NABU-App — Vögel bestimmen

Gera­de instal­liert: die NABU-App zum Vögel bestim­men. Wer wie der Rei­sen­de ger­ne radelt oder wan­dert, wüss­te beim Erklin­gen einer Vogel­stim­me bestimmt auch ger­ne, wer dort singt oder zwit­schert, manch­mal sogar schimpft. Der NABU (Natur­schutz­bund Deutsch­land) hat jetzt die App “Vogel­welt” her­aus­ge­bracht, mit der Du Vogel­stim­men hören und Bil­der betrach­ten kannst, sogar Stand­ort­be­stim­mung und Daten­er­fas­sung mit­tels GPS betreiben.

Schön wäre für den Rei­sen­den noch eine Ver­net­zung der Nut­zer mit dem NABU, um Daten zu bün­deln: etwa für die Vogel­zäh­lung. Dann wüss­ten die Mit­ar­bei­ter, wo sich zum Bei­spiel sel­te­ne Vögel auf­hal­ten, um ent­spre­chen­de Gebie­te zu schützen.

Schonung der Natur

Zur Scho­nung kann auch aber auch jeder ein­zel­ne bei­tra­gen, der die Natur in Anspruch nimmt: Dies fängt schon damit an, nur die vor­ge­ge­be­nen Wege zu nut­zen. Wer quer­feld­ein geht, schä­digt durch den Tritt den Boden. Dies gilt für Wan­de­rer wie Rad­fah­rer. Wenn man den eige­nen Müll auch wie­der mit­nimmt, hilft der Umge­bung auch. Wer beson­ders sen­si­bel sein will, kann auch den Müll ande­rer unter­wegs auf­pi­cken und in einem der nächs­ten Müll­ei­mer ent­sor­gen. Selbst bei Wei­de­tie­ren soll­te man das Bedürf­nis unter­drü­cken, sie zu strei­cheln oder gar zu füt­tern. Erst recht in Natio­nal­parks oder Natur­schutz­ge­bie­ten soll­te dies selbst­ver­ständ­lich für jeden sein.

Es gibt auch bestimm­te Jah­res­zei­ten, in denen Wild beson­de­re Ruhe braucht. Wer im Win­ter auf Ski­ern in ein­sa­me­ren Ecken bewegt, soll­te sich an vor­ge­ge­be­ne Rou­ten hal­ten. Dabei sind auch Schon­ge­bie­te zu mei­den. Vor­zei­ti­ge Auf­wa­chen aus dem Win­ter­schlaf kann töd­lich für man­ches Tier sein. Und kürz­lich lern­te der Rei­sen­de in der TV-Sen­dung “Meis­ter des All­tags”, dass Hun­de grund­sätz­lich anzu­lei­nen sind. Es ist art­ge­recht, die Tie­re an der Lei­ne zu füh­ren. Denn ein Hund gehört zum Rudel und läuft beim Herr­chen oder Frauchen.

Nachhaltiges Einkaufen schützt auch

Wer zudem auf Qua­li­tät bei Klei­dung, Schu­hen und Ruck­sack legt, trägt eben­falls zum Umwelt­schutz bei. Anbie­ter wie Vau­de oder Deu­ter repa­rie­ren recht kos­ten­güns­tig Mate­ri­al: Der Rei­sen­de nahm den Ser­vice bei ihnen für neue Reiß­ver­schlüs­se in Anspruch. Er zahl­te nie mehr als 30 Euro und erhielt die Ware inner­halb von vier Wochen wie­der zurück. Lei­der aber repa­rie­ren die­se gro­ßen Anbie­ter nur eige­ne Mar­ken, obwohl sie Nach­hal­tig­keit zu ihrem Mar­ken­zei­chen machen. Damit machen sie sich wenig glaubwürdig.

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Im Sterngebirge: Schafwolle in den Genen

Burel bedeu­tet Schaf­wol­le. Die Wol­le aus der Ser­ra da Est­re­la ist beson­ders qua­li­tät­voll. Der Begriff ist bereits seit dem 19. Jahr­hun­dert ein Mar­ken­na­me für por­tu­gie­si­sche Woll­pro­duk­te. Daher wei­sen die Bewoh­ner im Stern­ge­bir­ge qua­si Schaf­wol­le in den Genen auf.

Der Desi­gner Miguel Gigan­te gehört zu einer Grup­pe inno­va­ti­ver Krea­ti­ver, die Woll­pro­duk­te im New Hand Lab in der ehe­ma­li­gen „Fábri­ca Antó­nio Est­re­la“ in Covil­hã kre­ieren. Gigan­te legt dort zurück­hal­tend vor­nehm sei­ne selbst gestal­te­ten Män­tel, Woll­de­cken und Schals auf dem sau­be­ren Boden aus. Er hat die Pro­to­ty­pen geplant. Er lei­tet die maschi­nel­le Produktion.

Die Stadt Covil­hã ist Zen­trum der por­tu­gie­si­schen Woll­pro­duk­ti­on. Sie gilt schon lan­ge als das por­tu­gie­si­sche Man­ches­ter. So nimmt sie einen her­aus­ra­gen­den Platz in der Wirt­schaft des Lan­des ein. Sehr schön kommt die Rol­le des die Stadt umge­ben­den Gebir­ges Ser­ra da Est­re­la auch im aus der Renais­sance von Gil Vicen­te ver­fass­ten Thea­ter­stück Tra­gi­ko­mö­die der Ser­ra da Est­re­la her­aus. Wich­ti­ge Per­so­nen in die­sem Dra­ma sind Hir­ten. Ein wich­ti­ges Werk ist eben­falls Fer­rei­ra de Cas­tros 1954 erschie­ne­ner Roman “Wol­le und Schnee”. De Cas­tro nimmt sich der Situa­ti­on der Tex­til­ar­bei­ter in der Stadt und auf dem Land an, weil deren Situa­ti­on sich durchs Auf­kom­men der Fabri­ken stark ver­än­dert. Auch bei ihm spie­len Schaf­hir­ten eine gro­ße Rolle.

Fort­set­zung folgt.

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