Schwedens Westküste Jahresradweg

Schwe­dens West­küs­te ist Euro­pas Jah­res­rad­weg: Eine der ers­ten Fern­rad­tou­ren des Rei­sen­den führ­te zur schwe­di­schen West­küs­te. Er hat­te ganz Däne­mark erschlos­sen, Das lus­ti­ge Leben auf den Cam­ping­plät­zen, an den Strän­den und in den Städ­ten genoss er. Doch mit Schwe­den betrat er eine neue Welt. Die war er durch Feri­en in Som­mer­häu­sern zwar schon gewohnt. Aber allei­ne Schwe­den per Rad zu erkun­den, ist eine ande­re Num­mer. Nur weni­ge Men­schen ver­tei­len sich über einen wei­ten Raum. Mitt­ler­wei­le ist Süd­schwe­den ihm zu dicht besie­delt,. Des­halb bevor­zugt er in der Regel ein­sa­me­re Regionen.

Der Radler ist ein Bote

In ein­sa­men Gegen­den wie in Nord­nor­we­gen oder im Gebir­ge Por­tu­gals ist ein Rad­ler ein Bote, der Nach­rich­ten aus ande­ren Dör­fern mit­bringt. Wie geht es Leif? Wel­che Tie­re hast Du auf dem Weg gese­hen? Gibt es den Super­markt dort schon? Die Men­schen ken­nen ein­an­der oft. Oft sind sie mit­ein­an­der ver­wandt. Autor Per Olov Enquist meint, in Väs­ter­bot­ten schon zu eng. Sie geben Tipps und zei­gen, wo sie leben. Daher emp­fin­det er es heu­te als befrie­di­gen­der, eine ein­sa­me­re Regi­on zu erschlie­ßen und sich auf die Men­schen ein­zu­las­sen. Die wis­sen sich schon zu beschäf­ti­gen. und ihn dann auch. Öde Gegen­den hat er noch nie auf dem Land kennengelernt.

Zurück nach Schwe­den: Sei­ne ers­te Nacht ver­brach­te der Rei­sen­de nach Däne­mark auf dem Cam­ping­platz von Halm­stad. Er hör­te einen Mann die gan­ze Nacht im Wohn­wa­gen hus­ten. Der Wind rüt­tel­te am Zelt. Bis auf den Kran­ken und ihn schien es nie­man­den hier zu geben. Daher fing er schon auf die­ser Tour an, auf Ein­hei­mi­sche zuzu­ge­hen. Die­se fan­den ihn ihrer­seits aber auch von ganz alleine.

In den Jah­res­rad­weg Euro­pas 2018 an Schwe­dens West­küs­te sind vie­le Cafés als Mög­lich­kei­ten der Begeg­nung ein­ge­ar­bei­tet. Heu­te ist er über sol­che Gas­tro­no­mie froh, da man dort Leu­te ken­nen­lernt. Er setzt sich dort oft hin, um das Rei­se­ta­ge­buch zu füh­ren. Neu­gie­ri­ge Men­schen fra­gen dann, wor­über er schreibt. So erge­ben sich gute Gesprä­che. Und Ideen für Geheim­tipps im Reiseführer.

Gutes Essen und schöne Radtouren

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de stell­ten sich an der West­küs­te ver­schie­de­ne Unter­neh­men der Öffent­lich­keit vor. Dies geht aus dem Afton­bla­det-Arti­kel „God mat och skö­na cykel­tur­er på väst­kus­ten“ her­vor. Auf Tou­ris­ten war­ten zehn Rou­ten von fünf bis drei­ßig Kilo­me­tern zwi­schen Hel­sing­borg und Göte­borg. Er hat gera­de alle Orte bei Goog­le Maps ein­ge­ben. Es ergibt sich eine Stre­cke von gut 382 Kilometern. 

Bin­nen einer Woche kann sich jeder im Som­mer die Küs­te anschau­en und die aus­ge­ar­bei­te­ten Ange­bo­te aus­pro­bie­ren. Wie man sieht, wird dort zum Bei­spiel Bier gebraut, Fisch zube­rei­tet, Lakritz her­ge­stellt und Pra­li­nen gerührt. Lei­der schil­dert der Arti­kel von Afton­bla­det zu wenig Kul­tur- und Natur­er­leb­nis­se. Immer­hin sind gute Strän­de für den Urlaub direkt am Meer auf­ge­führt wie Vej­by­strand und Fal­ken­bergs Strand­bad. Im Süden von Schwe­den lädt ein B&B zum Ver­wei­len in Vej­by ein. Und es gibt eine Moun­tain­bike-Tour rund um Båstad, das jähr­lich ein inter­na­tio­na­les Ten­nis­tur­nier anbietet.

