Pedro Álvares Cabral, der berühmte Sohn Belmontes
In dieser Burg am Fuße der Serra da Estrela wuchs Brasilien-Entdecker Pedro Álvares Cabral auf.
Blick auf die Kathedrale in Guardas Altstadt
Stadttor in Guarda, Hauptstadt der Beira Alta
Olivenernte in der Serra da Estrela
Portugals hohe Berge durchstreifen und erleben
Radreiseführer durch hohe Berge Portugals: Die Serra da Estrela in Zentralportugal haben viele Deutsche noch nicht entdeckt. Daher sind sie auch nicht überlaufen. Der Frühling, Spätsommer und Herbst sind des milderen Klimas wegen eher zum Reisen zu empfehlen als der Hochsommer. Denn im Juli und August gibt es dort verheerende Brände. Im Winter ist es dort auch erträglich. Allerdings sollte jeder Bikepacker warme Kleidung mitnehmen.
Der Radreiseführer Serra da Estrela ist im Buchhandel und online zu bestellen. Freunden, die gerne in Portugal ihren Urlaub verbringen, Kunden, die bei Ihnen buchen, machen Sie mit diesem Geschenk eine Freude.
Vielfalt, die ihresgleichen sucht
Im sowohl vom Atlantik als auch von heißen Inlandswinden beeinflussten Naturpark Serra da Estrela eröffnet sich eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Der höchste Berg ist fast 2000 Meter hoch. Sie erleben grandiose Natur wie eiszeitliche Gletschertäler, kleinere Seen oder Wasserfälle wie die Ribeira da Caniça. Zwischendurch lohnen sich Streifzüge durch die städtische Kultur der Region wie zum Beispiel durchs Museum der Entdeckungen in Belmonte, durchs Textilmuseum in Covilhã oder in der Distrikthauptstadt Guarda.
Alt und Neu in der Serra da Estrela
Seitdem der Reisende erstmals mit dem Rad durch die Serra da Estrela gefahren bin, lässt ihn Zentralportugal nicht mehr los. Deshalb ist er auch schon dreimal mit dem Rad in der Beira Alta gewesen. Immer wieder hat er zwischendurch an diesem neuen Reiseführer gearbeitet. Tagebucheinträge in seinem Blog, die Lust aufs Durchstreifen & Erleben machen, entdecken Sie unter anderem hier.
Der Reiz der Gegend liegt darin begründet, dass sich die höchste Region Festlandportugals leicht per Rad durchstreifen und erleben lässt. Straßen sind gut ausgebaut. Und hier mischen sich Alt und Neu auf angenehme Weise: Sie finden hier alte Granit- und Schieferdörfer — historische Dörfer — sowie traditionell in Schwarz gekleidete alte Frauen. Aber es gibt auch modernes Leben durch gute Hotels, Thermen und Einkaufsmöglichkeiten auf der Strecke. Studieren kann man hier und Wellness-Urlaub verbringen.
Rundtour in zwei Wochen
Dem Reiseführer liegt eine Rundtour mit einem Mountainbike zugrunde. Diese lässt sich in gut zwei Wochen leicht bewältigen. Die Strecken sind so geplant, dass man die Ausflugsziele im Naturpark in Ruhe auf sich wirken lassen kann.
Der “Rad- und Kulturreiseführer Serra da Estrela” enthält neben zahlreichen Fotos auch Karten und Adressen, die bei versteckter Lage mit gps-Koordinaten versehen sind.
Das Naturerlebnis mit dem Fahrrad ist beeindruckender, erholsamer und umweltschonender als mit dem Autos. Daher folgen hier Adressen, wo Räder zu leihen sind:
Radverleih Serra da Estrela, Centro de Portugal Stand: 16.06.2023
Der Reiseführer ist im Gegensatz zu konventionellen Büchern unverzichtbar. Dies gilt vor allem für diejenigen, die das Fremde erleben, sich auf die Umgebung einlassen wollen. Denn er listet nicht nur Adressen wie herkömmliche Führer auf. Der Reisende erklärt Kultur und Landschaft, damit jeder sich als Urlauber rundum wohlfühlt.
Der Radreiseführer Serra da Estrela sollte also bei keiner Buchempfehlung fehlen. Denn es gibt nichts, was so gut aufzeigt, was man in der Beira Alta und im Centro de Portugal alles machen kann. Wer Porto und die Täler des Douro einplant, sollte einen Besuch hier nicht versäumen. Hier findet man noch originale portugiesische Küche. Und Du kannst dort portugiesisches Design kaufen. Und wenn Sie einmal da sind, reisen Sie auch preiswert. Denn die Preise sind niedriger als zum Beispiel an der Küste.
Die Vendée zählt zu einem der schönsten Küstenabschnitte Frankreichs. Dies liegt an ihrer Vielfalt. Felsige Abschnitte wechseln mit traumhaften einsamen Stränden am Atlantik ab. Wer sich gerne beim Baden zurückzieht, findet einen Platz in kleinen eingeschnittenen Buchten. Wer die Weite vorzieht, unternimmt an langen Stränden eine Wattwanderung. Ebbe und Flut laden dazu ein. Der Kalender für 2026 bringt Besonderheiten der Vendée auf 13 Blättern eindrucksvoll auf den Punkt.
Hier und da locken von der Natur und von Menschen geschaffene Sehenswürdigkeiten. Es gibt interessante Felsformationen hier, einen hübschen Badeort dort oder aber wie auf dem Titelbild zu sehen, pittoreske Fischerhütten auf Stelzen.
Willst Du anfangen, Geschenke für Weihnachten oder einen Geburtstag zu besorgen? Suchst Du noch nach einer Geschenk-Idee? Willst Du ein Ticket buchen in die Region und brauchst schon einmal eine Vorfreude? Braucht Dein Reise-Büro eine schöne Deko? Oder suchst Du noch ein günstiges Werbemittel für Deinen Stand auf der Reisemesse?
