Wir entdecken und bestimmen: Insekten

Wir ent­de­cken und bestim­men: Insek­ten. Kennt jemand noch die­se Buch­rei­he? Und kennt jemand die­ses selt­sa­me Insekt? Es flog heu­te im Gar­ten her­um, setz­te sich dann an der Schei­be fest. Daher konn­te der Rei­sen­de es gut in einem Glas ein­fan­gen und foto­gra­fie­ren. Denn danach geriet es etwas in Star­re, so dass er das Glas ent­fer­nen konn­te. Eini­ge Minu­ten blieb es still sit­zen, bevor es davon flog. Es wur­de zwar ent­deckt, aber nicht bestimmt.

Hier flie­gen ohne­hin vie­le Insek­ten: Hum­meln, Schmet­ter­lin­ge und Wild­bie­nen in ers­ter Linie. Eher sel­ten Libel­len und ab und zu auch Mücken. Sie erfreu­en sich an vie­len Blü­ten, da der Gar­ten von Früh­jahr bis Herbst immer etwas zum Naschen anbie­tet: Mal­ven, Rosen, Dis­teln, Mar­ga­ri­ten, schon frü­her im Jahr Kro­kus­se und Oster­glo­cken. Insek­ten­ver­nich­tung ist hier ein Fremd­wort. In Rit­zen der Ter­ras­se, in Erd­lö­chern und Löchern der Gar­ten­stüh­le lie­gen ihre Nester.

Gera­de wur­de das Rät­sel nicht hier, aber über Face­book-Freund Ralf gelöst: Es wird sich wahr­schein­lich um eine Schlupf­wes­pe han­deln. Sie ist ein nütz­li­ches Insekt, dem Bor­ken­kä­fer gut schme­cken sollen.

Heute frisch geschlüpft?

Offen­bar frisch geschlüpft ist heu­te (16.06.2021) das auch oben abge­bil­de­te UFO. Schon seit Stun­den lässt das Insekt immer mal wie­der die Flü­gel vibrie­ren, pest dabei auf dem Tisch her­um. Es wirkt so ein wenig wie ein Flug­zeug, das star­ten will. Dann ruht es sich lan­ge aus, weil all das Vibrie­ren anstren­gend zu sein scheint. Wer weiß, wor­um es sich dabei handelt?

Wir ent­de­cken und bestim­men: Insek­ten. Dem Rei­sen­den hat das schon immer viel Spaß gemacht. Schon als Jun­ge sam­mel­te er ger­ne Tier­kno­chen in einem nahen Wald. Ver­stei­ne­run­gen klopf­te er in einem Stein­bruch. Und er heg­te und pfleg­te ein Ter­ra­ri­um mit zum Bei­spiel Heu­schre­cken. Und auf einer Rad­tour durch Gali­zi­en war er glück­lich, am Rio Duero zum ers­ten Mal eine Got­tes­an­be­te­rin beob­ach­ten zu dür­fen. Die kriegt im Leben auch nicht jeder zu sehen! Die Grund­la­ge dafür, dass der Gar­ten heu­te für Insek­ten ein Refu­gi­um ist.

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Blühstreifen für Insekten

Gera­de ent­deckt: Blüh­strei­fen für Insekten.

Die Nach­rich­ten über das Insek­ten­ster­ben erschre­cken immer wie­der. Und das Müns­ter­land zu durch­strei­fen und zu erle­ben ist in man­chen Gegen­den doch ziem­lich mono­ton ange­sichts rie­si­ger Mais­fel­der und feh­len­der Streu­obst­wie­sen. Rad­wan­de­rer, die sich bei­spiels­wei­se auf den Spu­ren der Annet­te von Dros­te-Hüls­hoff befin­den oder Was­ser­bur­gen erkun­den, ver­mis­sen oft leben­di­ge Natur.

Aber am Horst­ma­rer Land­weg zum Bei­spiel sich jetzt etwas:

Bau­er Jochen Werns­mann hat einen 300 Meter lan­gen und sechs Meter brei­ten Rand­strei­fen sei­nes Ackers für Buch­wei­zen, Kori­an­der und Mal­ven frei­ge­ge­ben, damit zum Bei­spiel Schmet­ter­lin­ge und Bie­nen dort Nah­rung finden.

Auch Pfäh­le mit klei­nen Löchern wur­den in den Boden gerammt, in denen Insek­ten Unter­schlupf fin­den kön­nen. So wird der Insek­ten­ver­nich­tung Ein­halt geboten.

Jedoch sind Blüh­strei­fen wie die­ser nicht nur am Horst­ma­rer Land­weg, son­dern auch an ande­ren Stel­len in Müns­ter, im Müns­ter­land und Reck­ling­hau­sen zu sehen. Feder­füh­rend für das Pro­jekt sind die Stif­tung West­fä­li­sche Kul­tur­land­schaft und der West­fä­lisch-Lip­pi­sche Land­wirt­schafts­ver­band. Auch der NABU Deutsch­land setzt sich dafür ein. So wird die Mono­to­nie der Fel­der im Müns­ter­land auf­ge­bro­chen, so dass Rad­wan­dern und Wan­dern mehr Freu­de bereiten.

Her mit mehr Blüh­strei­fen für Insekten.

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