Weg in Kürze zum Nachfahren auf dem Kattegatsleden:

  • Hel­sing­borgsrund­an.15 km. Smak­stopp: Bröd­kul­tur, Lakrit­s­fa­bri­ken, Ebbas fik, Ålgrän­dens Ost & Deli­ka­tes­ser, Hel­sing­borgs Bryggeri. 
  • Träd­gård­säls­ka­ren.30 km. Smak­stopp: Sofie­ro, Café Bis­tro, Arilds Vingård. 
  • Kul­la­tu­ren.25 km. Smak­stopp: Tun­neber­ga Gäst­gif­va­re­gård, Kulla­spar­ris, Flick­or­na Lund­gren, Väx­thu­set i Brunn­by, Kul­la­bergs Vin­g­ård, Kryd­di­ga Perenn, Krap­pe­rups kaf­fes­t­u­ga, Ella­går­dens bär, Kul­la­byg­dens Vanilj & Choklad. 
  • Sma­ka på Kul­la­byg­den.30 km. Smak­stopp: Hög­an­äs bryg­ge­ri, Krap­pe­rups Kaf­fes­t­u­ga, Arilds Vin­g­ård, Flick­or­na Lund­gren, Fabriken. 
  • Vej­by­strand. 10 km. Smak­stopp: Vilt & Gott, Vej­by Vin­g­ård, Sand­går­dens Skaf­fe­ri, Bjä­re Fisk & Skald­jur, Vej­by­strands Vandrarhem/B&B.
  • Båstad. Gui­da­de moun­tain­biketu­rer där kaf­fe och fika ingår. Totalt ca 3 timmar. 
  • Fal­ken­bergsrund­an.16 km. Smak­stopp: Skrea Ost, Pros­tens Piz­za, Båta Kåsan med Sus­eå Cho­klad och Slö­in­ge Kaf­ferost­e­ri, Fal­ken­bergs Strandbad. 
  • Ons­a­la, Utval­da pär­lor längs Gotts­kärs­vä­gen. 5 km. Smak­stopp: Båt- och Sjöf­arts­mu­seet, Zig­ges BBQ, Hönö Fisk, Gula Stugans, Fru Pilos Pra­li­ner, Gotts­kär Hotell, Gotts­kär Hotells Café, Tre Toppar. 
  • Åsa, Det Sto­ra Mat­tram­pet. 28 km. Smak­stopp: Kvia Grönsa­ker, Naturum, Bräu­ti­gams, Hallands Kom­bu­cha, Marie­bergs Gårds­bu­tik, Kvarn­b­a­ge­riet, Ham­ra Gård, Gårds­b­a­ge­riet i Ida­la och I’m Coffee 
  • Halm­stad Smakrunda. 30 km. Smak­stopp: I am Cof­fee, Krantz Bröd­bod, Tyle­bäck Hotell & Kon­fe­rens, Vils­härads Gårds­bu­tik, Heagårds Skaf­fe­ri, Strand­li­da Bryg­ge­ri, Skåns­kan, A litt­le Par­ty – Champagnebaren.
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Cádiz ist Spaniens älteste Stadt

Cádiz ist Spa­ni­ens ältes­te Stadt. Sie liegt in Anda­lu­si­en. Ein Ort, den sich der Rei­sen­de natür­lich ansah, als er vor eini­ger Zeit von Jerez de la Fron­te­ra her­über­ge­ra­del­te. Ande­re Städ­te im Süden sind male­ri­scher. Der Rei­sen­de erin­nert sich daher mehr an die Furcht, kei­nen guten Weg aus der Stadt hin­aus zu fin­den. Denn er glaub­te, beim Radeln irgend­wo ein Schild über­se­hen zu haben. Er ver­mein­te sogar, auf einer Auto­bahn gelan­det zu sein. Denn enorm viel Ver­kehr rausch­te eng an ihm vor­bei. Die Stra­ße war dop­pel­spu­rig auf bei­den Sei­ten. Er erwar­te­te jeder­zeit die Poli­zei, die sagen wür­de. “Lie­ber Jun­ge, sieh mal zu, dass du dich vom Acker machst.” Aber nicht ein­mal ein­zel­ne Auto­fah­rer gaben ihm Zei­chen, dies doch jetzt zu tun.