Dann ist dieser neu aufgelegte Kalender etwas, womit Du jemandem große Freude machen kannst: Kalender 2026: Vendée — Aus dem Meer steigender Himmel Frankreichs. Ab jetzt im Buchhandel und online bestellbar.
Er ist auch als preisgünstiges Give-away bestellbar, um Kunden eine Freude beim Geschäftsabschluss oder auf Messen zu machen. Gewerbliche Interessenten erhalten einen großzügigen Rabatt.
Coole Ferien in Västerbotten in Schweden: Bevor er Västerbotten entdeckte, träumte der Reisende schon lange davon, den Polarkreis mit dem Rad zu umrunden. Als er erfuhr, Umeå werde Kulturhauptstadt Europas, war ihm klar: Er schreibt einen Reiseführer über “Västerbotten Land der Abenteuer”. Dieser ist sicher ein schönes Geschenk. Damit kannst Du jetzt selbst auf Reisen gehen oder Schweden-Fans erfreuen.
Von Dalarna ins Hälsingland
Der Reisende flog zunächst nach Stockholm. Nachdem er die Hauptstadt besichtigt hatte, nahm er die Bahn nach Mora am Siljansee in Dalarna. Diese Region wird als Herz Schwedens bezeichnet. Das liegt daran, dass dort die Grenze zwischen Nord- und Südschweden liegt.
Erst vergangene Weihnachten erfuhr er beim Lesen einer Schwedenchronik des Ortes Glandorf nahe Osnabrück, dass am Siljansee seine familiären Wurzeln liegen. Sein Vorfahr, der wilde Rülander, wuchs dort auf einem Hof auf. Er verschwand von dort, nachdem er sich mit seinem Vater gestritten haben soll. Jahre später tauchte er in Stockholm wieder auf. Dort lebte er als Soldat. Er zog unter dem Befehl des Königs Gustav Adolf mit der Armee während des Dreißigjährigen Krieges nach Deutschland. In Bad Iburg am Rande des Teutoburger Waldes stieg er zum Festungskommandanten auf. Seitdem weiß der Reisende, warum er sich immer gerne in Dalarna aufhält.
Von Mora aus radelte er ins Hälsingland. Denn in Gränsfors wollte er an einem Kurs im Axtschmieden teilnehmen. Dort werden Schwedens berühmteste Äxte noch handgeschmiedet. Gränsfors Bruks stellte ihm ein über eine Woche lang ein Sommerhaus. Dieses lag idyllisch an einem Weiher, den ein Bach mit Wasser versorgte. Jeden Morgen erfrischte ihn ein Bad.
Nach einer Woche führte die Reise weiter nach Kramfors. Dort traf er seinen lieben Kumpel Stephan Heuken. Dieser war von Bonn aus angereist. Sie erkundeten auf Rädern Höga Kusten und erlebten viel: vom damaligen Piratenleben bis hin zu einem Surströmming-Festival. Dieses veranstaltet Schwedens bekannter Clown Ruben Madsen auf der Insel Ulvön.
Mit dem Rad weiter nach Umeå
Bis nach Umeå ist es von dort für geübte Radler nicht sonderlich weit. Die Stadt liegt etwas landeinwärts am Bottnischen Meerbusen. Für eine kleine Stadt bietet Umeå einiges: Neben einem sich mit der Kultur der Region befassenden Museum und einem Bildermuseum fand der Reisende dort eine Skulpturensammlung in einem Park vor. Es gibt sogar einen Botanischen Garten. Aber auch politisch ist die Stadt aktiv, indem sie aktiv für Rechte von Frauen eintritt.
Interessanter als die Stadt selbst fand Durchstreifen & Erleben aber die Umgebung. Sie bietet viele Aktivitäten wie Rafting, Segeln und interessante Museen auf dem Land und auf Schären.
Mehr über die Landschaft, die Stadt und die gastfreundlichen Bewohner südlich vom Polarkreis, der aber nördlicher als Anchorage in Alaska liegt, ist im Reiseführer “Västerbotten Land der Abenteuer. Nordschweden durchstreifen und erleben” zu erfahren. Die schwedische Botschaft hat einst den Reiseführer auf dem Stand der nordischen Länder auf der Leipziger Buchmesse präsentiert. Du kannst ihn im Buchhandel und online bestellen.
Coolcation in Västerbotten am Polarkreis
Mit dem Buch findest Du gute Badestrände am Bottnischen Meerbusen und an Seen. Du erfährst, wie es hier um die Schärenwelt bestellt ist. Ebenso liefert er Dir Sehenswürdigkeiten und spannende Übernachtungsplätze in Nordschweden frei Haus. Diese sind sonst schwierig zu finden.
Wenn Du in Schweden radwandern willst, ist er auch eine gute Hilfe. Denn die Strecken hat der Reisende nur mit Mountainbike und Zelt bewältigt. So hat er sich auch den Traum von einer Reise um den Polarkreis erfüllt. Den kannst Du Dir jetzt leicht selbst erfüllen.
Tourismus in Schweden ist ohnehin ein Traum. Denn jede und jeder kann die schönsten Strände, ein Ferienhaus am Strand über den Reiseführer “Västerbotten Ein Abenteuerland im Norden Schwedens” entdecken.
Mittlerweile sehr beliebt zur Coolcation in Skandinavien ist mein Reiseführer über die Kattegatinsel Samsø. Reisende finden auf Dänemarks größter Kattegatinsel — etwa so groß wie Sylt — mildes Klima vor. Dänische Touristiker verweisen auf die „meisten Sonnenstunden Dänemarks“. Aber es wird eben nicht so heiß wie im Süden. Es gibt Badestrände, Fjord, Steilküste und Wald. Und sogar Reste einer Burg sind noch vorhanden.
