Fröhliche Weihnachten im Münsterland

Bäu­er­li­che Krip­pe in Havixbeck-Lastrup

Fröh­li­che Weih­nach­ten im Müns­ter­land: Der Rei­sen­de wünscht allen ein fro­hes und besinn­li­ches Weih­nachts­fest. Heu­te fand er auf sei­ner Weih­nachts-Tour in der Bau­er­schaft Havix­beck die­se bibli­sche Dar­stel­lung. Die Krip­pe befin­det sich in Last­rup. Der Bau­er stellt sie jähr­lich auf, um der Geburt Jesu zu gedenken.

Bei Rad­lern und Wan­de­rern ist die Stre­cke an sei­nem Hof ent­lang recht beliebt. Denn sie liegt am Ran­de der Stadt Havix­beck und führt in die Baum­ber­ge. Die meis­ten Müns­ter­län­der schät­zen die Fahrt per Rad von Müns­ter nach Havix­beck bei schö­nem Wet­ter. Vor Errei­chen der Stadt ist die Fahrt durch einen Wald beim Pony­hof Schleit­hoff zu emp­feh­len. Der Hof ist ein hüb­sches altes Gebäu­de mit Gräf­te, auf dem durch Rei­te­rin­nen reger Betrieb herrscht. Dies trifft vor allem an Wochen­en­den zu. Der Wald­weg führt am Schlaut­bach ent­lang. Die­sen bezeich­ne­te der Rei­sen­de als Jugend­li­cher als “Teu­fels­bach”. Denn die Fahrt am Gewäs­ser ent­lang emp­fand er auf­grund von Win­dun­gen und des stei­len Ufers als gefähr­lich. Ins Was­ser stürz­te er aller­dings nie.

Eisessen nach dem Teufelsbach

Wan­de­rer und Rad­ler besu­chen dann ger­ne das hüb­sche Zen­trum Havix­becks und essen dort Eis. Denn die Eis­die­le San Remo ist wohl die bes­te in der gan­zen Umge­bung. Nahe dran liegt inklu­si­ve hüb­scher Fach­werk­häu­ser ein his­to­ri­sches Stadt­tor an der Kir­che St. Dio­ny­si­us.

Schon in der nähe­ren Umge­bung des Rei­ter­hofs ist auf einer Anhö­he der Baum­ber­ge eine Radio-Anten­ne zu erken­nen. In deren Nähe liegt ein wei­te­res inter­es­san­tes Ziel vie­ler Wan­de­rer und Rad­ler: der so genann­te Lon­gi­nus-Turm. Einst dien­te er dem West­deut­schen Rund­funk zur Ver­brei­tung sei­nes Pro­gramms. Doch des­sen Auf­ga­ben hat dann die moder­ne Anten­ne übernommen. 

Pfannkuchen zu Fröhliche Weihnachten

Doch dazwi­schen liegt erst ein­mal am Orts­rand das Haus Havix­beck. Die­ses an die 100-Schlös­ser-Rou­te ange­schlos­se­ne Was­ser­schloss gehört dem Frei­herrn von Twi­ckel. Da pri­vat, ist es lei­der nur von außen vom Ein­gangs­tor zu sehen. Dann geht es schon links ab und dann wie­der rechts in die Bau­er­schaft Last­rup. Der Hof zur heu­ti­gen Weih­nachts­krip­pe liegt links nach einem Bahn­über­gang an der Stra­ße. Wer Glück hat, wird dort auch von Pfer­den begrüßt, die neu­gie­rig ihre Köp­fe aus einem Stall herausstecken.

Dann führt der Weg schon Rich­tung Café Tei­tel­kerl. Dort locken bei fros­ti­gen Tem­pe­ra­tu­ren Pfan­ne­ku­chen, bevor es durch einen Wald Rich­tung Lon­gi­nus­turm geht. Für Müns­ter­län­der Ver­hält­nis­se geht der Weg sogar erstaun­lich steil hoch. Fröh­li­che Weih­nach­ten im Müns­ter­land!

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Kloster Gerleve: Adventsgruß

Klos­ter Gerle­ve Advents­gruß: Allen Lese­rin­nen und Lesern wünscht Durch­strei­fen & Erle­ben einen Fro­hen Zwei­ten Advent vom Klos­ter Gerle­ve. Das Klos­ter hat der Rei­sen­de natür­lich mit dem Rad besucht. Denn so kalt ist es heu­te nicht. In gut vier Stun­den lässt sich die schö­ne Stre­cke von Müns­ter aus gut bewäl­ti­gen. Sie ist gut 70 Kilo­me­ter lang. Und als gro­ßer Anreiz bie­tet sich die Über­win­dung von 400 Metern Stei­gung an. Fürs Müns­ter­land ist das schon ganz gut.

Sie führt zunächst in die wohl reiz­volls­te Bau­er­schaft des Müns­ter­lan­des: in die Beer­la­ge. Die­se ist von einer sanf­ten Hügel­land­schaft geprägt. In die­se ein­ge­bet­tet sind schö­ne Höfe. Die­se bestehen teils aus dem hie­si­gen Sand­stein. Teils sind sie von Wei­hern umge­ben. So haben man­che schon fast Burgcharakter. 

