Sagres III schönstes Segelschiff der Welt

Sagres III schöns­tes Segel­schiff der Welt: Das Herz des Rei­sen­den geht immer wie­der auf, wenn er schö­ne Schif­fe sieht. Gera­de fand er eine inter­es­san­te Geschich­te im wohl bes­ten Online-Maga­zin welt­weit: dem por­tu­gie­si­schen Maga­zin Vor­tex. Der Stolz der Nati­on ist ein gro­ßes Segel­schiff: Sagres III. Lus­ti­ger­wei­se ist es ein deut­sches. Es wur­de in einer deut­schen Werft inner­halb der Gorch-Fock-Klas­se ent­wi­ckelt. Pro­du­ziert hat es Blohm & Voss in Ham­burg. Es trug zunächst den Namen Albert Leo Schla­ge­ter und war ein Schul­schiff der deut­schen Mari­ne. Wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges kaper­te es die ame­ri­ka­ni­sche Mari­ne. Spä­ter wur­de es zu einem sym­bo­li­schen Preis an Bra­si­li­en ver­kauft und dort als Schul­schiff ein­ge­setzt. Erst 1961 kauf­ten es die Por­tu­gie­sen für 150000 Dol­lar. Denn sie muss­ten ihr bis­he­ri­ges Schul­schiff erset­zen — das Sagres II. Auch dies war ein deut­scher Segler.

Nicht nur Sagres III schönstes Segelschiff

Schö­ne Schif­fe beglei­ten den Rei­sen­den schon das gan­ze Leben. Als Kind fuhr er auf gro­ßen Fäh­ren nach Däne­mark und Finn­land. Als Erwach­se­ner beglei­te­te er in Nord­nor­we­gen den Boots­bau­er Ulf. In sei­ner Werk­statt in Kjer­rin­gøy beob­ach­te­te er, wie Ulf eines der berühm­ten Nord­land­boo­te bau­te. Anschlie­ßend segel­te er selbst zwei Tage mit an Bord eines sol­chen Schif­fes auf dem Polar­meer in der Nähe des Lofot. Davon hat­te er schon lan­ge geträumt.

Vor der Moto­ri­sie­rung besaß jede Fami­lie in Nor­we­gen ein Boot, sicher­te der Fisch­fang doch die Ernäh­rung. Ein geschick­ter Hand­wer­ker wie Ulf ist sogar in der Lage, den Rumpf so zu gestal­ten, dass es nicht in einem der gefähr­li­chen Gezei­ten­strö­me ver­sinkt. Von die­sen gibt es gleich zwei: in Salts­trau­men und in Mos­ken­es. Die dabei ent­ste­hen­den Stru­del ris­sen man­che Fischer in den Tod. Einen Arti­kel über das Nord­land­boot publi­zier­te der Rei­sen­den erfolg­reich unter ande­rem in der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung im Res­sort “Motor und Technik”.

In Ebelt­oft in Mit­tel­jüt­land ent­deck­te er kürz­lich den Stolz der däni­schen Nati­on — die Fre­gat­te Jyl­land. Lei­der segelt das schö­ne Schiff nicht mehr. Aber heu­te kann ein jeder sich auf ihr ein leben­di­ges Bild von See­fahrt machen. Auf ver­schie­de­nen Decks des rie­si­gen Seg­lers ist dar­ge­stellt, welch har­tes Los Men­schen zogen, die der Mari­ne dien­ten. Nicht nur eiser­ne Dis­zi­plin war gefragt. Ver­stö­ße wur­den hart bestraft. Nicht zuletzt zogen sie sich schwe­re Ver­wun­dun­gen zu. Dem­entspre­chend stöh­nend lie­gen Kran­ke unter Deck, kein Wun­der wur­de ihnen doch vom Schiffs­arzt man­ches Kör­per­teil amputiert. 

Doch der hohe Nor­den hat noch mehr zu bie­ten. Auch im Win­ter besuch­te der Rei­sen­de Lofo­ten und Ves­terå­len. Dort sah er sogar das Nord­licht. Vie­le Ein­drü­cke kom­men also im Lau­fe des Lebens hin­zu. Und jetzt eben auch die Fest­stel­lung: Sagres III ist das schöns­te Segel­schiff der Welt. Zuvor hat­te er dies nicht gewusst. Oder Du?

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Gold der Lofoten

In einer Nor­weg­engrup­pe auf Face­book frag­te neu­lich jemand nach typisch nor­we­gi­schen Spe­zia­li­tä­ten. Dazu gehört ein­deu­tig Tro­cken­fisch, oft an der Luft getrock­ne­ter Kabel­jau. Das Gold der Lofo­ten. Es gehört zu den ein­drucks­vol­len Erleb­nis­sen auf den Insel­grup­pen Lofo­ten oder Ves­terå­len, im Som­mer selbst nur lee­re Gerüs­te zu sehen. Sie rie­chen dann immer noch nach Fisch. Die Insel­be­woh­ner sagen dazu, dass sie das Geld aus dem Ver­kauf des kost­ba­ren Fangs rie­chen könnten.

Als Motiv zog den Rei­sen­den aber zunächst die Erwar­tung, mit dem Boots­bau­er Ulf Mikal­sen und des­sen Gefähr­ten an der nord­nor­we­gi­schen Küs­te ent­lang zu segeln. Er und ande­re Nor­we­ger tref­fen sich nahe­zu regel­mä­ßig, um von Kjer­rin­gøy in der Pro­vinz Nord­land bis zur Insel Vega nahe Trond­heim zu segeln. Dafür und fürs Gold der Lofo­ten nahm der Rei­sen­de eine wei­te Stre­cke quer durch Lapp­land mit dem Rad auf sich — vom einer Fei­er des Herings am Bot­t­ni­schen Meer­bu­sen auf der Insel Ulvön zum Bewoh­ner des Polarmeers.

Segeltörn von Kjerringøy nach Vega

Nach­dem er Mikal­sen eini­ge Tage beim Bau eines Nord­land­boo­tes beob­ach­tet hat­te, durf­te er immer­hin zwei Tage mit aufs Segel­boot. Län­ger nicht, da in einem der Häfen schon ande­re Inter­es­sen­ten dar­auf war­te­ten zuzu­stei­gen. Das Rad durf­te aller­dings nicht mit an Bord stei­gen. Denn dafür ist ein tra­di­tio­nel­les Fischer­boot zu klein. Das Gepäck fin­det im Stau­raum im Bug oder Heck Platz. Ande­re depo­nier­ten ihr Gepäck auch in der klei­nen Kajü­te, die auch Kojen für die Fischer bie­tet. Auch ein klei­ner Ofen zum Hei­zen in kal­ten Näch­ten befin­det sich dort. Da aber die Näch­te im Hoch­som­mer selbst in den klei­nen Häfen an der Küs­te des Polar­meers warm sein kön­nen, schlief der Rei­sen­de nachts im Schlaf­sack im Bug. Die­ser wird mit einem Segel abge­deckt, um gegen Regen geschützt zu sein. Zum Glück blieb es die gan­ze Zeit über trocken.

Im Arti­kel “Das Gold der Lofo­ten” für die “Wie­ner Zei­tung”, ältes­te Zei­tung Öster­reichs, hat der Rei­sen­de fest­ge­hal­ten, was er mit dem Able­gen vom Steg auf einem Nord­land­boot erlebte. 

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