Der Reiseführer führt Dich zu den Attraktionen. Er erklärt, welche Menschen sich um die wertvollen Einrichtungen kümmern. Wie kommt es zur einzigartigen dänischen Landschaft?
Du kannst den Reiseführer Kattegatinsel Samsø” im Buchhandel bestellen. aber auch online bestellen — den perfekten Reiseführer über eine nahezu unbekannte Insel Dänemarks.
Aktivitätsurlaub ist dort möglich: Familien können wandern, Kajak fahren, radeln und im „größten Labyrinth der Welt“ rätseln. Auch Geschichte wurde hier für Dänemark geschrieben. Jüngst durchgeführte Ausgrabungen dokumentieren das.
Einzigartige Kattegatinsel Samsø
Einzigartig ist Samsø auch, weil es seine Energie selbst produziert, Strom exportiert. Ungewöhnlich macht diese Insel ihr landestypisches kulinarisches Angebot. Woanders in Dänemark ist so etwas kaum zu finden.
Der Reiseführer “Samsø Die dänische Kattegatinsel durchstreifen und erleben” enthält Sehenswertes für zwei Wochen Urlaub. Die Zeit ist damit nicht nur bei sonnigem, sondern auch bei regnerischem Wetter gut zu füllen. Kinder können sich also nicht über Langeweile beklagen. Du erfährst, an welchen Stellen du auf Samsø angeln kannst, es Badeplätze und Strände am Kattegat gibt. Ebenso weißt Du nach dem Kauf, welche Campingplätze auf Samsø liegen. welche guten Hotels auf Samsø nah am Strand liegen. Weiter liefert Dir das Buch Wissen darüber, wie der mächtige Fjord entstand. Zudem lernst Du gute Radwege auf Samsø anhand beigefügter Karten kennen.
Die Touren sind so geplant, dass jeder die Strecken in Ruhe auf sich wirken lassen kann. Das Werk ist im Gegensatz zu konventionellen Reiseführern unverzichtbar: für diejenigen, die das Fremde erleben wollen und sich auf die Umgebung einlassen möchten. Es erklärt Lebensweisen anhand persönlicher Begegnungen mit Einheimischen.
Freue Dich schon auf den Reiseführer über die Kattegatinsel Samsø!
Richard Serra Dialogue with Johann Conrad Schlaun
Ludger Gerdes Ein Schiff für Münster
Heinz-Günter Prager Eckstück 5/95
Arnold Schlick Giraffe
Manfred Müller Ringrotsiebzehngrad
Bruce Nauman Umgekehrte Pyramide (Square Depression)
Stadtreiseführer Münster Stadt der Skulpturen
Reiseführer Münster zum NRW-Tag 2026: Schon längst kein Geheimtipp mehr ist für einen tollen Aufenthalt in der Westfalenmetropole der Reiseführer “Münster Stadt der Skulpturen”. Lasse schon jetzt und nicht erst am NRW-Tag 2026 (28. bis 30. August) tolle Ziele bei fünf attraktiven Stadtwanderungen auf dich wirken. Mit Adressen, Fotos sowie gpx-Tracks fürs Navi. Solche Stadtwanderungen findest Du sonst in keinem anderen Münster-Reiseführer.
Das Buch eignet sich sehr gut, Eltern und Freunden die Stadt selbständig zu zeigen, ohne dass Du eine Führung buchen musst. Durch den Stadtrundgang auf eigene Faust sparst Du Geld. Denn es gibt mehrere Spaziergänge oder Radtouren, die sich mit Buch und Smartphone selbst leicht durchführen lassen.
Es erleichtert Neubürgern das Einleben, da auch die wichtigsten Ausflugsziele während der Woche und am Wochenende nahebringt; darunter befinden sich natürlich auch Traditionskneipen. Und vieles, was in anderen Büchern nur angedeutet wird, wird beim Kultur-Wandern durch Münster besser erklärt. Warum ist der Dom so errichtet? Was macht den Erbdrostenhof architektonisch so wertvoll?
Münster ist eine unbekannte Kunst-Metropole
Dass die Stadt eine Kunst-Metropole ist, ist den meisten wohl erst aufgefallen, als sie 2010 in das Finale der Kulturhauptstadt Europas gelangte. Warum sie sich dazu entwickelt hat, erklärt der Reiseführer “Münster Stadt der Skulpturen”.
Selbst viele Münsteraner fahren mit ihren Leezen — ein münsterischer Ausdruck fürs Fahrrad — an Galerien, Kunsthandlungen sowie Ateliers oft achtlos vorbei. Dabei verfügt die Universitätsstadt über eine Kunstakademie und ein Picasso-Museum. Aber auch über ein Stadt. ein Naturkunde und ein Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Vielleicht lockt in einigen Jahren eines über Henri Matisse die Massen an. Denn die Sparkasse Münsterland verfügt über eine bedeutende Sammlung.
Selbst die Gastronomie macht seit April 2023 von sich reden: Der Guide Michelin verlieh sage und schreibe vier Sterne an drei Restaurants. Jedes Jahr werden diese aufs Neue verliehen. Bei einem Stern schaut mindestens ein Tester anonym vorbei. Bei zwei Sternen sind es gleich bis zu fünf. Einen davon darf sich das Restaurant Spitzner im Oer’schen Hof an der Königsstraße an den Eingang kleben. Den letzten davor erhielt die Gaststätte Anfang der 1990er Jahre. Das Speiseangebot des Inhabers Karl Nikolas Spitzner ist gemischt aus französisch inspirierter Küche und regionalen Gerichten. Untergebracht ist das Lokal in einem ehemaligen Adelshof. Dieser wird bei den City-Trips durch Münster natürlich auch besprochen.
