Per Kirkeby gestorben

Per Kir­ke­by Bus­hal­te­stel­le in Müns­ter nahe Schlossplatz

Lei­der ist jetzt der bekann­te däni­sche Künst­ler Per Kir­ke­by in Kopen­ha­gen gestor­ben. Er kam vor 80 Jah­ren auch in Kopen­ha­gen auf die Welt. Der Rei­sen­de hat über Kir­ke­by eini­ge Zei­len im Kul­tur­rei­se­füh­rer “Müns­ter Stadt der Skulp­tu­ren” geschrie­ben. Denn in der Nähe des Schlos­ses steht eine sei­ner Skulp­tu­ren. Es han­delt sich um eine von ihm geplan­te und oben auf dem Foto abge­bil­de­te Bus­hal­te­stel­le. Von dort soll­ten einst nicht nur Schü­ler des Frei­herr-vom-Stein-Gym­na­si­ums beför­dert wer­den. Die lang gezo­ge­ne und 50 Meter lan­ge Mau­er soll­te sie auch vor vor­bei brau­sen­dem Ver­kehr schüt­zen. Bevor sie errich­tet wur­de, spran­gen vie­le Jugend­li­che ein­fach über eine fla­che Mau­er. Da der Rei­sen­de dort zur Schu­le ging, mach­te er es genau­so. Dies konn­ten auf­sicht­füh­ren­de Lehr­kör­per schlecht kon­trol­lie­ren konn­ten. Wie zu sehen ist, ist in die Mau­er eine Bus­hal­te­stel­le inte­griert. Die War­te­hal­le misst zehn mal drei Meter.

Heu­te ist an Stel­le der Schu­le das Ger­ma­nis­ti­sche Insti­tut der Uni­ver­si­tät am Schloss­platz 4 getre­ten. Es schließt eine gan­ze Rei­he roter Häu­ser vom Kuh­vier­tel bis zu einer Brü­cke am Spie­ker­hof. Nur: An der Hal­te­stel­le hält kein Bus mehr.

Teil der bekannten Skulptur Projekte

Auch auf dem Schloss­platz in Müns­ter ste­hen Wer­ke Kir­ke­bys, die Ein­gang in “Müns­ter Stadt der Skulp­tu­ren” gefun­den haben. Alle sind aus rotem Back­stein geformt. Dies ist die typi­sche Far­be der moder­nen Stadt. Vie­le Gebäu­de bestehen hier aus rotem Back­stein mit wei­ßen Fens­ter­kreu­zen. Man hat sie im Rah­men der bekann­ten Skulp­tur Pro­jek­te zunächst in der Stadt auf­ge­stellt, spä­ter gekauft. Tau­sen­de von Besu­chern aus aller Welt strö­men alle zehn Jah­re in die West­fa­len­me­tro­po­le, um die Wer­ke inter­na­tio­nal bekann­ter Künst­ler zu betrachten.

Emp­feh­len kann der Rei­sen­de für einen wei­te­ren Wochend-Trip oder im Rah­men eines Som­mer­ur­laubs in Däne­mark auch einen Besuch des wohl inter­es­san­tes­ten Kunst­mu­se­ums der Welt. Es steht in Aar­hus und heißt ARoS. Dort wie­der­um sind eini­ge Gemäl­de Per Kir­ke­bys aus­ge­stellt. Per Kir­ke­by gestor­ben, ein Ver­lust für die Kunstwelt.

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Aufstrebende portugiesische Wirtschaft

Der Rei­sen­de hört noch das ent­setz­te Auf­stöh­nen sei­ner Freun­din nach den letz­ten Wah­len: “Jetzt haben wir eine lin­ke Regie­rung!” Doch so schlimm scheint es nicht zu sein, dass Sozia­list Anto­nio Cos­ta als Minis­ter­prä­si­dent Chef einer Min­der­heits­re­gie­rung ist: Es ist eine auf­stre­ben­de por­tu­gie­si­sche Wirt­schaft zu erken­nen. Dies sei mit­un­ter auf eine sta­bi­le Tex­til- und Metall­bran­che zurück­zu­füh­ren, schreibt Wolf­ram Neid­hard, Online-Redak­teur der Nach­rich­ten­ma­nu­fak­tur. Er blickt dann zurück: 2011 nahm Lis­sa­bon den Ret­tungs­schirm in Anspruch. Por­tu­gal kas­sier­te dafür von Euro­päi­scher Uni­on, Euro­päi­scher Zen­tral­bank (EZB) und Inter­na­tio­na­lem Wäh­rungs­fonds (IWF) einen Kre­dit in Höhe von 78 Mil­li­ar­den Euro. Dafür aber muss­te das Land als Gegen­leis­tung spa­ren und Steu­ern erhöhen.

Trotzdem noch viel zu tun

Dann lös­te Cos­ta im Herbst 2015 den kon­ser­va­ti­ven Vor­gän­ger Pas­sos Coel­ha ab. Er “schloss Tole­rie­rungs­ab­kom­men mit dem Links­block, der Trotz­kis­ten, Öko­so­zia­lis­ten, Femi­nis­ten und ande­re Grup­pie­run­gen ver­ei­nigt, sowie einem Bünd­nis aus Kom­mu­nis­ten und Grü­nen”, ab, schreibt Neid­hard. Inner­halb Euro­pas sei dies eine ein­zig­ar­ti­ge Regie­rungs­ko­ali­ti­on. Nach­dem das Land 2014 noch vor dem Regie­rungs­wech­sel erfolg­reich den Ret­tungs­schirm ver­las­sen hat­te, zog die Wirt­schaft an. Es gab sogar ein wenig Wachs­tum zu ver­zeich­nen. Das Brut­to­in­lands­pro­dukt sei gestie­gen. Die Arbeits­lo­sen­quo­te sank deut­lich. In schlimms­ten Zei­ten erreich­te sie sogar über 17 Prozent.

Die Ursa­chen: eine all­ge­mein gute Kon­junk­tur welt­weit. Hin­zu kom­men Ein­nah­men durch den Tou­ris­mus, ein nied­ri­ger Ölpreis sowie ein sehr guter Absatz por­tu­gie­si­scher Waren. Dar­über hin­aus: Cos­ta ließ die Ein­kom­mens­steu­er sen­ken. Der Min­dest­lohn wur­de erhöht. Ein­ge­führt haben die Poli­ti­ker auch einen Sozi­al­ta­rif bei Strom­prei­sen. Dafür aber kürz­ten sie die Aus­ga­ben im Gesund­heits­we­sen und in ande­ren Sek­to­ren. Nach wie vor aber sind die Steu­ern für Mine­ral­öl, Tabak und Alko­hol unver­än­dert hoch, was gute Ein­nah­men siche­re. Aller­dings war­te­ten noch vie­le zu lösen­de Auf­ga­ben, ergänzt Neid­hard. Noch immer sei die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit zu hoch. Hohe Schul­den müss­ten nach wie vor getilgt wer­den . Auch wenn es eine auf­stre­ben­de por­tu­gie­si­sche Wirt­schaft gebe, gebe es noch viel zu tun.

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