Adventsgruß vom Kloster Gerleve

Von dort geht es direkt zum auf einem Hügel lie­gen­den Klos­ter. Des­sen schö­ne Oster­mes­sen sind noch heu­te tief in den Kind­heits­er­in­ne­run­gen des Rei­sen­den. Heu­te schenk­te immer­hin eine hüb­sche Frau vor dem Por­tal der moder­nen Klos­ter­kir­che dem Rei­sen­den ein schö­nes Lächeln. Eine Mes­se wur­de dort heu­te Mit­tag nicht gehal­ten. Pater Bla­si­us, einst Ange­hö­ri­ger die­ses Klos­ters, tauf­te den Rei­sen­den. Ganz in der Nähe ist noch der dazu­ge­hö­ren­de Klos­ter­hof erhal­ten, auf­fäl­lig durch die dort wei­den­den Pferde.

Nach einer schö­nen Fahrt ent­lang des natur­nah erschei­nen­den Wald­ge­bie­tes Heng­wehr errei­chen Rad­ler das male­ri­sche Bil­ler­beck. Des­sen Orts­kern mit alten Häu­sern und beson­ders die St. Johan­nis­kir­che sind einen Besuch wert. Die Kir­che wur­de bereits um 800 nach Chris­tus erbaut und ist kunst­his­to­risch wert­voll. Sie gilt als viel bedeu­ten­der als der so genann­te Dom. Dar­an kann auch der davor gela­ger­te Advents­kranz nichts ändern. In der Advents­zeit ist der gro­ße Advents­markt auf der Kol­ven­burg gut besucht.

Blick auf Gräftenhof Haus Brock

Zurück nach Müns­ter führt der Trip am Lon­gi­nus­turm vor­bei. Die­ser liegt auf dem höchs­ten Punkt der Baum­ber­ge. Es fol­gen der hüb­sche Ort Havix­beck. Gut zwan­zig Minu­ten spä­ter ergibt sich nach Durch­que­rung eines Wal­des ein Blick auf Haus Brock am west­li­chen Ran­de Roxels. Die­ses ist ein alter Gräf­ten­hof, den eini­ge Jahr­hun­der­te Erb­män­ner­fa­mi­li­en besa­ßen. Zwi­schen 1600 und 1650 über­nahm Fami­lie Ste­vening das Gebäu­de und ließ es wäh­rend der Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges umbau­en. Von da an war es mit Gräf­ten — Grä­ben — ver­se­hen. Und seit 1623 ver­fügt es auch über ein Tor­haus. Es besteht aus Back­stein und gilt als wert­vol­les Zeug­nis west­fä­li­scher Renais­sance­kunst. Für Haus Brock selbst gilt dies nicht min­der, da es unver­fälscht ist. Im Stadt­ge­biet Müns­ter ist der­ar­ti­ges sel­ten zu fin­den. Daher steht es unter Denk­mal­schutz. Heu­te nutzt Land­wirt Mat­thi­as Heit­platz das Tor­haus als Lager.

Danach erreicht der Rei­sen­de den Stadt­teil Gie­ven­beck. Damit befin­det er sich schon am Ran­de Müns­ters und fast zurück am Aus­gangs­punkt. Freut euch jetzt in der war­men Stu­be oder spä­ter in der Kir­che auf die Fei­er der Geburt des Christkindes.

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Schönster Baum des Münsterlandes

Aktu­el­ler Lieb­lings­baum: heu­ti­ger Schnapp­schuss auf einer MTB-Trai­nings­stre­cke des Rei­sen­den. Die heu­ti­ge ist gut 72 Kilo­me­ter lang und liegt zwi­schen Roxel und Havix­beck in der Bau­er­schaft Natrup. Der bekann­te Pony­hof Schleit­hoff liegt zwei Kilo­me­ter ent­fernt. Auf einem schö­nen Guts­hof, der aus dem 12. Jahr­hun­dert stammt, legen Fami­li­en ger­ne ein Reit­wo­chen­en­de ein. Er ist zum Teil von einer Gräf­te umge­ben und sogar einem Wäld­chen. Pfer­de­hö­fe gibt es recht vie­le zwi­schen Müns­ter und Havix­beck. Die sind zum Bei­spiel St. Georg auf der Sen­tru­per Höhe oder Reit­hof Geß­mann am Hun­ne­beck­weg. Für Durch­strei­fen & Erle­ben ist er defi­ni­tiv der schöns­te Baum des Müns­ter­lan­des. Und die Rei­te­rin­nen bele­ben die um ihn lie­gen­de Land­schaft mit anmu­ti­gen Pfer­den, so dass es nicht zu ein­sam wird. Selbst das Müns­ter­land kann ein­sam sein an man­chen Stellen.