Ebenfalls einen Stern verliehen, bekam die Location Brust oder Keule im Kreuzviertel. Auch dies befindet sich also in einer architektonisch reizvollen Umgebung, stehen doch dort viele aufwendig errichtete Häuser aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Dort kocht mit Laurin Kux ein Mann, dem es gelang, bereits in Hamburg fürs Jellyfish einen Stern zu erlangen. Er stammt aus Münster.
Gar zwei Sterne darf sich jetzt Fréderic Morel an die Brust heften. Er erfreut Gäste des Coeur D’Artichaut mit wohlschmeckenden Speisen. Dieses Lokal liegt am Alten Fischmarkt, woran eine der Routen von “Münster Stadt der Skulpturen” vorbeiführt. Schon vor drei Jahren erhielt der aus der Bretagne stammende Morel einen Stern.
Spannende moderne Architektur ein Thema
Alle zehn Jahre richtet die Stadt unter Leitung des bekannten und leider mittlerweile verstorbenen Kurators Kasper König ein Skulptur Projekt aus. Renommierte Künstler aus aller Welt stellen ihre Werke in der Stadt zur Schau. Dazu nutzen sie geschickt bereits vorhandene historische Gebäude und Plätze. Sie besuchen, bevor das Projekt beginnt, in Frage kommende Plätze, richten ihre Objekte danach aus.
Die Bauwerke haben ihnen unter anderem der Baumeister Johann Conrad Schlaun überlassen. Dazu kamen später im 19. und 20. Jahrhundert die Architekten Alfred Hensen, Harald Deilmann, Julia Bolles-Wilson und ihr Mann Peter Wilson sowie der Koreaner Duk-Kyu Ryang.
Im Stadtraum finden sich zudem gut 30 Ankäufe aus dem Skulptur Projekt. Dazu gehören zum Beispiel die Aaseekugeln — Giant Pool Balls — oder die Kirschensäule an der Harsewinkelgasse. Wer die Stadt über den Rand der Radwege hinaus durchstreift und erlebt, entdeckt Hunderte Skulpturen und Installationen im Stadtkern. Während der Recherche forderte es den Reisenden heraus, diese zu fotografieren, zu beurteilen und zu gewichten. Haben diese an der Kunstakademie ausgebildete Künstler geschaffen? Oder sorgen Galeristen und Kunsthändler dafür? Und Du erfährst auf jeden Fall, wo in der Innenstadt Fachgeschäfte liegen, in denen moderne, aber auch ältere Kunst verkauft wird. Vielleicht willst Du ja Deine Wohnung schön dekorieren. In zwei Galerien gibt es sogar Originale weltberühmter Künstler zum günstigen Preis. Wo die genau liegen, steht im City-Guide.
Farbiger als andere Führer
Das Stadtgebiet ist vier Zonen gegliedert, in denen sich die meisten Installationen und Skulpturen befinden. Diese sind vor allem im Zentrum, auf der Promenade und dem Universitätsgelände sowie rund um den Aasee zu finden. Der Kulturreiseführer erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit bei den vorgeschlagenen Touren durch die Stadt. Alle Kunstwerke zu kommentieren, würde den Rahmen sprengen. Exponate und andere Ausflugsziele in Münster sollen leicht zu erreichen sein. Der Stadtführer löst Fragen wie: Was kann ich in Münster machen? Oder wo kann ich in Münster essen gehen? Wohin in Münster?
Das Augenmerk bei den City-Trips durch Münster liegt darauf, inwieweit ungewöhnliche Gebäude, Plätze und Kunstwerke den öffentlichen Raum prägen. Ergeben sich neue Sicht-Achsen durch neue Gebäude? Entsteht eine neue Sichtweise auf einen Stadtteil, einen Freizeitraum, eine Arbeitsstätte? Schaffen neue Plätze Aufenthaltsqualität? Wo gibt es schöne Orte in Münster? Dienen diese nicht nur konsumorientierten Interessen, sondern führen zu Experimentier-Geist? Ausdruck dessen sind natürlich auch die Münster-Krimis Tatort und Wilsberg mit Rechtsmediziner Karl-Friedrich Boerne und Kommissar Frank Thiel, Georg Wilsberg, Lars Overbeck und Anna Springer. An bekannten Drehorten kommst Du natürlich auch vorbei, wenn Du einen Kurz-Urlaub in Münster verbringst.
Neuer Geist am Hafen?
Die Augen richten sich in den kommenden Jahren auf den Stadthafen: Zum ersten Mal seit gut 70 Jahren schauen Besucher an der Schillerstraße direkt aufs Areal am Wasser. Die Osmo-Halle wurde im Februar 2021 abgerissen. 2001 ging das Unternehmen von Ostermann und Scheiwe in Insolvenz. Es folgten ein mehr als 60 Meter hoher Schornstein und markante Spänebunker mit 50 Zentimeter dicken Wänden. Vorhandener Stahl wurde eingeschmolzen. Mit Beton und Ziegen entsteht wieder etwas Neues.
27000 Quadratmeter sind jetzt frei. Investor Andreas Deilmann, dessen Vater schon deutschlandweit beachtenswerte Gebäude schuf, hat viel vor. Aber bisher liegt nur der Entwurf eines Bebauungsplans vor. Kommt dort vielleicht ein Matisse-Museum hin? Das wäre ein neuer Touristen-Magnet. In Münster lagern viele Werke des berühmten Malers.
City-Trips durch Münster
Alle Tour-Vorschläge mit unterschiedlicher Länge sind in “Münster Stadt der Skulpturen” so geplant, dass man Attraktionen in Ruhe auf sich wirken lassen kann. Das Buch enthält neben zahlreichen Fotos Karten, gpx-Tracks und Adressen. Denn der Kulturreiseführer ist im Gegensatz zu konventionellen Stadtführern ein unverzichtbarer Begleiter für diejenigen, die hier — selbst als Einheimische — das Fremde erleben, sich auf die Umgebung einlassen wollen. Auf einem der ausgewählten City-Trips durch Münster. Am besten heute schon, auf jeden Fall aber spätestens am NRW-Tag 2026.
