Jetzt im TV: von Barcelona nach Aachen

Jetzt im TV: von Bar­ce­lo­na nach Aachen. Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal sind alle Län­der bis auf Nor­we­gen ver­tre­ten. Erstaun­lich. Sicher liegt das an den bevor­ste­hen­den Osterferien.

Gespannt ist der Rei­sen­de vor allem auf den Film über Bar­ce­lo­na. Dort leb­te er neun Mona­te, weil er über Eras­mus Kata­la­nisch stu­dier­te. Der Sprach­kurs war hart. Denn er konn­te weder gut Spa­nisch noch Kata­la­nisch spre­chen. Und die Ver­stän­di­gung im Kurs lief auch nur auf … Kata­la­nisch. Aber Spa­nisch lern­te der Rei­sen­de gut, weil sich alle in der WG nur auf Spa­nisch unter­hiel­ten, um sich gut in die Gesell­schaft zu inte­grie­ren. Eng­lisch oder Fran­zö­sisch waren daher tabu.

Beste Unterhaltung auf den Ramblas

Aus tou­ris­ti­scher Sicht war die Lage der Woh­nung geni­al. Kris­ten, Kana­di­er John und Fran­zö­sin Marie wohn­ten nahe der Sagra­da Fami­lia und vie­ler ande­rer Sehens­wür­dig­kei­ten: wie zum Bei­spiel das Hos­pi­tal Sant Pau. John stu­dier­te Wirt­schaft. Marie arbei­te­te bei einer Bank. Mit der Metro konn­ten sich alle schnell durch die Stadt und an ihre Rän­der bewe­gen. Nie kam Lan­ge­wei­le auf, weil es blen­den­de Unter­hal­tung auf den Ram­blas gab. Oder es boten sich tol­le Cafés wie das Café de L’Opera am Gran Teat­re del Liceu. Am liebs­ten moch­te der Rei­sen­de dort Scho­ko­la­de mit einer dicken Por­ti­on Sah­ne trin­ken, den soge­nann­ten Sui­zo. Zu die­ser Tra­di­ti­on hat­te ihm Tan­ja Gie­se gera­ten schon drei Jah­re zuvor, als er im Tages­zen­trum Sep­ti­ma­nia als Betreu­er für schi­zo­phre­ne Pati­en­ten arbei­te­te. Tan­ja lebt heu­te ver­hei­ra­tet in Bar­ce­lo­na, nach­dem sie auch über Eras­mus in der auf­re­gen­den Stadt stu­diert hatte.

Von Barcelona nach Aachen

Wenn Coro­na einem in die­sem Jahr immer noch einen Strich durch den Urlaub im Aus­land macht, kann der Rei­sen­de nur wärms­tens eine Rad­tour von Aachen nach Trier emp­feh­len. In Wun­der­schön! wer­den dazu sicher eini­ge Tipps kom­men. Mit Freun­den wan­der­te Durch­strei­fen & Erle­ben schon im Hohen Venn über die Gren­ze nach Bel­gi­en. Die Freun­des­grup­pe besuch­te danach den Aache­ner Dom. Oder aber sie besich­tig­te drei Tage Trier nach aus­ge­dehn­ten Wan­de­run­gen an der Mosel. Es gefie­len die Kai­ser­ther­men, der schö­ne Park am Kur­fürst­li­chen Palais und natür­lich auch das gemüt­li­che Flair am Abend in den Kneipen.

Also Jetzt im TV: von Bar­ce­lo­na nach Aachen durch­se­hen und die Lieb­lings­sen­dung ein­schal­ten. Und mitreisen.


SoMoDiDoFr
Däne­mark



Das däni­sche Königs­haus, NDR, 16.30 Uhr
Deutsch­landWun­der­schön! Von Aachen nach Trier. Mit Rad durch drei Län­der, WDR, 14.15 Uhr
Unbe­kann­te Schlei. Phoe­nix, 17.15 Uhr

Frank­reich
Mont­pel­lier. Da will ich hin. 3Sat, 12.50 Uhr
Frank­reichs Wes­ten. Von der Nor­man­die bis Arcachon, NDR, 20.15 Uhr
Öster­reichStift Dürn­stein in der Wach­au 3sat, 13.10 Uhr
Zu Tisch… Stei­er­mark, arte, 18.25 Uhr




Por­tu­galWun­der­schön! Algar­ve, NDR, 13 Uhr



Schwe­denDer Götaka­nal, NDR, 14.30 Uhr



Spa­ni­en

Bar­ce­lo­na. Die schö­ne Kata­la­nin, WDR, 10.55 Uhr
Mal­lor­cas stil­le Sei­ten, HR, 20.15 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Schrumpfen im Schrumpfbachtal?

