­ti­ges Licht, sie so zu foto­gra­fie­ren, dass sie nicht kom­plett im Gegen­licht liegt. Von sol­chen Was­ser­müh­len gibt es auch nicht mehr all­zu vie­le in Müns­ters Umge­bung. Die nächst gele­ge­ne liegt an der Ste­ver. Die­se hier liegt an einem ans Dorf Hohen­hol­te angren­zen­den Wald. 

Bei ihrem Anblick fiel dem Rei­sen­den die­ses Schil­ler-Gedicht ein. Die­ses for­mu­lier­te er ein wenig um:

Ein Rät­sel

Ein Mühl­werk mit ver­borg­ner Feder
Bewegt sich ohne Ruh und Rast,
Ein ewi­ger Strom treibt sein Rad,
Sein Werk ist vom Was­ser gefasst.

Der Strom ist’s, der die Müh­le regt,
Die Müh­le, die den Strom bewegt,
So för­dern sie sich wech­sel­wei­se
In ewig wun­der­vol­lem Krei­se,
Und wie die Wel­le rat­los bran­det,
Sie stockt doch und erschöpft sich immer,
Bis sich zuletzt der Strom versandet.

Dann steht das Rad und steht auf immer.

Frei nach Fried­rich Schiller

Tourismus-Studie Münsterland

Die Stu­die über radeln­de Tou­ris­ten im Müns­ter­land stell­te am 23. März 2023 Micha­el Kös­ters vom Müns­ter­land e.V. vor. Dem­nach sei­en die Tou­ris­ten im Schnitt 62,6 Jah­re alt. 60 Pro­zent von ihnen reis­ten aus Nord­rhein-West­fa­len an. Eine gan­ze Rei­he von Ankömm­lin­gen sei­en auch Nie­der­län­der. Im Som­mer sei­en sie ger­ne unter­wegs und leg­ten 60 bis 70 Kilo­me­ter pro Tag zurück. Sehr beliebt sei unter ihnen die 100-Schlös­ser-Rou­te. Hoch ange­sie­delt sei das Müns­ter­land vor allem der fla­chen Etap­pen, der anspre­chen­den Land­schaft und der Gast­freund­schaft wegen. Im Schnitt gäben sie 79,60 Euro aus. Vie­le von ihnen kämen auch mehr­fach in die­se Regi­on. Fast zwei Drit­tel sei­en zuvor schon ein­mal hier gewesen.

Die meis­ten Besu­cher kämen nach Waren­dorf und Isselburg.

Waren­dorf117 024
Issel­burg106 233
Stein­furt94 566
Sen­den86 29
Ibben­bü­ren82 786
Rad­ler im Müns­ter­land zwi­schen Novem­ber 2021 und Novem­ber 2022

Euch allen ein fro­hes Neu­es Jahr. Hof­fen wir, dass die Men­schen die Imp­fun­gen gut über­ste­hen und uns ein fried­li­ches 2021 bevorsteht.

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Mai-Idylle in den Baumbergen

Mai-Idyl­le in den Baum­ber­gen: ein Fach­werk­hof bei Havix­beck am Fuße der Baum­ber­ge im Müns­ter­land. Die Gers­te ist bin­nen kur­zem ziem­lich hoch­ge­schos­sen. Am Don­ners­tag war sie noch nicht so weit. Schnapp­schuss beim Moun­tain­bi­ken am Sonntagvormittag.

Hof und Feld lie­gen am Ran­de einer der Lieb­lings­tre­cken des Rei­sen­den in die Baum­ber­ge. Je nach Lau­ne, Wet­ter und Zeit fährt er ent­we­der 60 Kilo­me­ter mit dem Renn­rad oder 70 Kilo­me­ter mit dem Moun­tain­bike. Ent­we­der lockt es ihn, auf gut aus­ge­bau­ten Stre­cken schnell zu fah­ren oder aber Forst­we­ge zu bestrei­ten und dabei kur­ze anspruchs­vol­le Stei­gun­gen zu nehmen.

Von Müns­ter aus führt der Weg zunächst zum Dorf Hohen­hol­te. Kurz davor liegt eine hüb­sche Was­ser­müh­le, von denen es im Umkreis Müns­ters nicht wirk­lich vie­le gibt. Das Rad bewegt sich lei­der nicht mehr, obwohl der Bach nach star­kem Regen doch erstaun­lich viel Was­ser führt. Dabei kommt mir das Gedicht Fried­rich Schil­lers in den Sinn:

Ein Mühl­werk mit ver­borg­ner Feder
Bewegt sich ohne Ruh und Rast,
Ein ewi­ger Strom treibt sein Rad,
Sein Werk ist vom Was­ser gefasst.


Der Strom ist’s, der die Müh­le regt,
Die Müh­le, die den Strom bewegt,
So för­dern sie sich wech­sel­wei­se
In ewig wun­der­vol­lem Krei­se,
Und wie die Wel­le rat­los bran­det,
Sie stockt doch und erschöpft sich immer,
Bis sich zuletzt der Strom versandet.


Dann steht das Rad und steht auf immer.

Frei nach Fried­rich Schiller

Es folgt ein net­ter Feld­weg in einen Wald. Den ent­deck­te der Rei­sen­de erst in die­sem Jahr. Er sucht immer neue Stre­cken, damit es nicht zu mono­ton wird. Und es lie­fert ihm Inspi­ra­ti­on zum Schreiben.

Spöt­ter sin­gen ger­ne “Wenn ich könn­te, wenn ich woll­te, füh­re ich immer nach Hohen­hol­te”. Es ist klein, liegt zwar etwas ab vom Schuss. Dafür aber hat es mit der Stifts­kir­che St. Georg einen zen­tra­len Mit­tel­punkt, den schon recht alte Häu­ser ein­krei­sen. Dort gibt es einen Dorf­la­den inklu­si­ve Post­stel­le. Dis­coun­ter gibt es erst wie­der in Havix­beck. Der Ort ist mit dem Rad in gut einer Vier­tel­stun­de zu errei­chen. Bei Oeding-Erdel kön­nen Durch­rei­sen­de und Ein­hei­mi­sche Kaf­fee trin­ken. Dass Hohen­hol­te über­haupt außer eini­gen Höfen exis­tiert, ist der Grün­dung eines Augus­ti­ner­klos­ters zu ver­dan­ken, das spä­ter in ein Damen­stift (1557 — 1811) umge­wan­delt wur­de. All dies trägt zur Mai-Idyl­le in den Baum­ber­gen bei.

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