Du suchst ein Geschenk für das kommende Jahr? Soll es ein Give-away für Kunden sein? Oder willst Du Architektur-Fans begeistern? Sollen es begeisterte Dänemark-Urlauber auf Deinem Messestand vorfinden? In Deinem Reisebüro? Der Calvendo-Verlag hat ihn zum zehtnen Mal aufgrund des Verkaufs-Erfolges aufgelegt. Neu: Aarhus-Kalender 2026. Dieser Kalender ist wie immer sowohl im Handel als auch online verfügbar.
In der Kulturhauptstadt Aarhus liegt der Umbruch von der Industrie- zur Wissensgesellschaft radikal offen. Zunächst hat die an der Ostküste Jütlands liegende Stadt den Fluss für Einheimische und Besucher aus dem Betonkorsett befreit. Dann gestalteten die Architekten eine neue Fluss-Promenade. Seitdem pulsiert das Leben im Latinerviertel. Links und rechts von der Promenade liegen Dom, Galerien und Butiken. Dazu gesellen sich gut erhaltene historische Häuser und schöne Plätze zum Entspannen.
An der Aarhus-Bucht selbst erheben sich Meisterwerke der besten dänischen Architekten. Neues verbindet sich im Zentrum mit Altem. In 13 faszinierenden Bildern wird die Atmosphäre der Stadt auf den Punkt gebracht.
Architekturfans und Messebesuchern eine Freude bereiten
Architekturfans kommen mit dem wieder im Handel zu erwerbenden Aarhus-Kalender auf ihre Kosten. Es gibt ihn in unterschiedlichen Größen — also je nach Bedürfnis. Suchst Du noch nach einer Geschenkidee? Wünscht Du Dir für Deine Wohnung eine Dekoration auf Dänisch? Oder suchst Du noch ein ausgefallenes Geschenk für die beste Freundin? Willst Du eine schöne Erinnerung an die Ferien am Meer? Oder an die Zeit im Sommer in Aarhus?
Oder benötigst Du noch einen Werbeartikel über Aarhus für den nächsten Auftritt auf der ITB Berlin? Suchst Du eine attraktive Dekoration für das Büro? Vielleicht aber auch ein günstiges Werbemittel mit dem Logo Deines Unternehmens? Oder ein Werbegeschenk für eine Buchmesse? Eine bessere Kundenbindung über einen Kalender ist vielleicht das Ziel?
Neu: Aarhus-Kalender 2026. Stadt des Lächelns. Vom Calvendo-Verlag — damit machst Du bestimmt keinen Fehler, sondern findest das beste Geschenk.
Im harten Nordseewind hört man wimmerndes Metall der Kräne und Schiffe im Südhafen von Esbjerg. Dort werden am Tag Schiffe und Ölplattformen gewartet. Doch an diesem Abend sind nur zwei Angler am Ende der Mole hier und der Reisende. Wie Tentakeln ragen die filigranen Netzstrukturen der Kräne in den Himmel. Es würde nicht verwundern, wenn jetzt einige der fiesen insektenartigen Viecher aus dem Film „Matrix“ hier auftauchten.
Die Westküste Jütlands hat der Reisende lange unterschätzt. Dabei ist sie zwischen Höjer und Esbjerg deutlich attraktiver als die deutsche Nordseeküste. Auf seiner ersten Radtour nahm der Reporter sie nur über die das Wellenbaden verhindernde Ebbe wahr. Und viel Industrie, die die von Landwirtschaft geprägte Landschaft verschandelt. Doch das hat sich jetzt geändert. Das Spektrum reicht von Perlen wie Ribe, Römö und Fanö über Vulkane wie Esbjerg bis hin zu Wüsten wie Hvide Sande, Vejers Strand, Bork Havn, selbst Ringköbing. Vieles scheint zubetoniert. Den meisten Kaffeehäusern mangelt an Gemütlichkeit. Hier scheint zuzutreffen, was ein Gastronom in Büsum vor vier Wochen kritisierte. Viele trimmten ihre Geschäfte auf Imbiss. Das Essen werde vereinheitlicht.
Drachen und Strandsegler
Am nächsten Tag sieht die Szenerie von der Fähre nach Fanö nicht mehr so gespenstisch aus. Die Exzentrik aber bleibt trotz des Sonnenscheins. Sie verblasst dann aber auch etwas nach dem Tag mit Kriechen durch Bunker, Krauchen über einen kilometerlangen Strand vorbei an Drachen und Strandseglern. Von der Kulinarik hat der Reisende nicht wirklich gekostet. Er lässt hier lieber Flora Jädicke den Vortritt, die sich speziell dafür hier umgeschaut hat.
Das gilt genauso für Römö, wo sich der Reisende aufgrund des günstigen Preises im Asia-Restaurant abends niederließ. An „All you can eat“ kommt ein hungriger Radler nach der Überquerung des 1948 errichteten ewig langen Dammes bei Gegenwind nicht vorbei. Zudem nutzten der Chinese und er in Lakolk ausgiebig die Gelegenheit, gegenseitig ihre Dänisch-Kenntnisse im Dialog aufzufrischen. Denn auch dieser kämpfte noch immer mit der für ihn immer noch fremden Sprache.
Am nächsten Tag genoss der Reisende an einem einsamen Strand den Blick auf Sylt, sog den typischen Geruch dänischer Heide in sich auf. Dies war der Geruch seiner Kindheit in Dänemark an den Stränden von Gjerrild, Asserbo und Skagen. Dabei musste er aber auch auch den hässlichen Anblick des Hafens nach Sylt verdauen, in dem zwei Fischrestaurants versuchen, Besucher aus Sylt Geld mit hohen Preisen aus der Tasche zu ziehen. Und irgendwie war es doch schöner, bei Ebbe zur Insel Noirmoutier überzusetzen, bevor die Flut kam. Solch ein Abenteuer nimmt einem leider ein hoher Damm.