Wo spürt man unter­schied­li­che Geschwin­dig­kei­ten ziem­lich deut­lich? Der Rei­sen­de meint, ober­halb Hat­zen­ports an der Mosel. Er und sei­ne Freun­de lau­fen dort gemäch­lich durchs sat­te Grün der Wein­ber­ge. Wie­der ein­mal sind sie nach dem Pfad von Kar­den nach Mosel­kern unter­wegs an der Mosel. Der Ahr­steig ist kom­plett bewäl­tigt. Seit eini­ger Zeit steht der Mosel­steig an. Der Weg ist ange­nehm geschot­tert. Bäu­me spen­den Schat­ten vor der Mit­te Juni hei­ßen Son­ne und die Fra­ge, ob man im Schrumpf­bach­tal klei­ner wird, ist fürs ers­te vergessen.

Wäre da nicht unten im Tal auf der ande­ren Sei­te der Mosel eine Land­stra­ße. Dort knat­tern lau­te Motor­rä­der und Autos Rich­tung Trier und Koblenz. So kön­nen Erho­lungs­su­chen­de nicht ganz der Hek­tik ent­rin­nen, um sich von der Arbeits­wo­che zu erho­len. Doch zum Glück gibt es eine Spitz­keh­re auf dem als Rund­weg ange­leg­ten Traum­pfad.

Die Wan­de­rer tau­chen in Wie­sen und Fel­der ein, bekom­men vom Ver­kehr nicht mehr viel mit. Dann geht es abwärts ins Schrumpf­bach­tal. Beginnt nun das Schrump­fen im Schrumpf­bach­tal? Die­ses ver­lässt man spä­ter sicher ohne Ver­lust der Grö­ße wie­der. Es sei denn, die Wir­kung tritt erst nach eini­gen Tagen ein. Der Rei­sen­de stellt sich vor, schon in Kür­ze wie Nils Hol­gers­son auf auf einer Gans zum Keb­ne­kai­se zu flie­gen — nach Schwe­den.

Hat dort jemand dies­be­züg­lich ande­re Erfah­run­gen gemacht? Es ist denk­bar, dass der Name einst den Römern Angst machen soll­te. Denn die waren gegen­über Flüs­sen und Bächen ziem­lich miss­trau­isch ein­ge­stellt. Viel­leicht frem­der Göt­ter wegen?

Zum Schluss erwar­tet einen kurz vor Hat­zen­port eine klei­ne Her­aus­for­de­rung. Über Stock und Stein gilt es, vor­sich­tig her­ab­zu­klet­tern. Zum Glück gibt es Sei­le und eine Lei­ter als Hil­fe beim Abstieg. Alle zehn Wan­de­rer gelang­ten sicher nach unten. Im Herbst und im Win­ter ist es bestimmt nicht so ein­fach, über glit­schi­ge und schlam­mi­ge Hin­der­nis­se in die Tie­fe zu gelangen.

Wer will, kann anschlie­ßend Trier einen Besuch abstat­ten: Aus­hän­ge­schild der hüb­schen Innen­stadt ist natür­lich die Por­ta Nigra. Sie gilt als am bes­ten erhal­te­nes römi­sches Stadt­tor nörd­lich der Alpen. Einst gab es vier Stadt­to­re mit Stadt­mau­er in Trier. War­um ist die­ses 1850 Jah­re alte aus 7200 Stein­qua­dern erbau­te Stadt­tor so schwarz, fra­gen sich nicht weni­ge. Zum einen ver­dun­keln die Stei­ne sich auf natür­li­che Wei­se, ent­hal­ten sie doch unter ande­rem Eisen­oxid. Regen und Wit­te­rung haben Anteil dar­an. Eben­so gera­ten durch Indus­trie und Ver­kehr Stof­fe dar­auf. Gips auf der Ober­flä­che bin­det diese. 

Zuletzt wur­de das Stadt­tor 1969/70 restau­riert, indem man Stei­ne aus­tausch­te und auf­ar­bei­te­te. Eini­ge Stei­ne an der Nord­sei­te wur­den sogar schwarz gestri­chen, um sie anzu­pas­sen. Um das gesam­te Gebäu­de instand zu hal­ten, über­dach­ten Hand­wer­ker es und ver­blech­ten Hauptgesimse. 

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