Fast jeder, der einmal Paris besucht hat, dürfte sie kennen: die Pyramide auf dem Louvre. Von oben finde ich sie gar nicht so beeindruckend. Denn sie unterscheidet sich nicht wirklich von anderen ähnlichen Werken. Daher fotografierte ich sie auch nicht dort wie der Fotograf des jetzt im Schweizer „Tagesanzeiger“ erschienenen Bildes.
Als ich den Louvre besuchte, befand ich mich unter ihm. Sie dringt mit ihrer gläsernen Spitze in eine Einkaufspassage ein. Ihr Metallgitterwerk teilt den blau über Paris leuchtenden Himmel in verschiedene Segmente. Die monotone Einkaufspassage erfährt durch den durchsichtigen Glaskegel eine dramatische Zuspitzung. Erhöht wird diese durch einen zusätzlichen wie ein Stalagmit aufsteigenden Kegel. Jetzt ist der amerikanisch-chinesische Architekt Ieoh Ming Pei im hohen Alter von 102 Jahren gestorben.
Den kompletten Artikel des Tagesanzeigers über den Architekten findest Du hier.
Angesichts des kühlen Wetters eine Anregung zum Aufwärmen: Mountainbiken im Ahrgebirge. Die Höhen des Ahrgebirges in der Nähe von Mayschoss sind sehr reizvoll zum Radfahren. Es handelt sich um Wanderwege. Wie auf den Fotos gut zu erkennen ist, sind die Wege überwiegend geschottert. Und sie sind auch zum größten Teil serpentinenartig angelegt. Nur hier und da fällt der Anstieg steiler aus, ist aber nicht unüberwindbar. Es ist auch erlaubt, auf ihnen zu radeln.
Der Reisende fuhr dort am Wochenende mit einem Freund, der um die 100 Kilo wiegt. Trotz Übergewichts ist er noch gut belastbar, da er lange Zeit sportlich sehr aktiv war — vor allem Basketball spielte. Die Ausdauer ist nach wie vor vorhanden. Dies trifft auch auf den sportlichen Ehrgeiz zu. Hoch oben in einem Mittelgebirge oberhalb von Dörfern wie Dernau und Mayschoss zu fahren, Forst zu passieren, Weinreben berühren zu können, all dies motiviert natürlich auch. Sicher erfreute ihn auch der Kommentar eines Jugendlichen, der beeindruckt sagte, er würde es nicht schaffen, diese Steigungen herauszufahren. Er selbst ging mit seiner Familie spazieren.
Reger Verkehr im Tal statt Weinreben vorm Maul
Es ist auch deutlich angenehmer, hier zu fahren als auf den Radwegen unten im Tal. Auf der Landstraße stört der rege Verkehr der Ausflügler. Diese gehen dort erst ein wenig spazieren und genießen anschließend den guten Wein in den Gaststuben. Manche Kölner scheinen es zu lieben, ihre Sportwagen dort auszureizen und die Strecke als Rennbahn zu nutzen. Warum versuchen sie dies nicht am Nürburgring, der nun wirklich nicht weit entfernt ist? Die Fahrt im Tal stellt, sportlich gesehen, keine Herausforderung dar. Meistens zuckelt man hinter den gemütlich tuckernden Massen her. Zudem sind dort E‑Bike-Fahrer unterwegs, die ihr Fahrzeug nicht wirklich beherrschen. Neulich sah der Reisende noch jemanden mit unglaublicher Geschwindigkeit, eine Böschung herausrasen und wieder herunter. Es war ein Wunder, dass dem Mann nichts passierte.
Die Gegend ist gut an die Bahn angeschlossen. Mehrere Züge bringen Sportbegeisterte mehrmals täglich zum Mountainbiken im Ahrgebirge. Leider ist nur Blankenheim nicht gut angeschlossen, wenn jemand dort wandern gehen will, wo der Fluss Ahr sich erst noch entwickelt. Insgesamt ist der Fluss gut 85 Kilometer lang. Der Regionalzug fährt nur bis Blankenheim (Wald). Nach Blankenheim geht e weiter mit dem Bus.