Wirbelnder Sand freigelassen wie die Seele
Im Süden Jütlands ist auch Ödnis zu erfahren wie in Vejers Strand, Hvide Sande, Bork Havn und selbst Ringköbing. Im allerdings bescheidenen Rahmen reihten sich Imbisse und Nippes-Läden aneinander. Auch die vielen Ferienhäuser könnten stören. Derart beklagte sich eine Mitarbeiterin im Wikingercenter in Bork darüber. Aber immerhin ist die Küste nicht derart verbaut wie an manchen Abschnitten in Spanien, Frankreich oder selbst in einem Naturschutzgebiet wie Troia südlich von Lissabon. Meistens kann man doch noch die Seele baumeln lassen in Dünen, die es woanders nicht in Europa gibt. Dee Sand wirbelt hier freigelassen wie die Seele. Nicht einmal in Arcachon gibt es solche Dünen. Obwohl es selbst am Tag in Ribe oder Ringköbing nach der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten tödlich langweilig werden kann für den Normaltouristen. Für einen Journalisten gilt das nicht, da er immer neugierig ist und spannende Menschen und Landschaften fast automatisch vorfindet.
Wissen übers Wattenmeer aufgebaut
Und hier lernt er auch viel übers Wattenmeer wie zum Beispiel im Watttenmeerzentrum von Ribe. Umsäuselt von psychodelischer Musik verfolgen Besucher den Zug der Vögel, das Leben der Fische, sehen viele ausgestopfte Vögel. Allerdings kennt man vieles aua TV-Dokus. Und das Multimar-Wattforum in Tönning ist um etliche Klassen besser. Der Reisende kam mal in den Genuss, es auf einer kulinarischen Pressereise in Schleswig-Holstein kennenzulernen.
Wer also den südlichen der dänischen Nordsee besucht, muss mit einem heftigen Hin und Her eines Pendels rechnen. Was zunächst öde wirkt, kann auch Balsam für die Seele sein. Und es wirkt auch bescheiden ehrlich dänisch. Aber an der viel zitierten Gemütlichkeit hapert es dann. Aber wimmerndes Metall und wirbelnder Sand sind ja auch ganz schön.
Das ging ja gut los auf den ersten 300 Kilometern durchs wilde Friesistan: Erst verschloss der Zug die Türen in Bremerhaven. „Jetzt fährt der Zug nonstop durch bis Berlin“ fürchtete Reisegefährte Christoph. Doch ganz so schlimm wurde es nicht. Er endete in Lehe. Von dort musste also improvisiert werden, was sich an feuchten Schuhen Christophs und Schlamm auf der Kleidung bemerkbar machte. Am ersten Tag war das Rad eben noch reichlich schwer und auch noch nicht allzu gut gepackt. Der Weg führte auf zum Teil lange nicht befahrenen Pfaden nach Duhnen bei Cuxhaven. So führte die wilde Fahrt zweimal beinahe in Wassergräben. Der viele Regen hatte seine Spuren hinterlassen.
Landschaftlich bietet der Nordseeküstenradweg zwischen Bremerhaven und Rodenäs mehr Abwechslung als zwischen Emden und Bremerhaven. Denn es geht nicht immer an Deich entlang. Interessantere Städte, Fährfahrten und tiefere Wälder erwarten Reisende. Allerdings scheint manchen Bewohnern in Nordfriesland die ostfriesische Gelassenheit zu fehlen.
Zum ersten Mal durchstreifte und erlebte der Reisende den hohen Nordwesten Deutschlands. Der Einstieg in den war zwar unerwartet hart. Doch besänftigten zwei nette Radler aus Kassel wenigstens den Hunger der beiden Gefährten. Sie versorgten die beiden vorm Schlafengehen mit Käse, Brot und Schlickereien. Denn ab 21.00 Uhr legen die Köche an der Küste ihre Löffel in die Spülmaschinen. Mit viel Glück serviert einem jemand vielleicht noch ein Fischbrötchen.
Für Wahrzeichen an der Küste wird zwar immer wieder geworben auf touristischen Webseiten. Aber entscheidender ist eben doch freundliches authentisches Verhalten. So freuten sich Mitarbeiter in Cafés über interessierte Fragen und gute Fotos auf dem Tablet. Statt einen wegzujagen, räumten sie den Nachbartisch frei. „Dann hast du mehr Platz“. Dies betraf den Reisenden selbst. Bewundernd schaute er auch anderen zu wie einer harten Schwimmerin bei Cuxhaven. Ende Mai hielt sie es gut eine halbe Stunde im kalten Wasser aus. 17 Grad sollen es gewesen sein.
Tolle Aussichtspunkte steuern dann zum Gelingen des Urlaubs bei. Die Schwimmerin konnte man gut vom Deich nahe am Wahrzeichen „Kugelbake“ beobachten. Am Leuchtturm „Dicke Berta“ nahe Otterndorf schauen Besucher von der Terrasse eines Cafés auf einen hübschen Bootshafen herab. Ähnlich hübsch ist auch der Hafen in Neuhaus. Viele Waldstücke bis zur Elbe sorgen für Kühlung.
Abenteuer Elbe
Die Überquerung der Elbe nach Glückstadt ist das nächste Erlebnis. Sie ist so breit, dass sogar richtig große „Pötte“ auf ihr schiffen können. Diese fuhren schon unglaublich nah zuvor in Strandnähe an manchen Stellen vorbei wie zum Beispiel an der Kugelbake. Auch in Freiburg erfreuten sich die Radler an einer menschlichen Begegnung: Ein Einwohner führte sie ungefragt durch den Ort. Die Ausschilderung zur Elbfähre empfand er nämlich als unzumutbar. Viele würden sich verfahren.