Keine besondere Perspektive gefunden

Irgend­wann kam dann doch eine erlö­sen­de Abfahrt. Die Tour führ­te dann ent­spannt wei­ter an der Küs­te ent­lang. Cádiz hat­te er glück­lich hin­ter sich. Er fühlt sich bestä­tigt beim Lesen des Arti­kels in der Welt. Denn der Autorin fiel nichts Span­nen­des auf. Sie fand nicht ein­mal in Spa­ni­ens ältes­ter Stadt eine beson­de­re Per­spek­ti­ve. Ver­passt hat er dort damals also nichts. Gas­sen zum Her­um­schlen­dern gibt es über­all in spa­ni­schen Orten. Dies trifft auch auf die von ihr erwähn­ten Kano­nen zu und auf die von der Autorin emp­foh­le­nen Spei­sen. Oder eine Damen­run­de vorm Restau­rant, die der Kell­ner foto­gra­fiert. Dies begrün­det Annet­te Pro­sin­ger damit, dass die Stadt nicht zu den Hot­spots Anda­lu­si­ens gehöre.

Viel­leicht kann jemand dem Bike­pa­cker Tipps geben, wodurch sich die Stadt aus­zeich­net. Immer­hin wur­de dort die ers­te Ver­fas­sung des Lan­des ver­fasst. Oft las­sen sich durch sol­che Fak­ten wun­der­bar Hal­tun­gen der Men­schen beob­ach­ten wie zum Bei­spiel ein gro­ßer Stolz dar­auf. Gera­de auf Anda­lu­si­en trifft das zu, das sich von der Zen­tral­re­gie­rung in Madrid tou­ris­tisch ver­nach­läs­sigt fühlt. Dabei gibt es dort sehr schö­ne ein­sa­me Strän­de wie zum Bei­spiel zwi­schen Aya­mon­te und Sevil­la. Der Tou­ris­mus in Sevil­la und Gra­na­da mit vie­len Sehens­wür­dig­kei­ten zieht natür­lich vie­le Besu­cher ab vom Küs­ten­ab­schnitt zwi­schen Cádiz und Gibral­tar. Aber irgend­ei­nen Reiz gibt es immer. Den fand der Rei­sen­de sogar im Nest La Linea de la Con­cep­ción, obwohl es dort kein Din­ner auf dem Mee­res­grund wie in Nor­we­gen gibt.

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Mehr als ein Fluss

Viel spek­ta­ku­lä­rer als die Küs­te ist das Bin­nen­land Por­tu­gals. Dies gilt vor allem für die Dou­ro-Regi­on, die mehr als ein Fluss ist. Und mit dem Fahr­rad ist es auch viel kom­for­ta­bler zu durch­strei­fen und zu erle­ben als mit dem Auto. Denn es wird einem nicht übel. Und auf den Natio­nal­stra­ßen von Por­to bis nach Zamo­ra in Spa­ni­en fließt wenig Ver­kehr. Zudem gibt dort kei­ne har­ten Stei­gun­gen. Es sei denn, man biegt ab, um zum Bei­spiel die wie auf einer Per­len­schnur auf­ge­zo­ge­nen roma­ni­schen Kir­chen zu besu­chen. Man­che von ihnen lie­gen auf stei­len Hügeln.

Man ent­wi­ckelt ein gutes Gespür für die Land­schaft. Wein­gü­ter laden ent­lang der Stre­cke zum Ver­kos­ten ein. Es gibt dort impo­san­te Schluch­ten zu sehen. In denen begeg­ne­te der Rei­sen­de zum ers­ten Mal in sei­nem Leben einer Got­tes­an­be­te­rin in der Nähe von Sau­cel­le. Er betrach­te­te Fels­rit­zun­gen von Men­schen aus der Stein­zeit und fla­nier­te an den baro­cken Wun­der der Stadt Lame­go ent­lang. Oder aber der Bike­pa­cker erfrisch­te in einem der Ther­mal­bä­der sei­ne müden Bei­ne, die man oft unter dem Begriff Cal­das fin­det. In Zei­ten der Mon­ar­chie zog es oft Ade­li­ge in die Ther­mal­or­te, um sich dort zu erholen.

Jour­na­lis­ten der in Por­tu­gal erschei­nen­den Zeit­schrift “Eva­sões” emp­fan­den das ähn­lich. Sie publi­zier­ten kürz­lich eine Geschich­te über den Rio Dou­ro. Klickt ein­fach die Bil­der, um Ein­drü­cke aus einer schö­nen Gegend zu sam­meln. Im Text wird lei­der zu viel Wer­bung für Wein­gü­ter, tou­ris­ti­sche Unter­neh­men wie Tour­anbie­ter und Hotels gemacht. Das, was mehr als ein Fluss ist, kommt dabei nicht wirk­lich her­aus. Daher lohnt es sich nicht, ihn zu übersetzen.

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