Fünf Stäm­me hat der Baum­rie­se aus­ge­brei­tet. Zwei von ihnen ragen in ver­schie­de­ne Him­mels­rich­tun­gen. So fängt er wohl am meis­ten Licht in den son­nigs­ten Stun­den ein. Kein Wun­der also, dass er so gedeiht. Sei­ne Blät­ter und klei­ne­re Zwei­ge bil­den ein Kleid, das gewal­ti­ger und schö­ner nicht sein kann. Er steht vor einem Bau­ern­hof auf einer wei­ten Wie­se in Natrup. Von dort aus sind gut die Höhen­zü­ge der Baum­ber­ge zu sehen. Eine der Höhen ziert eine auch vom Baum aus zu sehen­de hohe Radio­an­ten­ne. Die­se ersetz­te einst den berühm­ten Lon­gi­nus­turm, der Wan­de­rer und Motor­rad­fah­rer aus dem Müns­ter­land anzieht. Schließ­lich gibt es ein Café dort. 

In dem hielt sich der Rei­sen­de aller­dings noch nie auf, obwohl ihn kürz­lich zwei Bike­pa­cke­rin­nen ger­ne dazu ein­la­den woll­ten. Von Bot­trop kom­mend, ver­brach­ten sie hier ihren Urlaub auf den so genann­ten Pätt­kes­tou­ren. Die Ein­la­dung nahm er aber nicht an, weil er den erstaun­lich stei­len Weg hin­auf mit dem Renn­rad etwas scheu­te. Das Rad ist doch eher für leicht zu bewäl­ti­gen­de Hügel­land­schaf­ten geeignet.

Der schöns­te Baum des Müns­ter­lan­des hat hier kei­ne Kon­kur­renz zu fürch­ten. Weit und breit kann sich kei­ner mit ihm mes­sen! Oder habt ihr in euren Regio­nen einen noch schö­ne­ren anzubieten?

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Münsterland-Giro ausprobiert

Müns­ter­land-Giro aus­pro­biert: Respekt — heu­te ist der Rei­sen­de mit dem Renn­rad 133 Kilo­me­ter von Müns­ter bis nach Heek und Schöp­pin­gen den Spu­ren des Müns­ter­land-Giros gefolgt. Ange­sichts sei­ner bren­nen­den Ober­schen­kel trotz ins­ge­samt wei­ter Tou­ren in sei­nem Leben nötigt ihm die Leis­tung der Ama­teu­re des Jeder­mann-Ren­nens Respekt ab. Aller­dings ist er meis­tens auf nicht immer kom­for­ta­blen Rad­weg gefah­ren. Den Kom­fort gesperr­ter Stra­ßen konn­te er lei­der nicht genie­ßen. Durch Umwe­ge sum­mier­te sich die Stre­cke um eini­ge Kilo­me­ter mehr als für Rad­ler auf der Giro-Strecke.

Hier fol­gen nun Impres­sio­nen von der Stre­cke zwi­schen Stift Til­beck und dem Ste­ver­tal rund um die Städ­te Bil­ler­beck und Havix­beck. Die­se Impres­sio­nen haben die Sport­ler am Tag der Deut­schen Ein­heit in den Baum­ber­gen so bestimmt nicht wahr­ge­nom­men. Sie ist auf jeden Fall der ruhi­ge­re Teil. Denn im Ver­gleich zum Rich­tung Nie­der­lan­de füh­ren­den zwei­ten Teil ist er deut­lich bes­ser vor Wind geschützt. Dies liegt an zahl­rei­chen Wall­he­cken, die ziem­lich typisch fürs Müns­ter­land sind. Und natür­lich an den Baum­ber­gen, die die Kraft des Win­des erheb­lich schwächen. 

Danach führt der Weg von Schloss Dar­feld zum Barock­schloss Ahaus. Er steigt empor zum Schöp­pin­g­er Berg. Und von dort zurück nach Müns­ter. Der Müns­ter­land-Giro ist nun ausprobiert.

Herausforderung Borken

Wer sich noch mehr for­dern will, kann von hier aus noch 32 Kilo­me­ter wei­ter nach Bor­ken radeln. Im Mai 2021 öff­ne­te dort das Stadt­mu­se­um wie­der sei­ne Tore. Die Stadt­ge­schich­te wird aus drei ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven beleuch­tet. Im Spei­cher befin­den sich Expo­na­te wie ein Moped oder ein deutsch-ara­bi­sches Koch­buch. Übers Smart­phone erzäh­len sie ihre Geschich­te. Eine Sta­ti­on hält his­to­ri­sche Klei­dung für Kin­der bereit. Zeit­zeu­gen berich­ten auf einer ande­ren Ebe­ne über Gescheh­nis­se der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te. Dort wol­len die Muse­ums­exper­ten auch künf­tig Inter­views mit Bür­gern der Stadt füh­ren. Inso­fern bleibt es dort leben­dig. Auf einer wei­te­ren Ebe­ne lau­fen Kurz­fil­me über bestimm­te Epo­chen der Stadt­ge­schich­te. Orte des Gesche­hens erstrah­len dann far­big wie zum Bei­spiel die alte Stadt­mau­er. Dies kann schön wir­ken, wie sich bei einem Besuch der alten Han­dels­stadt Por­to zeigt.

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