Wären da nicht der Wutausbruch des Campingplatzbesitzers am Nordstrand oder Beschimpfungen von einer Autofahrerin in Husum gewesen, hätte die ganze Woche ein ausgesprochen schöne sein können. In Husum wurde der Reisende nett von einer Einwohnerin auf den Fotorucksack angesprochen. So auf der Straße gestoppt, entwickelte sich ein gutes Gespräch. Die Fahrerin fühlte sich in ihrem Bedürfnis nach Platz beeinträchtigt.
Wutausbruch
Der Campingplatz-Inhaber warf dem Reporter sogar „Hausfriedensbruch“ vor und drohte mit der Polizei. Wer nach 18 Uhr ohne Anmeldung den Platz betrete, tue dies unberechtigt. Etwas später beruhigte er sich aber, begründete seine Haltung mit schlechtem Verhalten mancher Zelter. Sie urinierten gegen Wohnwagen, hinterließen Müll auf dem Rasen. Er gab dem Reisenden dann doch noch einen Platz. Einen Radfahrer mit vielen Kilometern in den Beinen wollte er von sich weisen. Dennoch konnte es der Reisende nicht erwarten, auf dänische Zeltplätze zu gelangen. Denn dort geht es weniger rau zu. Anmeldung am nächsten Morgen reicht. Solch eine Anspannung hatte er auch auf seinen letzten größeren Reisen durch Spanien und Portugal nicht erlebt.
Winterzauber in den Rieselfeldern: Eine weiße Frostschicht bedeckt zurzeit die Landschaft im Münsterland. Häufig ist dies nicht zu sehen. Meistens nimmt der Reisende so höchstens Raureif wahr, wenn er morgens auf den Ästen von Bäumen und Sträuchern liegt. Jetzt ähnelt die Frostschicht Schnee. Aber ab morgen wird es so warm sein, dass der Zauber wieder verfliegt. Auch das Winterlicht dürfte dann verschwunden sein.
So wird es auch in den Rieselfeldern, ein wichtiges Vogelschutzgebiet, ab morgen wieder grauer werden, sobald die Wolken die Sonne verdecken. Daher packte der Reisende heute auf der Radtour sein Smartphone heraus, um ein wenig die Atmosphäre mitzunehmen. Auffällig: Die vielen Teiche, einst nahmen sie das Abwasser der Stadt Münster auf, sind mit dünnem Eis bedeckt. Die Eisbildung war schon am vergangenen Mittwoch auf einer Radwanderung zu erkennen. Prompt suchten die vielen hier sonst lebenden Vögel das Weite. Die sonst hier zu sehenden Graugänse, Graureiher und selbst weiße Schwäne waren heute verschwunden. Sie haben sich wohl in wärmere Gefilde abgesetzt. Vielleicht sind sie ins Rheinland gezogen, das oft wärmer ist als das Münsterland. Dort sind manche Gewässer wohl noch nicht zugefroren.
Stattdessen suchten heute am Wochenende viele Menschen die Gewässer in und um Münster auf. Wie zum Beispiel den Aasee: zum Schlittschuhlaufen und Spazierengehen auf der Eisfläche. An der Torminbrücke, die den See in zwei Hälften teilt, schien jemand ins Eis eingebrochen zu sein. Rettungswagen kamen mit Blaulicht in dem Moment angefahren, als der Reisende an ihr vorbeikam.
Spannende Geschichte des Aasees
Der Aasee hat neben Einbrüchen ins Eis eine spannende Geschichte, die die anderer Städte übertreffen dürfte: An dessen Zufluss Aa — indogermanisches Wort für Wasser — gründete sich einst die Stadt Münster. Denn an einer Furt zwischen Bispinghof und Spiegelturm sollen wandernde Sachsen eine Siedlung aufgebaut haben. Einer von ihnen könnte Mimiger geheißen haben, weshalb Münster ursprünglich Mimigernaford hieß. Eine andere Theorie besagt, dass hier einem gewissen Mimir aus der nordischen Mythologie die Furt gewidmet wurde. Manche meinen, Mimigernaford sei auf dem Domhügel geboren worden. Andere nehmen an, die sei auf der linken, westlichen Seite geschehen.
In einem Artikel Otto-Ehrenfried Selles für die Seite “Auf Roter Erde” für die Westfälischen Nachrichten lernte der Reisende Anfang April 2023, dass mittlerweile eine Ansicht überholt ist: Ein Graben an der Stadtmauer sei um 1200 zur Verteidigung mit Wasser gefüllt worden. Wasserbären hätten eher die Aa daran gehindert, in den Graben zu fließen. Von den Wasserbären ist noch heute einer nahe am Buddenturm, der andere am Alten Zoo zu sehen. Belagerer konnten so auch nicht das Wasser aus der Aa einfach ableiten, um leichter in die Stadt zu gelangen. Mehr dazu erfährst Du im Stadtführer Münster Stadt der Skulpturen.
Früher habe es entlang der Aa Wassermühlen gegeben, die Getreide mahlten, schreibt Selle weiter. Dies spielte Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen in die Karten. Um 1660 verpflichtete er demnach Bauern dazu, in der Nähe des heutigen Zoos einen Damm zu bauen. So wollte er Wasser zu einem See stauen und die Mühlen zum Stillstand bringen. Dies erschwerte auch die Versorgung mit Brot. Der Damm brach vor Weihnachten 1660. Die Fluten setzten die Stadt zum Teil unter Wasser. Ende März 1661 kapitulierten die Bürger. Von Galen entließ dann Rat und Bürgermeister. Die Ratskammer hieß fortan und bis heute Friedenssaal.
Wild unruhig in der Kälte
Zurück zum Winterausflug: Nicht nur Menschen tauchen auf, sondern auch das Wild wird unruhig: Auf einem verfrorenen Acker bei Häger standen vier Rehe schon am frühen Nachmittag, um dort Nahrung zu suchen. Dies ist tagsüber ungewöhnlich. Auch ein Hase querte die Straße an der Nienberger Ortsgrenze. Leider wird morgen der Winterzauber in den Rieselfeldern und auch wohl anderswo im Münsterland fürs erste verflogen sein.
Andalusien — eine Reise durch goldene Zeiten. Schon am Rand der Extremadura türmen sich erste Berge auf, um das Ende der Hochebene aufzuzeigen und zu sagen: Hier beginnt ein neuer Abschnitt. Einige Wochen zog der Reisende über sie hinweg. Hier angeödet von der Monotonie, dort angezogen von der üppigen Natur mit vielen Vögeln und lebendigen Flüssen. Und von schönen Städten wie Cáceres und Mérida. Die eine wartet mit Häusern aus Renaissance und muslimischer Zeit auf. Die andere bietet römische Villen, Thermen und ein langes Aquädukt. Offensichtlich ließ sich in der Extremadura in diesen Epochen viel Geld verdienen. Die Römer förderten hier Gold, Silber, Kupfer und Eisenerz. In anderen Gegenden wie Troia in Portugal trieben sie regen Handel mit Fisch.
Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit brachten nicht nur die Minen, sondern auch Keramik, Oliven und Wein Devisen ein. Einen erheblichen Anteil brachte allerdings auch die Ausbeutung der Kolonien ein. Deshalb heißt die grob zwischen der Entdeckung Amerikas und dem Ende des Dreißigjährigen Krieges liegende Zeitspanne in Spanien auch “Siglo de Oro”. Daher auch “Reise durch goldene Zeiten”.
Durch die Sierra Norte de Sevilla
Dann der Eintritt nach Andalusien: Der Reisende durchfährt einen Ring von Burgen. Mit ihnen wollte man das von den Arabern zurückgeholte Territorium vor den Portugiesen schützen. Mit denen lieferten sie sich in der Zeit auf den Weltmeeren blutige Schlachten um die Vorherrschaft.
Gepflegte Dörfer und blühende Mandel- und Olivenbäume erwarten den Reisenden in der Sierra de Norte de Sevilla. Die meisten sind blütenweiß gestrichen. In manchen Orten darf ausschließlich weiße Farbe verwendet werden. Im Gebirge profitieren die Einwohner sichtlich vom steten Besucherstrom aus Sevilla. Die meisten kommen, um dort zu speisen. Denn die Gegend ist bekannt für ihre Jagdgründe: hauptsächlich Wildschwein und Kaninchen. Aber auch Rebhuhn: Ein Spanier zeigte ihm Kisten mit jungen Vögeln, die er aus seinem Sprinter rauslassen wollte. Bis zum Herbst können sie sich wie auch die munter unter den Mandelbäumen flitzenden Fasanen hier nähren, bis die Jäger kommen.
Die meisten Menschen, viele selbst wohlgenährt, rollen mit dem PKW an. Die schlankeren dröhnen mit Motorrädern herbei, manche auch mit Renn- und Tourenrädern. E‑Bikes aber sieht der Reisende eher selten. Der Reisende fühlt sich dann an die Eifel um Adenau und Heimbach erinnert, wo an sonnigen Wochenenden ähnlich die Motoren heulen.
Reise durch goldene Zeiten in Sevilla
In Sevilla ist noch viel Glanz des Siglo de Oro zu sehen. Dieser drückt sich nicht nur in der größten gotischen Kathedrale der Welt aus. Er spiegelt sich auch in adeligen Residenzen und im heute noch genutzten königlichen Palast wider. Dort mischen sich jetzt römische, arabische und christliche Architektur und Kunst. Auch aus der bedeutenden römischen Stadt Itálica, in der die Kaiser Trajan und Hadrian groß wurden, finden sich Mosaike.
Nach wie vor zieht dies Touristen aus aller Welt an. Wenn die Ticketverkäufer nach der Herkunft fragen, wird Australien, USA, Belgien, Frankreich geantwortet. Im Archiv Casa de Indias lässt sich nachvollziehen, wie all dies finanziert wurde: über Kolonien. Gold und Silber, aber auch Kakao brachten die Karavellen zum damals bedeutendsten Hafen Europas. Unter erbärmlichen Bedingungen und wie Sklaven schufteten Indios in den Minen. Geistliche wie Fray Bartolomé de las Casas (1474–1566) konnten Verbesserungen erreichen. Er ist deshalb als Befreiungstheologe in die Geschichte eingegangen. davon wird in der Ausstellung nichts gesagt.
Wieder am Strand
Und jetzt sieht der Reisende zum ersten Mal seit Porto wieder Strände. Erst in Matalascañas, aktuell in Mazagón. Es ist so warm, dass er seit zwei Nächten wieder das Zelt nutzt. Allerdings sind Campingplätze entlang des Rio Douro und der Via de la Platz auch dünn gesät.
Nette Nachbarn stehen aktuell an seiner Seite. Es ist ein deutsches Ehepaar, das seit 1998 in Kalmar in Südschweden lebt. Bereits zwei Mal gab rs bei ihm Abendessen: Fisch und Fleisch. Und endlich mal wieder Kartoffeln. In spanischen Restaurants ist das Essen meistens frittiert. Nicht einmal Reis gibt es als Alternative. Dabei bauen ihn Bauern in Portugal an. So erfährt der Reisende auch, was sich so in Schweden so tut, sozusagen als Vorbereitung auf die nächste Reise in den Norden. Und eine schöne Zeit, um sich morgen nach zwei Ruhetagen mit neuem Schwung in die Algarve zu begeben. Wie ist es dort mit einer Reise durch goldene Zeiten bestellt?